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In bester Gesellschaft… #250

Ich begrüße misstueftelchen und lesend, die seit heute Follower Nr. 250 sowie 251 dieses kleinen Blogs sind. Schön, dass Ihr da seid! Ihr befindet Euch übrigens in bester Gesellschaft, denn lasst Euch gesagt sein: Die andere 249 sind erste Sahne. ♥

Ich freue mich jeden Tag wieder, für Euch zu schreiben, von Euch zu lesen, mich mit Euch auszutauschen und einfach nur Teil der kleinen, aber feinen Bloggerwelt bei wordpress zu sein. Danke für Eure Treue und auf die nächsten 250! 🙂

250

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Aller guten Dinge sind… 7! – #LiebsterAward

Meine Damen und Herren, es ist wieder soweit – ein Liebster Award erreichte mich! Dieses Mal liebenswürdigerweise zugeteilt von koriandermadame auf ihrem zauberhaften Blog. Und die Fragen, die sie stellt, sind wirklich nicht ohne. Aber so rostet das Gehirnschmalz wenigstens nicht ein… 😉

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„Sag mir, wovor du Angst hast?“

Ich hab’s ja gesagt, die Fragen haben es in sich! An manchen Tagen habe ich vor Vielem Angst – Angst zu versagen, Angst vor finanziellen Problemen, Angst vor Krankheiten oder anderen schlimmen Dingen, die mich (oder noch schlimmer) meine Liebsten ereilen könnten. An anderen Tagen wiederum macht mir fast nichts Angst und ich fühle mich so, als ob ich mein Leben ganz gut im Griff hätte (und nicht andersherum). 😉

„Sag mir, wer hat dir weh getan?“

Ich tue mir nur selbst weh. Gerade vorhin bin ich in der Badewanne ausgerutscht und unsanft auf meinem Allerwertesten gelandet. Ich nehme meine Tollpatschigkeit inzwischen mit Humor. Aufstehen, Krone richten, weiterduschen. 😉

„Die Sonne steht am Himmel, oh warum, oh warum?“

Weiß ich auch nicht, ich hatte in Physik nur eine Vier. Der Urknall ist wohl schuld. Und wer daran schuld ist – das ist eine Glaubensfrage.

„Und kann ein Herz für alle schlagen?“

Ein Herz kann für viele Dinge schlagen, für einige mehr und für andere weniger. Das ist gut und richtig so. Wir haben schließlich alle nur zwei Hände und nur ein Leben, um uns mit den Dingen zu befassen, die uns wichtig sind.

„Ist Gefahr ein wichtiger Faktor für deine Gruppe von Freunden?“

Gefahr im Sinne von Arbeitslosigkeit oder finanziellen Sorgen definitiv. Das ist ein großes Thema in meinem Freundes- und Bekanntenkreis. Was wird die Zukunft bringen, wo landen wir einmal und vor allem wann? Der Wunsch nach dem „Ankommen“ wird bei vielen stärker, was auch am Alter liegt. So ist das wohl einfach, wenn aus den Zwanzigern langsam die Dreißiger werden. Bei manchen ist Gefahr für das eigene Leben oder das der Lieben auf jeden Fall auch ein Thema (Stichwort Krankheit).

„Wenn du still stehen willst, würdest du dann beiseite gehen?“

Das ist die Grundsatzfrage: Setze ich meinen Willen durch oder beuge ich mich dem Willen eines anderen? Bei mir ist das tatsächlich sehr situationsabhängig. Ich bin kein Egoist, aber auch kein prinzipieller Ja-und-Amen-Sager.

„Wie kann ich darauf hoffen, jemand zu sein, den du siehst?“

Die beste Methode ist immer noch, man selbst zu sein und zu sich zu stehen. Authentizität ist ein Wert, der in unserer Gesellschaft rarer wird und darum umso attraktiver ist. Also sei so, wie du bist – dann wirst du früher oder später auf meinem Radar landen.

„Sag mir, was ist dein Plan?“

Schreiben, schreiben, schreiben! Mich ausprobieren, immer besser werden, meinen eigenen Weg finden – und irgendwann ankommen.

„Was tue ich (also du) hier?“

Seit über vier Jahren bin ich schon hier in der Bloggerwelt und muss sagen: Ich tue hier genau das, was ich liebe. Ist also gut gelaufen für mich. 😉

„Wer macht(e) die Regeln?“

Die Politik, die Gesellschaft – und natürlich auch jeder für sich!

„Gibt’s ein Happy End nur im Kino?“

Nein, definitiv nicht! Ich habe es erst letztes Jahr erlebt. Wer etwas darüber lesen möchte, tut das am besten hier. 🙂

Ich verzichte heute auf die Nominierungen, da ich gerade erst den Versatile Blogger Award in die Welt hinausgeschickt habe. Dennoch darf sich jeder von Euch die Fragen gerne minehmen und das eigene Gehirnschmalz mal so richtig durchkneten. 😉

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Seri(e)ös: Let the show begin! – Serienintros

Das serielle Erzählen ist keine Erfindung der Neuzeit, doch hat es in den letzten Jahrzehnten wahrlich einen Boom erlebt. Nicht nur im Bereich der Literatur, sondern vor allem auch im Kino und im TV. Filmreihen wie Star Wars, James Bond, Fluch der Karibik, Indiana Jones, Matrix, Terminator und wie sie alle heißen, lock(t)en Millionen von Menschen immer und immer wieder in die Kinos. Was die TV-Serie angeht, hat das klassische Fernsehen diese zwar groß und populär gemacht, guckt in Zeiten von DVD, BluRay, Video on Demand und Streaming inzwischen jedoch buchstäblich in die Röhre. Dem Erfolg der TV-Serie in den letzten Jahren tut das wahrlich keinen Abbruch – ganz im Gegenteil. Die Möglichkeiten, TV-Serien flexibel und uhrzeitunabhängig zu konsumieren, haben diese meiner Meinung nach noch populärer werden lassen. Grund genug für die Serienproduzenten, nicht nur die Storys immer besser, immer komplexer, immer anspruchsvoller werden zu lassen, sondern auch an der Qualität weiterer Elemente der TV-Serie zu schrauben. Eines dieser Elemente, auf das eine gute TV-Serie niemals verzichten kann, ist ein Intro.

