Veröffentlicht in Fernsehserien

Serien im TV – ein kleines Plädoyer

Wie ich immer wieder feststellen muss, gehöre ich zu einer austerbenden Sorte Mensch. Denn ich tue nach wie vor etwas, das viele meiner Generation in den letzten Jahren vollständig aufgegeben haben: Ich schaue mir TV-Serien im TV an. Ich könnte dies damit begründen, dass ich ja schließlich auch Gebühren zahle – leider finden sich im öffentlich-rechtlichen Fernsehen dann aber doch eher wenige Sendungen, die mich ansprechen. Klar, die dritte Staffel Sherlock auf ARD an Himmelfahrt bzw. Pfingsten war nett (wobei ich nicht verstehen kann, warum das nicht um 20.15 Uhr gesendet wurde, aber gut). Auch Orphan Black auf zdfneo hat mir gut gefallen (freitags um 22.00 Uhr – zum Glück bin ich kein partywütiger Teenie mehr…). Das war’s dann aber auch schon. Auch wenn ich ebenfalls kein großer Fan des Privatfernsehens mit seinen Scripted Reality-Nachmittagen, semi-seriösen Reportagen und Nachrichtensendungen, die Boulevard-Magazinen gleichen, bin – im Bereich Serien haben sie immer noch die Nase vorn.

Was ich daran mag, Serien im TV zu verfolgen, ist die Regelmäßigkeit. Ich bin ein Gewohnheitstier, was sich auf alle Lebensbereiche auswirkt und eben auch auf meinen Medienkonsum. Es ist einfach schön, jede Woche am selben Tag zur selben Zeit dieselbe Serie zu schauen. Jahrelang etwa war der Mittwoch bei mir (und vermutlich Millionen anderer deutscher Frauen) Grey’s Anatomy/Private Practice-Tag. Da hatte man eine feste Verabredung mit seinem Fernseher; eine, auf die man sich eine Woche lang freute und die einen durch den Mittwoch trug. Egal wie nervig der Tag auch war: Am Abend bekam man die Belohnung in Form einer neuen Folge seiner Lieblingsserie. In Erinnerung an diese glorreichen Zeiten bin ich noch nicht bereit, das Medium TV mit seinen festen Ausstrahlungszeiten gänzlich aufzugeben.

Klar, das Programm gibt lange nicht jeden Abend eine interessante Serie her (schon gar nicht OmU!), anderweitige Quellen sind unerlässlich und werden auch von mir gerne und viel genutzt. Gerade die Mitt-Zwanziger – zu denen ich mich auch rechne, aber wohl kein typisches Exemplar eines solchen bin – sind ja immer superbeschäftigt, superspontan, superflexibel und auch viel zu cool, um abends fernzusehen. Dennoch: Wer sich Ausstrahlungen von TV-Serien im TV nicht anguckt, darf sich hinterher auch nicht darüber beschweren, dass es ja keine guten TV-Serien im deutschen TV gibt. Die Öffentlich-Rechtlichen könnten es sich leisten, haben aber nicht den Mut, solche einzukaufen und auszustrahlen; die Privaten tun es nur, wenn es sich finanziell rechnet (sprich: die Quote stimmt), möglichst von Anfang an. Tut es das nicht, landen Serien auf einem nächtlichen Sendeplatz (z.B. letztes Jahr die erste Staffel von The Following bei RTL), werden am Stück versendet (so etwa die letzten Folgen der ersten Staffel House of Cards bei Sat.1), auf Spartenkanäle verschoben (so hat z.B. ProSieben The Vampire Diaries schon vor einigen Jahren zu sixx verlegt) oder gnadenlos ohne Vorankündigung aus dem Programm gekickt (eine für mich sehr schmerzliches Erfahrung, was da dem großartigen Suits bei VOX passiert ist).

