Veröffentlicht in Alltag, Fernsehserien, Media Monday

Media Monday #158

Schon wieder Montag? Das geht aber auch immer schnell…

1. Der coolste Westernheld ist und bleibt Lucky Luke, denn er hat einfach das schönste und schlauste Pferd.

2. Die Serie Twin Peaks hat in dem Moment stark nachgelassen, als (Achtung, leichter Spoiler!) Mitte der zweiten Staffel enthüllt wurde, wer Laura Palmer ermordet hat, weil danach die Luft absolut raus war und der anschließende neue Fall für Agent Cooper nicht so richtig gezündet hat. Dramaturgisch gesehen war das extrem unklug und es ist mir ein Rätsel, wie einem Regisseur wie David Lynch so ein Patzer unterlaufen kann. Heutzutage wäre das Rätsel um Laura Palmers Tod und den mysteriösen BOB sicherlich zu  sechs bis acht Staffeln aufgebläht worden (man denke nur an das Rätsel um „A“, das die Serie Pretty Little Liars nun schon fünf Staffeln lang am Laufen hält!). Ob das der Qualität der Serie förderlich gewesen wäre, bezweifle ich allerdings auch. Eine dritte Staffel wäre trotzdem schön gewesen.

3. Wenn in Filmen Engel in Erscheinung treten, wird es meistens ziemlich schnulzig.

4. Das Dschungelcamp würde ich mir nicht einmal unter Zwang ansehen, denn sich daran zu ergötzen, dass F-Promis im Regenwald eklige Körperteile von Tieren verspeisen, ist wirklich unterste Schublade. Wer daran Freude hat, sollte sich ernsthaft fragen, was ihm im Leben fehlt, dass er diese Art der niederen Befriedigung braucht.

5. Es gibt heutzutage in Filmen wirklich viel zu wenig erfolgreiche Geisteswissenschaftler. Als Motivation wäre das für mich gerade ganz gut. Warum geht’s eigentlich immer nur um Naturwissenschaftler, Mathematiker und Informatiker?

6. Buch-Verfilmungen und Comic-Adaptionen sind ja groß in Mode, aber wieso kommt eigentlich niemand mal auf die Idee Christian Krachts Faserland zu verfilmen? Das stelle ich mir sehr unterhaltsam vor.

7. Zuletzt gesehen habe ich das Christmas Special und die ersten neun Folgen der zweiten Staffel Dr. Who und das war bislang gute Unterhaltung, weil mir David Tennant als Doktor sehr gut gefällt. Ich mag seine quirlig-hyperaktive Darstellung der Figur. Und außerdem sieht er mit Brille einfach verboten gut aus. Nicht, dass das wichtig wäre und irgendjemanden interessiert.

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Autor:

Leidenschaftliche Bloggerin. Kaffeesüchtiger Serienjunkie. Schleswig-Holsteinerin im Exil. Ständig hungrig, vor allem aufs Leben.

14 Kommentare zu „Media Monday #158

  1. Tennant ist als Doctor einfach der Hammer. Kann dem in der Rolle stundenlang zugucken, ohne, dass es langweilig wird.

    Ich fand Twin Peaks zwar nie wirklich überragend, weil ich mit Lynch auch einfach nicht viel anfangen kann, aber die Auflösung des Falls war wirklich totaler Quatsch an dieser Stelle.

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    1. Das höre ich gerne! Ich dachte schon, ich wäre irgendwie komisch, weil alle Christopher Eccleston so verehren, ich Tennant aber schon am Anfang von Staffel 2 sofort besser fand…

      Twin Peaks an sich fand ich super, nur die Auflösung in der Mitte der Staffel war wirklich so unfassbar dämlich, dass einem dazu fast nichts mehr einfällt. Dass die Serie danach quotentechnisch den Bach runtergehen musste, war klar.

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  2. So sehr ich „Twin Peaks“ auch mag, so kann ich dir nur zustimmen. Manche soapige Handlungselemente waren tatsächlich ein wenig viel in der 2. Staffel. Aber das macht die Serie irgendwie auch besonders, diese seltsame Mischung.

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    1. Stimmt, in der zweiten Staffel gab’s ja auch noch u.a. diese Liebelei zwischen Agent Cooper und…ähm… irgendeiner Blondine, deren Namen ich vergessen habe! Das war schon kitschig, da hast du recht. Aber ich kann dir auch nur zustimmen: Twin Peaks verbindet so viele verschiedene Elemente und ist gerade deswegen wirklich keine 08/15-Serie. Hab mich selten so gegruselt und gleichzeitig so gut amüsiert.

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  3. Den Bruch fand ich in Twin Peaks eigentlich gar nicht übel – ich glaube, da mochte ich die Serie sogar noch etwas mehr. Allerdings ist das schon so lange her, dass ich die gesehen habe, dass mir das gerade etwas spekulativ vorkommt, was ich sage XD
    Dschungelcamp … warum ist mir das nicht eingefallen, dann hätte ich nicht schon wieder Adam Sandler auspacken müssen XD

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    1. In dem Moment hat es mich auch nicht gestört – man wollte ja schließlich wissen, wer der Mörder ist! 😀 Nur im Nachhinein betrachtet war das dramaturgisch so unglaublich dämlich, weil ja alle nur deswegen eingeschaltet haben und die Serie sich damit ihr eigenes Grab geschaufelt hat. Ich fand den nachfolgenden Fall für Cooper ganz okay, aber längst nicht so, wie die Geschichte mit diesem Bob. Das war ja wohl einfach nur ultragruselig!

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  4. Ich meine mal irgendwo gelesen zu haben Lynch wäre damals von dem Sender dazu gedrängt worden, das Rätsel um Laura Palmer an der Stelle zu lüften, warum auch immer. Lynche wollte es wohl gar nicht auflösen. Hab mir aber natürlich die Quelle nicht gemerkt…

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    1. Hmm, das könnte eine mögliche Erklärung sein. Verstehen kann ich es trotzdem nicht, denn der TV-Sender hatte ja auch ein Interesse daran, die Zuschauer zu halten – und das funktioniert doch am besten, wenn das große Rätsel noch ungelöst ist! Naja, ist ja schon mehr als 20 Jahre her und wir können’s nicht mehr ändern. 🙂

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