Veröffentlicht in Fernsehserien, Referendariat

Seri(e)ös: Fringe, Grey’s Anatomy, Pretty Little Liars, The 4400, The Vampire Diaries

Es ist endgültig soweit: Ich habe aufgegeben. Ich habe es aufgegeben, diesen Blog neben dem täglichen Wahnsinn noch regelmäßig mit Beiträgen bestücken zu wollen. Es ist mir schlicht nicht möglich. Das Referendarsdasein hat mich aufgesogen, eingenommen, jeden Winkel meines Lebens durchdrungen und alles, was ich gerne tue, auf Null gesetzt. Ja, das kann man so sagen. Ich möchte das jetzt hier nicht unendlich ausbreiten (v. a. weil es mich dann wieder so frustriert), aber doch erklären, dass meine digitale Abwesenheit wahrlich keine freiwillige Entscheidung ist/war. Ich liebe diesen kleinen Blog und das Schreiben. Gott, nur diesen kleinen Absatz, den ich gerade getippt habe, zu verfassen, hat mehr Spaß gemacht als alles, was ich in den letzten Wochen jemals für die Schule geschrieben habe. Da merke ich mal wieder, dass meine berufliche Zukunft definitiv Richtung Schreiben gehen wird. Gerade darum ist es auch so schade, dass ich einfach keine Zeit mehr habe, diesen Blog ernsthaft zu betreiben, gebe ich mich doch immer noch der Illusion hin, dass ich darüber eventuell einen neuen beruflichen Weg finden kann. Frustrierend.

Meine einzige echte Freizeit nach stundenlangen Schreibtischorgien sind derzeit zumeist spätabendliche 45 Minuten vor dem TV mit irgendeiner (bitte nicht zu anspruchsvollen) Serie, die ich mir im Halbschlaf zu Gemüte führe. Da die letzte Zusammenschau meines Serienkonsums nun auch schon wieder einige Zeit zurückliegt, hat sich da überraschenderweise doch ein bisschen was angesammelt. Man könnte glatt meinen, das schöne „Lehrer haben vormittags recht und nachmittags frei“ träfe zu. (Liebe Nicht-Lehrer, sagt diesen Satz niemals zu Lehrern. Bitte. Ich raste jedes Mal aus, wenn jemand ihn mir entgegenwirft und sei es auch nur im Scherz. Lasst es. Wirklich. Um eurer eigenen Gesundheit willen.).

Spoiler für vorherige und besprochene Staffeln sind zu erwarten!

Fringe (Staffel 5)

Wir sind durch. Schon seit Längerem. Damit haben das auserwählte Exemplar Mann und ich nun schon zwei meiner Lieblingsserien beendet. Es wird also mit seiner medialen Bildung, ich tauge also zumindest hier als Lehrerin. Es war schön mit Peter, Olivia und Co., fand er. Ich auch, auch zum wiederholten Male. Ein echtes Qualitätsmerkmal für eine Serie, wenn sie auch beim x-ten Mal noch zu überzeugen und zu überraschen weiß. Ich entdecke bei jedem Rewatch immer noch Neues, erkenne weitere Zusammenhänge, nehme kleine Details wahr, die mir nie aufgefallen sind. Und jedes Mal wieder bin ich in Staffel drei und vier ein bisschen verliebt in den nerdigen Lincoln Lee aus unserem Universum und bin traurig, dass er in Staffel 5 nur etwa drei Minuten auftaucht. Dafür bekommen wenigstens Peter, Olivia und Etta ihr Happy End. ♥

Gucklistenstatus: Wird jetzt vermutlich einige Zeit ungesehen im Regal bleiben, führt aber nach wie vor klar die Liste meiner Lieblingsserien an. Wird schwer, sie von dort zu verdrängen.