Ich plädiere somit für einen reflektierten Umgang mit dem Medium Fernsehen und für ein bisschen mehr Durchhaltevermögen. Ist es wirklich so schwer, sich immer dienstags um 21.15 Uhr oder wann auch immer Platz in seinem Kalender zu schaffen für eine Serie, die man mag? Zeugt das nicht gerade davon, wie sehr man diese Serie schätzt? Indem man ihr einen festen Platz in seinem vollgeproppten Leben einräumt? Und wenn man doch mal verhindert sein sollte, hat man normalerweise immer noch eine Woche Zeit, sich die Folge auf der Internetseite des entsprechenden Senders legal und kostenlos anzuschauen. Meinen eigenen Beitrag dazu leiste ich momentan immer montags und mittwochs. Tut auch gar nicht weh.

Montags zeigt VOX nämlich seit einigen Wochen die US-Serie Chicago Fire. Im Mittelpunkt stehen die Feuerwehrmänner und Sanitäter(innen) des Fire-Department 51 in Chicago. Neben den Einsätzen, welche diese zu bewältigen haben, geht es in der Serie v.a. auch um die privaten Probleme jedes einzelnen (Schulden, Trennung, Krankheit – was man so erwarten kann) und auch darum, welchen Gefahren und welchem psychischen Druck Feuerwehrmänner ausgesetzt sind. Insgesamt reißt mich die Serie nicht vom Hocker, aber für den Montagabend ist sie allemal in Ordnung. Männer können sich an den großen Feuerwehrautos, der Technik und den Einsätzen erfreuen, Frauen am Anblick von Taylor Kinney (Erinnert sich noch jemand an dessen Rolle als Mason Lockwood in The Vampire Diaries? Musste mehrere Montage darüber nachdenken, woher er mir bekannt vorkam…) und Jesse Spencer. Und das sage ich jetzt ganz ohne Geschlechterklischees im Hinterkopf: Meine Schwester ist nämlich bei der Freiwilligen Feuerwehr und interressiert sich in der Serie ebenso eher für die Männer als die Autos. 🙂

Chicago Fire, Staffel 1: immer montags um 20.15 Uhr auf VOX (Doppelfolgen)

Das Kontrastprogramm dazu gibt es dann am Mittwoch – und zwar auf Super RTL, einem Sender, den ich ja wirklich nie einschalte. Dort läuft aber die in den USA extrem erfolgreiche Teenie-Serie Pretty Little Liars, auf die ich schon länger neugierig bin. Die vier Freundinnen Aria, Hanna, Emily und Spencer werden darin nach dem mysteriösen Tod ihrer Freundin Alison von einer unbekannten Person mit dem Pseudonym „A“ terrorisiert. „A“ scheint alle Geheimnisse der Mädels zu kennen, was sie oder er gnadenlos dazu ausnutzt, die vier zu erpressen oder Spielchen mit ihnen zu spielen. Ähnlich wie auch Chicago Fire reißt mich die Serie nicht zu Begeisterungsstürmen hin – allerdings muss man anmerken, dass die Rätseleien um die Existenz von „A“ schon interessant und dramaturgisch/erzähltechnisch schlau gemacht sind und – zumindest bei mir – dafür sorgen, dass ich jede Woche wieder einschalte. Schwächen offenbart die Serie, wenn man zu viel über die Handlung nachdenkt. „A“ scheint nämlich nicht nur alles zu wissen, sondern die Mädels auch permanent zu beobachten – und zwar alle vier, 24 Stunden am Tag. Wie das gehen soll, ist mir schleierhaft. Die erste Staffel endete diese Woche und bereits jetzt weiß ich nicht, wie die Macher der Serie jemals zu einem logischen Abschluss kommen wollen. Und in den USA läuft bereits Staffel 5…

Pretty Little Liars, Staffel 2: ab kommenden Mittwoch um 20.15 auf Super RTL (Doppelfolgen)

Für alle, die es jetzt doch noch einmal mit dem TV versuchen wollen: Der wöchentliche Serienkalender Deutschland bzw. der Serienplaner Deutschland mit allen Staffelstarts im deutschen TV auf serienjunkies.de verschaffen einen exzellenten Überblick, was das deutsche Fernsehen aktuell und in naher Zukunft an Serien zu bieten hat (Free TV und Pay TV). Da müsste eigentlich für jeden was dabei sein…

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Autor:

Leidenschaftliche Bloggerin. Kaffeesüchtiger Serienjunkie. Schleswig-Holsteinerin im Exil. Ständig hungrig, vor allem aufs Leben.