Was soll das Ganze? – Zur Funktion des Intros in TV-Serien

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und Rituale geben seinem Leben Struktur und Sicherheit. Wer seinen Tagesablauf einmal genauer unter die Lupe nimmt, wird entdecken, wieviele Dinge sich jeden Tag wiederholen: Das immergleiche Frühstück, die morgendliche Routine auf der Arbeit, die wiederkehrenden Bewegungsabläufe beim immer am selben Tag stattfindenden Sport, … – die Beispiele sind schier endlos. Diese Vorliebe macht sich auch die TV-Serie zu Nutze und holt uns dort ab, wo wir uns wohl fühlen: Bei dem, was wir kennen. Jedes Mal, wenn wir eine Folge einer TV-Serie anschauen, erwartet uns am Anfang ein Intro, das uns – ganz platt gesagt – zeigt, was wir im Begriff sind uns anzuschauen und das uns einstimmt auf die kommenden 20, 40, 50 oder 60 Minuten. Wiederkennung zu schaffen und dem Zuschauer ein Einstiegsritual zu bieten ist also eine zentrale Funktion des modernen TV-Serien-Intros.

In früheren Jahrzehnten diente es gewiss vor allem dazu, die Namen der Schauspieler einzublenden, vielleicht unterlegt mit einem Bild der Person, vielleicht auch nur auf einem schlichten Hintergrund. Diese Funktion tritt heutzutage in den Hintergrund. Während viele Serien auch heute noch die Namen der Hauptdarsteller im Intro einblenden, lassen sich genauso Exemplare finden, die darauf verzichten. Lost ist ein gutes Beispiel dafür. Die moderne TV-Serie lebt von ihrer Geschichte und nicht unbedingt von berühmten Namen. Zwar gibt es auch heute noch Beispiele von TV-Serien, die einen Teil ihres Erfolgs vermutlich großen Namen verdanken (True Detective oder Fargo fallen mir hier ein), aber vermehrt ist zu beobachten, dass die Serie der Star ist – und sie bei Erfolg ihre Darsteller zu Stars macht.

Als letzter Punkt sei an dieser Stelle darauf verwiesen, dass das Intro auch mit der Vorfreude des Serienfans spielt. Wer eine TV-Serie schon einmal richtig geliebt hat, wird es kennen: Dieses Gefühl, wenn das Intro läuft und man gespannt der Dinge harrt, die „auf der anderen Seite“ – sprich nach dem Intro – auf einen warten. Kein Wunder also, dass Intros heute so gut gemacht sind, wie nie zuvor – sollen sie doch die Vorfreude ins Unermessliche steigern und den Zuschauer so bei der Stange halten.

Intro ist nicht gleich Intro

Im Folgenden habe ich verschiedene Typen von Intros analysiert und klassifiziert. Ich werde diese Klassifikation beispielhaft an jeweils einem ausgewählten Intro vorstellen.

1. Typ Figurenvorstellung: Gilmore Girls

Wer die Gilmore Girls noch nie gesehen hat, wird im Intro bestens auf die nachfolgenden Geschichte vorbereitet. Alle Hauptfiguren werden in einer für sie typischen Position vorgestellt: Lorelai im Hotel, Rory mit Büchern, Luke im Diner, Sookie in der Küche. In Ansätzen wird sogar die Figurenkonstellation angedeutet (Mutter-Tochter, Großeltern, Freunde). Auch einen ausgiebigen Blick auf den eigentlichen Star dieser Serie, das Örtchen Stars Hollow, bekommt der Zuschauer hier mitgeliefert. Das ist gewiss nicht sonderlich innovativ, funktioniert für die Serie aber exzellent. Schon nach wenigen Folgen wird der Zuschauer sich allein beim Anschauen des Intros wie zu Hause fühlen und fröhlich den Titelsong „Where you lead I will follow…“ mitträllern.

2. Typ Minimalist: Lost

Ich sprach bereits im ersten Absatz dieses Textes über Lost, DIE Mysterieserie schlechthin. Was haben wir gerätselt, was es mit dieser Insel auf sich hat! Wie sind die Losties dort hingekommen, wie kommen sie von dort wieder weg, wer befindet sich noch dort und warum, was hat es mit den Zahlen auf sich? Wohldosiert erfahren wir im Laufe der Serie mehr über die Insel und ihre Geheimnisse. Passend dazu bietet das Intro, wenn man es denn überhaupt so nennen mag, keinerlei Anhaltspunkte, was den Zuschauer im Folgenden erwarten wird. Das Wort „Lost“ in weißen Lettern auf schwarzem Hintergrund, unterlegt mit dramatischer Musik muss reichen. Zwölf Sekunden sind nicht viel Zeit, um den Zuschauer in die Lost-Welt zu entführen, aber hier reichen sie aus.