Grey’s Anatomy (Staffel 11)
Schon Wahnsinn, wenn man sich mal überlegt, wie lange diese Serie schon läuft. Elf Staffeln! Verrückt. Ich bin in Staffel vier oder fünf eingestiegen damals, habe aber auch die Staffeln vorher im Laufe der Zeit nachgeholt, sodass ich wahrlich sagen kann, wirklich alle Höhen und Tiefen mitgemacht und den Hauptdarstellern beim Altern zugeschaut zu haben (irgendwann ist ja auch der deutsche Untertitel „Die jungen Ärzte“ klammheimlich gestrichen worden). Dennoch traf mich der aktuellste Serientod eines Hauptdarstellers doch unerwartet. Ich hatte mich ja selbst schon gespoilert diesbezüglich, jedoch kann ich Serientode stets erst wirklich glauben, wenn ich die entsprechende Folge gesehen habe. Habe ich jetzt. Krasse Sache. Da geht er hin, der zentrale männliche Charakter, auf unauffällige, fast beiläufige Weise ins Jenseits befördert.

Die Lücke wird geschlossen durch einen Zeitsprung und eine neue Schwesternallianz zwischen Meredith, ihrer Halbschwester Maggie sowie Dereks Schwester Amelia, die nach dem Ende von „Private Practice“ nun eine Hauptrolle in Seattle spielt und nicht mehr in L.A.. Das funktioniert, zumindest für mich. Irgendwie. Ich kann nicht mal sagen, warum. Vielleicht weil ich einfach aus Gewohnheit schaue und die Charaktere mag. Vielleicht weil die Geschichten eben simpel gestrickt sind und damit exakt dem entsprechen, was ich gehirntechnisch nach acht Uhr neun Uhr zehn Uhr abends noch verarbeiten kann. Vielleicht auch nur, weil mein Fernseher mittwochs praktisch von selbst ProSieben einschaltet. Man weiß es nicht. Inzwischen sind ProSieben und ich schon in Staffel 12. Aus der Nummer komme ich die nächsten zwanzig Jahre wohl nicht mehr raus.

Gucklistenstatus: Alles kann, nichts muss.

Pretty Little Liars (Staffel 5)

Was hat Netflix mich lange warten lassen. Mehrfach wurden Termine angekündigt, an denen Staffel 5 verfügbar sein sollte, es dann aber letztlich doch nicht war. Anfang März schließlich hatte der Guilty Pleasure-Gott ein Einsehen und hat den Netflixnutzern, allen voran mir, weitere „Abenteuer“ rund um Aria, Spencer und Co. beschert. Und was soll ich sagen? Ich suchte diese Serie nach wie vor extrem, sodass Staffel 5 nicht lange ungesehen blieb. Klar ist die Story unrealistisch, klar sind die Mädels aufgehübschte Püppchen, klar müssen die Macher sich etwas einfallen lassen, um die Geschichte irgendwie spannend zu halten. Meines Erachtens gelingt ihnen aber gerade der letzte Punkt extrem gut. Es erschreckt mich jedes Mal selbst, wie hemmungslos ich neuen Folgen dieser Serie verfalle, obwohl ich nicht mal die Zielgruppe bin. Denn seien wir ehrlich – die Zielgruppe sind in etwa die Mädels aus meiner achten Klasse. Im Herzen bin ich scheinbar immer noch 14, man mag das positiv oder befremdlich finden. Mein Bedürfnis nach seichter Unterhaltung befriedigt PLL jedenfalls extrem gut. Auch fand ich einige Wendungen dieser Staffel tatsächlich relativ überraschend, allen voran die Geschichte um Mona. Der Cliffhanger hat mich am Ende der Staffel hingegen etwas ratlos zurückgelassen. Andrew, WTF?

Gucklistenstatus: Vermutlich warte ich nun wieder Monate auf die nächste Staffel, welche ich dann erneut in kürzester Zeit verschlingen werde. Funktioniert bei mir nach wie vor, die Serie.

