Veröffentlicht in Alltag, Fernsehserien, Zitate

The road not taken

Die Welt ist nicht untergegangen. Nochmal Glück gehabt.

Wirklich erwartet hatten das wohl auch nur wenige, aber wenn etwas in sämtlichen Medien derart gehypt wird, fällt es schwer, sich dem zu entziehen. Zumindest mir als Nachrichtenjunkie geht es so. Und der  gestrige „Live-Ticker zum Weltuntergang“ auf gmx.de (Wirklich, gmx? Ernsthaft?) war dabei auch nicht gerade hilfreich.

Meine Beschäftigung mit diesem Thema hatte aber auch positive Seiten: Sie mündete nämlich in einen Fernsehabend, an dem ich mir einige Folgen meiner absoluten Lieblingsserie Fringe zu Gemüte führte. Die Themen „Weltuntergang / Neuanfang / Neue Welt / Parallelwelt“ sind dort omnipräsent, die Serie schien mir dem Anlass also mehr als angemessen. Ich könnte hier jetzt also ganze Staffeln Fringe zitieren. Das lasse ich aus verschiedenen Gründen mal bleiben. Jedoch gibt es eine Szene in Folge 19, einer der absoluten Kernfolgen der ersten Staffel, die ich extrem passend finde und die mich immer wieder zum Nachdenken bringt. In dieser Folge erhascht Olivia das erste Mal kurze Blicke in das Paralleluniversum. Da sie zu diesem Zeitpunkt von dessen Existenz noch keine Ahnung hat, beginnt sie, an ihrem Verstand zu zweifeln (was man ihr nicht verdenken kann) und sucht Rat bei Walter (Wer würde in einer solchen Situation nicht einen verrückten Wissenschaftler mit Hang zu LSD-Konsum einem Arzt vorziehen?). Nachdem Walter zunächst Drogenkonsum (der für ihn naheliegendste Grund) als Ursache vermutet, liefert er im Anschluss eine weitere mögliche (pseudowissenschaftliche) Erklärung: verlängertes Déjà-vu. Oder anders gesagt – „The road not taken.“:

„WALTER: You sure you haven’t had any LSD? Mescaline? Magic mushrooms?

OLIVIA: It wasn’t a drug trip, Walter.

WALTER: Well, visual hallucinations could be caused by a number of things. Could you look straight ahead, please? Sleep deprivation, a concussion, brain tumor.

OLIVIA: I feel like I’m losing my mind.

WALTER: Oh, I don’t think so. If you were actually going insane, you’d likely have no idea what’s happening. Take it from me. When did these episodes start? How did they feel?

OLIVIA: First with Susan Pratt’s body. Then it was in Broyles‘ office. The other on the street. The same people, the same places, but bleak. The, uh, the city was on fire.

WALTER: Fascinating. There’s another possibility, but it’s a bit complicated. Deja vu.

OLIVIA: It wasn’t deja vu, Walter. Not even close.

WALTER: Typical protracted deja vu. Prolonged. You’re familiar with the — the pliability of space-time, yes?

PETER: Of course. Who isn’t?

WALTER: One minute will explain. (rolls out a chalkboard) Most of us experience life as a – a linear progression just like this. (draws a horizontal line) But this is an illusion because every day, life presents us with an array of choices. As a result, life should look more like this. (draws diagonal branches from the first line) And each choice… leads to a new path. To go to work. To stay home. And each choice we take creates a new reality. Do — do you understand?

OLIVIA: Yes. But what does it have to do with deja vu?

WALTER: Deja vu is–is–is simply a – a momentary glimpse to the other side. Almost everyone experiences it. We feel that we’ve been somewhere before because actually we have – in another reality. It’s another path. The road not taken.

OLIVIA: Walter, why me? Why am I seeing these visions?

WALTER: I don’t know.

OLIVIA: Walter, what about William Bell’s drug trials? Cortexiphan. You said that it worked on perception.

WALTER: Yes.

OLIVIA: If it’s true – and I was part of the trials when I was a kid, is it possible that it’s causing these visions?

WALTER: I don’t know. But what I do know is that you are a committed investigator. You’re a perceptive agent. If you are having these visions, whatever they are, there must be a reason. Trust me.

PETER: Really Walter? …from a man who routinely sees little green men prancing through the lab with Tam o’Shanters on?“

(Quelle: http://fringepedia.net/wiki/The_Road_Not_Taken/Transcript#Walter.27s_Lab_-_Examining_Olivia)

Wer jetzt noch nicht davon überzeugt ist, dass es Paralleluniversen wirklich gibt, dass jede unserer Entscheidungen weitreichende Konsequenzen hat und dass nach einem Weltuntergang so einiges folgt, nur nicht das Ende, dem seien die restlichen (hier nicht zitierten :-)) Folgen Fringe empfohlen. Eine Serie mit einer Kuh im Labor ist ja wohl an Glaubwürdigkeit nicht mehr zu übertreffen.

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Autor:

Leidenschaftliche Bloggerin. Kaffeesüchtiger Serienjunkie. Schleswig-Holsteinerin im Exil. Ständig hungrig, vor allem aufs Leben.

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