3. Typ Storytelling: The Sopranos

Kommen wir zu dem Typ, der in den letzten Jahren wahrscheinlich am populärsten geworden ist: Ein Intro, das eine Geschichte erzählt. Storytelling ist nicht nur im Marketing das große Thema, sondern wie es scheint auch bei Machern von TV-Vorspannen. Vorreiter auf diesem Gebiet sind ganz klar HBO-Produktionen. Beispielhaft greife ich hier das Intro der Sopranos heraus – genauso gut könnte man aber auch Six Feet Under oder The Wire (siehe 6.) nehmen. Zum Intro der Sopranos schrieb ich bereits vor über drei Jahren Folgendes:

„Tony Soprano (…), der in einem seiner ranzigen Hemden mit der Zigarre im Mund von New York nach Hause in seine Welt, nach New Jersey fährt, ist einfach ein toller und passender Beginn für die Serie The Sopranos, deren Hauptperson er ist: Vorbei geht’s an der berühmten Skyline (erst mit, dann ohne die Twin Towers), über Brücken, durch die Vorstadt bis vor sein nicht gerade kleines Haus, unterlegt mit dem Song „Woke Up This Morning“ von Alabama 3. Der Vorspann hat alles: Er zeigt uns die Hauptperson, er zeigt uns, was die Hauptperson für ein Typ ist und er zeigt uns, in welcher Umgebung sich die Hauptfigur bewegt. Dass die anderen (wichtigen) Personen der Serie dort nicht auftauchen, ist konsequent und absolut folgerichtig: Tony ist der Dreh- und Angelpunkt, er ist das Herz und die Seele der Serie.“

4. Typ Symbolik: Sons of Anarchy

Symbole sind auch in TV-Serien beliebte Stilmittel. Warum dann also nicht im Intro ein bisschen damit spielen? Es gibt bestimmt weitere Beispiele, aber da ich es aktuell sehr oft sehe, greife ich das Intro von Sons of Anarchy heraus. Neben Symbolbildern wie der amerikanischen Flagge, geladenen Waffen und Nahaufnahmen von Motorrädern ist es v. a. der Einsatz der Tattoos und dieser Symbolbilder, die sich in die Namen der Darsteller verwandeln, der mich fasziniert. So entsteht aus einem Rosen-Tattoo der Name Maggie Siff, die Jax‘ Jugendliebe Tara spielt; aus dem Abzeichen „First 9“ auf einer Weste wird William Lucking, der Darsteller von Piney, einem der SoA-Gründer; neben der ins Schloss fallenden Gefängnistür erscheint der Name Dayton Callie, dem Schauspieler, der Chief Unser verkörpert. Das Intro schafft es damit sehr gut, jeder Hauptfigur ein passendes Symbol zuzuordnen, ohne zu viel zu verraten.

5. Typ Stimmung: Twin Peaks

Viel war bereits davon die Rede, dass das Intro die richtige Stimmung für die folgende Geschichte setzen soll. Einer Serie, der das bereits vor über 25 Jahren wirklich meisterhaft gelungen ist, ist Twin Peaks. Ohne auch nur einen Darsteller zu zeigen, erzeugt dieses so ruhige und harmonische Intro beim Zuschauer das genaue Gegenteil: Ein Örtchen, das so ruhig idyllisch präsentiert wird, kann dieser Erwartungshaltung nicht statthalten. Tatsächlich erzeugen diese fast drei Minuten voller Panoramaaufnahmen bei mir jedes Mal Gänsehaut. Ich bete dafür, dass der Vorspann in der dieses Jahr erscheinenden Fortsetzung beibehalten wird, denn besser kann man kaum auf die folgende Geschichte einstimmen.

6. Typ: Special Cases

Zum Abschluss gibt es noch einen Blick auf zwei Serien, die sehr geschickt mit ihrem Intro und damit mit der Erwartungshaltung des Zuschauers spielen.

Beispiel 1: The Wire

Bereits unter Typ 3 (Storytelling) erwähnte ich diese Serie. Was ihr Intro so besonders macht, ist die Tatsache, dass es jede Staffel wechselt, aber dennoch großen Wiedererkennungswert beseitzt. Wie das funktioniert, ist im Prinzip recht simpel: Der immergleiche Titelsong wird in jeder Staffel von einem anderem Künstler neu interpretiert – mal funky, mal jazzig, mal fast als Ballade – und untermalt Szenen der jeweiligen Staffel. Zudem fungiert ein am Ende des Intros eingeblendetes Zitat (weiße Schrift auf schwarzem Grund) aus der aktuellen Folge als Einstimmung auf das Geschehen. Damit schafft es The Wire zum einen, die Staffeln sehr klar vorneinander abzugrenzen, aber dennoch Wiedererkennungswert zu schaffen und durch das Zitat jeder einzelnen Folge Individualität zu verleihen. Mich würde wirklich interessieren, wer auf diese Idee gekommen ist. Sie funktioniert jedenfalls famos.

Beispiel 2: Fringe

Ähnlich wie The Wire macht es auch die Mysterieserie Fringe, die ihre Titelmelodie verändert, je nachdem zu welchem Zeitpunkt die Geschichte spielt; die farbliche Gestaltung sowie die eingeblendeten Worte werden in Abhängigkeit davon ausgetauscht, welches Universum im Zentrum der aktuellen Folge steht. Das überrascht den Zuschauer beim ersten Mal, erleichtert ihm aber ab diesem Zeitpunkt die Orientierung.

