Veröffentlicht in Fernsehserien

Das geht aber auch immer schnell…

…und dann hat man schon wieder eine Serienstaffel durchgeguckt. Oder fünf. Ups.

Zu meiner Verteidigung muss ich dazu sagen, dass mein Fernseher kaputt war und ich in letzter Zeit gar keine andere Möglichkeit der abendlichen Unterhaltung hatte, als mir DVDs auf dem Laptop anzuschauen. Tagsüber schreibe ich fleißig an meiner Masterarbeit. Wirklich. Ich wollt’s nur gesagt haben.

Okay, aber was gab’s denn nun so in letzter Zeit? Es handelt sich bei den beendeten Staffeln zum größten Teil um Serien, die ich nun schon länger „bearbeite“, nämlich:

  • Breaking Bad, Staffel 3: Jetzt mal ehrlich: Was soll der Hype? Ich habe langsam den Eindruck, dass alle Leute, die Breaking Bad in den Himmel loben, noch nie eine andere qualitativ hochwertig produzierte Serie gesehen haben. Guckt euch die Sopranos an, verdammt. Fesselt mich nach wie vor nur mäßig.
  • Mad Men, Staffel 5: Wird von Staffel zu Staffel besser. Bezeichnenderweise ist v.a. Dons und Bettys Scheidung dafür verantwortlich. Endlich keine langweiligen Ehedramen mehr.
  • The Wire, Staffel 4: Darf eine Serie eigentlich noch The Wire heißen, wenn niemand abgehört wird? Telefone wurden in Staffel 4 nämlich erstmals nicht angezapft. Hat ihr aber nicht geschadet. Das Setting im Schulmilieu war authentisch und spannend wie eh und je.
  • Sherlock, Staffel 1: Okay, hier ist der Hype völlig gerechtfertigt. Wenn Charisma eine Person wäre, würde sie Benedict Cumberbatch heißen.
  • Über Suits, Staffel 1 schrieb ich ja neulich schon einen längeren Kommentar.

Mittendrin bin ich auch noch bei einigen Serien. Da sieht’s gerade wie folgt aus:

  • The Vampire Diaries, Staffel 5: Noch mehr Doppelgänger. Noch mehr komische übernatürliche Irgendwas. Oh man.
  • Homeland, Staffel 3: Gerade erst begonnen. Carrie nervt mich ein bisschen mit ihrer Brody-Obsession. Muss sie wirklich ständig hysterisch schreiend seine Unschuld verkünden? Bin skeptisch, was da noch kommt.
  • Suits, Staffel 2: Hat sich klammheimlich zu meinem neuen kleinen Liebling gemausert. Wenn Lässigkeit eine Person wäre, würde sie Harvey Specter heißen.
  • Six Feet Under, Staffel 1: Wurde völlig zu Unrecht etwas stiefmütterlich behandelt die letzten Monate. Muss und wird zu angemessener Zeit fortgesetzt und geliebt werden.
  • How I Met Your Mother, Staffel 9: Nachdem man seit gestern ja mit enttäuschten Kommentaren zum Serienfinale überhäuft wird, habe ich keine großen Hoffnungen mehr für die finale Staffel. Schade.
  • The Big Bang Theory, Staffel 7: Kein Kommentar notwendig. Ich hoffe nur inständig, dass dieser Serie nie das passieren wird, was aus HIMYM geworden ist. Da fing es ja auch brilliant an…
  • Sherlock, Staffel 2: Habe ich gestern begonnen. Großartig. I am Sherlocked.

Die letzte Staffel von The Wire (Staffel 5) liegt übrigens auch schon bereit. Was wäre das Leben auch ohne Sucht? 🙂

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Autor:

Leidenschaftliche Bloggerin. Kaffeesüchtiger Serienjunkie. Schleswig-Holsteinerin im Exil. Ständig hungrig, vor allem aufs Leben.

