Veröffentlicht in Alltag, Früher

Media Monday #213

In vielerlei Hinsicht ist heute ein komischer Tag. Das Wetter ist komisch. Wir haben von dem gestern groß angekündigten Sturm praktisch nichts mitbekommen. Heute scheint größtenteils die Sonne, aber sonderlich warm ist es nicht. Sommerfeeling stellt sich hier oben dieses Jahr igendwie überhaupt nicht ein, so auch heute nicht. Ohne Jacke gehe ich nicht vor die Tür.

Arbeiten war heute auch komisch. Einerseits wie immer, andererseits auch nicht, denn heute war mein letzter Tag. Um die Arbeit an sich tut es mir nicht leid, aber um die Kollegen. Um die Spaßmachereien und netten Plaudereien. Darum, dass das auserwählte Exemplar Mann und ich nun nicht mehr in derselben Firma arbeiten und er mir am Wochenende dort kein Frühstücksbrötchen mehr schmiert. Total bekloppt, aber gerade Letzteres geht mir hart ab. Wir haben uns dort kennengelernt und das war und ist das Beste, was mir in den letzten Jahren passiert ist, wenn nicht das Beste überhaupt. Darum wird dieser Ort immer wichtig bleiben, egal, wie sehr mir der Job manchmal auf die Nerven ging und ich mir einen anderen gewünscht habe. Es ist der Ort, an dem wir uns kennengelernt und verliebt haben. Und mit dem Ort lassen wir auch ein Stück unserer Beziehung zurück. Das muss nicht schlecht sein, aber es ist das Ende eines Abschnitts. Und damit kann ich grundsätzlich immer schlecht umgehen. Die Wahrscheinlichkeit, dass wir auf Fahrten von Braunschweig in den Norden zu meiner Familie dort im Restaurant zwischenstoppen werden in Zukunft ist zwar exorbitant hoch, aber das ist nicht das Gleiche. Auch solche Gedanken machen diesen Tag heute komisch.

Zu allem Überfluss fahren wir dann morgen (also am Montag) auch noch in die neue Heimat; meine bessere Hälte zum Probearbeiten und ich zur Schlüsselübergabe für unsere Wohnung. Dann mache ich noch einmal tausend Fotos und vermesse alles, damit wir den Umzug vorbereiten können. Auch dieser Umstand macht aus dem heutigen Tag einen komischen Tag. Man sieht: Ich bin generell etwas überfordert mit allem und jedem heute. Nehmt mich einfach nicht so ernst, da spricht einfach die Sentimentalität aus mir, die mal raus musste. Eigentlich ist ja alles perfekt und ich freue mich auf das neue Leben, das in wenigen Wochen beginnt. Daher lieber weiter zum Media Monday, der an diesem merkwürdigen Sonntag doch ein bisschen Vertrautheit und Kontinuität bietet. Danke dafür, Wulf.

Media Monday #213

1. David Tennant einmal im wahren Leben zu treffen, war/wäre die perfekte Gelegenheit, ihm zu sagen, wie unglaublich toll ich seinen Akzent finde. Und wie großartig er als Doctor war. Und wie toll er in Broadchurch ist. Hach.

2. Zeitreisefilme könnten mich bestimmt begeistern, denn auch Serien, in denen Zeitreisen eine Rolle spielen, finde ich oft toll. Lost, Fringe, Doctor Who,…

3. Der Weg zu meinem neuen Job in der Schule ab August war zwar untypisch, dadurch aber nicht gleich schlecht, denn immerhin habe ich verschiedene Berufsfelder für mich selbst ausgelotet und erst dann beschlossen, es mit dem Lehrersein einmal zu probieren. Es kann auch ganz gesund sein, mal links und rechts des Weges zu schauen und nicht mit Scheuklappen zu studieren…

4. Durch Fringe erst bin ich auf Lost gestoßen (genauso wie durch The Sopranos auf The Wire), der/die/das sich auch im zweiten Rewatch als immer noch sehr spannend entpuppt. Das auserwählte Exemplar Mann und ich stehen kurz vor den höchst dramatischen Finale der dritten Staffel.