Fazit

Das Intro einer modernen TV-Serie ist weit mehr als nur ein kleines Filmchen, in dem die Namen der Darsteller eingeblendet werden: Es setzt die Stimmung, es spielt mit Symbolik, es erzählt bisweilen sogar eine richtige kleine Geschichte. So vielfältig wie die Serienlandschaft heutzutage ist, so viele Möglichkeiten gibt es auch, dieses Intro zu gestalten. Dabei können Intros, die nur wenige Sekunden dauern (Lost) genauso passend sein wie solche, die ein Vielfaches dieser Zeit beanspruchen (Twin Peaks). Auch der Faktor Musik spielt für das Intro eine nicht zu unterschätzende Rolle, da hier die Entscheidung getroffen werden muss für oder gegen einen „richtigen“ Song mit Lyrics. Dass sowohl das eine als auch das andere funktionieren kann, haben etwa Typ 3 und Typ 5 gezeigt. Insofern gibt es kein Patentrezept für ein gelungenes TV-Intro, aber einige Faktoren, die dafür sorgen, dass der Zuschauer es als solches wahrnimmt.

Schaut Ihr Euch auch gerne die Intros Eurer Lieblingsserien genauer an oder interessieren Euch diese kleinen Filmchen gar nicht? Fallen Euch weitere Intro-Typen ein, die ich hier vielleicht vergessen habe? Und welche Intros gefallen Euch besonders gut?

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Media Monday #294

Puh, wo ist denn das Wochenende schon wieder geblieben? Letzten Sonntag war ich so stolz, eine recht lange To-Do-Liste abgearbeitet zu haben – dieses Wochenende ist eher das Gegenteil der Fall. Hmm. Mal sehen, ob die neue Woche auch so wird oder ob es in den nächsten sieben Tagen etwas produktiver bei mir zugeht. Nun aber erstmal zum obligatorischen Frage-Antwort-Spielchen. Wulf, dein Einsatz!

Media Monday #294

1. Film gewordene Theaterstücke fallen mir spontan nicht ein.

2. Homeland war mir irgendwann einfach zu konstruiert, als dass ich Lust gehabt hätte, die Serie weiter zu verfolgen. Meiner Meinung nach hätte sie nach Staffel 3 ganz hervorragend enden können und wäre dann als eine der besten TV-Serien ever in die Annalen eingegangen. Tja – Chance vertan.

3. Stolz kann ich behaupten, von der Harry Potter-Reihe so ziemlich alle Filme gesehen zu haben. Kein Wunder, dass ich hier nichts anderes nennen kann, denn Filme sind nicht mein Spezialgebiet.

4. Twilight wäre besser „nur“ ein Buch geblieben, denn der Film bzw. die ganze Filmreihe spiegelt den Charme der Bücher nicht gut wieder. Während die Geschichte in Buchform durchaus ihre Reize hat, sind die Filme einfach viel zu klischeebeladen. Schade.

5. Filme schaue ich mir ja überwiegend dann an, wenn jemand mich ins Kino begleitet oder mir auf der Couch Gesellschaft leistet.

6. Mir auch noch Amazon Prime zuzulegen schreckt mich allein schon dahingehend ab, dass ich dann in meiner Freizeit das Haus wohl gar nicht mehr verlassen würde. 😉

7. Zuletzt habe ich heute einen recht langen Beitrag für die Kategorie „Seri(e)ös“ geschrieben und das war spaßig, aber auch  ein bisschen knifflig, weil es sich nicht um eine Review, sondern einen eher analytischen Beitrag handelt. Dienstag erfahrt Ihr mehr… 😉

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Neues aus dem Kino: La La Land

Das Jahr 2016 war ein wirklich gutes Kinojahr für mich, denn ich habe ganze drei Filme auf der großen Leinwand gesehen (und diese drei auch noch allesamt im letzten Quartal des Jahres!).  So oft war ich zusammengenommen in den letzten zehn Jahren nicht im Kino, glaube ich. Das liegt natürlich einerseits an meiner Serienliebe, die ich zu Hause auf dem heimischen Sofa auslebe; andererseits war es in den letzten Jahren auch um meinen Kontostand nie so gut bestellt, dass ein Kinobesuch „einfach mal so“ drin gewesen wäre. Denn für einen Film und ein bisschen Knabberei legt man ja schnell mal 20 Euro auf den Tisch.

Auch wenn es mir ein bisschen widerstrebt, muss ich zugeben, dass ich mehr und mehr Gefallen an der Aktivität „ins Kino gehen“ finde. Ein Serienabend mit dem Herrn Koch zu Hause ist wunderbar gemütlich (Wie unglaublich stark wir beide momentan Sons of Anarchy suchten, das geht auf keine Kuhhaut!), aber ein Abend im Kino ist eben ein Date. Insofern glaube ich ganz bestimmt, dass ich meinen Rekord von drei Kinobesuchen in 2016 in diesem Jahr noch toppen kann. Ich bin sogar so wagemutig und begründe mit diesem Beitrag eine neue Kategorie. Gerne hätte ich sie in Anlehnung an meine Serienbeiträge „Filmös“ genannt, aber das fand ich dann doch zu albern. Dies ist schließlich ein seri(e)öser Blog, bitteschön! 😉

Und so nimmt das Kinojahr seinen Lauf… (Review ist spoilerfrei!)

