Veröffentlicht in Alltag

Hotelgeschichten (4) – Sammelsurium der Merkwürdigkeiten

In der Reihe “Hotelgeschichten” berichte ich in loser Folge von den Erlebnissen bei meiner Tätigkeit im Housekeeping eines kleinen 3***-Hotels. Nachdem es in Teil 1 einen generellen Einblick in den Aufgabenbereich der Zimmermädchen/Roomboys gab und sich Teil 2 als kleiner Hotelknigge für Gäste entpuppte, widmete sich Teil 3 im ABC des Housekeeping explizit der Arbeit des Hauspersonals. Teil 4 ist nun sozusagen ein Best of meiner Erlebnisse als Zimmermädchen. Meine Arbeit im Hotel nähert sich dem Ende und so ist es an der Zeit, zurückzublicken und über die Highlights, Erkenntnisse und ungelösten Rätsel zu reflektieren. Ein wahres Sammelsurium der Merkwürdigkeiten also…

Ein Hotel ist ein merkwürdiger Ort, wenn man mal näher darüber nachdenkt. Es ist ein Ort, an den sich Menschen begeben, weil sie nicht in ihrem Zuhause schlafen können oder wollen. Also mieten sie sich ein Hotelzimmer. Dort wartet dann ein Bett auf sie, ein Tisch, ein Sessel, ein Schreibtisch, ein Fernseher, ein Schrank, ein Bad. Dicht an dicht schlafen sie in kleinen Zimmern, links ein Fremder, rechts ein Fremder, oben und unten lauter Fremde. Morgens sitzen sie alle zusammen beim Frühstück und danach geht jeder seiner Wege, der britische Geschäftsmann, der Angestellte aus Schwaben, das Rentnerehepaar aus Sachsen und der IT-Spezialist aus Indien. In so einem Umfeld zu arbeiten, ist zumindest eines: niemals langweilig. Dennoch – oder gerade deshalb? – gibt es einige irritierende Vorkommnisse, die uns im Housekeeping immer wieder wundern.

Thema: Gewinn und Verlust

Etwas Kleines im Hotel mitgehen zu lassen, ist ja fast Standard. Bei uns besonders beliebt sind das Nähset (kleiner Knopf+Nadel+Garn in verschiedenen Farben), der Wäschebeutel (eigentlich dafür gedacht, Wäsche in die Wäscherei zu geben – habe ich in meinem Jahr im Hotel noch nie gesehen, dass Gäste diesen Service genutzt haben), Block und Stift (liegen auf dem Schreibtisch für Notizen) sowie die Einmal-Badelatschen. Das sind jetzt alles keine besonders tollen Gegenstände, finde ich, aber die Gäste sehen das wohl anders. Ich hatte ja immer damit gerechnet, dass vor allem Handtücher und Bademäntel geklaut werden. Erstaunlichweise ist dem aber überhaupt nicht so. Auch die im Zimmer bereitgestellte Wasserflasche, welche im Preis inbegriffen ist (eine pro Tag), nehmen die Gäste praktisch nie mit genauso wie die Schokolade auf dem Kissen. Ich würde schätzen, dass allerhöchstens die Hälfte der Gäste sie isst. Unsere Betthupferl erfreuen sich offensichtlich keiner großen Beliebtheit, was ich nicht ganz verstehen kann, weil es sich um Markenschokolade handelt (Achtung, Schleichwerbung!).

Nun nehmen die Gäste zwar einiges mit, aber dafür lassen sie auch gerne private Dinge im Zimmer zurück, die wir dann brav an die Rezeption tragen, wo sie im Fundsachenschrank landen und dort vergessen ihr trauriges Dasein fristen. Die Top fünf der vergessenen Gegenstände liest sich wie folgt: 1) Shampoo und/oder Duschgel in der Dusche, 2) Handyaufladegerät in der Steckdose, 3) eigener Wecker auf dem Nachttisch, 4) eigenes Kissen im Bett sowie 5) Lebensmittel (wobei einige diese wohl auch absichtlich liegenlassen). Der kurioseste Gegenstand, den ich mal in einem Zimmer gefunden habe, waren ein Paar Pumps. Wer vergisst ein Paar Schuhe? Es handelte sich dabei auch noch um eine relativ teure Marke, sodass es mir völlig schleierhaft ist, wie man nicht merken kann, dass diese im Koffer fehlen.

