Veröffentlicht in Krimskrams

Krimskrams der Woche #11

„Der Mann vom Schlüsseldienst will 200 Mark für das neue Schloß.

– Oder 150, dann aber ohne Quittung.

Gar keine Frage, ohne Quittung, was soll ich mit einer Quittung? Jetzt wird die Einigelei auch noch richtig teuer. Einfach so: 150 Mark weg. Nur, weil ich niemanden sehen wollte, weil ich verrückt werde. Und einfach nur hier im abgedunkelten Zimmer liege und alles vermüllen lasse und nicht mehr ans Telefon gehe, aber doch wie ein Aasgeier auf den Anrufbeantworter schiele, denn vielleicht ist  sie es ja. Die paar Anrufer legen auf. Oder es ist die Tante aus dem Büro, die fragt, wann ich denn wieder gesund bin, und ob ich an die Bescheinigung von meinem Hausarzt denke. Ich denke daran, Baby, aber ich habe weder Bescheinigung noch Hausarzt.“

(Benjamin von Stuckrad-Barre: Soloalbum. Köln 2006 (3. Aufl), S. 17. Eine sehr unterhaltsame Reise in die 90er, die heutige Teenies in keinster Weise mehr nachvollziehen könnten oder lustig fänden. Welcher 14Jährige, weiß schon, wer Noel und Liam oder die Pet Shop Boys sind? Oder erinnert sich an die D-Mark, Faxgeräte und Musik auf MTV?)

Im Krimskrams der Woche halte ich jeden Mittwoch ein Zitat aus einem Buch, einem Text, einer Fernsehserie, einem Lied o.ä. fest, das mir in den letzten sieben Tagen besonders gefallen oder mich beschäftigt hat. Ich muss der Welt ja auch mal etwas Gutes tun.
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Autor:

Leidenschaftliche Bloggerin. Kaffeesüchtiger Serienjunkie. Schleswig-Holsteinerin im Exil. Ständig hungrig, vor allem aufs Leben.

2 Kommentare zu „Krimskrams der Woche #11

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