Wer jetzt neugierig ist, was ich 2016 im Kino gesehen habe, dem kann geholfen werden: Gemeinsam mit zwei Freundinnen sah ich im September, wie zwei Teenager mit einem geklauten Auto durch Deutschland heizen (Tschick), im Oktober mit dem Herrn Koch zusammen, was Haustiere machen, wenn Ihre Herrchen nicht daheim sind (Pets) und im Dezember ebenfalls mit dem Herrn Koch, welche fantastischen Tierwesen Newt Scamander in seinem kleinen Köfferchen dabeihat (Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind). Diese drei Abende waren samt und sonders unterhaltsam und haben mich ein bisschen mit dem Kinovirus infiziert. Als ich dann auf zahlreichen eurer Blogs durchweg begeisterte Rezensionen zu La La Land las – die singende Lehrerin zu Beispiel kriegt sich gar nicht wieder ein vor Lob! 😉 – wollte ich mir das unbedingt auch anschauen. Irritierenderweise bekam der Herr Koch kurz darauf ein ganzes Wochenende frei – und so taten wir ausnahmsweise mal das, was andere Pärchen samstags tun: Wir gingen aus.

Mehr als eine musikalische Liebesgeschichte

Und nicht nur das. Wir gingen ins Kino und ließen uns mitnehmen nach Hollywood ins La La Land, wo zwei unerhört gutaussehende und talentierte Schauspieler (Emma Stone und Ryan Gosling) eine Geschichte erzählen von Erfolg und Misserfolg, von geplatzten Träumen und Hoffnungen, die nie sterben, von Liebe und Leidenschaft und Enttäuschung. Mia und Sebastian sind talentiert, aber erfolglos und kurz davor, ihre beruflichen Träume aufzugeben, als sie sich mehrfach zufällig über den Weg laufen und schließlich trotz aller Probleme und Zweifel ein Paar werden. Wie schwierig der Spagat zwischen Alltag und Liebe und auch zwischen dem Anspruch an die eigene Kunst und der Notwendigkeit, Geld zu verdienen, ist – diese Geschichte erzählt La La Land auf manchmal romantische, manchmal lustige, manchmal dramatische, aber immer unterhaltsame Weise.

Unterhaltung der besten Art

Ist es falsch, La La Land als Popcorn-Kino der besten Art zu bezeichnen? Schon die Einstiegssequenz, in der Menschen auf einer Autobahn singen und tanzen, ist so bunt und voller Leben und guter Laune, dass man sich der Geschichte nicht mehr entziehen kann. Mia in ihren fantastischen Kleidern – ehrlich, ich würde jedes davon sofort in meinen Schrank hängen! – und Sebastian in seinen schicken Anzügen sehen so gut aus, dass man kaum die Augen abwenden kann. Dass beide dann auch noch traumhaft singen und tanzen und Ryan Gosling sogar die Piano-Sequenzen selbst gespielt hat, ist das I-Tüpfelchen auf einer zwar nicht neuen, aber gut erzählten und vor allem gut und bunt inszenierten Geschichte.

Während wir mit den Hauptdarstellern durch die Jahreszeiten reisen, werden die Töne langsam melancholischer und am Ende kommt es anders, als ich es erwartet hätte – und auch anders, als die Handlung des Films es erwarten lässt. Das ist wohl der Moment, in dem La La Land aufhört, einfaches Popcorn-Kino (der besten Art!) zu sein und den Zuschauer noch eimal in die Irre führt, bevor der Film offenbart, welches Schicksal er für seine beiden Goldsternchen vorgesehen hat.

Fazit

La La Land macht Spaß. Punkt. Hier könnte das Fazit enden, aber ein bisschen mehr gebe ich euch noch mit auf den Weg. 😉 All die großartigen Rezensionen und auch die zahlreichen Golden Globes bzw. Oscar-Nominierungen können nicht falsch liegen, denn La La Land bietet in der Tat mehr als gute Unterhaltung. Wer überhaupt nicht auf Musicals oder Musikfilme steht, sollte vielleicht einen Bogen darum machen, alle anderen werden es nicht bereuen, Geld in den Kinobesuch investiert zu haben (Futur II). Eine beschwingte und dennoch nachdenkliche Story mit zwei starken Charakteren, die von Emma Stone und Ryan Gosling perfekt und zu jeder Sekunde glaubhaft verkörpert werden, unterlegt mit toller Musik – all das bietet La La Land. Kann man sich mehr von einem Kinoabend wünschen? Ich bin gespannt, ob La La Land bei den Oscars erneut groß abräumen wird und kann nicht sagen, dass der Film es nicht verdient hätte.

Weiterempfehlung: Ja!

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Seri(e)ös: Sons of Anarchy (Staffel 2)

Mit Nazis kann ich persönlich so gar nichts anfangen. Die Sons of Anarchy übrigens auch nicht. Ich gebe zu, dass mich das etwas überrascht hat, ist doch die Fehde mit den Mexikanern eine ihrer ältesten (und irgendwie auch ihrer liebsten). Da hätte man sich eine gewisse Allianz vorstellen können zwischen den Bikern und den rassistisch veranlagten Unsympathen. Die Handlung meiner momentanen Lieblingsserie nimmt allerdings eine andere Wendung…

Der restliche Beitrag enthält Spoiler zur vorangegangenen, aber nicht zur besprochenen Staffel!

Veränderungen werfen ihre Schatten voraus

Donnas Tod am Ende von Staffel 1 bedeutet nicht nur für Opie einen traurigen Wendepunkt in seinem Leben, sondern auch für Jax, der sich mehr denn je mit den Visionen seines Vaters für den Club identifiziert. Konnte Clay sich seiner Position als Präsident in Staffel 1 noch sehr sicher sein, so macht sich Jax spätestens im Staffelfinale auf den Weg, die Sons in eine andere, eine gewaltfreiere und vor allem legalere Zukunft führen zu wollen. Ein Kampf zwischen König und Kronprinz scheint unausweichlich. Dass dieser durch Johns Manuskript ausgelöst wird, verleiht der Entwicklung zusätzliche Brisanz, da Jax letztlich den Kampf seines Vaters fortführt und auch dessen frühere Position anstrebt. So sind nicht nur die beiden Streithähne emotional involviert, sondern auch Gemma und die älteren SAMCRO-Mitglieder, allen voran Piney, der durch Clays und Tigs übereilte Aktion am Ende von Staffel 1 seine Schwiegertochter verloren hat.