24 Kommentare zu „Serien im TV – ein kleines Plädoyer

  1. Das ehrt dich, funktioniert für mich aber nicht. :mrgreen: Einen Mittwochabend hier, einen andren Abend da… Vampire Diaries z.B. musste ich aufhören zu verfolgen, weil es auf Montag verlegt wurde, da habe ich Orchester. Dienstag, Mittwoch und Donnerstag Sport. Dann geht man mal spontan mit den Freunden was trinken… nee, es hat einfach nicht funktioniert. Und dann diese Werbung.. und diese Cliffhanger! Ganz pervers sowas wie Sommerpause, wenn man 8 Wochen oder so warten muss! :mrgreen: Bei den englischen/amerikanischen Serien kam dann noch dazu, dass mir irgendwann mal aufgefallen ist, dass es ganz sinnvoll ist für’s eigene Sprachvermögen, das in Originalspur zu schauen. Schließlich lese ich Bücher ja auch nur in Originalsprache, wenn’s englische sind.
    Naja, inzwischen könnte ich es sowieso nicht mehr im TV schauen – weil ich keinen mehr habe. Ist ja teuer wie’d Sau, Kabelfernsehen! Dafür, dass man von den meisten Dingen, die im dt. Fernsehen laufen, wirklich alles sogar kostenlos (!) und legal (!) im Internet schauen kann (Stichwort ARD/ZDF Mediathek, rtlnow etc.) … das fand ich einfach einen schlechten Witz, dass Kabel Deutschland da zusätzliche 18 Euro von mir im Monat wollte. Sogar der letzte Bulle und Danni Lowinski stellt Sat1 online, und das mit weniger Werbung als im TV, was will ich mehr? 😀

    PLL finde ich übrigens super, und das hätte ich zuerst auch nicht erwartet, weil ich irgendwie dachte „falsche Zielgruppe“ … aber es ist dann doch immer wieder spannend.

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    1. Klar, es gibt jede Menge Gründe gegen das TV – alle, die du nennst, fallen mir auch ein. Nicht umsonst bin ich auch fleißiger DVD-Konsument. 🙂 Aber ich wollte trotzdem mal darauf aufmerksam machen, dass so ein festes Programm auch was für sich hat und dass das vor noch gar nicht allzu langer Zeit ja für uns alle der Normalfall war und auch gut geklappt hat. Diese ganze Mediathekensache hat das Kosumverhalten so krass und so schnell verändert, dass heute alle immer nur auf das herkömmliche TV schimpfen, aber dabei auch vergessen, was gut daran war und immer noch sein kann.
      Ich jedenfalls lasse mir meine Mittwochabende mit PLL nicht nehmen in nächster Zeit! (und nein, ich fühle mich auch eher nicht (mehr?) als ZIelgruppe…) Und mal ehrlich: Wenn ich mal eine Folge verpasse, weil ich was anderes vorhabe, ist das auch nicht so schlimm. Bezahlen muss ich dafür auch nichts – ich sage nur: DVBT! 🙂

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  2. Also ich gucke auch immer noch gerne Serien im TV und du hast recht, dass die Leute nicht immer meckern sollen, wenn sie sich gar nicht mit diesem Medium beschäftigen. Aber danke für den Tipp mit dem Serienplaner. Man verliert ja so schnell die Übersicht 😉

