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The shape of things to come… Serienprojektplanung #2014

Der Planungsfreak in mir ist sehr aktiv zur Zeit. Ebenso wie das Studium, die Gestaltung jedes Semesters, jede Hausarbeit, jede Klausurvorbereitung und nun auch langsam die nachuniversitäre Zeit akribisch (!) geplant werden müssen, bedarf es auch zur Durchführung des Serienprojekts einiger Planung. Planung schafft Ordnung. Schafft Übersicht. Gibt Sicherheit. Ich mag das. Hm, vielleicht habe ich eine Zwangsstörung.

Egal – ich habe nun ja schon einige Erfahrungen mit der systematischen Sichtung von Fernsehserien gemacht in den letzten Monaten und bezüglich meiner Rezeptionsvorlieben folgende Feststellungen gemacht, die ich in die Planung des kommenden Projektjahres einzuarbeiten gedenke. Diese sind:

1. Ich schaue Serien gerne nach dem Motto „Meine tägliche Folge gib mir heute„. Was heißt das? Ich schaue nicht stundenlang mehrere Folgen am Stück oder gar eine ganze Serienstaffel an einem Wochenende (dazu habe ich ehrlich gesagt auch gar keine Zeit), sondern lieber jeden Abend eine Folge. Ob es dann jeden Tag eine Folge der gleichen Serie ist oder nicht, ist dabei nicht wichtig.

2. Die Mischung macht’s! Am meisten Freude macht es, sich eine bunte Mischung aus Serien verschiedener Genres zusammenzustellen. Es hilft außerdem, wenn die Balance zwischen aktuellen und bereits abgeschlossenen Serien stimmt. Beispiel: In den letzten Wochen habe ich begeistert die ersten beiden Staffeln der 2008 beendeten HBO-Serie The Wire geschaut und zusätzlich Arrow, The Following und House of Cards im TV bzw. online verfolgt. Die abgeschlossene Serie fungierte dabei sozusagen als „Basisserie“, die immer dann zum Einsatz kommt, wenn das TV keine der anderen Serien zur Verfügung stellt – es wird schließlich nur eine neue Folge pro Woche gesendet. Mit der abgeschlossenen Serie kommt aber garantiert keine Langesweile auf!

3. Jeder neuen Serie bin ich prinzipiell wohlgesinnt und schaue mir deshalb die erste Staffel auf jeden Fall zu Ende an. Auch, wenn ich zwischenzeitlich die Lust verlieren sollte. Oft gibt es – so mein Eindruck – gegen Mitte der ersten Staffel bzw. im letzten Drittel eine interessante Wendung, eine interessante Neuerung. Zu diesem Zeitpunkt ist man als Zuschauer auch schon besser mit den Figuren vertraut und kann diese Wendung oder Neuerung dann angemessen würdigen. Durchhalten lohnt sich zwar nicht immer, aber oft. Lost hätte ich fast nicht weitergeschaut in Staffel 1 – erst als Locke und Boone die Luke gefunden hatten, war meine Neugier geweckt (als sie diese am Ende der Staffel endlich öffnen, war es dann endgültig um mich geschehen).

Aufgrund dieser drei Feststellungen sieht meine vorläufige Serienprojektplanung wie folgt aus:

  • Weiter verfolgt werden:
  1. How I Met Your Mother (finale Staffel 9): Jetzt will man auch wissen, wie Ted die Mutter kennenlernt!
  2. Mad Men (ab Staffel 4): Hier bin ich irgendwie mitten in der Serie steckengeblieben, plane aber, die Sichtung fortzusetzen.
  3. The Big Bang Theory (Staffel 7): Comedy ist ja alles andere als mein bevorzugtes Genre, aber Sheldon und Co. schaue ich immer noch gerne.
  4. Grey’s Anatomy (Staffel 9/10): Da ProSieben bislang erst 14 Folgen der 9. Staffel ausgestrahlt hat, gilt es, diese noch zu beenden, bevor mit Staffel 10 weitergemacht werden kann.
  5. Vampire Diaries (Staffel 5): Man kann ja auch mal ohne Anspruch einen Abend mit gutaussehenden Männern füllen!
  6. Arrow (Staffel 2): siehe 5.
  7. House of Cards (Staffel 2): Bin zwar noch mitten in Staffel 1, aber die Serie hat es schon jetzt auf die Liste fürs nächste Jahr geschafft.
  8. Homeland (Staffel 3): Was auch immer Brody und Carrie noch so durchmachen müssen – ich werde dabei sein!
  • bereits abgeschlossene Serien, die ich mir anzuschauen gedenke, sind:
  1. The Wire (ab Staffel 3): Staffel 1 und 2 fand ich super und kann es kaum erwarten, den Rest der Serie zu schauen.
  2. Six Feet Under: Warum ist mir diese Serie so lange durch die Lappen gegangen? Jeder, aber wirklich jeder Serienjunkie schwärmt davon. Bin gespannt.
  3. Heroes: Etwas aus meinem Lieblingsgenre Mystery/Science-Fiction darf auch 2014 nicht fehlen!
  4. Breaking Bad: Muss ich dazu noch etwas sagen? Ich fühle mich schon länger als Außenseiter und Unwissende, weil ich’s noch nicht gesehen habe…
  • unsicher, ob ich weiterschauen werde, bin ich noch bei:
  1. The Following: Staffel 1 habe ich gerade beendet und fand das Ende wenig kreativ. Ob meine Bewunderung für Kevin Bacon reicht, mir Staffel 2 zu Gemüte zu führen, wird sich zeigen.
  2. Under the Dome: Selten fiel mir ein Urteil über eine Serie nach dem Schauen der ersten Staffel so schwer. Idee spannend, Umsetzung mäßig, Figuren blass. Ich ringe noch mit mir, ob mir meine Zeit dafür nicht zu kostbar ist.
  • Bei neuen Serien bin ich ja immer nicht unbedingt die erste, die davon hört. Aber immerhin…
  1. …hat es Sleepy Hollow schon mal auf meinen Aufmerksamkeitsradar geschafft. ProSieben strahlt die Serie ab  5. Februar immer mittwochs um 22.15 Uhr aus und da ich einiges Positive darüber gehört und gelesen habe, werde ich mir das definitiv anschauen.
  2. Des Weiteren bin ich heute über eine nette Zusammenfassung der noch zu erwartenden US-Serien im kommenden Jahr gestolpert. Mein Favorit ist, glaube ich, Salem, u.a. mit Shane West (mir v.a. noch aus Emergency Room in Erinnerung) und Seth Gabel (Lincoln Lee in Fringe). Salem läuft in den USA im April an und den Teaser finde ich schon mal ziemlich gut.
  3. Des Weiteren freue ich mich ja immer über ein Wiedersehen mit alten Bekannten aus anderen Serien.  Das gibt es tatsächlich – wie man auch schon an 2. sehen konnte – zuhauf im kommenden Jahr. Lost-Freunde können sich auf Josh Holloway (Sawyer) in Intelligence und Terry O’Quinn (John Locke) in Gang Related freuen. In ersterer ist zu allem Überfluss auch noch der großartige Lance Reddick (Philipp Broyles in Fringe, Cedric Daniels in The Wire, Matthew Abaddon in Lost) dabei, somit eigentlich ein Garant für hochklassige Unterhaltung.
  4. Auch die neue Serie mit Matthew McConaughey, True Detective, hat reichlich Vorschusslorbeeren abgestaubt. Da könnte man auch mal einen Blick riskieren.
  5. Ansonsten könnte ich mich eventuell noch für Resurrection, Believe oder Fargo (u.a. mit Kate Walsh aus Private Practice) begeistern.

Generell muss man natürlich abwarten, ob der deutsche Zuschauer diese Serien überhaupt je zu Gesicht bekommen wird, da die meisten jetzt erst in den nächsten Wochen in den USA anlaufen. Bleibt also nur zu hoffen, dass sie gute Quoten einfahren und ProSieben, Sat.1 und Co ihre Serienpolitik nochmal überdenken. Gute Serien zügig einkaufen, synchronisieren (oder meinetwegen auch nicht…) und zeitnah dem deutschen Zuschauer präsentieren, das wäre doch mal was! Ach so, kleiner Tipp noch: neue Serien nicht erst um 23.15 Uhr ausstrahlen und sich dann über miese Quoten wundern!

Soweit also die vorläufige Serienprojektplanung. Wahrscheinlich kommt dann alles anders, weil ich noch andere Serien entdecke oder weil ich 2014 schlicht und einfach nicht so viel Zeit zum Serien-Schauen haben werde wie 2013. Warten wir mal ab, wie sich Masterarbeit, Zukunftsplanung, soziales Leben und Seriensucht vereinbaren lassen…

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Autor:

Leidenschaftliche Bloggerin. Kaffeesüchtiger Serienjunkie. Schleswig-Holsteinerin im Exil. Ständig hungrig, vor allem aufs Leben.

2 Kommentare zu „The shape of things to come… Serienprojektplanung #2014

  1. Mein absolutes zukünftiges Highlight: True Detective! Absolut alles, was ich bisher von dieser Serie gesehen, gehört oder gelesen habe klingt einfach nur fantastisch. Und Homeland natürlich, da komme ich nicht mehr raus…

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    1. Darauf bin ich auch gespannt! Mal sehen, ob die Serie hält, was Trailer & Co. versprechen.
      Zu Homeland Staffel 3 habe ich gemischte Meinungen gehört/gelesen – aber raus komme ich da auch nicht mehr. 😀

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