Natürlich lassen Gäste auch oft Dinge im Zimmer liegen, die sie nicht mehr mitnehmen möchten, für die wir aber noch Verwendung haben. Da unser Trinkgeld so knapp ist, sammeln wir fleißig Pfandflaschen und bessern damit unsere Kaffeekasse auf. In guten Wochen kommen da schon mal fünf bis zehn Euro zusammen. Außerdem beliebt bei uns: ausgelesene Zeitungen und Zeitschriften sowie noch verschlossene Süßigkeiten. 😉

Thema: Verhalten und Lebensweise

Wenn ich ein Bleibezimmer betrete, erhalte ich immer einen Einblick in das Leben des Gastes. Immer. Umfreiwillig. Ich sehe, ob der Gast ein ruhiger oder unruhiger Schläfer ist, ob er gerne liest oder nicht, ob er ein Ordnungsfreak oder ein Chaot ist und auch, ob er oder sie viel Wert auf das Aussehen legt (es ist erstaunlich, was auch Männer heutzutage teilweise an Kosemetikprodukten mit sich führen…). Zwei Dinge fallen mir dabei immer wieder in den Zimmern auf: Es ist erstaunlich, wie viele Menschen regelmäßig Medikamente zu nehmen scheinen und es ist fast erschreckend, wie viel Alkohol konsumiert wird. Kaum ein Tag, an dem ich nicht Bierdosen, Bierflaschen, Wein- oder Sektflaschen aus den Zimmern trage. Auch Getränke mit mehr Umdrehungen sind gelegentlich dabei. Was mich daran so erschreckt, ist die Tatsache, dass Menschen diese Getränke allein konsumieren. Ich sage nichts dagegen, an einem gemütlichen Abend mit Freunden oder auf einer Party Alkohol zu trinken. Aber allein im Hotelzimmer vor dem TV finde ich das eine…nun ja…bedenkliche Verhaltensweise. Da gibt es andere Mittel und Wege mit Heimweh oder Schlaflosigkeit fertig zu werden. Ich möchte hier niemanden verurteilen, aber die Anzahl an Menschen, die im stillen Kämmerlein Alkohol für sich allein konsumiert, ist – so glaube ich inzwischen – horrend hoch.

