Veröffentlicht in Alltag, Fernsehserien, Uni

Sommersemesterendgedanken

Das Sommersemester, es ist jetzt schon seit ein paar Tagen wieder vorbei. Wow, das ging schnell. Zack, April. Zack, Juli. Zwölf Wochen Veranstaltungen plus zwei Wochen voller Prüfungen sind um. Schon nach dem letzten Wintersemester habe ich ja Bilanz gezogen, da dachte ich, das mache ich gleich nochmal. Was hatte es denn so zu bieten, das Sommersemester 2013, hm?

Zunächst einmal fast durchgehend schönes Wetter. Wenn man – so wie ich – durch und durch Norddeutsche und somit an 8-Grad-Nieselregen-Windstärke-7-Frühlingstage gewöhnt ist, erscheint einem so viel Sonnenschein wie ein Wunder. Also nichts zu meckern in diesem Bereich, das Wetter hat sich Eins A benommen. Nach dem, was es uns letzten Winter angetan hat, war (und ist!) das auch bitter nötig, also wollen wir es hier mal nicht überteiben mit dem Lob. Über die Uni schrieb ich ja schon vor einiger Zeit, dass das Semester „so vor sich hin plätschert“. Ohne große Höhepunkte. Und so war es tatsächlich bis zum Schluss. Ich habe nicht mal eine Lieblingsveranstaltung dieses Semester, die ich jetzt hier irgendwie lobend aus der Masse herausheben könnte, weil sie mich jede Woche wieder aufs Neue begeistert hätte. Nein. Schlecht waren die meisten Veranstaltungen zwar auch nicht. Einige schon, aber das breite ich jetzt hier nicht näher aus. Aber wenn ich mich am Ende des Semester frage, was ich aus Kurs X mitgenommen habe, dass ich a) vorher noch nicht wusste und b) dass auch in irgendeiner Form relevant für mein weiteres Studium oder (Berufs-)Leben wäre, dann muss ich für erschreckend viele Kurse dieses Semesters diese Frage mit „nichts“ beantworten. Das stimmt mich nachdenklich.

Auf der anderen Seite habe ich dieses Semester so viel nebenbei gelesen wie noch nie zuvor in meinem Studium. Einfach so aus Interesse. Viel Primärliteratur, also Werke, die man „als Germanist mal gelesen haben sollte“. Das macht schon Spaß, wenn kein Druck dahinter steht. Außerden habe ich ja angefangen (wie der aufmerksame Leser mitbekommen haben sollte), meine große Leidenschaft, die Fernsehserien, auch mal aus der wissenschaftlichen Perspektive zu betrachten. Einige Einführungswerke zur Film- und Fernsehwissenschaft oder -analyse wurden gesichtet sowie auch einige Beispielanalysen zu verschiedenen Aspekten und Serien gelesen. Sehr aufschlussreich. Sehr unterhaltsam auch teilweise. Man merkt, dass viele Autoren große Fans der Serien sind, die sie analysieren. Hätte ich mich in meinem bisherigen Studium mal mehr für Literaturwissenschaft begeistert, dann müsste ich erzähltheoretische Begriffe wie „homodiegetisch“ und „Fokalisierung“ jetzt auch nicht jedes Mal wieder nachschlagen, wenn ich so etwas lese. Aber hinterher ist man ja immer schlauer. Zum Glück kann ich ja in „Hingeschaut!“ einfach Dinge beschreiben, die mir auffallen – ohne dass jemand bemängelt, dass ich das Fachwort nicht kenne…

Joa, sonst noch was? Wenn ich jetzt nach diesem Semester auf meinen Studienverlaufsplan gucke, dann kann ich hinter fast alle Veranstaltungen für meinen ersten Masterabschluss einen Haken setzen. Wow. Auch das ging schnell. Für den zweiten fehlen noch ein paar, die im Winter fällig sind, aber das stört nicht weiter. Ich wollte es ja so (siehe den Eintrag „Wintersemesterendgedanken“).  Alles im grünen Bereich also.

Solide. Ich denke, so lässt sich das vergangene Semester ganz gut charakterisieren. Solide. Hätte schlimmer kommen können.

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Autor:

Leidenschaftliche Bloggerin. Kaffeesüchtiger Serienjunkie. Schleswig-Holsteinerin im Exil. Ständig hungrig, vor allem aufs Leben.

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