Veröffentlicht in Alltag, Früher, Prüfungen, Uni

Wintersemesterendgedanken

Kurzzeitig hatte ich überlegt, noch einen weiteren offenen Brief an den Winter zu schreiben (siehe voriger Artikel).

Darauf habe ich aber keinen Bock mehr. Ich kann mich nicht mehr darüber aufregen, dass wir schon fast Ende März haben und vor meinem Fenster jetzt gerade in diesem Moment weitere dicke weiße Flocken auf die mindestens 30 cm Schnee fallen, welche wir hier im Bundesland zwischen den Meeren bereits haben. Nein, das bringe ich nicht mehr über mich. Viel lieber lasse ich das vergangene Semester Revue passieren. Na, wie war es denn, das Wintersemester 2012/13?

Kalt war’s. Und dunkel. Und mit viel Schnee. Aber so sind Wintersemester ja immer. Unitechnisch wurden einige unliebsame Veranstaltungen abgearbeitet, allen voran Pädagogik und Psychologie. Hach, haben wir uns aufgeregt nach der Psycho-Klausur. Sowas schweißt ja zusammen. Ich wusste schon immer, dass Hass eine stärkere Emotion ist als Liebe. Nichtsdestotrotz haben wir’s gemeistert und im Onlineprüfungsergebnissystem ist nun (zumindest bei mir) ein „bestanden“ mit einer doch recht respektablen Note verbucht. Wer zuletzt lacht, lacht eben doch am besten.

Dieses ganze Psychodrama hat außerdem dazu geführt, dass ich ganz ernsthaft mein komplettes Studium infrage gestellt habe in den letzten Wochen. Da ein Abbruch oder ein Wechsel nicht in Betracht kamen, gab es eigentlich nur eine Lösung: eine weitere Einschreibung in meine beiden Fächern, jedoch dieses Mal mit einem anderen Abschluss als Ziel. Toll! Dieses Wintersemester habe ich somit unglaublich viele Menschen in verschiedensten Institutionen der Uni zu Tode genervt mit meinen Fragen zu Doppelstudium, Bafög und Co. So gefällt mir das. Und nur so nebenbei: Prüfungsordnungen sind unglaublich interessante und aufschlussreiche Lektüren, ich rate dringend zum sorgsamen Studium selbiger!

Sonstige Highlights des Semesters: die netten Diskussionen im Sprachwissenschaftsseminar mit meinem Lieblingsprofessor, die freitäglichen Mittagessen mit meinen liebsten Spanischfreundinnen, die „Vorlesung mal anders“-Veranstaltungen jeden zweiten Donnerstag, die Tatsache, dass ich nie um 8 Uhr in der Uni sein musste sowie die Weihnachtsferien.

Wow, weltbewegend, dieses Wintersemester 2012/13. Auf ein Neues im Sommersemester 2013!

Bitte ohne Schnee. Danke.

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Autor:

Leidenschaftliche Bloggerin. Kaffeesüchtiger Serienjunkie. Schleswig-Holsteinerin im Exil. Ständig hungrig, vor allem aufs Leben.

3 Kommentare zu „Wintersemesterendgedanken

  1. Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen: lass dich von der Uni-Bürokratie nicht entmutigen. Meine These ist ja, dass das Überwinden bürokratischer Herden vor dem Beginn von Doppelstudium o.ä. als eine Art inoffizieller Eignungstest fungiert…

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    1. Vielen Dank für deine aufmunternden Worte! Ich sehe das genauso: Uni-Bürokratie will und soll v.a. abschrecken. Da ich nun schon seit fast fünf Jahren studiere, habe ich allerdings jegliche Hemmungen verloren und frage mich so lange durch, bis ich – von wem auch immer – eine zufriedenstellende Antwort erhalte. Hätte ich das nicht gemacht, wäre ich jetzt übrigens nicht in zwei Studiengängen eingeschrieben. Die Studienberatung teilte mir nämlich mit, dass das in meinem Fall nicht möglich sei…was dreist gelogen war! Dranbleiben und nachhaken lohnt sich also definitiv, damit man diesen „Eingangstest“ besteht…

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