Veröffentlicht in Alltag, Fernsehserien, Literatur, Media Monday

Media Monday #210

Hat es jemand gemerkt? Es war schon wieder verdächtig ruhig hier die letzte Woche. Keine Beiträge, sehr verspätet beantwortete Kommentare, wenig Kommentare meinerseits bei Beiträgen meiner hochgeschätzten Mitblogger. Die Tage – ach was, die Wochen! – rasen nur so vorbei und ich bin momentan eigentlich tagtäglich mit irgendwelchem Organisationskram beschäftigt. Kurzum: Eigentlich könnte ich mich und mein Leben von morgens bis abends verwalten. Allein letzte Woche…

  • …habe ich ein erweitertes Führungszeugnis beantragt (13,00 €)
  • …sowie eine beglaubigte Kopie meines Masterzeugnisses sowie zig weitere Kopien unterschiedlichster Dokumente beschafft
  • …und bin aus der Kirche ausgetreten (20,00 €),
  • …war auf dem Wohngeldamt (mein Sachbearbeiter hat Urlaub, also geht’s nächste Woche nochmal dorthin),
  • …habe zahllose Formulare für meinen zukünftigen Arbeitgeber ausgefüllt (gefühlt habe ich meine Daten schon 143 Mal irgendwo eingetragen, aber gut…),
  • …einen Erste-Hilfe-Kurs gebucht (30,00 €)
  • …dem auserwählten Exemplar Mann bei seinen Bewerbungen geholfen (mache ich ja gerne ♥)
  • …und in jeder freien Minute Wohnungsangebote durchstöbert.

Puh. So langsam schlaucht das schon, denn der Alltag geht ja weiter. Im Juli arbeite ich noch ganz normal im Hotel und wir haben Hochsaison. Dann hat man ja auch noch den Haushalt. Und ein Privatleben. Meine Freundinnen habe ich schon seit Wochen nicht mehr gesehen. Das auserwählte Exemplar Mann kommt entschieden zu kurz. In unserer knappen gemeinsamen Freizeit – diese Woche bestehend aus einem freien Montagvormittag und einem freien Donnerstagnachmittag/-abend – suchen wir zusammen nach Wohnungen oder durchforsten Stellenanzeigen. Ich bin gestresst und unentspannt, bin leicht reizbar und kann tatsächlich wegen Kleinigkeiten ausflippen. Das ist unschön und sinnlos, ich weiß das, aber manchmal kann ich einfach nicht anders. Wenn ich eine überfreundliche Anfrage auf eine Wohnungsanzeige schreibe und dann eine pampige Antwort bekomme, frage ich mich manchmal, was Menschen umtreibt, sich so zu benehmen. Höflichlichkeit, gerade auch im Netz, scheint ein Auslaufmodell zu sein. Wer in der machtvolleren Position ist, bestimmt den Umgangston. Sehr traurig. Da möchte ich dann manchmal zurückschrei(b)en „Nein danke, wir suchen weiter!“, aber der Wohnungsmarkt in den Städten ist eben hart umkämpft. Als berufstätiges Paar mit Durchschnittseinkommen (oder eher noch darunter…) hat man es bei der Wohnungssuche kaum leichter als der Student, der mit Mama und Papa zur Besichtigung aufläuft. Noch haben wir ein paar Wochen Zeit und werden hoffentlich schnell etwas Passendes finden. Bis dahin fülle ich auch gerne noch das 144. Formular aus…und das 145….und den aktuellen Media Monday! Den aber mit größtem Vergnügen!

Media Monday #210

1. Der gewiefteste Verbrecher ist Stringer Bell aus der Serie The Wire. Dessen krumme Dinger sind so gut getarnt, dass er in der Geschäftswelt Anerkennung findet, aber auch wiederum so bekannt, dass er in seinem Viertel respektiert wird. Der Mann hat es einfach drauf. 

2. Broadchurch konnte mich als Serie vom ersten Moment an begeistern, weil die Geschichte und besonders die Atmosphäre dieser Serie einfach stimmig sind.

3. Das Terminator-Franchise interessiert ja heute nicht mehr so, oder? Ich habe nur den ersten Teil gesehen und empfinde tatsächlich die Stelle mit dem blauen Licht als Höhepunkt… 😀

4. Das Wetter lädt geradezu dazu ein, Eis essen zu gehen. Und wenn ich so darüber nachdenke, habe ich auch an sechs der vergangenen acht Tage ein Eis gegessen. Ups.