5. Gossip Girl ist zwar seicht, aber wen interessiert’s? Eine perfekte Serie zum Abschalten und Entspannen nach einem stressigen Tag. Das Leben als reiche Göre in New York ist schon hart…

6. Filme, die sich mit Literatur/Literaten beschäftigen, fallen mir gerade nicht ein. Was gibt’s denn da so?

7. Zuletzt habe ich heute das letzte Mal im Hotel gearbeitet und das war eigentlich wie an jedem anderen Sonntag auch, weil wir völlig unterbesetzt waren und nun natürlich nur ein Bruchteil der Zimmer fertig geworden ist. Nicht mehr mein Problem…

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Autor:

Leidenschaftliche Bloggerin. Kaffeesüchtiger Serienjunkie. Schleswig-Holsteinerin im Exil. Ständig hungrig, vor allem aufs Leben.

39 Kommentare zu „Media Monday #213

  1. Klar, bei dir bzw euch bricht gerade so alles um, Arbeit, Wohnung, Umfeld etc. Aber ihr schafft das schon, und denk doch mal an all die aufregenden Erlebnisse, die allein so ein Umzug bietet. 😉

    Zum MM fällt mir heute leider gar nichts ein. 😳

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    1. Am Sonntag war ich sehr sentimental, inzwischen sieht alles schon wieder anders aus. Die Sentimentalität wird völlig verdrängt von den tausend Dingen, die noch zu tun oder zu erledigen oder zu besorgen sind. Wahnsinn! Ich hätte nie gedacht, dass das so eine Aktion ist mit dem Umzug. Grauenhaft. Nie wieder. 😀

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      1. Ja, eben, da so viel zu erledigen ist, hast du gar nicht groß Zeit, nachzudenken oder gefühlsduselig zu werden. Ist vielleicht ganz gut so.
        Ahahaha, das sagst du jetzt, aber wart mal ab, wie schnell du ne größere Wohnung haben möchtest! 😉
        Weiß gar nicht, hast du ein Arbeitszimmer? Falls ja, alles in Ordnung, falls nein: Ich geh davon aus, dass du das brauchen wirst, um auch einen Rückzugsort zu haben, der nicht mit Arbeit verknüpft ist.

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      2. Wir haben zwei Zimmer, das eine wird als Wohn- und Arbeitszimmer genutzt, das andere als Schlafzimmer. Wir hätten gerne drei Zimmer gehabt, aber das ist momentan im Budget nicht drin. Aber wenn ich den Kram von der Schule nicht mehr sehen kann, gehe ich eben einfach ins Bett. Oder in die Küche. Oder leg mich in die Badewanne. 😀

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      3. Ja, was nach dem Ref kommt, weiß ja eh noch keiner. Vielleicht hab ich das Lehrersein dann auch satt und such mir nochmal was anderes. Oder man teilt mir eine Stelle zu in…sonstwo irgendwo. 😀 Bis dahin machen wir das Beste aus unseren knapp 60 m2. Wird schon. 🙂

        Wir haben in der Tat eine Badewanne. Hätte für mich nicht sein müssen, aber der Herr Koch ist schon völlig aus dem Häuschen deswegen. 😀

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      4. Das stimmt, und manchmal erwischt es einen ja auch schon im Ref. Und der Umstand, dass du halt hinterher die Stelle zugewiesen bekommst, bzw. erst einmal jede Stelle nimmst, Hauptsache, du hast eine, stimmt nicht unbedingt heiter.
        Aber bis dahin kann ja noch viel passieren, ich hoffe, nur Gutes. 🙂

        Ne Wanne ist toll! 😉

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      5. Auch das kann natürlich passieren – dass im Ref irgendwann der Punkt kommt, an dem es (freiwillig oder unfreiwillg) nicht mehr weitergeht. Daran denke ich jetzt noch nicht, denn ich habe ja noch nicht mal angefangen. Insofern bin ich noch ganz unbedarft und hoffe das Beste. 🙂

        Ich werde mal sehen, wie sich mein Verhältnis zur Badewanne entwickelt. ICH muss das Ding ja immerhin putzen. Ne Dusche ist kleiner… 😀

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      6. Ne, mach dich da nicht verrückt und warte ab, wie sich das entwickelt. Das ist definitiv die bessere Einstellung! 🙂

        Ahahahaha, aber ich garantiere dir, dass du nach dem ein oder anderen Schaumbad nicht mehr drauf verzichten magst, Putzerei hin oder her. 😛

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    1. Nervosität, ja, die ist auch irgendwie da. Momentan ist es aber eher eine generelle Überforderung mit der Umzugsplanung. Aber wird sich alles irgendwie regeln. Das Wichtigste haben wir ja schon: Ne Wohnung und Jobs. 🙂

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  2. Als Doctor wurde mir Tennant doch etwas sehr anstrengend mit der Zeit, aber Broadchurch seitig kann ich dir da zustimmen. In The Escape Artist (Des Teufels Anwalt) war ebenfalls großartig. Ich bin mal gespannt, wie er sich in Spione von Warschau gibt.

