Veröffentlicht in Alltag, Dieser Blog, Uni

Wie ich auszog, einen Blog übers Studium zu schreiben – und selbiges mich davon abhielt

Es war einmal eine Studentin, die lebte in einer ziemlich abgelegenen norddeutschen Stadt am Meer, die viele Menschen als hässlich bezeichnen würden. Der Studentin war dies egal, ihr gefiel es dort. Außerdem war sie ambitioniert, geradezu ehrgeizig. Ein Masterabschluss reichte ihr nicht – nein, zwei mussten es sein! Dennoch glaubte sie, neben dem Studium noch Zeit für Privates zu haben. Ihre Liebe zum Schreiben trieb sie schließlich dazu, einen Blog zu beginnen. In diesem Blog wollte sie alles verarbeiten, was ihr im Studium passierte. Es sollte eine Art Tagebuch/Essay/Dokumentation werden. Zu Beginn klappte das regelmäßige Schreiben auch ganz gut. Es war schön und hilfreich, die Dinge, die einen bewegen, aufzuschreiben und zu reflektieren. Dann jedoch begann das Sommersemester – und das Elend nahm seinen Lauf.

Die Studentin bastelte sich einen Stundenplan, der zwar voll war, aber auch noch Platz für die schönen Dinge des Lebens lassen sollte. Freunde treffen. In der Sonne entspannen. Kaffee trinken. Laufen gehen. Lesen. Doch sie hatte die Rechnung ohne Professor X gemacht. Dieser drückte unserer fleißigen Studentin nicht nur einen langen Vortrag in seinem Seminar auf. Nein, er verlegte diesen Vortrag auch noch spontan und ohne die Studentin zu fragen vom vereinbarten Termin Ende Mai auf Mitte Mai. O Schreck! Von diesem Moment an investierte unsere Studentin jede freie Minute in die Ausarbeitung dieses Vortrags. Es wurden Wörterbücher gewälzt (denn es handelte sich um ein Lexikseminar) und dicke Handbücher studiert. Nach vier Wochen wusste sie alles über ihr Thema und präsentierte ihre Ergebnisse im Seminar. Professor X war zufrieden und unsere Studentin auch. Endlich konnte dieser Vortrag von der To-do-Liste, für die unserer Studentin eine Schwäche hat, gestrichen werden. Leider standen auf dieser Liste noch viele weitere Pflichten und Termine. Auch Referat 2,3,4 und 5 wollten vorbereitet werden. Texte warteten darauf, gelesen oder geschrieben zu werden. So stürzte unsere Studentin sich direkt ins nächste Abenteuer. Einige Tage ging das gut. Dann jedoch, am Pfingstmontag, erwachte sie mit dem Bedürfnis, endlich mal wieder etwas Freizeit zu haben. Schon seit einiger Zeit bereute sie es, keine Zeit für einen weiteren Blogeintrag gehabt zu haben. Bis jetzt. Diesen Luxus und diese kleine Auszeit vom Alltag wollte sie sich gönnen!

Und genau das hat sie gerade getan.

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Autor:

Leidenschaftliche Bloggerin. Kaffeesüchtiger Serienjunkie. Schleswig-Holsteinerin im Exil. Ständig hungrig, vor allem aufs Leben.

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