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  3. Ich besitze zwar einen großen Fernseher, aber hauptsächlich, um darauf Blu-rays und DVDs zu gucken. „Normales“ Fernsehprogramm schaue ich so gut wie gar nicht; ab und zu mal die Tagesthemen und das war’s. Als Harald Schmidt noch auf Sendung war (im Free TV) gehörte er für mich auch noch zum Pflichtprogramm. Aber für Serien (und Filme) greife ich auf Discs zurück (und habe immer wieder das Gefühl, damit auch schon einer aussterbenden Spezies anzugehören, wo doch die meisten inzwischen viel lieber auf Streaming-Dienste zurückgreifen).
    Gegen das Fernsehprogramm spricht für mich, dass man sich da eben zu genau einer bestimmten Uhrzeit hinsetzen und dann oft auch noch Werbeunterbrechungen aushalten muss. Ebenso bin ich absoluter Synchronisations-Verächter. Wenn mir jemand einen Kinogutschein für ein Kino schenkt, das keine Originalfassungen bringt, dann verschenke ich lieber den Gutschein weiter als mir einen synchronisierten Film „anzutun“. Würden allerdings im deutschen Fernsehen ab und zu Originalfassungen gesendet, dann würde ich wohl auch öfter einschalten und dafür vielleicht auch in Kauf nehmen, von einer Serie nur einmal die Woche eine neue Folge zu sehen. Schließlich zahle ich meine GEZ-/Kabelgebühren ja nach wie vor. Aber das ist ein großes „würde“ und es bleibt wohl Wunschdenken, aktuelle Serien in der Originalfassung im deutschen TV zu erleben.
    Ich muss allerdings zugeben, dass es durchaus seinen Reiz haben kann, von einer Serie nicht gleich eine ganze Staffel am Stück anzuschauen, sondern nur einmal pro Woche eine neue Episode serviert zu bekommen. So war das ja auch in meiner Jugend, da habe ich „Babylon 5“ und diverse „Star Trek“-Serien auf Pro Sieben bzw. Sat 1 geguckt und es mir zum Ritual gemacht, mich am Sonntagnachmittag oder freitags um 20:15 dafür vor den Fernseher zu setzen. Gerade bei brandneuen Serienstaffeln, bei denen noch niemand weiß, wie es weitergeht, hat es ja seinen Reiz, nach jeder Folge eine Woche lang zu spekulieren, wie sich die Handlung entwickeln wird.
    Andererseits gibt es inzwischen aber so viele gute Serien, die ich noch anschauen will, dass ich auch ohne Serien im Fernsehen über die nächsten Jahre hinweg ausgelastet sein werde. Ich werde also weiter bei den Bluray-/DVD-Boxen bleiben und mir ältere Serien bzw. die Staffeln der vergangenen Saison auf diese Weise anschauen – wann ich will, so viel und oft ich will und in welcher Sprache ich will. 🙂

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    1. „Würden allerdings im deutschen Fernsehen ab und zu Originalfassungen gesendet, dann würde ich wohl auch öfter einschalten und dafür vielleicht auch in Kauf nehmen, von einer Serie nur einmal die Woche eine neue Folge zu sehen.“ Das habe ich auch schon total oft gesagt. Finde ich schade, dass es das nicht gibt, aber dann könnte man natürlich auch wieder mit dem Argument kommen, dass es ja schließlich „deutsches Fernsehen“ ist und eben nicht jeder Englisch versteht. Mhz. Fände es trotzdem cool :mrgreen: und hätte dann auch wieder eher Fernsehen geguckt, als ich noch welches hatte. Aber die monatlichen 18 Euro (zusätzlich zu den GEZ-Gebühren) sind mir das dann auch nicht wert ehrlich gesagt. 😀

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    2. Da, du sagst es – es ist dieser Reiz des Neuen und des Wartens, der es so spannend macht, sich eine Serie im TV anzuschauen. Eine Woche warten, bis es weitergeht! Spekulieren! Vorfreude! Das macht diese Art des Serienschauens auch heute noch attraktiv. Noch besser wäre es natürlich ohne Werbung und OmU, da gebe ich dir gerne recht. OmU wurde ja z.B. auf Pro7maxx bei House of Cards und Homeland versucht, das hat aber nicht funktioniert, was ich sehr schade finde (ich kann den Sender nicht mal empfangen, aber es hätte mich trotzdem gefreut…).
      Es ist jetzt auch nicht so, als ob ich jeden Abend im TV verzweifelt nach einer guten Serie suche. Die wird man dort nicht finden. Aber wenn man ein bisschen sucht, bietet das Programm manchmal mehr, als man vorher gedacht hat. Gegen die Nachteile der festen Ausstrahlungstermine allerdings kann ich natürlich auch nicht argumentieren. Nur deine Vorliebe für DVDs (oder schaust du BluRays? Naja, egal – CD ist CD :-)) teile ich auch. Streaming-Dienste hab ich noch nicht probiert, war mir das Geld immer zu schade.
      Aber wenn selbst DVDs schon altmodisch sein sollen, dann bin ich wohl wirklich total uncool…hab ich aber kein Problem mit. 😀

