Veröffentlicht in Alltag, Uni

Nachtrag: Vom „Müssen“ und „Wollen“

Vor einiger Zeit habe ich in meinem Beitrag zum Thema Müssen und Wollen meine persönlichen Zukunftsaussichten und -wünsche in beruflicher und privater Hinsicht debattiert. Wie ich jetzt weiß, hatte dieser Beitrag eine therapeutische Funktion. Schon länger war ich unglücklich mit dem von mir angestrebten Berufsfeld „Wissenschaft“, was vor allem an den unsicheren Beschäftigungsaussichten und der Tatsache liegt, dass Beruf und Familie hier wohl kaum zu vereinbaren sein werden.

(Erschreckender Fakt am Rande: ca. 70% der Menschen, die in der Wissenschaft arbeiten, entscheiden sich dagegen, Kinder zu bekommen. Da bin ich sprachlos.).

Ich danke allen ganz herzlich, die mit mir zu diesem Thema diskutiert haben; die Reaktionen waren zahlreich und ich habe viel Zuspruch für meine Entscheidung erfahren, nicht einer unsicheren Karriere alles unterordnen zu wollen.

Ich bin nun auf der Suche nach einem Job und strecke meine Fühler in viele verschiedene Richtungen aus. Nach wie vor glaube ich ja an das Glück des Tüchtigen. Und wenn es noch ein paar Monate dauert, bis ich etwas gefunden habe, dann soll das eben so sein. Man hat wohl doch nur bedingt Einfluss auf sein Schicksal.

Eigentlich wollte ich in diesem Beitrag nur allen für ihren Zuspruch danken und einen Artikel von ZEIT Online teilen, der nochmal deutlich macht, warum Wissenschaft ein so unglaublich unattraktives Berufsfeld in Deutschland ist und ich mich nun schweren Herzens dagegen entschieden habe, mein Glück in diesem zu versuchen.

http://www.zeit.de/studium/hochschule/2015-01/wissenschaft-forschung-universitaet

Screenshot (8)

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Autor:

Leidenschaftliche Bloggerin. Kaffeesüchtiger Serienjunkie. Schleswig-Holsteinerin im Exil. Ständig hungrig, vor allem aufs Leben.

11 Kommentare zu „Nachtrag: Vom „Müssen“ und „Wollen“

  1. Du machst das schon richtig. such dir erstmal einen brauchbaren Job und dann kann man immer noch schauen, was macht man.
    Freut mich, dass die ganzen Diskussionen einen positiven Effekt bei dir hatten 😉

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  2. Puh, der Zeit-Artikel, so ernüchternd, allerdings genau das, was ich jetzt auch von Bekannten gehört habe, die promoviert haben. „Sind Geisteswissenschaftler eigentlich bescheuert?“ ist wohl die Frage, mit der sie sich am meisten auseinandersetzen „durften“. *grummel*

    Ich glaube, du machst das schon alles richtig und gehst deinen Weg!

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    1. Dankeschön! Ja, wird schon werden mit mir. 😀

      Der Artikel ist wirklich bitter, wobei die schlechten Arbeitsbedingungen ja nicht nur Geisteswissenschaftler treffen. Sei es wie es sei – für mich ist dieser Weg (zumindest erstmal) zu Ende…

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  3. Das klingt doch nach einer positiven Entwicklung! Außerdem: Kein Job ist für die Ewigkeit, besonders die ersten Jobs nicht. Du wirst deinen Weg schon machen, da bin ich mir sicher! 🙂

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    1. Ich danke dir! 🙂
      Der Artikel ist wirklich unglaublich ernüchternd, aber auch sehr ehrlich, finde ich. Darum musste ich ihn einfach teilen, auch wenn du ihn vorher schon selbst gefunden hattest. 😉

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