Veröffentlicht in Alltag, Dieser Blog, Früher, Uni

Prüfungen, Praktikum, Zukunftsplanung – so war das Unijahr (12/2012 – 12/2013)

Ein Jahr bloggen – Rückblick Teil II. Nachdem ich in Teil I meine Erlebnisse mit verschiedensten Fernsehserien habe Revue passieren lassen, widme ich mich dieses Mal dem Unijahr, genauer den letzten zwölf Monaten. Dezember bis Dezember ist ja auch viel spannender als Januar bis Dezember. Das kann ja jeder. Zum Glück habe ich hier ja bereits nach dem Wintersemester 2012/13 und dem Sommersemester 2013 kurze Rückblicke erstellt, die ich nun nutzen kann, um meine Erinnerung aufzufrischen, hehe. Wenn man schon fünf Jahre studiert, weiß man manchmal nicht mehr ganz genau, was in welchem Semester war. Manchmal weiß man nicht mal mehr, ob sich bestimmte Dinge im Bachelor- oder im Masterstudium zugetragen haben. Ja, es wird Zeit, dass ich fertig werde mit dem Studium, bevor ich noch völlig den Überblick über mein Leben verliere…

Rückblick, los geht’s: Ich möchte mich jetzt hier ungerne wiederholen, deshalb gehe ich nicht im Detail auf die vorigen Semester ein, das finde sogar ich langweilig. Ganz allgemein muss man aber sagen, dass das letzte Jahr mich meinen Abschlüssen einen riesigen Schritt näher gebracht hat. Schon. Für den Master of Education-Abschluss fehlt mir (neben der Masterarbeit, die ich etwa ab Februar zu schreiben gedenken) nur noch eine Prüfung in Pädagogik. Sonst nichts. Nada. Niente. Beide Fächer durchstudiert, das Lehramtsprofil so gut wie fertig, alle Praktika absolviert – yeah!

Das war nicht immer einfach. Also in den Fächern schon, aber im Lehramtsbereich gab es da doch so einige Aufreger. Zum Beispiel die Psychologieklausur letzten Februar, die mich in eine mittelschwere Lebenskrise a la „Was mache ich hier eigentlich?“ stürzte. Im Nachhinein bin ich dankbar dafür, weil ich sonst wohl nicht auf die Idee gekommen wäre, mich auch noch in den Master of Arts-Studiengang einzuschreiben bzw. so vehement dafür zu kämpfen, dass man mir das ermöglicht. Da ich mich von verschiedenen Beratungsstellen der Uni nicht habe abwimmeln lassen – in der Zentralen Studienberatung wollte man mir allen Ernstes weißmachen, dass das von mir gewünsche Doppel-Masterstudium auf keinen Fall geht („So ist das System ja aber nicht gedacht. Sie müssen sich schon für einen Studiengang entscheiden!“) – studiere ich seit dem letzten Sommersemester fröhlich auch im Master of Arts vor mich hin. Bäh, ich muss mich gar nicht entscheiden! Am schönsten an meinem „Studentenzwitterdasein“ (wie es mein guter Freund und Lieblingskommilitone gerne liebevoll bezeichnet) ist, dass ich damit nun gleich zwei sich eigentlich ausschließenden Gruppen angehöre: Den Lehrämtlern und den Nicht-Lehrämtlern. Je nach Situation schimpfe ich mit den zukünftigen Lehrern über das unterfinanzierte Bildungssystem und G8 oder fachsimpele mit Nicht-Lehrämtlern über Promotion und die Möglichkeiten der wissenschaftlichen Laufbahn. Das ist immer wieder spannend so zwischen den Stühlen zu sitzen.