5. Mein Buchtipp für die heißen Tage fällt aufgrund meiner akuten Leseunlust in diesem Jahr aus.

6. Der Auftritt von Christiane Amanpour war wohl eine der größten Überraschungen in der letzten Folge der Gilmore Girls, schließlich war sie ja von Anfang an Rorys journalistisches Idol, jedoch ist die Dame ja wirklich eine bekannte Journalistin und hat bestimmt auch ohne Serienauftritte genug um die Ohren. Schön, dass sie für diesen Spaß zu haben war.

7. Zuletzt habe ich das Bad geputzt und das war meiner Laune irgendwie zuträglich, weil ich dabei laut Musik gehört habe und mich nun ausgeglichener fühle. Bis zur nächsten unfreundlichen Mail…

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Autor:

Leidenschaftliche Bloggerin. Kaffeesüchtiger Serienjunkie. Schleswig-Holsteinerin im Exil. Ständig hungrig, vor allem aufs Leben.

48 Kommentare zu „Media Monday #210

    1. In der Tat. Gerade die Wohnungssuche macht uns echt Bauchschmerzen, weil wir eben nicht vor Ort sind und auch beide bis kurz vor dem geplanten Umzugstermin an unserem jetzigen Wohnort arbeiten. Dafür müssen wir irgendwie noch eine Lösung finden.

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  1. Puuh, ja, da ist wirklich ne Menge los! 😮
    Aber hey, das ist ja absehbar, wann das endet, und danach kehrs du einfach wieder zurück in die schöne Welt des Bloggens. 🙂
    Und immerhin geht es ja auch darum, die nächsten zig Jahre auf die Art abzusichern. 😉

    Broadchurch war klasse, Terminator für seine Zeit sicherlich großartig, aber ab Teil drei nicht mehr wirklich toll, und, ähm, Eis!!!! :mrgreen:

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    1. Ich sag es dir, hier ist was los! 😀
      Das Bloggen ist meine geringste Sorge, ich weiß ja, dass ich hier jederzeit eine Pause einlegen und wieder zurückkommen kann. Wenn wir nur erst eine Wohnung hätten…:-/
      Stimmt, Terminator war damals bestimmt toll, aber generell sind diese Actionfilme nicht so mein Ding. Ich hab darum nach Teil 1 aufgehört. Dann lieber Broadchurch! Und Eis! 😀

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      1. Ich drück euch die Daumen, dass ihr bald eine schöne Wohnung findet! 🙂

        Ach, hin und wieder ist so ein Actionfilm auch ganz gut. Bisschen was zur Befriedigung der eigenen Zerstörungswut. 😉
        Hm, Eis. Ich geh gleich mal an den Kühlschrank! 😀

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      2. Wir suchen fleißigst! Und eigentlich wird Fleiß ja irgendwann belohnt, ne? 😉

        Heute hatte ich übrigens kein Eis, obwohl es schon wieder so schwül-warm war. Die Pause musste mal sein. Und du? Warst du am Kühlschrank? 😀

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  2. Viel Erfolg und schnelles gelingen mit all dem lästigen Kram, der hoffentlich zu einem glücklichen Ergebnis führen wird.

    Das Terminator-Franchise gibt es auch in Serie. „The Sarah Connor Chronicles“ ist gar nicht so schlecht.

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    1. Danke dir! Ich hoffe auch darauf, dass ich ein paar Baustellen bald abschließen kann.
      „The Sarah Connor Chronicles“ sagt mir gar nichts. Werde mich beizeiten mal darüber informieren. Danke für den Hinweis!

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  3. Ohje, das klingt wahrlich ziemlich stressig. Aber Zähne zusammenbeißen und durch! Am Ende steht eine gemeinsame, neue Zukunft – da lohnt es sich doch. Insofern nicht aus der Ruhe bringen lassen – und man weiß nie, wozu eine pampige Antwort gut ist. Vielleicht findet ihr dadurch einen netten Vermieter? 🙂

    Stringer hätte ich auch fast genannt, doch war er am Ende leider doch nicht gewieft genug…

    Blaues Licht bei „Terminator“?

