Media Monday #269

Huch, schon wieder eine Woche vorbei. Und was für eine!

Doch dazu ein anderes Mal mehr. Jetzt möchte Wulf erstmal wissen, wofür unser Herz brennt. Schön!

Media Monday #269

1. Für Fringe kann ich mich durchweg, schon seit Jahren und immer wieder aufs Neue begeistern!

 (Achtung, die folgenden Fragen/Antworten können Spoiler zur Serie Fringe enthalten!)

2. Allein das Setting ist so gut durchdacht, dass es eigentlich eine eigene Geschichte erzählt (Stichwort: Paralleluniversum).

3. Wohingegen die Figuren/Charaktere allesamt hohes Identifikations-potenzial besitzen und zwar gerade, weil sie Ecken und Kanten haben.

4. Und überhaupt ist ja mit das Großartigste die Einführung des Paralleluniversums in Staffel 2, weil es der Geschichte eine ganz neue Wendung gibt und ein unheimliches Erzählpotenzial birgt. Unheimliches Suchtpotential übrigens auch. Wer von der Idee eines Paralleluniversums nicht gefesselt wird, dem kann ich auch nicht helfen.

5. Unvergessen auch Walter Bishops Weisheiten. Merke: „The only thing better than a cow is a human being. Unless you need milk. Then you really need a cow.“. Ich könnte jetzt noch zig weitere anbringen, aber das erspare ich euch mal…

6. Wenn/Falls es jemals eine weitere Staffel oder eine Filmfortsetzung gibt, werde ich vor Aufregung vermutlich wochenlang nicht schlafen. Dafür würde ich mir übrigens wünschen, dass Lincoln Lee dort wieder öfter in Erscheinung tritt.

7. Zuletzt habe ich Fringe vor ein paar Monaten mit dem Herrn Koch ge-rewatched (herrje, was für ein katastrophales Partizip…) und das war einfach toll, weil es zu zweit noch viel mehr Spaß gemacht hat. Etwas, das man liebt, mit jemandem, den man liebt, noch einmal neu zu entdecken, ist einfach großartig. ♥

 

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Eingeordnet unter Fernsehserien, Media Monday

Media Monday #268

Ich habe einige Media Mondays ausgelassen. 32 um genau zu sein. So viel Mut zur Lücke muss man erstmal haben!😉

1. Kenny Baker war mir als Star Wars-Abstinenzlerin leider überhaupt kein Begriff.

2. Meine liebste Fernsehserie kennt ja nun wirklich jeder hier schon (…die mit dem verwirrten Wissenschaftler, seinem Sohn, der toughen Agentin und der sympathischen Labor-Kuh…), insofern ein paar andere – ausschließlich grammatikalisch feminine – „liebste“: Meine liebste Eissorte ist Walnuss; meine liebste Farbe ist rot; meine liebste im Fernsehen verfolgte Sportart ist Tennis, meine liebste Tageszeit ist der Vormittag; meine liebste Jahreszeit ist der Sommer; meine liebste Freizeitaktivität ist das Tanzen; meine liebste Vertraute ist meine Mama; meine liebste Nahrungsquelle ist der Herr Koch; …

3. Meine schlimmste Eigenschaft ist meine Tollpatschigkeit. Ich kann mir immer, überall und an allem wehtun. Selbst an runden Tischen. Die stelle ich mir z. B. prima auf den Fuß oder kippe sie um. Aber keine Sorge: Mehr als blaue Flecke kommen dabei selten heraus.

4. Gilmore Girls kann ich mir eigentlich immer angucken, denn die Serie macht in jeder Gemütsverfassung Spaß.

5. ____________ (Hier ein beliebiges grammatikalisch feminines Wort einsetzen) ist eine Art Geheimtipp, die ich immer wieder gerne nenne, denn nur so kommt an dieser Stelle ein korrekter deutscher Satz zustande.

6. Wenn jemand meine Faszination/Begeisterung für die Serien Fringe, Lost und Suits nicht teilt, finde ich das sehr schade und verspüre eventuell einen gewissen Missionsdrang.

7. Zuletzt habe ich einen Obstsalat gegessen und das war fruchtig, weil viele Früchte darin waren.

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Schreibtisch ade! – Urlaubsimpressionen vom Bodensee

Man kann nie genug Schönes in seinem Leben haben. Liebe Menschen, strahlenden Sonnenschein, gutes Essen, Ohrwurmmusik, tolle Filme, entspannte Wochenenden. Darum zeige ich euch heute ein paar Eindrücke vom Bodensee, an dem der Herr Koch und ich im Juli eine ganz wunderbare Urlaubswoche verlebt haben. Ihm hat es so gut gefallen, dass er am liebsten direkt dort geblieben wäre. Aber seht selbst.

Na, wer findet den Zeppelin am Himmel über Konstanz?

Rheinfall, Schaffhausen (Schweiz).

Blick von Überlingen (Schweiz) über den Bodensee. Könnte auch die Kieler Förde sein…

Frau Krimskrams staunt ob solch eines Anblicks.

Blumenenten @ Insel Mainau.

Bilderbuchpanorama; Insel Mainau.