Neue Feinde, alte Bekannte und interessante Geschäfte

Während es intern bei den Sons zu brodeln beginnt, mischen neue Feinde Charming auf. Die sogenannte „Liga“ (die oben angesprochenen Nazis) mit ihrem aalglatten Anführer Ethan Zobelle versucht, SAMCROs Autorität und Geschäfte zu untergraben. Dafür ist ihnen jedes Mittel recht, was nicht nur die Jungs, sondern auch ihre Angehörigen, insbesondere Gemma, auf schreckliche Weise zu spüren bekommen. Während Clay alte Geschäftsbeziehungen wieder aufleben lässt und damit auch das FBI auf den Plan ruft, drängt Jax den Club dazu, sich nach legalen Verdienstmöglichkeiten umzusehen, woraus eine interessante Geschäftskooperation resultiert. Schließlich müssen beide sich entscheiden, ob ihnen ihre persönliche Fehde oder ihre Familie wichtiger ist…

Die Story nimmt Fahrt auf

Nachdem die erste Staffel den Zuschauer in die Welt von SAMCRO einführt und die Figurenkonstellation vorstellt, nimmt die Erzählung in Staffel 2 deutlich Fahrt auf. Die Spannungen zwischen den beiden Hauptcharakteren sind fast greifbar und überlagern die weiteren Handlungsstränge. Bei allem, was geschäftlich oder privat passiert, steht die Frage im Raum, wie es mit SAMCRO weitergehen wird und ob Jax und Clay sich auf eine Richtung für den Club werden einigen können – oder was passiert, wenn sie es eben nicht können. Dabei gibt es einige überraschende Wendungen; und wie so viele andere qualitativ hochwertige Serien ist auch Sons of Anarchy dabei gnadenlos zu seinen Figuren. So viel sei gesagt: Weder von den Freunden noch von den Feinden werden alle die zweite Staffel überleben. Die Serie schafft es trotz ihrer dichten Erzählweise, die Charaktere bemerkenswert genau zu zeichnen und dem Zuschauer so ans Herz wachsen zu lassen. Hier stimmt die Mischung aus harten Jungs und weicheren Tönen zu jedem Zeitpunkt.

Fazit

Staffel 1 von Sons of Anarchy war schon richtig gut  – Staffel 2 kann dieses Niveau problemlos überbieten. Ich habe mich zu keinem Zeitpunkt gelangweilt, ganz im Gegenteil: Selten wurde eine im Prinzip recht simple Geschichte – der Kampf König vs. Kronprinz – so komplex und tiefgründig erzählt. Dass das auch noch in einem Milieu stattfindet, welches dem Normalbürger letztlich immer verschlossen bleiben wird, bietet einen zusätzlichen Reiz. Ich fühle mich mehr und mehr an The Sopranos erinnert, eine Serie, die ich sehr geliebt habe. Kann es ein größeres Lob geben?

Weiterempfehlung: Die zweite Staffel von Sons of Anarchy ist eine rundum gelungene Fortsetzung der Serie um einen fiktiven Motorradclub in Kalifornien. Die Handlung nimmt deutlich Fahrt auf und wird komplexer, ohne dabei die Figurenenwicklung außer Acht zu lassen. Pluspunkte gibt es zudem für feinen Humor sowie einen grandiosen Soundtrack. Unbedingt anschauen!

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Media Monday #293

Heute ist so ein richtiger Montag. Bei Euch auch? Nach zu wenig Schlaf am Wochenende (…weil der Herr Koch Samstag erst um Mitternacht von der Arbeit nach Hause kam und am nächsten Tag direkt um 9 Uhr wieder dort antanzen durfte. Dass solche Dienstplankatastrophen nicht nur dem Arbeitnehmer selbst, sondern auch seinen Angehörigen den Schlaf rauben, bedenkt scheinbar niemand…) kam ich nur mühsam aus dem Bett heute Morgen. Lag vielleicht auch am trüben Wetter, denn Grau in Grau motiviert nicht gerade. Nun sitze ich hier und schreibe schnell den Media Monday, während sich in der Küche das dreckige Geschirr von gestern und heute Morgen stapelt, das dringend abgewaschen werden müsste, und der Herr Koch noch auf dem Heimweg von einer nicht enden wollenden ganztägigen Fortbildung ist. Ursprünglich wollte er heute Abend noch etwas kochen, aber vielleicht bestellen wir dann doch lieber Pizza… Was mich jetzt noch aufheitert, sind lediglich zwei Dinge: Die Aussicht, heute Abend zwei Folgen Sons of Anarchy zu gucken – und natürlich der aktuelle Media Monday. Nächste Woche bin ich wieder besser in Form, ich versprech’s. Da hat der Herr Koch nämlich Sonntag frei… 😉

Media Monday #293

1. Fällt der Begriff „Indie“, denke ich immer zuerst an Musik.

2. Das Dschungelcamp ist mir schlichtweg zu dämlich, denn Fremdschämfernsehen kann ich mir einfach nicht angucken. Ehrlich mal, das ist einfach so peinlich – und gleichzeitig langweilig. Ich bin sehr froh, dass jetzt erstmal zwölf Monate Dschungelpause herrscht.