The 4400 – Die Rückkehrer (Staffel 1)

Nach dem Ende von Fringe brauchten der Herr Koch und ich ein neues Abenteuer. Beim Sichten meiner Netflix-Liste blieben wir bei The 4400 hängen, einer Serie, die auch der von mir sehr geschätzte Wortman stets in den höchsten Tönen lobt. Also haben wir uns das mal angeschaut bzw. sind momentan in Staffel 2. Die Ausgangsgeschichte ist in der Tat interessant: Aus dem Nichts, aus einer großen weißen Lichtkugel tauchen auf einen Schlag 4400 Menschen auf, die in den letzten circa 80 Jahren auf unerklärliche Weise verschwunden sind. Sie sind keinen Tag gealtert, erinnern sich an Nichts aus der Zeit, in der sie verschwunden waren, und viele von ihnen sind nun mit übersinnlichen Fähigkeiten ausgestattet. Nach einer Zeit in Quarantäne beginnen die Rückkehrer ein neues, „normales“ Leben und versuchen irgendwie mit ihren neuen Situation und ihren neuen Fähigkeiten klarzukommen. Dabei hilft ihnen neben Homeland Security auch ein Zusammenschluss der 4400 unter Führung des charismatischen, aber undurchschaubaren Jordan Collier.

Wie gesagt, die Geschichte ist interessant. Es gibt einen übergreifenden Handlungsbogen, aber ebenso eine Art „monster of the week“-Schema, nur dass kein Monster im Zentrum der einzelnen Folgen steht, sondern jeweils ein Rückkehrer. Thematisch nahe an meinen beiden Lieblingen Fringe und Lost, das muss man zugeben. Qualitativ liegen allerdings Welten zwischen den beiden und The 4400. Die Story ist lange nicht so durchdacht, so komplex wie etwa in Lost. Die Charaktere bleiben teilweise blass, etwas, dass Fringe nicht einmal bei relativ unwichtigen Nebenfiguren passiert. Nicht zuletzt sieht man der Serie gerade bei den Spezialeffekten an, dass sie vielleicht nicht gerade Low Budget, aber doch wesentlich kostengünstiger produziert wurde als andere in ihrem Genre. Das mag natürlich auch daran liegen, dass sie schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat (2004-2007). Trotzdem keine schlechte Wahl für einen entspannten Fernsehabend.

Gucklistenstatus: Vier Staffeln, eine überschaubare Anzahl an Folgen (44) – etwas Nettes für zwischendurch. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

The Vampire Diaries (Staffel 6)

Ganz schön Guilty Pleasure-lastig heute, die Serienrückschau. Ich hoffe sehr, dass mir meine Intelligenz nicht abhanden gekommen ist, sondern diese Häufung sich allein aus meiner derzeitigen Stresssituation speist. Wobei man sagen muss, dass die narrativen Verwicklungen in TVD schon nicht unbedingt ohne sind. Wenn man sich mal überlegt, was die einzelnen Hauptfiguren im Laufe der Staffeln so durchgemacht haben, muss man da echt auf Zack sein (man denke nur an Alaric: Frau von Vampir verwandelt, neue Freundin von Urvampir getötet, bevor er  selbst Monster-Hyper-Düber-Ober-Vampir wird, stirbt, wieder aufersteht (als Vampir), zum Menschen wird und sich in eine Hexe verliebt. Ja. Genau. Und das alles in nicht mal sechs Staffeln, denn zwischendurch war der Schauspieler schon mal ausgestiegen aus der Serie…). So kommt es denn auch, dass ich nicht jede Anspielung, jeden Rückblick, jeden Namen sofort zuordnen kann – etwas, dass mir im Guilty Pleasure-Bereich vielleicht bei Grey’s Anatomy passiert, aber dort sind wir auch in Staffel 12 (s.o.). Insofern möchte ich eine kleine Lanze brechen für die Komplexität der Narration in TVD, die aus dieser Serie natürlich noch lange kein Quality TV, aber immerhin doch semi-anspruchsvolle Unterhaltung macht, die eine gewisse Behaltensleistung beim Zuschauer einfordert. So.