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    1. Stimmt, daran versuche ich auch immer zu denken – an die gemeinsame neue Zukunft. Darauf freue ich mich auch, aber so richtig freudig kann ich erst darauf blicken, wenn wir eine Wohnung haben und vor allem wenn mein Freund einen Job hat. Klar, beides kann ganz schnell gehen, aber muss eben auch nicht…
      Ich muss auch versuchen, es nicht persönlich zu nehmen, wenn man mich unfreundlich behandelt. Trotzdem geht mir das gegen den Strich. Insofern hoffe ich auf den netten Vermieter! 🙂

      Oh nein, das war gar nicht in Terminator mit dem blauen Licht, oder? In welchem Actionding war das noch? Das kommt davon, wenn man die Fragen schnell nebenbei beantwortet… Hilf mir mal auf die Sprünge, bitte!

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      1. Ach ja, der war’s. Der andere mit den vielen Muskeln, wie du so schön sagst. Die kann man schon mal verwechseln (nein, eigentlich nicht, aber ich mit meinem geringen Filmwissen krieg sogar das hin. 😀 )…

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    1. Dankeschön! Heute blicke ich ein bisschen positiver in die Welt, es gibt doch noch freundliche Menschen… 🙂
      Ich mag am Putzen, dass man hinterher sofort sieht, was man gemacht hat. Das ist ungeheuer befriedigend irgendwie. Es sieht auf jeden Fall immer besser aus als vorher. 😀

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  4. Den einziges Vorteil den man momentan hat: Maklergebühren zahlt der Vermieter 🙂 Man ist also nicht auf Privatanzeigen beschränkt. Ich drück euch die Daumen.

    Ich hätte da noch Putzideen, falls du Ablenkung brauchst 😀

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    1. Zahlt nicht derjenige den Makler, der ihn bestellt? Also wenn wir einen beauftragen, dann müssen wir den auch bezahlen…aber du hast natürlich recht, dass man als Interessent nichts mehr bezahlt, wenn man sich auf solche Anzeigen meldet. 🙂

      Du, ich bin putztechnisch ausgelastet. Ich mache das ja sogar beruflich. Aber danke für das Angebot. 😉

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  5. Auf jeden Fall viel Glück bei Wohnungs- und Jobsuche. Ich hatte ja die glücklichere Situation, dass ich nur innerhalb der Stadt wo ich schon wohne eine neue Bleibe suchen muss(te), wobei die auslösenden Umstände sicherlich glücklicher sein könnte. Und der Wohnungsmarkt hier in der überteuerten provinziellen Provinzstadt ist auch nicht ohne.

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    1. Danke, danke! Ja, man hat es viel leichter, wenn man nur innerhalb einer Stadt umzieht und nicht 300 Kilometer zwischen jetzigem und zukünftigem Wohnort liegen. Aber auch das kriegen wir irgendwie hin.
      In welcher überteuerten provinziellen Provinzstadt treibst du dich denn so rum, wenn ich fragen darf?

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      1. Oha, ganz im Süden. 🙂 Wir hausen ja momentan noch am anderen Ende der Republik im proviniziellen Kiel, möchten aber nächsten Monat ins bestimmt sehr viel weniger provinzielle Braunschweig übersiedeln. Mal sehen, ob das klappt. Muss zwar klappen wegen der Arbeit, aber noch sind wir in der zukünftigen Heimat obdachlos…

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      2. Wie Wortman schon angemerkt hat, sind es so um die 240.000. Ist jetzt keine Metropole, aber die größte Stadt, die Schleswig-Holstein zu bieten hat und es ist eigentlich alles da, was man so braucht. Ist Würzburg kleiner? Braunschweig hat übrigens etwa 247.000 Einwohner, also verbessern wir uns wirklich deutlich… 😉

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      3. Oha, ja, dann besteht da doch ein Unterschied zwischen Kiel und Würzburg. Zumindest größentechnisch ist das eindeutig. Die Kleingeistigkeit hingegen kann ich schlecht beurteilen. Ich empfinde Kiel als recht offen und tolerant; hier kann eigentlich jeder so sein, wie er will, und machen, was er will, solange er oder sie sich an Gesetze hält. 😀

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