3. Prädikat Hassfilmserie: Da gibt es tatsächlich so einige. Schlimme Comedys wie Malcolm Mittendrin oder Two and a Half Men zum Beispiel. Ich ringe gerade mit mir, ob ich Breaking Bad schlimm genug finde, um diese Serie hier zu nennen. Sie ist zwar schlecht, aber eine solche Emotion wie Hass ist vielleicht doch etwas übertrieben. Gleichgültigkeit trifft es besser.

4. Werden Filme später erneut als Director’s oder Extended Cut veröffentlicht, ist das Geldschneiderei?

5. Wenn es um Serien geht, bin ich durchaus begeisterungsfähig – und zwar auch für Serien, die thematisch eigentlich eher nicht meinen Geschmack treffen. Nie hätte ich gedacht, dass ich Sons of Anarchy so sehr lieben würde. Und guckt mich jetzt an! 😀

6. Jedes Dokument von einer Behörde ist mehr als ungewöhnliche Lektüre, schließlich muss man solche Briefe meistens dreimal lesen, bis man begriffen hat, was sie von einem möchte bzw. was (und ob) man nun etwas tun soll.

7. Zuletzt habe ich ein Blümchen gekauft und das war für meine beste Freundin hier in Braunschweig, weil sie morgen ihr Zweites Staatsexamen macht. 🙂

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Schreibtischliebling #2

Wer es auf Instagram verpasst hat: Ich war scheinbar besonders artig Mitte Januar, denn der Herr Koch machte für mich einfach so Crème Brulée, meinen absoluten Lieblingsnachtisch. Wenn das kein Schreibtischliebling ist… ♥

In der Kategorie Schreibtischlieblinge teile ich jeden Monat einen meiner Favoriten der letzten vier Wochen mit Euch – egal ob Zitat, Song, Foto oder Video. 🙂

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Serie(ös): Designated Survivor (Staffel 1, Teil I)

Diese Review weiß nicht so recht, was sie ist. Sie wollte und sollte eine Review der ersten Staffel Designated Survivor werden, einer Serie, die ich im Dezember und Anfang Januar sehr gern geschaut habe. Dann stellte ich jedoch fest, dass das vermeintliche Staffelende gar nicht das Staffelende ist, denn die Serie wurde von ABC von ursprünglich geplanten zehn auf 22 Folgen aufgestockt. Diese mussten natürlich noch nachproduziert werden, weshalb es mit der Ausstrahlung der Folgen elf bis 22 in den USA erst am 08. März weitergeht. Was nun also tun? Den ersten Teil besprechen oder womöglich noch Monate warten, bis auch Teil zwei endlich komplett gesichtet wurde? Ich entscheide mich für Variante 1, denn so habe ich die Ereignisse noch einigermaßen frisch im Gedächtnis und muss zudem nicht das Geschehen aus über zwanzig Folgen zusammenfassen. Außerdem dürft Ihr Euch dann in einigen Monaten auf Designated Survivor, Staffel 1, Teil 2 freuen. Gut, oder? 😉

Was ist ein Designated Survivor?

Auf Eure Englischkenntnisse vertrauend zitiere ich aus dem englischen Wikipedia:

In the United States, a designated survivor is an individual in the presidential line of succession, usually a member of the United States Cabinet, who is arranged to be at a physically distant, secure, and undisclosed location when the President and the country’s other top leaders are gathered at a single location […].

This is intended to guarantee continuity of government in the event of a catastrophic occurrence that kills the President and many officials in the presidential line of succession, such as a mass shooting or bombing. If such an event occurred, killing both the President and Vice President, the surviving official highest in the line, possibly the designated survivor, would become the Acting President of the United States […].

In Kurzform: Der Designated Survivor ist ein Mitglied des amerikanischen Senates, das sich während einer Veranstaltung, an der alle anderen Senats- und Regierungsmitglieder teilnehmen, an einem anderen, sicheren Ort aufhält. Im Falle eines Angriffs auf die Veranstaltung kann so trotzdem garantiert werden, dass die Regierung der Vereinigten Staaten handlungsfähig bleibt – in diesem Fall wird der Designated Survivor, sollte er der ranghöchste Überlebende sein, zum amtierenden Präsidenten.

Dieses Kuriosum des amerikanischen Politikbetriebs, das bei näherer Überlegung zwar immer noch paranoid, aber dennoch sinnvoll erscheint, nimmt die TV-Serie zum Aufhänger, den armen Tom Kirkman, seines Zeichens erfolgloser und kurz vor der Versetzung befindlicher Secretary of Housing and Urban Development, also so etwas wie der deutsche Bundesbauminister, zum einzigen Überlebenden einer verheerenden Explosion zu machen: Während alle anderen Senats- und Regierungsmitglieder beim State of the Union im Kapitol sind, sitzt Kirman mit seiner Frau in einem Regierungsbunker und schaut sich Sport im TV an. Bevor er weiß, wie ihm geschieht, ereilt ihn die Neuigkeit, dass bei einer Explosion im Kapitol alle Anwesenden verstorben sind und er nun amerikanischer Präsident wird. Also  noch in derselben Nacht die Hand auf die Bibel gelegt, den Eid geschworen, die Kinder ins Weiße Haus geholt – und schon geht es los mit den Amtsgeschäften, allen voran der Frage, wer hinter dem Angriff steckt.

Freund oder Feind?