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      1. Bei mir war bis Matt Smith gar nichts mit Doctor Who, was aber nicht der Grund ist, warum ich Tennant als Doctor anstrengend finde. Was ich anstrengend finde ist, dass er immer wieder Momente hat, wo er zu schnell zu viel redet. Um dem wirklich zu folgen muss mans ich zu stark konzentrieren, gerade auch weil er versucht den Akzent nicht ganz so durchkommen zu lassen.

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      2. Richtig, er redet wirklich sehr schnell und auch sehr viel. Mir hat gerade das gut gefallen, weil es irgendwie zur Persönlichkeit seines Doctors gehört hat. Da hat es mich auch nicht gestört, wenn ich nicht jedes Wort verstanden habe (Wozu gibt es Untertitel? 😉 ) Aber so unterscheiden sich Geschmäcker eben; mir ist Smith irgendwie zu glatt…

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    1. *Gong* Weisheit des Tages *Gong* 😀

      Ja, du hast natürlich völlig recht. Ich bewundere Menschen, die solche Abschiede relativ unemotional hinter sich bringen können. Mir fällt das immer schwer irgendwie. Vor solchen Abschiedsmomenten möchte ich mich am liebsten immer drücken und stattdessen einfach eine Karte schicken. Aber das macht man natürlich nicht…

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  3. Ohje, das glaube ich dass dieser letzte Tag seltsam war. Kann ich gut nachvollziehen. Habe auch so meine Probleme mit Abschieden, selbst wenn dieser einer goldeneren Zukunft entgegen gehen… 🙂

    Wenn du nun Filme schauen würdest, könnte ich dir einen tollen Zeitreisefilm empfehlen… 😉

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    1. In dem Moment ist es dann egal, ob die Zukunft rosiger aussieht, finde ich. Abschied bleibt Abschied und ich habe bei sowas immer extrem nah am Wasser gebaut. Sonntag konnte ich mich allerdings gut zusammenreißen, da kaum jemand wusste, dass es mein letzter Tag war und mich dementsprechend auch niemand darauf angesprochen hat. Ich hätte eigentlich diese Woche noch arbeiten können, meine Chefin hat mich aber schon spontan vom Dienstplan gekickt…dann eben nicht. Jetzt fahre ich aber nächste Woche nochmal hin und sage alle Tschüß. :-/

      Na, welcher Film wäre das denn gewesen? 😉

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      1. Oh man, ich glaube dir dass das hart ist. Wie lange hast du dort gearbeitet? Bei meinem letzte Job waren es 6 Jahre mit vielen Höhen und Tiefen – und es war wirklich hart am Ende. Aber so ist das wohl immer mit Abschieden.

        Der Film wäre „Predestination“ gewesen, den ich erst letztes Wochenende gesehen (und besprochen) habe. Sehr sehenswert.

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      2. Ich habe nur ein gutes Jahr dort gearbeitet, aber da es so ein kleiner und familiärer Betrieb ist, wird man eben schnell ein Teil davon. Ich bin ganz froh, dass ich nicht mehr vor Ort bin, wenn mein Freund dort seinen letzten Tag hat nächsten Monat. Der war (mit einer Unterbrechung) insgesamt über fünf Jahre dort und ich weiß jetzt schon, dass ihm der Abschied sehr, sehr, sehr schwer fallen wird, da er den Laden trotz aller Probleme unglaublich liebt… 😦
        Von daher kann mir in etwa vorstellen, wie schwer dir ein Abschied nach sechs Jahren gefallen ist! Man verbringt eben doch viel Zeit auf der Arbeit und auch wenn nicht immer alles rosig war, so ist das einfach ein wichtiger Teil des Lebens gewesen…

        Oh, die Filmbesprechung habe ich sogar gelesen, glaube ich. War das der Film mit Nicolas Cage?

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