Veröffentlicht in Media Monday

Media Monday #160

Anscheinend soll in anderen Teilen Deutschlands ja gerade die Welt untergehen. Üble Gewitter und so. Das ist natürlich schade. Wir hier im schönsten Bundesland der Welt schwitzen weiter bei täglich 15 Stunden Sonnenschein, einer erfrischenden Meeresbrise und annähernd 30 Grad.

Ach ja. Bei so einem Wetter komme ich erst so richtig in Fahrt, deshalb nun auch hochmotiviert und ohne Umschweife zum Media Monday:

1. Einmal einen Tag auf Recht und Ordnung pfeifen: Mit dem Bösewicht David Robert Jones aus Fringe würde ich gerne einmal die Plätze tauschen, denn der hat sich stilecht in Schlips und Kragen aus einem Gefängnis gebeamt, um danach den Versuch zu unternehmen, ins Paralleluniversum zu gelangen und William Bell zu erledigen. Durchaus nachvollziehbare Handlungskette.

2. Ein gelungenes Prequel macht für mich aus, dass es Antworten darauf gibt, warum bestimmte Figuren des nachfolgenden Films o.ä. so geworden sind, wie sie sind.

3. Wohingegen ich mir von einem Sequel erhoffe, dass es nicht unmotiviert eine bereits zu Ende erzählte Geschichte wieder aufwärmt, um daraus erneut Profit zu schlagen.

4. Ich ärgere mich richtiggehend, dass ich noch immer nicht dazu gekommen bin, mir Game of Thrones zu Gemüte zu führen, denn das hat ja offenbar nun wirklich schon jeder außer mir gesehen. Und großartig soll es auch noch sein. Verdammt.

5. Die langweilige Verfilmung des Werkes American Psycho von Bret Easton Ellis hat mich richtiggehend überrascht, zumal der Film mit u.a. Christian Bale, Reese Witherspoon und Jared Leto wirklich hochkarätig besetzt ist. Ist trotzdem nur ein müder Abklatsch des Buches, das schockierenderweise deutlich gewalttätiger und pornographischer als der Film, aber gleichzeitig auch deutlich intelligenter und stringenter erzählt ist.

6. Das letzte Mal, dass ich mit einer Empfehlung so richtig fies auf die Nase gefallen bin, war . Noch nie. Bei Buch-/Film/Serien-Empfehlungen aus dem Freundeskreis muss man auch immer ein bisschen abwägen, ob das empfohlene Produkt mit den eigenen Interessen und Vorlieben übereinstimmt. Nur weil jemand, den ich mag, z.B. die Bücher von Dan Brown liebt, muss ich sie ja nicht auch lieben. Tue ich auch nicht.

7. Zuletzt gelesen habe ich Soloalbum von Benjamin von Stuckrad-Barre und das war sowas von 90er, weil die Kapitel nach Oasis-Songs benannt sind und die Hauptfigur gerne Faxe verschickt. Noch Fragen?

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Autor:

Leidenschaftliche Bloggerin. Kaffeesüchtiger Serienjunkie. Schleswig-Holsteinerin im Exil. Ständig hungrig, vor allem aufs Leben.

16 Kommentare zu „Media Monday #160

  1. „American Psycho“ fand ich in seiner dargestellten Langeweile schon ein wenig faszinierend. Allerdings kenne ich das Buch auch nur vom Hörensagen — und das reizt mich dann irgendwie doch nur weniger… 😉

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    1. Das Buch ist wirklich heftig – viel heftiger als der Film; viel gewalttätiger, viel ekliger, viel pornographischer! Im Film fehlen – zumindest meiner Ansicht nach – auch wichtige Elemente und Szenen aus dem Buch. Ich fand die Verfilmung deshalb wirklich zum Sterben langweilig und auch Christian Bale keinen passenden Hauptdarsteller. Der wirkt viel zu nett; im Buch ist die Hauptfigur ein richtiger A…..
      Kommt schon selten vor, dass das Buch krasser ist als der Film… 😉

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  2. Den Film fand ich aus irgendeinem Grund damals wahnsinng toll…hab ihn aber schon seit mindestens zehn Jahren nicht mehr gesehen. Das Buch hab ich damals auch gelesen und fand es ziemlich krank. Eine bestimmte Stelle ist mir heute noch sehr bildhaft im Gedächtnis…
    Übrigens scheinen die „Fringe“-Macher David Bowie-Fans zu sein. 🙂 Er wurde ja soweit ich weiß als David Robert Jones geboren.