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  4. Oh, gutes Thema. Mich nervt es manchmal etwas an, wenn die Leute schreiben, dass sie kein Fernsehen mehr schauen und nur noch alles auf DVD. Wenn jemand gar kein Fernsehen schaut – ja klar, wozu dann die Kiste hinstellen? Aber wenn man gar nicht mehr nach dem guten Programm sucht und einfach „aufgibt“, dann ist es ja kein Wunder, dass das Niveau sinkt und der Sendeplan von „Berlin Tag und Dingens oder wie das heißt“ und „Mitten im Leben“ und anderem Rotz bevölkert wird. :-/ Und ich finde auch, dass das Fernsehen oftmals schlimmer dargestellt wird, als es ist. Weshalb ich ja auch immer meine Gedanken zum monatlichen Serienplan im Blog teile 😉 Aufklärungsarbeit und so…
    am besten fand ich auch noch das hier: „immer superbeschäftigt, superspontan, superflexibel und auch viel zu cool, um abends fernzusehen“
    Haha XD genau!!! Wenn sich Leute „zu gut“ zum fernsehen sind, finde ich das auch immer sehr interessant.

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    1. Aufklärungsarbeit, genau! Wenn die guten Sachen im TV von niemandem geguckt werden, ist es wirklich kein Wunder, dass sich Trash-TV-Formate ausbreiten. Wie man die gucken kann, ist mir ja auch immer ein Rätsel, aber nun gut…
      Finde es auch immer komisch, wenn Leute sagen, dass sie gar kein Fernsehen schauen. Gar nichts? Auch keine Nachrichten? Keine Dokus? Keinen Sport?!? Sorry, aber den meisten glaube ich das einfach nicht. Mit Leuten zu tun zu haben, die komplett dem Fernsehen entsagen, ist wirklich immer…speziell. Irgendwie eine komische Sache in einem Land, in dem es eine Zwangsgebühr gibt. Da müsste man eigentlich noch viel mehr gucken. Ich jedenfalls werde immer eine Fernseher haben und ihn auch immer benutzen. So! 😀

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  5. Ich werf dann mal direkt einen Serientipp als Aufklärungsarbeit in die Diskussion: Real Humans-Echte Menschen* – schwedische Serie, bisher zwei Staffeln gedreht (soweit ich weiß ist noch keine Entscheidung über eine dritte gefallen). Es geht um eine ein fiktives Schweden, dass dem realen in vielen Punkt entspricht – im dem aber der Einsatz von sehr menschenähnlichen Robotern, sogenannten Hubots, in allen Bereichen des Lebens (in der Produktion, als Pflegekräfte, als Haushaltshilfen etc) üblich ist. Aber was passiert, wenn einige der Hubots einen freien Willen entwickeln?
    Der WDR zeigt die Serie ab Oktober nochmal von vorne, die beiden Staffeln liefen auch schon auf Arte.
    *Originaltitel: Äkta Människor – und ich hab keine Ahnung, warum in den deutschen Titel unbedingt was Englisches mit reingenommen werden musste…