Kurioses und Anekdoten…

  • Wir haben im Hotel viele Stammgäste. Einer davon ist der Geschäftsführer einer großen Firma, die im Nachbarort ansässig ist. Dieser Mann, nennen wir ihn Mr. X, ist eigentlich fast jede Woche zwei bis vier Tage da. Er ist Franzose und der deutschen Sprache, so glaube ich, kein Stück mächtig. Wir sehen ihn eigenlich nie, denn er verlässt sein Zimmer und das Hotel sehr früh, oft auch ohne Frühstück. Wir mögen Mr. X, auch wenn er nie Trinkgeld gibt, denn Mr. X ist ein sehr angenehmer Gast. Er residiert stets allein in einem der Deluxe-Doppelzimmer (Firma zahlt…), benutzt dabei immer nur ein Bett, macht keinerlei Müll oder Dreck, lässt niemals Sachen herumliegen und hinterlässt das Badezimmer sehr sauber. Außerdem ist er ein fleißiger Schokoladenesser – bei ihm werden wir jeden Tag zwei Stücke los. Mr. X hat nur eine Macke, die weder wir noch die Rezeption ihm austreiben können: Er schließt sein Zimmer nicht ab. Nie. Nicht, wenn er zum Frühstück geht und auch nicht, wenn er zur Arbeit fährt. Habe ich sein Zimmer auf meinem Arbeitszettel, so weiß ich bereits, was mich erwartet: Ein unabgeschlossenes Bleibezimmer. Für das Housekeepingpersonal ist so eine Situation unangenehm, denn wenn etwas fehlen sollte, sind wir meist diejenigen, die dran sind. Frei nach dem Motto: Das Zimmermädchen hat’s geklaut. Also schreiben wir natürlich auf, dass Mr. X sein Zimmer nicht abgeschlossen hat. Meine Kollegin hatte bereits die Situation, dass in seinem Zimmer auf dem Schreibtisch ein Bündel Bargeld lag (ja, ein Bündel, und nein, keine kleinen Scheine!) und er sein Zimmer nicht abgeschlossen hatte. Zum Glück ist noch nie etwas weggekommen. Wir schließen das Zimmer nach dem Service selbstverständlich doppelt ab!
  • Gelegentlich haben wir einen Gast im Hotel, der Musiker ist. Geige, um genau zu sein. Da schallen einem auch gerne morgens um neun schon Klassikklänge entgegen. Mir macht das nichts aus, ich finde es schön – der Mann ist Profi und weiß, was er tut. Aber ich bin ja auch schon wach und arbeite. Allerdings mag es ja auch Gäste geben, die um diese Uhrzeit noch schlafen möchten…
  • Es soll ja Menschen geben, die morgens Probleme haben, wach zu werden. So jemanden hatten wir auch schon zu Gast. Der klobige Wecker hinten rechts ist Hoteleigentum, die anderen drei (!) gehören dem Gast…

05.05.2015

…und mancher steht erst im vierten Anlauf auf… 😉

  • Natürlich erleben wir auch hin und wieder den Klassiker: Ein Pärchen reist an und hat zwei getrennte Zimmer gebucht, gerne auch in verschiedenen Gebäudeteilen. Am nächsten Tag stellen wir dann fest, dass eines der Zimmer komplett leer und unbenutzt ist. Hmm, ist klar…
  • Letzte Woche nun, auf meine letzten Tage im Hotel, habe ich tatsächlich auch noch das erlebt, was man offensichtlich mal erlebt haben muss. Ich klopfe arglos an die Zimmertür, rufe laut „Housekeeping!“, horche, erhalte keine Antwort und stecke den Schlüssel ins Schlüsselloch. Kurz wundere ich mich noch, warum die Tür nicht abgeschlossen ist, da steht auch schon ein leicht bekleideter Mann vor mir. Ja. „Ich komme dann später nochmal wieder…“ Meine Kollegin hat übrigens mal den Vogel abgeschossen, als ein weiblicher Gast – wahrlich ohne Topmodelfigur! – ihr auf ihr Klopfen hin splitterfasernackt (!!!) die Tür geöffnet hat. Sie ist heute noch traumatisiert…
  • Zum Abschluss noch etwas aus der Kategorie „Ich weiß nicht, was ich davon halten soll…“. An meinem freien Tag schickt mir meine Kollegin ein Foto eines Zettels, den sie in einem der Zimmer gefunden hat, die ich am Tag vorher abgearbeitet hatte mit dem Kommentar: „Was hast du dazu zu sagen? Bei dem hast du aber was ausgelöst.“ Es handelt sich um folgende Botschaft…

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Tja, was soll ich dazu sagen? 😀

Fragen über Fragen…

Manchmal verstehen wir die Gäste und ihr Verhalten einfach nicht:

  • Warum buchen einige Gäste extra Frühstück hinzu und gehen dann nicht hin?
  • Warum hängen Gäste nicht die „Bitte nicht stören“-Karte auf, wenn sie nicht gestört werden wollen?
  • Warum machen manche Gäste ihr Bett selbst?
  • Warum rauchen Gäste im Zimmer, obwohl es strikt verboten ist? Glauben sie, wir merken das nicht? Tun wir aber und wir petzen das dann direkt an der Rezeption. Beste Reaktion der Hausdame: „Oh, ich wusste es schon vorher! Genauso sieht der schon aus! Na ganz toll!“
  • Warum bedanken sich Gäste überschwänglich für den guten Service und halten nette Pläuschchen, geben dann aber kein Trinkgeld?
  • Warum hocken Urlaubsgäste bei schönstem Wetter den ganzen Vormittag im Zimmer oder gehen dort ständig ein und aus?
  • Warum lassen Eltern extra ein Babybett in ihrem Zimmer aufbauen, nur um das Kind dann doch im Elternbett schlafen zu lassen?

