Veröffentlicht in Alltag, Fernsehserien, Uni

Bescheiden

Bescheiden war die Aktivität auf diesem Blog in letzter Zeit. Bescheiden war auch der Anteil freier Zeit in den letzten Wochen. Wie kam’s dazu, waren doch Ferien? Wahrscheinlich war das genau das Problem.

In einem Anfall von „Oh-mein-Gott-das-Semester-ist-schon-so-gut-wie-vorbei-und-ich-hinke-meinem-Arbeitsplan-Wochen-hinterher“-Panik habe ich die nachweihnachtliche sowie die nachsilvestrige (?) Zeit damit verbracht, eine Hausarbeit zu schreiben. In Literaturwissenschaft. Seit gestern ist sie fertig, 21 belanglose Seiten sind es geworden. Ich bin einigermaßen zufrieden damit und hoffe, dass Mr. Literaturwissenschaftsdozent auch damit leben kann.  Was sonst so los war, fasse ich nun in Ermangelung einer anderen, kreativeren Möglichkeit kurz thematisch zusammen:

In der Uni war es letzte Woche ziemlich ruhig. Ich bin inzwischen eh mehr mit mir, meinen Hausarbeiten, Prüfungen und der Planung der Masterarbeit beschäftigt, als dass ich noch groß Aufmerksamkeit auf die Kurse richten würde. Irgendwie ist das schade, weil es ja meine letzten sind. Ich sollte diese letzten vier Wochen genießen. Stattdessen kann ich es nicht erwarten, dass das Semester endlich vorbei ist und ich mich nur noch auf meine Abschlussarbeit konzentrieren kann. Den Grund sehe ich v.a. darin, dass keiner meiner Kurse in diesem Semester mir sonderlich viel Spaß macht. Einer ist ganz amüsant, was aber einzig und allein an der Lehrperson und ihrem trockenen Humor liegt und nicht am Seminarthema. Alle anderen Veranstaltungen sind langweiliger Käse, der mir bestimmt nicht fehlen wird ab Februar (Ganz im Gegensatz übrigens zu den Mensa-Mittagessen-Kaffeetrinken-Orgien mit meinen Liebsten, die schneller studiert haben als ich und nun schon so gut wie fertig sind). Positiv betrachtet könnte man es auch so verstehen, dass die Uni es mir leicht machen will: „Hey, wir machen die Veranstaltungen alle extralangweilig dieses Semester, damit du froh bist, wenn du nie wieder welche belegen musst.“ Trotzdem jagt mir der Gedanke, nie wieder Unikurse zu belegen, eine Heidenangst ein…

…was mich direkt zum Thema der Zukunftsplanung führt. Der Plan sieht ja immer noch vor, dem regnerischen Norden ab Herbst für 8-12 Monate den Rücken zu kehren und an einem anderen Ort dieser Welt Menschen, die sich mit dem Erlernen der deutschen Sprache quälen, tatkräftig zur Seite zu stehen. Letzte Woche war ich deshalb zum Auswahlgespräch im Bildungsministerium, weil der PAD diese Aufgabe an die Länder auslagert. Es lebe der Föderalismus. Das Gespräch war…nun…merkwürdig. Mehr sage ich dazu mal nicht. Es gibt wenig Bewerber in meinem Bundesland (es gibt auch wenig Spanischstudenten in meinem Bundesland, ich sehe da einen leichten, aber nur einen ganz leichten Zusammenhang), das ist die gute Nachricht. Mitte Juni erfahre ich, ob es geklappt hat mit der Stelle in Spanien. Geht schnell, oder? Ein halbes Jahr braucht der PAD nur dafür, Respekt. Auch beim DAAD zieht sich alles hin. Man hat mir vor Weihnachten zwar noch den Eingang meiner Bewerbungsunterlagen bestätigt, mehr aber auch nicht. Die Auswahlgespräche sind am 10.02. Ob man dazu eingeladen wird, erfährt man erst kurzfristig. Ich wurde aufgefordert, mir den Termin freizuhalten. Das klappt besonders gut, weil an just dem Tag meine letzte Uniklausur ansteht. Auch ist es für mich natürlich kein Problem, kurzfristig nach Bonn zu fahren, ist ja gleich um die Ecke. Fortsetzung folgt. Fakt ist aber, dass…

…ich ein wesentlich unglücklicherer und unentspannterer Mensch wäre, wenn ich nicht mein Serienprojekt hätte. Mit tollen Folgen noch tollerer Serien lenkt es mich zumindest zeitweise von den ganzen Uniaufgaben und Zukunftsängsten ab. Es macht mich einfach glücklich, wenn ich montags Stephen Amell zuschauen kann, wie er böse Menschen mit Pfeilen zur Strecke bringt und wie Sheldon und Penny sich gegenseitig darüber hinwegtrösten, dass Leonard immer noch auf Expedition ist. Glücklich machen mich auch die neuen Folgen Grey’s Anatomy am Mittwoch, es ist immer noch schön, Meredith, Alex und Co. bei ihren Problemen zuzuschauen, auch nach neun Staffeln. Die Aussicht, dass es ab Anfang Februar neue Folgen Vampire Diaries geben wird und ProSieben Sleepy Hollow auf den Schirm bringt, löst ebenfalls Glücksgefühle bei mir aus. Bis dahin verschönere ich mir die Arrow/Big Bang Theory/Grey’s Anatomy-freien Abende mit der ersten Staffel Six Feet Under, die ein wirklich tolles Weihnachtsgeschenk war. Die Fishers sind noch so eine TV-Familie (neben den Sopranos, den Bishops, den Gilmores, den Cohens und wie sie alle heißen), die mir ans Herz wachsen könnte. Mal abwarten.

Zum Abschluss kündige ich lieber gleich an, dass es den Rest des Monats vermutlich ebenso wenig Aktivität auf diesem Blog geben wird wie an den ersten 11 Tagen. Die zweite Hausarbeit will geschrieben werden und mein ehrgeiziges Ziel ist es, diese trotz viertägiger Uniwoche bis Ende Januar fertigzustellen. Ich würde mich ja auch lieber hier über Gott und die Welt auslassen, aber auch die Linguistik will zu ihrem Recht kommen. Ab Februar wird sich hoffentlich wieder ein regelmäßiger Blog-Rhythmus einstellen…ich gebe mein Bestes! 🙂

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Autor:

Leidenschaftliche Bloggerin. Kaffeesüchtiger Serienjunkie. Schleswig-Holsteinerin im Exil. Ständig hungrig, vor allem aufs Leben.

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