    Aber zum eigentlichen Thema: Ich schau ursprünglich englischsprachige Serien auch nur in der Originalversion, womit das deutsche Fernsehen ja zu 99% wegfällt. Zweikanalton scheint ja zu modern zu sein als dass man es nutzen würde… Und es wird ja auch nicht alles in Deutschland ausgestrahlt, wie zum Beispiel Dollhouse.
    Aber Serien aus nicht englischsprachigen Ländern schau ich mir auch mal im Fernsehen an bzw. weil die meist zu eher unpraktischen Zeiten (aber dafür meist bei öffentlich-rechtlichen zum Glück, weil Werbung auch was ist, dass mich absolut nervt) ausgestrahlt werden, nehme ich es auf auf oder schaue es später in der Mediathek – aber das ändert ja nichts an dem Wochenrhythmus für neue Folgen.
    Aber ich bin mag mir auch einfach nicht gern vorschreiben lassen, wann ich was zu sehen habe. Ich will das lieber nach meiner eigenen Stimmung entscheiden und nicht danach, was irgendwelche Damen und Herren in einer Senderzentrale als optimal für diese Uhrzeit erachten.

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    1. Sehr gut, vielen Dank für den Serientipp! Hab ich mir direkt notiert! 🙂
      Zweikanalton, wow – ja, das wäre doch eigentlich was, womit allen geholfen wäre. Hab ich noch nie drüber nachgedacht. Warum gibt es das in Deutschland nicht? Ist das technisch zu aufwendig? Wenn ich die Wahl habe, entscheide ich mich auch immer für die englischsprachige Originalversion, daher würde ich das sehr begrüßen. 🙂

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      1. Ich weiß auch nicht warum, tippe aber darauf, dass es entweder technisch zu aufwendig ist oder ein Lizenzproblem ist. Arte macht das ja manchmal, nur dass es da dann halt deutsch/französisch ist.

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  6. Schön geschrieben und durchaus ehrenhaft, aber für mich funktioniert das aus diversen Gründen nicht (Kinder, Arbeit, andere Termine — außerem natürlich der fehlende Originalton). Folglich schaue ich Serien tatsächlich nur noch auf DVD/Blu-ray. Früher aber durchaus auch im TV, wo ich etliche tolle Shows (u.a. „Friends“) entdeckt hatte…

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    1. Kann ich alles nachvollziehen – mir fällt es auch manchmal schwer, die festen Termine einzuhalten. Manchmal nervt das auch, das gebe ich unumwunden zu. Aber wie du auch sagst: Früher hat man das ja immer so gemacht! Es verwundert mich einfach, dass sich die ganzen Mediengewohnheiten so schnell so krass verändert haben. Ist gar nicht negativ gemeint, sondern eine reine Feststellung. 🙂

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  7. „Wer sich Ausstrahlungen von TV-Serien im TV nicht anguckt, darf sich hinterher auch nicht darüber beschweren, dass es ja keine guten TV-Serien im deutschen TV gibt.“

    Ob ich mir eine Serie im TV anschaue oder nicht, macht überhaupt keinen Unterschied, solange ich nicht zu den ca. 1000 Leuten gehöre, die ein Quotenmesserät im Wohnzimmer stehen haben. Das Quotenmesssystem wird seit Jahren kritisiert, alle Beteiligten wissen, dass es nicht repräsentativ ist, aber trotzdem wird nichts daran geändert.

    Bei den Öffentlich/Rechtlichen schaue ich mir gelegentlich noch eine Serie an. Zuletzt z.B. »Dowton Abbey« (trotz schlechter Übersetzung) oder »Ripper Street«. Bei den Privaten habe ich es endgültig aufgegeben. Die letzte Serie, die ich dort noch geschaut habe, war »Castle«. Das war immer ein schöner Termin am Freitagabend, aber dann hat sich Sat 1 die Serie gekrallt und eine miese Austrahlungpolitik abgezogen, mit falscher Reihenfolge der Folgen, Absetzung, wieder ins Programm, wieder abgesetzt usw.
    Ansonsten gehe ich bei jeder neuer Serie davon aus, dass sie sowieso schnell wieder abgesetzt wird. Und meistens kommt es auch so. Sat 1 schiebt seine Serien ständig auf einen anderen Tag (so viel zur Regelmäßigkeit), bevor sie dann abgesetzt werden.