Fazit

Im Housekeeping zu arbeiten ist echte Arbeit. Viel Arbeit. Es ist ein Knochenjob, der körperlich anstrengend ist und oft unter extremem Zeitdruck ausgeführt werden muss. Trotzdem muss natürlich alles perfekt sein, sodass auch der psychische Druck nicht unterschätzt werden sollte. Die Hausdame kontrolliert mittags jedes Zimmer! Rückenschmerzen, Sehnenscheidenentzündungen, Blasen an den Füßen, allergische Reaktionen auf Putzmittel und/oder Handschuhe – das sind Standardwehwehchen, die man in Kauf nehmen muss. Es ist ein undankbarer Job, weil man im Normalfall die Gäste nicht zu Gesicht bekommt und Trinkgeld sowie Dankesschreiben (…es gibt in jedem Zimmer einen Notizblock und einen Stift…) so gut wie immer ausbleiben. Auch von den Hausdamen sollte man kein Lob oder ähnliches erwarten. Bezahlt wird zumeist Mindestlohn, selten darüber. Nichts, wirklich nichts macht diesen Job sonderlich attraktiv, nicht mal die Arbeitszeiten, da natürlich auch am Wochenende und an allen Feiertagen gearbeitet wird. Das erklärt, warum viele Hotels große Probleme haben, Personal zu finden. Es wäre schön, wenn dieser Job mehr Anerkennung finden würde: Von den Gästen und vor allen Dingen auch von den Arbeitgebern. Warum verdienen Zimmermädchen nicht z. B. so viel wie „gewöhnliche“ Reinigungskräfte (das wären laut Tarifvertrag 9,55 € (alte Bundesländer))? Warum muss unter solchem Zeitdruck gearbeitet werden? Kann man seine Zimmer in Ruhe herrichten, macht der Job im Normalfall auch Spaß. Wirklich! Dann kann man wirklich auf jedes Detail achten und dafür sorgen, dass die Gäste ein perfektes Zimmer vorfinden. Das befriedigt ungemein und das ist ja auch genau das, was die Hotelleitung sich wünscht. Dafür braucht es aber vor allem eins: genügend Personal. Und das bekommt man als Arbeitgeber nur, wenn man anständig bezahlt, seine Mitarbeiter in sozialversicherungspflichtigen (!!!) Beschäftigungsverhältnissen anstellt und eine geregelte Freizeitplanung hinbekommt.

Trotz all der unbefriedigenden Umstände war das letzte Jahr im Hotel für mich alles in allem eine schöne Zeit, was vor allem an meinen lieben Kolleginnen liegt. Wir arbeiten viel und wir meckern auch viel, aber wir haben auch viel Spaß zusammen, immer wieder aufs Neue. Ich werde sie vermissen und auch die kuriosen Situationen, die sich manchmal einfach ergeben, wenn man im Hotel arbeitet. Ich werde diesen Job in meinem Leben vermutlich nie wieder machen (…never say never…), aber einige von ihnen werden das noch eine ganze Weile oder sogar bis zur Rente durchziehen, wenn sie so lange durchhalten. Wenn ihr also das nächste Mal im Hotel seid, lasst dem Housekeepingpersonal doch ein kleines Dankeschön da – sei es als Trinkgeld oder auch nur schriftlich. Es freut sich ungemein über die Anerkennung! 🙂

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Autor:

Leidenschaftliche Bloggerin. Kaffeesüchtiger Serienjunkie. Schleswig-Holsteinerin im Exil. Ständig hungrig, vor allem aufs Leben.