Jetzt zur aktuellen Staffel. Vampirdrama, Hexendrama, Familiendrama, Prison World-Drama, Todesdrama, Drama, Drama, Drama. War noch was?

Gucklistenstatus: In Staffel 7 fehlt eine zentrale Hauptfigur. Es bleibt abzuwarten, ob das für mich den Anstoß gibt, die Sichtung einzustellen. Abwarten.

Aktuell erfreue ich mich insbesondere an der vierten Staffel Suits, welcher ich einen eigenen Beitrag widmen werde. Den hat sie sich verdient. Seid mir nicht böse, wenn auch dieser noch etwas auf sich warten lassen sollte. Nehmt es mir bitte auch nicht krumm, sollte ich nicht oder nur sehr verspätet auf Kommentare antworten. Die Gründe dafür liegen manchmal einfach außerhalb meines Einflussbereichs.

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Autor:

Leidenschaftliche Bloggerin. Kaffeesüchtiger Serienjunkie. Schleswig-Holsteinerin im Exil. Ständig hungrig, vor allem aufs Leben.

47 Kommentare zu „Seri(e)ös: Fringe, Grey’s Anatomy, Pretty Little Liars, The 4400, The Vampire Diaries

  1. Schön einmal wieder etwas von dir zu lesen! 🙂

    Lese ich da richtig raus, dass dich das Referendariat zwar voll und ganz vereinnahmt, du aber schon nach Alternativen (schreibenden Alternativen) Ausschau hältst?

    Von den Serien kenne ich tatsächlich nur „Fringe“ und befürchte, dass es auch dabei bleiben wird. Dafür bin ich momentan selbst sehr gut eingedeckt, wie du ja zumindest mitliest, wenn man die Likes richtig interpretiert… 😉

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    1. Ich lese mit, durchaus! Meistens werfe ich abends oder zwischendurch einen kurzen Blick in den Reader und verfolge, was bei dir und anderen so los ist. Ich bin also informiert! 🙂 Nur zum Schreiben komme ich leider momentan nicht…
      Es stimmt aber, dass ich mir für die Zeit nach dem Ref einen Job wünsche, der mir das Schreiben ermöglicht. Mal sehen. Momentan überlege ich gerade, ob ich wohl Profile auf diesen Jobplattformen brauche, um schon mal Kontakte zu knüpfen. Hast du Erfahrung mit sowas? Ich frag mal ganz dreist, immerhin arbeitest du in so einer Branche. 😉 Da wir nächstes Jahr wahrscheinlich auch wieder zurück in den Norden ziehen und die Jobs da eher rar sind, möchte ich mich in der nächsten Zeit zumindest für eine berufliche Richtung entscheiden und diese verfolgen. Mal sehen, was das wird…

      Die Serien sind alle nicht so dein Ding, da hast du nichts verpasst. Irgendwann werde ich hoffentlich auch wieder mal Anspruchsvolleres schauen…

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      1. Profile auf Jobplattformen zu haben schadet nicht. Ein Online-Portfolio mit Texten und ein paar persönlichen Infos ist vermutlich noch besser. Ich hatte neulich eine Bewerberin, die hatte sogar ein Video aufgenommen, in dem sie sich vorstellt. Fand ich klasse! Was das Schreiben angeht, so gibt es ja ganz viele verschiedene Richtungen: Ich hatte mich damals sogar mit meinem Blog beworben, weil ich mich für eine Blog/Social Media-Stelle beworben hatte, wenn auch auf einem ganz anderen Themengebiet. Was auch hilft, ist direkt Kontakt zu örtlich ansässigen Unternehmen zu suchen. Oft gibt es Bewerberabende oder Veranstaltungen, z.B. „Nacht der Unternehmen“, „Web Week“ usw. wo man recht ungezwungen in Kontakt treten kann und sich durchaus ins Spiel bringen. Persönlicher Kontakt ist wirklich Gold wert. Wenn du noch konkretere Fragen hast, immer her damit. Gerne auch per Email oder so. Ansonsten ja, bleib dran und viel Erfolg! 🙂