9 Kommentare zu „Das geht aber auch immer schnell…

  1. Du guckst aber viele Serien gleichzeitig! Ich könnte das ja nicht bzw. muss mich immer zwingen, es nicht zu tun und nur eine oder maximal zwei Serien gleichzeitig anzuschauen. Habe Angst, dass mich das sonst total verwirrt. 😉
    Wie man „Breaking Bad“ nicht großartig finden kann, ist mir ein Rätsel. Die Serie ist so fantastisch inszeniert, geschrieben und gespielt und noch dazu eine der gaaaanz wenigen Serien, die wirklich keine Folge zuviel haben und einen vollkommen runden Handlungsbogen mit nachvollziehbaren Charakterentwicklungen über fünf Staffeln erzählen.
    „Six Feet Under“ habe ich vor ein paar Jahren selbst komplett gesehen. Ich erinnere mich nur noch schemenhaft daran (hab seitdem so viel anderes gesehen), aber ich habe die Serie geliebt und werde sie irgendwann noch einmal anschauen müssen. Sie hat übrigens eines der besten Serienfinales *ever*!
    „Sherlock“ gehört mit zum Besten, was jemals im Fernsehen zu sehen war, allerdings war ich von Episode 2.03 maßlos enttäuscht – jedenfalls beim ersten Anschauen. Mehr dazu habe ich ja in meinem eigenen Blog geschrieben.
    Viel Spaß beim Weitergucken! (Ich selbst wiederhole gerade Season 1 von „Game of Thrones“, werde dann erstmals die Staffeln 2+3 anschauen; danach stehen die 3. Season von „Buffy“, die 3. Season von „Alias“ und wohl auch die 2.+3. Season von „Borgen“ auf meinem Programm. „Borgen“ ist super!)

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    1. Wenn ich hier darüber schreibe, fällt mir auch immer auf, dass ich irgendwie immer ziemlich viele Serien gleichzeitig gucke. Ich kann aber nicht anders, es gibt so viele tolle! 😀
      Ja, und die Sache mit Breaking Bad…schlecht find ich’s jetzt nicht, aber irgendwie werde ich damit nicht so richtig warm. Ich kann mir selber nicht so richtig erklären, woran’s liegt. Das Ende von Staffel 3 fand ich allerdings ganz spannend, endlich mal ein anständiger Cliffhanger! Ich werde Staffel 4 daher wohlwollend beginnen demnächst. Vielleicht wird’s ja doch noch was mit Walter, Jesse und mir. Bei Mad Men hab ich auch drei Staffeln gebraucht. 😉
      Bei Sherlock war ich erst skeptisch (ist ja britisch, das ist sonst nicht so meins…), aber die Serie ist wirklich toll gemacht und auch über 90 Minuten unterhaltsam!
      Du hast übrigens meinen Respekt dafür, dass du so diszipliniert immer eine Staffel nach der anderen abarbeitest und da nach Plan vorgehst. Ich stolpere meist über irgendwas, was mich interessiert, und muss das dann SOFORT auch noch anfangen. Da sollte ich mich mal mehr in Selbstdisziplin üben in Zukunft. 😀

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      1. Okay, ich kann heute anscheinend nicht tippen (und die Kommentare kann man leider nicht nachträglich bearbeiten): Ich meine EPISODE 3.02 von „Sherlock“. Vor lauter Fernsehen zittern mir so die Finger, dass ich die richtigen Tasfen nicgt merr trefve… 😉

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      2. Ja, diese neuen Krankheiten in der modernen Gesellschaft, verrückt. 😀
        Ich werde dann von Sherlock, Episode 3.02 (!) nicht zu viel erwarten. Staffel 3 lief doch aber auch noch gar nicht in Deutschland, oder?

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      3. Die Folgen gab’s aber gleich nach der Erstausstrahlung auch beim deutschen iTunes, außerdem gibt es ja schon die (britischen) DVDs.
        Sehr viele Sherlock-Fans fanden übrigens gerade diese Folge besonders toll, da scheiden sich also die Geister.

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      4. Na dann bin ich mal gespannt auf diese Folge! Finde ich immer eine spannende Sache, wenn Meinungen so auseinandergehen. Meistens passiert dann etwas sehr Unerwartetes. 🙂
        Hab auch gerade gelesen, dass es die dritte Staffel wohl zu Pfingsten im TV geben soll. So lange kann ich noch warten, denke ich. Ich hab ja noch so die ein oder andere weitere Serie, mit der ich mich so lange beschäftigen kann… 😀

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  2. Was »Breaking Bad« und »The Sopranos« unterscheidet, ist die Entwicklung der Hauptfigur. Tony ist am Anfang der Serie ein Mafiaboss und bleibt das auch die Serie über. Er ist eine sehr vielschichtige Figur, aber er verändert sich nicht so stark.

    Bei »Breaking Bad« wird (zugegeben manchmal sehr langsam) gezeigt, wie ein normaler US-amerikanischer Mittelschichts-High-School-Lehrer und Familienvater sich durch eine Krankheit und finanzielle Sorgen in einen skrupellosen, eiskalten Gangsterboss á la Tony Montana entwickelt. Wobei sich diese Entwicklung erst in den Staffeln 4 und 5 voll entfaltet (vor allem in der vorvorletzten genialen Episode »Ozymandias«).