48 Kommentare zu „Hotelgeschichten (4) – Sammelsurium der Merkwürdigkeiten

  1. Wie kann irgendjemand kostenlose Schokolade verschmähen?! Das ist doch unmenschlich! 😥
    Interessantes Outfit, das erklärt dann sicherlich auch den Zettel. 😀

    Ansonsten sprichst du natürlich das übliche Problem an: Jeder will, dass seine Arbeit erledigt wird, möchte dafür aber am liebsten nix zahlen. 😦

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    1. Ich hab keine Ahnung – ich würde die Schoki auch sofort und dann jeden Tag wieder essen! Oder sie sammeln und mitnehmen… 😀

      Findest du das Outfit schick? Wir sind uns da uneinig. Meine Kolleginnen stört, dass es keine Taschen hat. Mein Freund nennt es nur „den lila Sack“. 😀

      Klar, dass ist das übliche Problem: Die Arbeit soll gemacht werden, aber es darf nichts kosten. So läuft das aber nicht. So langsam aber sicher merken sie das bei uns im Hotel auch. Allerdings zu spät für mich… :-/

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      1. Naja, sammeln dann doch eher die Verpackung, um sie fein säuberlich in den Müll zu werfen. 🙂

        Öhm, ja. 😳 Ok, fehlende Taschen sind ärgerlich, aber einen Sack seh ich darin jetzt auch wieder nicht. 😉
        Naja, an den Schulen merken sie das auch nicht wirklich, je nachdem, wer den Stunden- und Vertretungsplan macht, schiebst du gerne mal Überstunden. Also wie überall. 😦

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      2. Ich glaube, das mit dem „lila Sack“ rührt daher, dass ich zu Beginn das Ding in Größe 44 tragen musste, weil das damals das einzige Exemplar war, das im Hotel noch vorhanden war. Und ich trage sonst 36, in Oberteilen manchmal auch 34. Da hat das Ding ganz schön geschlabbert… 😀

        Mal abwarten, wie das mit den Stunden an meiner neuen Schule wird…

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      3. Ah, ok, klar, wenn du da extraweit tragen musst, dann wirkt das natürlich ganz anders. Aber so, wie auf dem Bild zu sehen, ist es doch ganz in Ordnung, finde ich.

        Ich bin auf deine Berichte gespannt. 😉

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      4. Seit letztem Herbst trage ich das Modell in Größe 40. Das ist auch die kleinste verfügbare Größe und die passt eigentlich ganz gut, auch mit Pulli drunter im Winter. Nur der Name „lila Sack“ ist geblieben… 😀

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      5. Ah, ok. Gut, ich hab natürlich jetzt kein Bild, um das mit einem „lila Sack“ zu vergleichen – würde ich ganz sicher nicht! 😉 – aber ja, du musst das Outfit ja nicht mehr lange tragen. Außer, du hast Spaß dran, es in der Freizeit auszuführen. 😀

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      6. Stimmt, ich trage es nur noch diese und nächste Woche. Und soll ich dir was sagen: Wahrscheinlich wird das Ding mir danach irgendwie fehlen. Zumindest wenn ich Wäsche mache und dieses Teil (100% Polyester) praktisch trocken aus der Maschine kommt und sofort wieder in Form springt. Das hat mich jedes Mal wieder fasziniert. 😀 Mitnehmen kann ich das Teil aber nicht, es ist Hoteleigentum. Schaaaade! 😉

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      7. Na die gibt’s auch ohne Mütze. Eine Kochjacke reicht völlig, um sich als Koch zu identifizieren. 😀 Wobei ich die Mützen auch lustig finde. Vielleicht trägt er die dann in seinem neuen Job, das ist von Restaurant zu Restaurant verschieden…

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      8. Hahaha, ja, nicht die Kleidung macht den Koch, sondern der Geschmack oder so! 😀
        Ah, ok, das wuste ich so genau jetzt nicht. Aber so richtig mit der Mütze durch die Küche hetzen, die Gehilfen scheuchen, das hat schon was. :mrgreen:

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      9. Ja, da hast du wohl recht. Neulich hatte er seine Kochhose zu Hause vergessen und dann einfach ne Jeans an auf der Arbeit. Hat trotzdem alles geschmeckt. 😀 Und die Mützen sind nicht so sein Fall, er findet die total nervig. Ich finde die ja irgendwie schick – und man sieht auch so wichtig damit aus! 😀

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      10. Klar, das hat alles hygienische Gründe. Im Prinzip sollten Köche in ihren Arbeitsklamotten die Küche gar nicht verlassen, was aber natürlich total unrealistisch ist…

        Mann hat vom Probearbeiten neulich übrigens seine Kochmütze mitgebracht, um mir mal so ein Ding zu zeigen. Ich hab sie dann auch mal aufgesetzt und mich wie ein Kind darüber gefreut. 😀

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  2. Ich muss zugeben den Kugelschreiber würde ich vermutlich auch klauen – allerdings nicht mit Absicht. Aber mich muss im Supermarkt die Kassiererin auch öfter mal bremsen, weil ich nach dem Unterschreiben bei Kartenzahlung den Stift ohne Nachzudenken einstecken will. Würde ich im Hotel wahrscheinlich genauso unbewusst in die Tasche werfen, nachdem ich was geschrieben habe xD

    Zum gebuchten aber nicht genutzten Frühstück: einfach verschlafen und dann keine Zeit mehr gehabt?
    Und ich würde wahrscheinlich auch mein Bett machen aus reiner Gewohnheit und weil ich morgens noch nicht wach genug bin um mich da selbst zu bremsen 😀 (merkt man, was für ein verpeiltes Wesen ich bin?)

    Zum Babybett: Wahrscheinlich weil das Kind zu Hause problemlos im eigenen Bett schläft und die Eltern dachten es ginge auch im Hotel. Das Kind dann aber wegen fremder Umgebung/Geräusche/Bett doch lieber den Kontakt zu den Eltern möchte.

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    1. Einen Kugelschreiber würde ich auch einstecken, aber bei uns im Hotel gibt es nur Bleistifte. 😀 Die finde ich jetzt nicht so nützlich und die schmieren auch so, wenn man sie mitnimmt…

      Das Frühstück geht unter der Woche bis zehn Uhr, am Wochenende bis halb elf. Wir fangen um acht Uhr an, lautstark im Hotel sauberzumachen. Verschlafen? Keine Chance! 😀

      Zum Bettenmachen: Du hast recht, es ist bestimmt die Macht der Gewohnheit. Ich würde nur niemals auf die Idee kommen, weil ich mein Bett zu Hause auch nicht mache… 😉

      Dass das Kind in fremder Umgebung nicht alleine schlafen kann, mag sein. Aber die Babybetten sind oft komplett unbenutzt, heißt: Die Eltern haben nicht mal versucht, das Kind dort schlafen zu legen. Das ärgert uns dann schon manchmal, gerade wenn viel zu tun ist…

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      1. Ah ja, Bleistifte üben auch keine magische Anziehungskraft auf mich aus Aber das sind dann bestimmt die Leute, die auch Dutzende von den Mini-Ikea-Bleistiften zu Hause haben 😀

        Ich dachte jetzt auch eher verschlafen und dann vor den eigenen Terminen keine Zeit mehr, gerade bei Geschäftsleuten.

        Okay, wenn das Kind gar nicht im Bett gewesen ist, ist es natürlich doof. Verstehe, dass euch das dann ärgert.

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      2. Ach so meinst du das mit dem Verschlafen. Das kann natürlich sein. Aber ich würde dann trotzdem nochmal kurz ans Buffet sprinten und mir zumindest n Croissant und ein Stück Obst oder so schnappen. Und einen Kaffee zum Mitnehmen. 😀

        Wenn das Babybett benutzt wird, finden wir das völlig okay. Aber ja, es ist ärgerlich, wenn wir uns die Zeit dafür nehmen, alles zu arrangieren und dieser Service dann komplett verschmäht wird.