Zeppelin ♥

Dem Herrn Koch gefällt es auch gut auf der Insel Mainau.

Dem Herrn Koch gefällt es auch gut auf der Insel Mainau.

Lässt das Herz eines jeden Fringe-Fans höher schlagen: das Zeppelinmuseum in Friedichshafen.

Lässt das Herz eines jeden Fringe-Fans höher schlagen: das Zeppelinmuseum in Friedichshafen.

Seid ihr diesen Sommer verreist und wenn ja, wohin? Steht euch der Urlaub vielleicht sogar noch bevor? Wir haben uns ganz bewusst für einen Urlaub in Deutschland entschieden dieses Jahr. Welche deutsche Region bereist ihr am liebsten?

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Eingeordnet unter Freizeit

Von ungeahnten Talenten und neuen Hobbys

Als Kind habe ich Basteln gehasst. Ausschneiden, kleben, anmalen – es war mir ein Graus. Mag sein, dass das damit zusammenhängt, dass ich Linkshänder bin und man es nie für nötig hielt, mir eine Linkshänderschere zu kaufen. Mag auch sein, dass es damit zusammenhängt, dass ich ein bisschen tollpatschig und bisweilen unkoordiniert bis unbeholfen bin. Sei es wie es sei – Basteln war blöd. Kunst in der Schule war übrigens auch nicht mein Ding. In der Oberstufe belegten alle weiterhin Kunst, um die Mindeststundenanzahl zu erfüllen. Ich belegte Wirtschaft/Politik und Latein.

An sich komme ich aus einer recht kreativen Familie. Mehrere Familienmitglieder sind Tischler und entwerfen ohne Probleme die tollsten Möbel, welche sie dann auch noch exakt anfertigen. So stehe ich immer wieder in der Familienwerkstatt und bewundere Schreibtische, Schränke, Tische, Stühle und Treppen und finde es großartig, dass sie so etwas können. Eine meiner Tanten ist Grundschullehrerin, u. a. für das Fach „Textiles Werken“ (Gibt es dieses Fach eigentlich deutschlandweit oder ist das ein schleswig-holsteinisches Phänomen?) und kann nicht nur mit Stoffen und Wolle umgehen, sondern auch mit Papier. Meine eigene Schwester erfreut die Familie und sämtliche Bekannte jedes Jahr wieder zur Weihnachtszeit mit Fröbelsternen in allen Größen und Farben. Auch das restliche Jahr über hat sie ein Faible für Fenster- und Wanddeko aus Papier. Kann man wirklich aus so einer Familie kommen und keinerlei kreatives Talent haben? Gut, ich lebe meine Kreativität mit Worten aus, aber da muss doch noch mehr in mir schlummern.

So hat es mich dann doch irgendwann gepackt und ich habe mir Wolle und Häkelnadeln gekauft. Seitdem gibt es kein Halten mehr.

Am Anfang war es nicht ganz so leicht für einen Bewegungslegastheniker wie mich, die grundlegenden Techniken zu erlernen. Luftmasche, feste Masche, halbes Stäbchen, ganzes Stäbchen, Kettmasche, Zunahme, Abnahme, Häkeln in Runden – puh. Als sehr hilfreich habe ich dabei YouTube empfunden, das eine ganze Reihe an Häkelkanälen bereithält. Das größte Problem hier – wie auch in Häkelbüchern – besteht für mich natürlich darin, dass dort normalerweise Rechtshänder am Werk bzw. abgebildet sind. Ich als Linkshänder muss also stets alles spiegelverkehrt ausführen. Ich behaupte jetzt einfach mal, dass sich dadurch mein räumliches Vorstellungsvermögen in den letzten Jahren stark verbessert hat…

Eigentlich wollte ich in diesem Beitrag nur zusammenstellen, was ich in der letzten Zeit so auf der Nadel hatte. Nun habe ich ein bisschen weiter ausgeholt und euch auch die Hintergrundgeschichte serviert. Es erstaunt und erfreut mich immer noch (und immer wieder!), dass sich im Laufe des Lebens offenbar nicht nur Geschmäcker ändern, sondern man auch noch neue Fähigkeiten und Talente an sich entdecken kann, die man nicht unbedingt vermutet hätte. Alles, was es dafür braucht, ist Motivation, Neugierde, Entdeckerlust und ein bisschen Freizeit. Gerade Letzteres sollte nicht unterschätzt werden; ich glaube, die wenigstens Menschen haben die Muße dazu, in (familiären oder beruflichen) Stressphasen noch ein neues Hobby auszuprobieren oder sich etwas Neues beizubringen. Ich schleiche übrigens bereits seit einiger Zeit um Nähmaschinen herum und hätte riesige Lust, nach dem Häkeln auch noch das Nähen zu lernen. Das wird dann wohl mein nächstes Projekt. Aber jetzt erstmal zum eigentlichen Thema:

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Ich habe ein Faible für Tücher und Schals. Auch im Sommer trage ich gerne welche. Ich finde, ein schönes Tuch wertet z. B. ein einfarbiges T-Shirt enorm auf. Nun gut, wenn es warm ist, muss es nicht unbedingt der Winterschal sein. Mir fehlte ein luftiges Sommertuch in freundlichen Farben, das sich gut zu verschiedenfarbigen Kleidungsstücken kombinieren lässt. Nach einigen Abenden Arbeit ist dieses Dreieckstuch herausgekommen. Es wird von oben nach unten zur Spitze gehäkelt und zwar in Luftmaschenbögen; jede Reihe wird dabei um einen Bogen kürzer, sodass sich die Dreiecksform automatisch ergibt. Ich habe für dieses Tuch Wolle von Lana Grossa aus der Serie Elastico Print verwendet, die zu 96 % aus Baumwolle besteht. Insgesamt wurden etwa 2 1/2 Knäuel für dieses doch sehr große Tuch benötigt. Für eine Freundin habe ich das gleiche Tuch auch noch einmal mit Wolle aus der Serie Linea Pura, ebenfalls von Lana Grossa und sogar zu 100 % aus Baumwolle, gehäkelt. Leider habe ich es bereits verschenkt, ohne ein Foto davon gemacht zu haben. Ich bin mit beiden Tüchern aber sehr zufrieden; es hat Spaß gemacht, sie zu häkeln und ich trage mein Tuch gerne.

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Der Herr Koch und ich haben eine Haushaltskasse. Das Portmonee, welches wir bislang dafür verwendeten, hat vor einigen Wochen das Zeitliche gesegnet. Es war eh zu klein und auch kein Ausbund von Schönheit, also kein Verlust. Als Ersatz habe ich flugs an einem Abend dieses kleine Körbchen gezaubert. Neben Schals und Tüchern sind solche kleinen Alltagshelfer definitiv meine liebsten Häkelobjekte: Einfach einen quadratischen oder rechteckigen Boden häkeln und dann in Runden so lange nach oben arbeiten, bis die gewünschte Größe erreicht ist. Sicher hätte man hier auch noch Abnahmen machen könne, um das Körbchen oben enger zulaufen zu lassen, aber mir gefällt die umgekrempelte Variante auch ganz gut. Verwendet wurde dieses Mal Wolle von Rico aus der Serie Fashion Summer Print. Durch ihre Struktur (fast wie Bändchen-Garn) ist sie recht fest und stabil, sodass das Körbchen problemlos aufrecht steht und unser Kleingeld nun sicher verwahrt.

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Aus den Resten der Rico-Wolle entstand dann noch diese kleine Sternchenkette, die nun das Fenster zwischen Flur und Schlafzimmer schmückt. Ein bisschen improvisiert, aber hey – selbstgemacht!

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Aktuell rätsele ich, was einmal aus diesem Bändchengarn, von dem ich zwei Knäuel (insgesamt 200 g) besitze, werden soll. Meine Mutter hat es sich gekauft, wusste dann aber auch nichts damit anzufangen und hat es mir jetzt vererbt. Zwei Versuche, daraus einen Schal zu häkeln, sind bereits gescheitert; beide Male gefiel mir das Muster dann doch nicht. Falls irgendjemand eine Idee hat – immer her damit!

Ich hoffe, ich habe nun niemanden mit diesem Beitrag, der ja der erste dieser Art auf dem Blog ist, verschreckt. Keine Angst, ich werde mich nun nicht ständig in Häkelresultatbeschreibungen ergehen, hatte aber einfach Lust, mal über dieses Hobby zu schreiben. Habt ihr auch kreative Hobbys? Häkelt, strickt, näht, bastelt, werkelt ihr vielleicht? Oder kann man euch damit jagen, so wie mich früher auch?

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Seri(e)ös: Heroes, Orphan Black, The Returned u. a.

Ein buntes Programm ist das heute, das ich für euch zusammengestellt habe. Ihr hört richtig: Ich habe mich erbarmt, mal wieder ein paar Serienstaffeln zu schauen und euch davon zu berichten. Bitte sehr, gern geschehen. Von echten Köchen und falschen Toten bis zu liebenswürdigen Klonen, verurteilten Mördern, einem Möchtegern-Messias und menschlichen Atombomben – dieses Mal ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei.

(Spoiler sind zu erwarten!)

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Chef’s Table (Staffel 2): Erwähnte ich mal, dass ich einen Koch zu Hause habe? Ich habe einen Koch zu Hause. Gelegentlich, nicht allzu oft, kommen wir dazu, gemeinsam fernzusehen. Die Netflixdoku Chef’s Table hat uns bereits in Staffel 1 überzeugt und auch Staffel 2 steht dieser in nichts nach. Im Zentrum jeder Folge steht ein Spitzenkoch (m/w) mit seinem Restaurant und der oftmals ganz eigenen Philosophie, welche dieser dort verfolgt. Die Doku schafft es dabei, durch tolle Bilder und interessante Geschichten sowohl mich als Kochlaien als auch meine bessere Hälfte als ambitionierten Profi zu unterhalten. Besonders gelungen ist direkt die erste Folge der zweiten Staffel, die den Amerikaner Grant Achatz und sein Restaurant Alinea in Chicago porträtiert. Die Lebensgeschichte dieses Mannes ist fesselnd, was er in seinem Restaurant anbietet einfach nur atemberaubend. Falls ich irgendwann mal reich sein sollte, dann will ich dort essen gehen.