    »Breaking Bad« ist schon was besonderes, und hebt sich in einigen Sachen von anderen Quality-TV-Serien deutlich ab. Ich habe die Serie schon lange vor dem Hype angefangen, als Staffel 1 neu rauskam, und fand die dritte stellenweise auch etwas zu langsam. Mit 4 und 5 wird sie aber endgültig genial. Kann aber auch verstehen, wenn sie Leuten nicht gefällt.

    Bei »Mad Men« kann ich nur zustimmen, auch wenn es schade fand, dass Betty weniger Screenzeit hatte, und ihr Fatsuit war auch irgendwie merkwürdig.

    »The Wire« ist genial, wobei ich die fünfte Staffel, in der es um den Niedergang der Printmedien geht, etwas schwächer finde, was vor allem an McNultys Aktionen liegt.

    »Six Feet Under« habe ich im letzten Jahr auf DVD nachgeholt. Wird immer eine meiner Lieblingsserien bleiben. Das war zu Beginn der 2000er Jahre endlich mal eine richtig gut geschriebene Serie, in der es nicht um Gangster, Agenten, Krimis, Gewalt usw. ging. Sondern um eine ganz normale Familie mit ihren alltäglichen Problemen, ohne eine Sitcom zu sein. Auch wenn der Tod immer allgegenwärtig ist. Toller makaberer Humor, super Schauspielerinnen und nicht immer solche gephotoshopped aussehende Schönheitsköniginnen. (Etwas das ich auch an »The Wire« und »Breaking Bad« sehr schätze, auch wenn ich nichts gegen schöne Schauspielerinnen habe, die genauso gut spielen können). Für die Männer gilt dasselbe.

    Ich hoffe, dass »The Big Bang Theory« einen würdigen und rechtzeitigen Abschluss findet, und nicht eine ähnliche Entwicklung durchmacht, wie »Die Simpsons«, bei denen sich viele jüngere Zuschauer heute fragen, was wir damals in den 90ern so genial daran fanden. Die Serie war damals echt witzig und sehr intelligent!

    Das Problem mit dem Konflikt zwischen Abschlussarbeit schreiben und Serien auf DVD schauen habe ich bei meiner zweiten Arbeit einfach gelöst, in dem ich über zwei Serien geschrieben habe. 🙂

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    1. Das habe ich jetzt schon von mehreren Seriensüchtigen gehört, dass sie einfach Arbeiten über Serien geschrieben haben. Ich spare mir das mal für die Promotion auf. 😉
      Nein, im Ernst, ich hab darüber nachgedacht, auch sowas in der Masterarbeit zu machen, das war mir aber dann doch zu heikel. Ich habe ein gesundes Verhältnis zu meiner Masterarbeit (ich mag das Thema sehr und prokrastiniere überhaupt nicht momentan) und meiner Seriensucht (wird voller Begeisterung abends und am Wochenende ausgelebt), insofern ist alles gut. Beides ergänzt sich hervorragend gerade. 🙂

      Mit meiner Meinung zu Breaking Bad stehe ich tatsächlich ein bisschen alleine da, aber danke, dass du meine zurückhaltende Meinung verstehst. Mir ist die Handlung der Serie gar nicht zu langsam, im Gegenteil. Gerade am Anfang ging mir das viel zu schnell. Diese schnelle 360°-Wandlung (nicht die Wandlung an sich, aber das Tempo) vom Spießer zum Drogenbaron fand und finde ich total unglaubwürdig (Tony Soprano z.B. war nicht eine Sekunde unglaubwürdig – er ist sich halt immer treu geblieben.). Klar, unterhaltsam ist Breaking Bad schon, deshalb schaue ich ja auch noch weiter (und weil ich wissen will, wie’s ausgeht natürlich). Bin gespannt, was da noch kommt in Staffel 4 und 5. Staffel 3 fand ich jedenfalls besser als Staffel 1 und 2…

      Mad Men ist ab Staffel 4 wirklich super (wobei ich die Fat Suit-Sache auch sehr merkwürdig fand – was sollte das? Ich dachte erst, die Schauspielerin wäre schwanger…); von The Wire war ich von Anfang an begeistert und habe jetzt auch nur noch acht Folgen der letzten Staffel übrig (was mich schon ein bisschen traurig macht). Was ich besonders mag, ist dieses jeweils neue Setting in jeder Staffel. Besonders Staffel 2 im Hafenmilieu fand ich toll. Six Feet Under habe ich etwas vernachlässigt, was überhaupt nicht an der Serie selbst liegt, sondern daran, dass irgendwie immer so viel anderes da war , was auch noch geschaut werden musste. Es ist halt nicht leicht, das Leben als Serienjunkie… 😀

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