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  3. Süsse Zimmerlady… so, so 😉
    Die Pärchen mit den getrennten Zimmern sind doch fix erklärt: Liebestage. Entweder einer von beiden oder beide andersweitig verheiratet 😉

    Wenn ich im Hotel war, war die Schoko zuerst weg 😀
    Übrigens: der graue Wecker gehört mir 🙂

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    1. Ach Wortman – klar sind das anderweitig Vergebene auf Liebesurlaub! So haarscharf können wir auch kombinieren. 😀 Ist trotzdem immer wieder spannend. 😀

      Gib’s zu: Du bist der Gast mit den vier Weckern gewesen! Meine Kolleginnen und ich haben uns königlich amüsiert! 😉

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      1. Wollte ja nur testen, wie gut deine Auffassungsgabe ist 😀 Die brauchst du ja schliesslich in deinem neuen Job 😉

        Nee, ich brauche nur einen Wecker. Zweimal verschlafen in 30 Jahren… das ist eine perfekte Bilanz 😉

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      2. Ach so, das wolltest du mal testen? Na dann – danke für den Test, den ich hoffentlich bestanden habe. 😀

        Zwei Mal verschlafen in 30 Jahren, das kann sich wirklich sehen lassen. Top! 🙂 Ich hab in meinem ganzen Studium ein einziges Mal verpennt, das war’s. Ich stehe aber sowieso immer sehr rechtzeitg auf. Nichts ist schlimmer als Stress am Morgen! :-/

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  4. Hey du super süße Zimmer-Lady! 😀

    Hach schön, wie immer sehr unterhaltsam zu lesen. Toll. Das wäre fast Stoff für einen ganz eigenen Blog. Schade, dass es nun vorbei ist. Aber ich glaube fast du wirst auch in deinem Lehrerdasein viel Kurioses erleben… 😉

    Kostenloses Wasser auf dem Zimmer? Perfekt! Ich finde es immer echt schlimm, wenn man im Hotel nichts zu trinken hat bzw. erst zum Supermarkt muss. Dito Schokolade natürlich.

    Das leere Kinderbett kann man vielleicht so erklären, dass der Plan das Kind im Bett schlafen zu lassen nicht so ganz aufgegangen ist. Soll vorkommen… 😉

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    1. Da kann man was erleben, das stimmt. Wenn ich das noch länger machen würde, dann könnte ich diese Rubrik auch noch aufrecht erhalten (oder einen eigenen Blog draus machen!), aber nun endet sie mit diesem Beitrag leider…oder zum Glück…wie man will.

      Das Wasser ist tatsächlich kostenlos, eine kleine Flasche pro Tag. Wenn mehr gewünscht wird, kann man sich natürlich auch eine große Flasche oder ein anderes Getränk aufs Zimmer kommen lassen. Das kostet dann aber extra. Die Schoki ist ebenso kostenlos – pro Bett gibt es ein Stückchen pro Tag. Glück hat, wer allein im Doppelzimmer residiert! 😀

      Dass das Baby oder Kleinkind in fremder Umgebung nicht im Kinderbett schlafen will, kann durchaus sein und dafür habe ich auch Verständnis. Für uns ist es nur unglaublich ärgerlich, wenn wir Bett und Bettzeug in einen anderen Gebäudeteil oder in den dritten Stock geschleppt haben und das Bett dann unbenutzt wieder abbauen müssen. Viele Eltern versuchen offenbar nicht mal, das Kind dort schlafen zu legen. Dann kann man sich die Bestellung des Bettes auch gleich sparen…

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      1. Es nicht einmal zu versuchen ist natürlich schwach, ich wollte nur entnervte Eltern verteidigen, deren Nachwuchs partout nicht in fremder Umgebung in einem extra Bett schlafen will… 😉