Gucklistenstatus: Im Herbst soll Staffel 3 mit Folgen ausschließlich über französische Köche veröffentlicht werden. Staffel 4 folgt 2017, dann auch erstmals mit deutscher Beteiligung (Tim Raue). Der Herr Koch und ich freuen uns schon.

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Heroes (Staffel 1): Gelegentlich, nicht allzu oft, kommen der Herr Koch und ich dazu, gemeinsam fernzusehen (s. o.). Nicht immer habe ich dann Lust auf Kochdokus. So haben wir es uns zur Gewohnheit gemacht, stets eine Serie gemeinsam zu schauen. Nach The 4400 (s. u.) sind wir nun bei Heroes gelandet. Gefühlt steht Heroes schon seit 1312 auf meiner Guckliste. Es wurde also langsam mal Zeit. Nachdem ich von vielerlei Seiten schon vorab damit konfrontiert wurde, dass Staffel 2, 3 und 4 der Serie eher … nun … gewöhnungsbedürftig seien, konnte man in Staffel 1 noch nichts davon merken. Jede Menge sympathische Figuren mit außergewöhnlichen Fähigkeiten müssen in ihrem normalen Leben zurechtkommen und gleichzeit aufpassen, nicht von einem fiesen Massenmörder das Gehirn gegrillt zu bekommen. Ach so, und eine drohende Atomexplosion in NY schwebt auch noch wie ein Damoklesschwert über ihnen.

Gucklistenstatus: Bislang macht auch Staffel 2 Freude. Bin gespannt, ob der Qualitätsabsturz schleichend oder plötzlich eintreten wird. Es wird weiter geschaut.

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Orphan Black (Staffel 3): Wie habe ich mich gefreut, als Staffel 3 auf Netflix verfügbar war. Endlich wieder Klon-Zeit, endlich wieder Sestra-Zeit! Inzwischen – so gebe ich zu – interessiert mich dieses große wissenschaftliche Projekt hinter den Klonen gar nicht mehr so sehr. Mich interessiert, wie es Sarah, Helena, Alison, Cosima und Co. ergeht. Ich stehe auch ein bisschen auf Kriegsfuß mit den Proletarier-Klonen. Von Anfang an fand ich die männlichen Klone irgendwie abstoßend. Und das hat jetzt nicht mal unbedingt etwas mit ihrem Verhalten zu tun, denn letztlich sind sie natürlich v. a. das Produkt ihres Umfeldes und ihrer Erziehung. Richtig beschreiben kann ich es gar nicht, sie lösen einfach ein Gefühl des Unwohlseins bei mir aus – und zwar keines, dass Spannung aufbaut, sondern eines, das mich wünschen lässt, diese Gruppe und der ganze Handlungsstrang um die Proletarier wäre niemals eingeführt worden. Ihr seht: Gefühlchaos total. Denn die Sestras gibt es inzwischen eben nur noch im Doppelpack mit ihren wie-auch-immer-verwandten-Klonbrüdern.

Gucklistenstatus: Fesselt immer noch genug, um auch Staffel 4 anzuschauen. Trotzdem ein paar Abzüge in der B-Note.

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Rectify (Staffel 1): War er nur zur falschen Zeit am falschen Ort oder hat er es getan? Daniel Holden wird mit 18 Jahren wegen Mordes zum Tode verurteilt. 19 Jahre später kommt er überraschend frei und findet sich in einer Welt wieder, die er nicht mehr wiedererkennt und die keinen Platz für einen wie ihn zu bieten scheint. Seine Famile: Hin- und hergerissen zwischen dem Wunsch, ihm zu helfen und der Notwendigkeit, ihr eigenes Leben und ihren gesellschaftlichen Status nicht zu verlieren. Das sind die Fakten. Rectify ist das, was ich eine „leise Serie“ nenne. Eine, die viel auf Bilder und Metaphern setzt, die auch mal den Mut hat, Szenen unkommentiert stehen zu lassen und den Zuschauer bisweilen nachdenklich zurücklässt. Starke Handlung, überragender Hauptdarsteller (Aden Young).

Gucklistenstatus: Ich konnte nicht herausfinden, ob die weiteren Staffeln in Deutschland überhaupt schon im Free-TV gezeigt wurden. Die Rechte liegen bei Arte. Auch Netflix zeigt bislang lediglich Staffel 1, die mich nach einem üblen Cliffhanger nun etwas verloren zurücklässt. Gerne verfolge ich die Geschichte um Daniel Holden zu einem späteren Zeitpunkt weiter.