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    1. Das Buch ist wirklich, wirklich krank – dagegen ist der Film doch harmlos und absolut langweilig! Und die Stelle, die du meinst: Ist es die mit der Ratte? Urgh…die konnte ich nur schwerlich ertragen.

      Das mit David Bowie und Fringe stimmt übrigens; es gibt sogar noch eine zweite Bowie-Referenz in der Serie! Erinnerst du dich an Thomas Jerome Newton (Staffel 2/3)? So hieß die Figur, die David Bowie in dem Film „Der Mann, der vom Himmel fiel“ spielt. Nicht, dass ich den gesehen hätte. Aber gelesen hab ich’s irgendwo und mir gemerkt. 🙂

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      1. Natürlich ist es die Stelle mit der Ratte…am abstoßendsten daran ist, wenn man sich selbst dabei ertappt, dass man das Ganze zumindest einen Moment lang faszinierend findet.

        An die Figur kann ich mich gerade nicht erinnern, aber mehr Bowie-Anspielungen sind immer gut! Bim ja selbst Bowie-Fan.

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      2. Hmm, also ich fand das einfach nur superwiderlich und total krank. Wer denkt sich sowas aus? Nee, das ist mir ne Nummer zu heftig. Hab danach noch ein anderes Werk desselben Autors gelesen, nur um festzustellen, ob das auch so widerwärtig ist. War es nicht, was mich dann ein bisschen beruhigt hat.

        Newton ist übrigens der shapeshifter, der Peter am Ende von Staffel 2 ins Paralleluniversum bringt und dann am Anfang von Staffel 3 die falsche Olivia in unserem Universum bei ihrer Mission unterstützt. Bevor er dann von ihr kalt gemacht wird. 😀

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      3. Ich hab Bret Easton Ellis mal in München bei einer Lesung erlebt, er ist eigentlich ziemlich sympathisch. Hab auch noch mindestens ein weiteres Buch von ihm gelesen, kann mich aber geradr beim besten Willen nicht daran erinnern. Einer meiner Lieblingsautoren ist er also nicht….

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      4. Da weiß man dann auch nicht, was man davon halten soll, wenn der Autot eigentlich ganz nett ist, aber solch krankes Zeug produziert, oder? Find ich immer unheimlich…
        Ich hab noch „Imperial Bedrooms“ gelesen und das war so lala. Hab das Ende nicht verstanden. Aber man muss ja nicht immer alles verstehen. 😀

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    1. Vielleicht. Das Buch ist nämlich wirklich nicht so leicht zu verdauen. Ich hätte es mehrfach fast abgebrochen, weil es mich so angewidert hat. Dagegen ist der Film geradezu brav! 🙂
      Zur Verteidigung muss man sagen, dass ich von vornherein Zweifel hatte, wie man dieses Werk verfilmen soll. Ist dann – zumindest meiner Meinung nach – auch gründlich in die Hose gegangen. 😀

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  3. Passt nicht wirklich zum Thema, aber: Bei uns ist hier schönes Regenwetter mit ganz selten auch mal Gewitter. 🙂 Ich bin sowas von dankbar drum – wohn mal bei 30 Grad in einer Dachwohnung! Musste Freitagnacht ungelogen auf meinem Küchenboden vor der offenen Terrassentür schlafen, weil es sonst nicht auszuhalten war… :/
    Also: Mich macht mein Wetter glücklich, dich macht deines glücklich – alles supi. :mrgreen:

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  4. Wow – du findest die Verfilmung echt langweilig? Also ich hab den ja vor 10 Jahren oder so gesehen, aber ich fand es damals sehr krass. Vielleicht sollte ich mal einen Rewatch machen oder endlich das Buch lesen: 🙂

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    1. Hmm, ja, ich fand den Film schon langweilig. Vielleicht aber auch nur, weil das Buch so oberkrass ist. Im Film fehlen einige der Schlüsselszenen aus dem Buch (eine davon ist zugegebenermaßen absolut unverfilmbar, aber trotzdem) sowie andere für die Erzählung wichtige Elemente (die Obsession für lange Outfit-Beschreibungen, das ständige Zurückgeben von Videos in der Videothek oder diese Morgenshow, welche die Hauptfigur immer guckt). Alles in allem fand ich die Verfilmung wenig gelungen und zu stark gekürzt. Bisschen schade – ich gucke nie Filme und wenn ich dann mal einen gucke, ist es so ein Griff ins Klo. Ich bleib bei meinen Serien, glaube ich. 😀

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