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      2. Ach, die brauchst du nicht zu verteidigen. Das kann ja sein, dass das Kind in fremder Umgebung herumzickt, das verstehen wir schon. Aber wie du auch sagst – es ist halt schwach, nicht mal zu versuchen, das Kind schlafen zu legen im eigenen Bett. Dann kann man auch gleich darauf verzichten…

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      3. Ich kann nur sagen, dass man (also wir 😀 ) als Elternteile eher froh waren, wenn die Kids NICHT im elterlichen Bett sind. Aber das ist ja eh ein ganz anderes Thema mit vieeeeelen Meinungen… 😉

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      4. Oh, über dieses Thema hab ich auch schon viele Geschichten gehört von einer Freundin mit Kind. Da gibt es bei ihr wirklich Eltern im Kindergarten, wo das fünfjährige Kind mit im Elternbett schläft. Immer! Ich fand das total schockierend irgendwie, das Kind muss doch irgendwann lernen, alleine zu schlafen.
        Außerdem sabotiert man als Eltern dadurch ja auch irgendwie seine Beziehung…aber das ist dann noch wieder ein anderes Thema… 😉

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      5. Ja, sehe ich auch so, aber da gehen die Meinungen wirklich auseinander. Bei uns haben die Kids nie komplett im Bett geschlafen (außer mal Ausnahmen, wenn sie wirklich krank waren für eine halbe Nacht o.ä.) und nach 6 Monaten kamen sie auch direkt in ihr eigenes Zimmer. Wir Rabeneltern wir.

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    1. Nein, keine Angst – falsch ist das bestimmt nicht! Und du bist damit nicht allein, gerade heute hatte ich wieder ein Zimmer, in dem die Betten penibelst gemacht waren. Ist vermutlich eine Sache der Gewohnheit. Aber im Hotel muss man das natürlich nicht, dafür sind wir ja da und der Service kostet ja nichts extra.
      Wenn die gemachten Betten okay aussehen und auch das Laken noch fest genug ist (wir haben keine Spannbettlaken, daher verrutschen die sehr schnell), lasse ich die Betten auch so. Du kannst sie also gern weiterhin machen. 🙂

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  5. Ich weiß noch, als ich vor einigen Jahren in Rheinland-Pfalz in einem Hotel übernachtet habe…
    Egal, wo es hin geht, ich habe ein Körnerkissen-Plüschtier dabei, so auch in diesem Hotel. Ich kam also nachmittags in das Hotelzimmer (Einzelzimmer) zurück, und mein Plüschtier saß mit einem Extratäfelchen Schokolade zwischen den „Pfoten“ auf dem Bett. :3 Fand ich wirklich sehr süß.

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    1. Ach nein, das ist wirklich süß! 🙂
      Wenn Gäste Kuschetiere dabei haben, dann setzen wir die nach dem Bettenmachen auch immer ordentlich aufs Kissen und legen die Schokolade dazu. Aber ein Extrastück für das Tier ist natürlich toll. Ich glaube, das mache ich diese Woche auch mal, wenn jemand eins dabei hat. 🙂

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  6. Wow, spannender Eintrag. 😀 Und ähm … ich hatte ja so eine Dienstreisezeit zu der ich mehr in Hotels als in meiner eigenen Wohnung war. Ich mache tatsächlich mein Bett bevor ich gehe, weil ich mich schlecht bei dem Gedanken fühle ein so unordentliches Zimmer zu hinterlassen …

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    1. Danke! 🙂

      Ist ja süß, dass du das Zimmer unordentlich findest, wenn das Bett nicht gemacht ist. 🙂 Das Bett zu machen ist tatsächlich eine der angenehmsten und schnellsten Arbeiten, finde ich. Klar kann man das als Gast auch selber machen, aber kein Zimmermädchen stöhnt auf, wenn das Bett nicht gemacht ist. Da ist es viel schlimmer, das Bad chaotisch zu hinterlassen (viel mehr Arbeit) oder seine Besitztümer auf dem Boden zu verteilen (unglaublich nervig…). Du bist also bestimmt ein toller Hotelgast! 🙂

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