    »Grey’s Anatomy« habe ich immer gerne am Mittwoch geschaut, aber da wurde es mir in der Serie selbst irgendwann zu viel mit dem Drama und den Toten Hauptfiguren.

    Ein weiterer Grund, warum ich als Serienjunkie keine Serien mehr im TV sehe, ist, dass ich sie einfach gerne in der Originalsprache hören möchte, und nicht mit den immer gleichen Stimmen, die teilweise auf drei Sender zur selben Zeit zu hören sind.

    Ich brauche kein TV mehr, um mir Serien anzusehen. Internetstream, ITunes und DVD bedienen meine Vorlieben viel besser. Ich habe es früher durchaus die eine Woche Wartezeit genossen, bis die neue Folge von »Twin Peaks«, »Akte X«, »24« oder »Lost« ausgestrahlt wurde, aber das kann man auch bei Hulu oder Itunes und Co. haben. Gerade stecke ich mit in einem (ungeplanten) Serienmarathon (dem Ersten seit über einem Jahr) mit allen fünf Staffeln von »Friday Night Lights«, und weiß jetzt wieder, warum ich Serien auf diese Art am meisten genieße.

    P.S. „Sherlock“ habe ich in der ersten Staffel noch in der ARD gesehen. Bis ich zum ersten Mal Benedict Cumberbatchs markante Stimme gehört haben. Seitdem schaue ich mir Filme und Serien mit ihm nur noch im Original an.

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    1. Okay, das Quotenmesssystem hat einige Schwächen, das gebe ich zu. 🙂

      Außerdem machen es viele Sender den Zuschauern wirklich nicht leicht, einer Serie treu zu bleiben, das erlebt man in der Tat häufig (nicht nur bei Sat.1, aber da auch…). Da gebe ich dir ganz recht. Ich kann Leute, die gar keine Serien im TV mehr schauen, auch durchaus verstehen, so ist das ja nicht. Ich hab’s auch lieber im Original und ohne Werbung.
      Dennoch halte ich an der Meinung fest, dass das Programm sich noch rapide weiter in Richtung Trash-Scripted-Reality-Mist verschieben wird, wenn die guten Angebote nicht genutzt werden. Das kann man ja auch online auf den Senderseiten tun, da hat man dann auch keine vorgegebene Uhrzeit. Aber auch das kann man natürlich anders sehen.

      Ist aber schon bezeichnend, dass viele Serien inzwischen zuerst oder ausschließlich auf Pay-TV-Sendern laufen. Das kann sich auch nur eine bestimmte Klientel leisten, was ich wiederum sehr schade finde, weil ja alle gezwungenermaßen Gebühren zahlen für ein Programm, das viele unserer Generation überhaupt nicht interessiert und deren Interessen nicht befriedigt (sorry, über die Zwangsabgabe kann ich mich stundenlang aufregen!). Ohne GEZ würde ich auch mal über Pay TV oder noch wahrscheinlicher zumindest einen Onlinestreamingdienst nachdenken. Dann könnte ich Benedict Cumberbatch auch mal wieder im Orginal hören (habe Sherlock Staffel 1 und 2 im Original gesehen – und ja, er hat eine super Stimme!). 🙂

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      1. Die dritte Staffel von „Sherlock“ habe ich auf der Homepage der BBC kostenlos und ohne Probleme gesehen. Da schaue ich mir auch momentan die zweite Staffel von „Orphan Black“ an.

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      2. Oh, ich merke gerade, dass „Orphan Black“ schon wieder raus ist. Die Serien sind nur so lange abrufbar, wie sie laufen. Durch die WM habe ich die letzten vier Folgen versäumt.

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  8. Noch ein Nachtrag: Ich schaue mir sogar noch sehr viele Serien im TV an. Im Pay-TV. Auf Sendern wie Fox, TNT-Serie oder Syfy. Die senden nämlich auf Deutsch und Englisch, und bei denen kann man sich darauf verlassen, dass eine Staffel auch wirklich regelmäßig am Stück vollständig und immer zum gleichen festen Termin in der Woche gezeigt wird.

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