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The 4400 – die Rückkehrer (Staffel 2 bis 4): Bevor der Herr Koch und ich uns Heroes zuwandten, war The 4400 die Serie unserer Wahl. Über Staffel 1 schrieb ich bereits an anderer Stelle und konnte mich damals nicht so richtig für die Serie erwärmen. Etwas Nettes für zwischendurch, nicht mehr, nicht weniger. In den folgenden Staffeln hat sich das etwas gebessert: Die Figuren bekamen mehr Kontur, man erfuhr einiges über die „Mission“ der Rückkehrer, es gab ab und an überraschende Wendungen. Zunehmend lustig fand ich den (nicht nur optischen) Wandel von Jordan Collier zu einer Art Jesus-für-Arme. Insgesamt drei ganz ordentliche Staffeln, mit denen der Herr Koch und ich schöne Abende hatten. Ja, so kann man das sagen.

Gucklistenstatus: Leider wurde die Serie nach Staffel 4 recht kurzfristig abgesetzt; kein Handlungsstrang ist zu Ende erzählt, das Mysterium um die Rückkehrer bleibt ungelöst. Das ist ein Makel, den dieser Serie niemand nehmen kann und der uns sehr gestört hat. Hätten wir das am Anfang gewusst, wir hätten wohl nicht damit angefangen. Schade.

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The Returned (Les Revenants) (Staffel 1): Wo wir gerade beim Thema sind… In einem kleinen französischen Dorf kehren plötzlich Menschen zu ihren Familien zurück, die bereits vor Jahren, teilweise Jahrzehnten verstorben sind. Das löst Angst aus bei allen Beteiligten, aber auch Freude und Verwirrung. Und wie das so ist auf dem Dorf: Die Rückkehr bleibt nicht lange geheim, v. a. weil nun auch seltsame Dinge im Dorf geschehen. Ich gebe zu: Ich fand die Serie ziemlich gruselig. Es ist einfach ein unvorstellbares Konzept, diese Art der Auferstehung. Mindestens genauso irritierend war für mich der Handlungsstrang rund um den Stausee, der auf einmal immer mehr Wasser einbüßte, wofür es keine rationale Erklärung gab. Alles sehr mysteriös, aber sehr rund, sehr stringent erzählt und packend.

Gucklistenstatus: Ich habe mich wirklich gegruselt, gerade in der letzten Folge. Ich hoffe, ich bin mutig genug, um weiterzuschauen. Irgendwann…

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…und demnächst?

Neben Heroes versuche ich mich momentan nach langer Abstinenz mal wieder an einer Staffel Six Feet Under (Staffel 4). Die Fishers sind eine solch grandiose Serienfamilie, dass es mir nicht richtig erscheint, ihre Geschichte nicht bis zum Ende verfolgt zu haben. So richtig drin bin ich aber noch nicht wieder, vielleicht war die Pause doch etwas zu lang (gute anderthalb Jahre). Außerdem schaue ich aktuell noch Quantico (ProSieben, mittwochs 20.15 Uhr). Letzte Woche war ich noch nicht überzeugt davon, aber gestern Abend fühlte ich mich überraschend gut unterhalten. Ansonsten schiebe ich ab und an gerne noch eine Folge Gilmore Girls ein. Dort befinde ich mich z. Z. in Staffel 6. Das ist auch so eine Serie, die man einfach nicht oft genug schauen kann.

Welche Serie steht bei euch momentan hoch im Kurs? Verfolgt ihr noch Serien im TV oder seid ihr schon komplett auf Streaming/DVD/Blu-Ray umgestiegen? Und habt ihr auch Serien, die ihr einfach immer (wieder) schauen könnt?

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Auf der Suche nach der inneren Pippi

Selbstbestimmung, die: (Politik, Soziologie) Unabhängigkeit des bzw. der Einzelnen von jeder Art der Fremdbestimmung (z. B. durch gesellschaftliche Zwänge, staatliche Gewalt). (Quelle: duden.de)

„Was sollen die Nachbarn denken?“

Als Kind zeigt uns Pippi Langstrumpf ihre Welt, die sie sich so macht, widewidewie sie ihr gefällt. Wir werden älter und schnell stellen wir fest: So leicht ist es gar nicht, sich die Welt bzw. das eigene Leben so einzurichten, wie es einem beliebt. Denn (fast) immer gibt es jemanden, eine gesellschaftliche Norm, ein Gesetz oder schlichtweg eine Notwendigkeit, die uns die Grenzen des selbstbestimmten Lebens aufzeigen und uns oft allzu leicht dazu bringen, Dinge in unser Leben zu integrieren, die wir so eigenlich nicht wollen. Mache ich wirklich Sport, weil es mir Spaß macht/weil es mir gut tut oder tue ich es nur, weil „man eben Sport macht“? Gefällt mir dieser Modetrend oder gebe ich mich ihm nur hin, weil er in meinem Umfeld, meiner Peer-Group gerade beliebt ist? Habe ich mein Studienfach aus freien Stücken gewählt oder vielleicht nur, um meine Eltern glücklich zu machen oder der Aussicht auf einen „guten“ Job wegen? Bin ich Mitglied der Kirche, weil ich mich mit ihr identifiziere oder einfach, weil ich zufällig in die Familie einer bestimmten Glaubensrichtung hineingeboren wurde?