An Kirkmans Seite dabei: Seine langjährige Vertraute Emily Rhodes, sein Chief of Staff Aaron Shore und sein Pressesprecher Seth Wright, die mit ihm zusammen versuchen, den Laden am Laufen zu halten. Denn wie sich herausstellt, gab es doch zwei Überlebende in dieser Nacht: Zum einen ist da Kimble Hookstraten, die als unoffizieller Designated Survivor der Republikaner, der anderen Partei, ebenfalls nicht an der Veranstaltung teilgenommen hat und Kirkman zwar unterstützt, aber auch bisweilen undurchsichtige eigene Aktionen durchführt. Zum anderen ist da aber noch Peter MacLeish, der fast unverletzt aus den Trümmern des Kapitols geborgen werden kann. MacLeish, ein amerikanischer Kriegsheld und Kongressabgeordneter, wird schnell zum nationalen Helden und zu Kirkmans Vertrautem, der ihn gerne in seiner Regierung sieht. Wäre da nicht FBI-Agentin Hannah Wells, die MachLeishs Überleben mehr als merkwürdig findet und eigene Nachforschungen anstellt. Und siehe da – auch MacLeish ist nicht so sauber, wie er auf den ersten Blick erscheint…

Spannung, Herz und Patriotismus

Designated Survivor hat mich in der ersten Folge so richtig gepackt, was vor allem an der Grundidee der Serie liegt: Ein einfacher Abgeordneter, einer ohne Ambitionen und ohne Chancen auf ein solches Amt, wird plötzlich Präsident. Sitzt im Oval Office und soll Entscheidungen treffen. Trifft sich mit Generälen und soll Missionen befehlen, von denen er nicht einmal die geringste Ahnung hatte. Muss sich im Weißen Haus zurechtfinden, ohne Wissen über Zuständigkeiten und Abläufe. Das ist interessant, weil der Zuschauer mitgenommen wird in eine Welt, die er nicht kennt, und in der er nun zusammen mit Kirkman ankommen, ja klarkommen muss. Geschickt wird dabei stückweise enthüllt, dass einige Personen aus Kirkmans engstem Kreis nicht diejenigen sind, die sie vorgeben zu sein. Dazu gibt es einige herzige Familienszenen, die ich nicht umbedingt gebraucht hätte, und auch einen Hauch zu viel Patriotismus. Amerika is great, wir wissen es jetzt, danke. Das tut der Story jedoch keinen großen Abbruch, denn diese ist trotzdem interssant. Die sympathischen Charaktere, allen voran den von Kiefer Sutherland gespielten Tom Kirkman, aber auch Italia Ricci als Kirkmans Beraterin Emily, Kal Penn als Pressesprecher Seth Wright und Maggie Q als bisweilen paranoide FBI-Agentin Hannah Wells hauchen der Story Leben ein.

Weiterempfehlung: Designated Survivor ist eine amerikanische Dramaserie, die rund um eine interessante Grundidee eine spannende, wenn auch bisweilen etwas rührige und patriotische Geschichte spinnt. Fans von Homeland oder House of Cards könnten daran genauso Gefallen finden wie Freunde eher klassischer Krimiserien. Ich fühlte mich von den ersten zehn Folgen Designated Survivor gut unterhalten und bin neugierig auf die noch ausstehenden zwölf Folgen.

Veröffentlicht in Media Monday

Media Monday #292

Das Wochenende war mal wieder kurz, aber mit gutem Essen, Kino und Tanzkurs dennoch sehr schön. Kann jemand von Euch, vorzugsweise die Damen, die Figur „American Spins“ im Jive tanzen? Falls ja würde mich interessieren, ob Euch dabei auch so schlecht wird wie mir. Diese ganzen Drehungen… 😉

Na gut, aber das nur am Rande. Jetzt ist sie definitiv da, die neue Woche – natürlich nur echt mit dem aktuellen Media Monday!

Media Monday #292

1. Die Oscar-Nominierungen fielen für La La Land sehr üppig aus. Da ich die anderen nominierten Filme nicht gesehen habe, kann ich nicht beurteilen, ob diese eventuell besser sind und die Auszeichnungen ebenfalls verdient hätten. Mir hat La La Land jedenfalls Spaß gemacht.

2. Sehr gespannt bin ich ja schon auf die vierte Staffel Sherlock, den zweiten Teil der ersten Staffel Designated Survivor sowie auf die mir noch fehlenden Staffeln Sons of Anarchy (drei bis sieben).

3. Gemessen an dem Budget von allen öffentlich-rechtlichen Sendern (auch bekannt als GEZ) muss ich ja sagen dass sie deutlich mehr qualitativ hochwertige Serien einkaufen und diese auch nicht auf Spartensendern (Stichwort: ZDFneo) verstecken sollten. Dafür könnte man zum Beispiel diese ganzen sinnlosen Wintersportübertragungen streichen.

4. So mancher Blog ist absolut fesselnde Lektüre, denn so viele von Euch schreiben einfach tolle Texte! 🙂

5. Ohne Netflix würde ich mein Heimkino nur halb so sehr genießen, immerhin ist das inzwischen meine bevorzugte Seriensucht-Quelle.

6. Das Serienende von Six Feet Under ist in meinen Augen sogar besser als alle sagen. Und alle sagen, dass es wirklich großartig ist. Wie großartig – das muss man einfach selbst gesehen haben.

7. Zuletzt habe ich am Wochenende sehr viele Kommentare beantwortet und das war hier auf dem Blog, weil Ihr sowohl zur Berufswahlqual als auch zu den Serienfan-Typen viel zu sagen hattet. Schön! 🙂