Überhaupt nicht zwischen den Stühlen jedoch war ich im Sommer in meinem Schulpraktikum, das – wie ich schon an anderer Stelle bemerkte – mehr Spaß gemacht hat, als ich vorher dachte. Nichtsdestotrotz sehe ich mich noch nicht als Lehrerin in der Schule arbeiten und schon gar nicht direkt nach dem Uni-Abschluss. Aus der Schule in die Uni in die Schule? Nein, danke. Das kann’s ja irgendwie auch nicht sein. Außerdem habe ich auf die im Referendariat zu erwartenden Schikanen auch so gar keine Lust momentan. Zukunftsplanung (ja, und momentan auch öfter mal Zukunftsangst, wie ich ganz ehrlich zugeben muss – Stichwort: Geldsorgen) ist aber ein Thema, das in den letzten Monaten zunehmend wichtig geworden ist. Inzwischen stelle ich mir das so vor (Achtung, rosarote Brille!): Abschluss spätestens 07/2014, dann idealerweise ein Jahr ins Ausland – falls der DAAD und der PAD sich irgendwann mal auf meine Bewerbungen hin zu melden gedenken -, dann Promotion, am besten natürlich verbunden mit einer halben Stelle irgendwo an irgendeiner Universität. Hach. Schön, oder? Man wird ja wohl noch träumen dürfen.

Gab’s sonst noch was Aufregendes in der Uni die letzten Monate? Also, neben dem In-Seminaren-oder-der-Bibliothek-oder-am-Schreibtisch-oder-in-der-Mensa-Sitzen? Eher nicht. Nach zehn Semestern Studium ist Uni wohl nicht mehr so richtig aufregend… 🙂

Advertisements

Autor:

Leidenschaftliche Bloggerin. Kaffeesüchtiger Serienjunkie. Schleswig-Holsteinerin im Exil. Ständig hungrig, vor allem aufs Leben.

3 Kommentare zu „Prüfungen, Praktikum, Zukunftsplanung – so war das Unijahr (12/2012 – 12/2013)

  1. „Nach zehn Semestern Studium ist Uni wohl nicht mehr so richtig aufregend“ – ja, das stimmt wohl. Bin im 11. Semester und da kommt mir auch nur noch sehr selten was anders, neu und aufregend vor. Selbst die Prüfungen werden irgendwann weniger spannend. Und ich kenne das auch, dass man vergisst, wann genau was passiert ist … kein Wunder bei 5 Jahren oder so. 😀
    Ich wünsche dir viel Erfolg bei allem was du vorhast und dass dir niemand den Zeitplan verpfuscht!!!

    Gefällt mir

    1. Vielen lieben Dank! Ich hoffe auch, dass mein Zeitplan aufgeht, finde ihn aber selber eigentlich ein wenig unrealistisch. 😀 Naja, ich arbeite erstmal damit…
      Und mit der Aufregung in der Uni ist es nach 5 Jahren ja mal sowas von vorbei – da wird eigentlich nur noch routiniert eine Veranstaltung/Prüfung nach der nächsten abgerissen, oder? Das macht die Aussicht, dass das Studium sich dem Ende nähert, aber auch gar erträglich, zumindest für mich. Nach dem Abschluss ist dann wieder Platz für jede Menge Aufregung bei der Jobsuche und Co. Ob das dann besser ist…wir werden es (bald!) erleben. 🙂

      Gefällt mir

      1. ich find deinen Zeitplan eigentlich gar nicht unrealistisch – und lieber man steckt sich die Ziele etwas höher und den Zeitplan etwas straffer, als es von anfang an seichter anzugehen. Ist doch gut! 😀

        Ja, irgendwann ist Routine drin und man geht sehr unaufgeregt in so ein neues Semester. Früher fand ich immer alles spannend und war nervös, in den letzten Semestern hat sich anfangs immer eher Unmut bei mir breit gemacht und ich habe nur gedacht ‚Ich brauch noch mal ne Woche frei bevor es wieder losgehen kann X_x‘ das war zuletzt meine einzige Sorge 😉

        Gefällt mir

Was denkst du darüber?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s