Ich bin keine Anhängerin gesellschaftlicher Anarchie oder rücksichtslos ausgelebter Individualität. Ein gewisses Maß an Fremdbestimmung tut dem Menschen gut, keine Frage. Gesetze und die konsequente Anwendung dieser sind für ein friedliches Zusammenleben unerlässlich. Auch gesellschaftliche Normen und Werte haben ihre Daseinsberechtigung als Wegweiser durch den schnelllebigen Dschungel der Moderne. Dennoch glaube ich: Ein bisschen mehr Pippi und ein bisschen weniger „Was sollen die Nachbarn denken?“ würde uns gut tun.

Wo ist uns der Mut, die innere Pippi, abhanden gekommen?

Mit den Themen „Tod“ und „Sterben“ kann ich schlecht umgehen, aber wer kann das schon? Einige haben sich im Angesicht von Verlust und Vergänglichkeit besser im Griff als andere, woran das liegt, weiß ich nicht. Mich machen sie traurig, diese Gefühle, bisweilen auch wütend, aber immer nachdenklich. Vor gut einer Woche ist meine Großmutter gestorben, ganz friedlich, einfach nicht mehr aufgewacht. Es war nicht überraschend, aber als es dann passierte, irgendwie schon. Sie erwischt einen kalt, eine Todesnachricht. Meine Großmutter war schon lange krank, zum Schluss schwer dement. Sie lebte in ihrer eigenen Welt, in der sie Dinge sah, die nicht da waren und von Menschen besucht wurde, die schon vor Jahrzehnten verstorben sind. Über die Traueranzeige schrieben meine Eltern und mein Großvater: „Einschlafen dürfen, wenn man das Leben nicht mehr selbst gestalten ist, ist Erlösung und Trost für alle.“ Da ist sie wieder, die Selbstbestimmung, wenn auch hier in einem anderen Kontext.

Meine Großmutter führte die letzten Monate kein selbstbestimmtes Leben mehr, brauchte rund um die Uhr Betreuung. Aber wie bei so vielen anderen ihrer Generation waren vermutlich wenige Aspekte ihres Lebens wirklich selbstbestimmt. „So weer dat eben“, würde sie dazu sagen, wenn ich sie auf Arbeit im Haus, Arbeit auf dem Feld, Arbeit im Stall und Kindererziehung anspräche. Man machte eben, was getan werden musste, besonders als Selbstversorger auf dem Dorf.

Mit den Themen „Tod“ und „Sterben“ kann ich schlecht umgehen. Sie machen mich nachdenklich, lassen mich das Leben des verstorbenen Menschen reflektieren und dann zwangsläufig auch mein eigenes. Ich weiß nicht, ob das normal ist; vielleicht kommt es auch auf die aktuelle persönliche Lebenssituation an. Meine Großmutter hatte kein selbstbestimmtes Leben, aber sie hatte im Nachkriegsdeutschland auch keine große Wahl. Heute sind die Lebensumstände komplett anders. Es gibt Materielles im Überfluss, wir leben in einer Wissensgesellschaft, Informationen verbreiten sich dank Digitalisierung rasend schnell. Die Möglichkeiten, sich weiterzubilden und seinen Interessen nachzugehen sind so vielfältig wie noch nie. Warum stecken dann trotzdem so viele Menschen in unglücklichen Beziehungen und verhassten Jobs fest oder hängen ungeliebten Konventionen an?

Ich frage mich: Wenn wir in der heutigen Zeit kein selbstbestimmtes Leben führen, sind wir dann feige und selbst Schuld? Haben wir uns mit einer „Eigentlich-geht-es-uns-ja-nicht-so-schlecht-Einstellung“ bequem eingerichtet und nehmen Fremdbestimmung dafür grummelnd in Kauf? Fehlt uns schlicht der Mut, an uns selbst und das, was wir gut können, was wir gerne machen, was wir sind, zu glauben? Und wenn ja, wo ist uns dieser Mut, unsere innere Pippi, abhanden gekommen?

„Ich mach das jetzt einfach!“

Mit einer lieben Freundin habe ich diese Woche u. a. über berufliche Umorientierung und auch über gesellschaftliche Normen gesprochen. Gerade Ersteres ist ein omnipräsentes Thema für mich im Moment, das mir schlaflose Nächte bereitet. Wir kamen zu dem Schluss, dass im Bereich der schulischen, aber v. a. auch im Bereich der beruflichen Aus- und Weiterbildung vieles nur über Zwang läuft, denn: „In Deutschland brauchst du für alles einen Zettel, auf dem draufsteht, dass du dies und das gemacht und bestanden hast.“. Ob du das, was du gelernt hast, auch wirklich kannst, ob du dafür brennst – das interessiert nicht.

Ich z. B. mache das Referendariat inzwischen nur noch für diesen „Zettel“, der mich beruflich nicht weiterbringt, weil ich einen Job im schulischen Kontext – auch im erweiterten (Schulbuchverlag etc.) – für mich ausschließe. Und, weil „man es eben zu Ende macht“. „Man“ bricht keine Ausbildung ab, egal wie sinnlos sie einem erscheint, denn das „macht man einfach nicht“. Diesen „man“ würde ich schon gerne mal kennenlernen, wo er doch so eine große Macht über das Leben so vieler, auch über meins, hat. So quälen wir uns, getrieben von Angst und Unsicherheit, durch unpassende Ausbildungen, weil wir gesellschaftliches Unverständnis fürchten. Weil wir uns die Möglichkeit offenhalten wollen, doch in dem verhassten Beruf arbeiten zu können, denn „man weiß ja nie“. Pippi würde die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und vor Schreck den Kleinen Onkel fallen lassen.

Denn Hand aufs Herz: Auch diejenigen, die bei der Berufswahl im ersten Versuch den Volltreffer gelandet haben, haben garantiert mindestens diese eine Person im Freundeskreis, die irgendein Talent hat, dieses beruflich aber nicht nutzt: die einen Draht zu Kindern hat, die tollsten Torten backt, mit Leidenschaft bei der Freiwilligen Feuerwehr ist oder großartige Geschichten schreibt. Natürlich kann man selbstbestimmt entscheiden: Dies ist mein Beruf, dies ist mein Hobby und hier eine klare Linie ziehen. Natürlich kann ein Mensch mehr als ein Interessengebiet und eine herausragende Fähigkeit haben. Ich sage nicht, dass die leidenschaftliche Ärztin ihren Job an den Nagel hängen soll, um Vollzeit-Feuerwehrfrau zu werden. Aber noch einmal Hand aufs Herz: Wenn man sich diese eine Person im Freundeskreis näher anschaut – steckt dann im Beruf genausoviel Herzblut und Leidenschaft wie im Hobby? Ich behaupte: In der Mehrzahl der Fälle ist das nicht der Fall. Ich könnte jetzt zig Beispiele aufzählen. Von der Schulfreundin, die Tierärztin oder Pferdewirtin werden wollte, selber zwei Pferde hat und nun Buchhaltung macht; von dem überragenden Schlagzeuger, der Lehrer ist – der Sicherheit wegen; von der talentierten Zeichnerin, die dann doch Kulturwissenschaften studierte und nun in einem großen Verlag arbeitet.

Ich urteile nicht über die Leben anderer, jeder entscheidet für sich allein, wie viel Selbst- und wie viel Fremdbestimmung er braucht. Ich frage mich nur, was wir für ein Land, was wir für eine Gesellschaft sein könnten, wenn jeder einzelne von uns sich bei der Berufsfindung mehr zutrauen würden. Wenn wir uns gegenseitig mehr Freiraum gäben, weniger über „man“ und mehr über „ich“ bzw. „wir“ nachdächten und dass, was uns packt, uns fesselt, unser Herz berührt zu unserem täglich Brot machen würden. Wenn wir Umorientierung, Neuorientierung und Wagemut begrüßen würden, wenn Scheitern okay und „Ich mach das jetzt einfach!“ unser Lebensmotto wäre.

Laut UN-Bericht leben die glücklichsten Menschen in den Ländern, in denen sie die Freiheit haben, selbst Entscheidungen über ihr Leben zu treffen. Die Deutschen landen hier auf dem 26. Platz. Mit etwas mehr Pippi wäre bestimmt noch mehr drin.

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(Quelle)

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Des Wahnsinns Höhepunkte – Neues aus dem Referendariat #6 (Sommerferienedition)

Es ist vollbracht: Das Schuljahr 2015/16 ist – zumindest in Niedersachsen – seit gut drei Wochen Geschichte. Puh. Und ich habe es wirklich überlebt, da war ich mir ja zwischenzeitlich nicht so sicher. Jetzt gilt es, noch ein weiteres Halbjahr sowie die Prüfung (aka „2. Staatsexamen“) irgendwie hinter mich zu bringen. Danach sind die Zeit an der Schule und der Lehrerberuf für mich Geschichte – mit Abschluss oder ohne…

Erstmal aber noch ein kleiner Rückblick auf die letzten Tage und Wochen des soeben beendeten Schuljahres.

Neues aus der Schule

  • Im neuen Schuljahr bekommen wir voraussichtlich vier neue Referendare. Damit sind wir dann zu neunt. Schön, dass eine davon auch wieder Deutsch als Fach hat. Vier Deutschreferendare an einer Schule, an der es eh schon zu viele Deutschlehrer gibt. Und an welcher der Referendarstisch im Lehrerzimmer nur Platz für sechs Personen bietet. Lasst das Hauen und Stechen um Hospitationsklassen und einen Sitzplatz in der Pause beginnen!
  • Mit meinen Mitreferendaren habe ich am letzten Schultag den Abiball unsere Schule unsicher gemacht. Also, wir hatten Abendkarten und sind erst gegen 23 Uhr dort aufgeschlagen. Zu dieser Uhrzeit waren gefühlt 3/4 der Kollegen und Eltern schon wieder weg. Um halb drei wurde die Musik abgedreht und die Veranstaltung war beendet. Macht man das heute so? Ich war nach meinem Abiball morgens um sieben zu Hause…

Neues aus dem Unterricht

  • Ach ja, die Chaos-8. Die Chaos-8 war nach dem Termin, an dem die Zeugnisnoten eingetragen wurden (anderthalb Wochen vor Schuljahresende – und das war schon spät. An manchen Schulen war drei Wochen vor Schuljahresende (!!!) Notenschluss), nicht mehr bereit, irgendetwas im Unterricht zu tun. Auf meine Frage, ob sie Wünsche für die letzten Schuljahresstunden hätten, teilte man mir mit, man würde gerne „was Schönes“ machen. Es folgte auch nach mehreren Nachfragen meinerseits, was denn „was Schönes“ sei, keine nähere Erklärung. Stattdessen wurde vorgeschlagen, man könnte doch einen Film gucken. Schnarch. Wir haben dann einen Rückblick aufs Schuljahr gemacht und Bingo gespielt. Das waren die anstrengendsten sechs Stunden des gesamten Schuljahres, denn Schüler erwarten offenbar, dass sich Lehrer und Schule nach Notenschluss in Alleinunterhalter bzw. Freizeitpark verwandeln. Ich musste mehrfach an den guten Kurt Cobain denken.

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Neues aus dem Lehrerzimmer

  • Aus der Lehrverteilung fürs neue Schuljahr wurde ein großes Geheimnis gemacht. Keiner wusste warum. Der letzte Schultag war ein Mittwoch. Es wurde angekündigt, die Lehrverteilung am Freitag vorher, allerspätestens am Montag auszuhängen. Freitag kam und ging. Montag kam und ging. Dienstag war die Stimmung im Lehrerzimmer dann unter aller Kanone, denn – wieder nichts. Es wurde sich aufs Übelste beschwert, Komplotte wurden geschmiedet und ein Staatsstreich geplant. Mittwoch war sie dann endlich da, die Lehrverteilung. Es wurde sich aufs Übelste beschwert (u. a. auch von mir), Komplotte wurden geschmiedet und ein Staatsstreich geplant, aber letztlich überlebten alle den letzten Schultag. Ich gebe meine Chaos-8. übrigens ab im nächsten Schuljahr und bekomme dafür eine neue 8. Chaos-8 reloaded sozusagen.

Neues aus dem Studienseminar

  • Donnerstags haben alle Jahrgänge nachmittags Pädagogik. Am letzten Donnerstag vor den Ferien hingegen fielen alle Pädagogikseminare wegen einer Dienstbesprechung der Fachleiter aus. Alle? Nein, mein Seminar fand natürlich trotzdem statt. Das brachte meine Pädagogikgruppe gehörig auf die Palme, sodass so lange gemosert wurde, bist der Pädagoge einwilligte, ein Eis essen zu gehen. Schüler hätten es genauso gemacht mit ihrem Lehrer…
  • Nach der Dienstbesprechung der Fachleiter (s.o.) fand im Seminar ein gemeinsames Grillen der Fachleiter und Referendare statt. Just an diesem Tag hatte die deutsche Fußballnationalmanschaft auch ihr zweites Spiel bei der EM. Dieses magere 0:0 wurde dann ebenfalls gemeinsam geschaut. Also, ich habe nicht viel davon gesehen, sondern mit einer Mitreferendarin Wein getrunken und über das Leben philosophiert. Es war etwas viel Wein. Ich war ziemlich spät im Bett (gegen 1 Uhr). Ich hatte am nächsten Tag in der 1. und 2. Stunde „Unterricht“ in der Chaos-8 (s.o.). 5.45 Uhr aufstehen. Nicht gut. Musste das erste Mal in meinem Leben die Kaffeetasse mit in den Unterricht nehmen. Es durfte in dieser Doppelstunde nach Herzenslust gegessen und getrunken werden, während die Plakate für den Jahresrückblick erstellt wurden. Frau Krimskrams ging mit gutem Vorbild voran…
  • Die schriftliche Arbeit nervt. Sie ist inhaltlich fertig, auch wenn sie meinen Ansprüchen nicht genügt. In der Uni hätte ich nie so eine miese Hausarbeit abgegeben, niemals. Aber ich sehe einfach nicht ein, meine Ferien in diese Arbeit zu investieren. Wozu? Selbst wenn ich das tue, kann mir keiner garantieren, dass ich eine gute Note bekomme. Man muss auch mal Prioritäten setzen und es ist mir gerade wichtiger, in den Sommerferien Ruhe, Erholung und etwas Frieden zu finden, bevor ich dann noch ein letztes Halbjahr Schule überstehen muss. Und das kann ich nicht überstehen, wenn ich die Ferien durcharbeite. Irgendwann ist es auch einfach mal genug.

Die nächste Ausgabe dieser Rubrik gibt es irgendwann im neuen Schuljahr. Die Zeit bis zu den Herbstferien Anfang Oktober wird noch ein letztes Mal vollgepackt sein mit Unterrichtsbesuchen (u. a. auch noch einem GUB), da bereits kurz nach den Herbstferien die Vornoten festgelegt werden (meine wird sicherlich grandios ausfallen…). Es kann also passieren, dass ich erst in den Herbstferien die Zeit finde, erneut aus dem Schulwahnsinn zu berichten. In den Sommerferien wird es aber noch mindestens einen Beitrag aus der Kategorie „Seri(e)ös“ geben. Hoffe ich.😉

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