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      2. Ganz vielen Dank für all deine Tipps! Du kennst dich deutlich besser aus im Bereich Bewerbungen als ich. 😀 Dann werde ich mal sehen, ob ich in nächster Zeit dazu komme, mich bei XING oder was es sonst noch so gibt anzumelden. Persönlicher Kontakt ist das Allerbeste, da gebe ich dir recht. Ist natürlich ein bisscher schwer zu machen, wenn man einen Job in einer anderen Region sucht. Irgendwas in Richtung Blog/Social Media würde mir auch am ehesten zusagen, thematisch bin ich da auch ganz offen.
        Trotz meiner Motivation werde ich vermutlich erst ernsthaft dazu kommen, mich in den Bewerbungsmarathon zu stürzen, wenn ich meinen PU hatte. Ich werde mir dafür einen frühen Termin wünschen (hoffentlich noch vor Weihnachten), aber ob ich den bekomme? Jeder, den ich kenne, will es schließlich so schnell wie möglich hinter sich bringen…

        Sei auf jeden Fall darauf gefasst, dass ich dich in Zukunft weiterhin mit Bewerbungsfragen behellige. 😀

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  2. Kommt mir bekannt vor, so ähnlich lief mein Ref damals auch ab. Mit ein Grund, es abzubrechen. Ich drück dir die Daumen, dass dein Atem lang genug ist, es durchzuhalten!
    Zum Thema Lehrer und wie die Gesellschaft sie sieht: Absolute Zustimmung!

    Hoffentlich lesen wir in den Sommerferien wieder etwas mehr von dir? 🙂

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    1. Kann ich gut verstehen. Dass ist auch der Punkt, der mich am allermeisten stört: Dass die Freizeit schlichtweg nicht mehr existiert. Und wenn man mal nicht am Schreibtisch sitzt, hat man permanent ein schlechtes Gewissen. So oder so sind Wochenenden frustrierende Angelegenheiten (auch für den Partner). Und wenn man sich dann noch anhören muss, man würde nicht genug arbeiten, geht mir gerne mal der Hut hoch. In meiner Familie ist niemand Lehrer und die begreifen jetzt erst langsam, dass Lehrer ein echt harter Job ist. Zumal am Gymnasium, wo man nicht nur den Unterricht vorbereiten, sondern sich oftmals erstmal selbst in die Thematik einarbeiten muss, bevor man überhaupt irgendwas vorbereiten kann. In der Grundschule haben sie bestimmt andere Probleme und auch viel zu tun, aber gerade den inhaltlichen Aspekt finde ich schon echt heftig manchmal. Viele Themen hat man im Studium ja nicht mal angerissen. Da weiß ich vorher genauso viel (oder wenig) wie die Schüler…
      In den Sommerferien muss ich die Examensarbeit schreiben. Keine Ahnung, ob ich da nebenbei zum Bloggen komme… 😦

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      1. Sieht nachm Ref teilweise auch noch so aus. Da muss man sich die Freizeit wirklich erarbeiten, und dafür dann an anderen Tagen drauf verzichten. Braucht ein paar Jahre, bis man routinierter wird, aber selbst dann ist Freizeit ein teures Gut. Ich sehs an meinen Freunden…

        Zum Thema Lehrer und was die Leute von ihnen halten: Ich seh es so wie du.

        Ach, stimmt, die DUE da. Und nebenher vermutlich auch schon Unterricht planen und vorbereiten fürs kommende Schuljahr. Hoffentlich kannst du hier und da noch etwas raushauen, damit du dich auch erholst, bzw. ihr Zeit zu zweit habt.

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      2. DUE? Bei uns heißt das einfach nur schriftliche Arbeit. 😀 Ist aber wahrscheinlich das gleiche, oder? Irgendwas im Unterricht durchführen, dann 15 Seiten (+ca. 400 Seiten Anhang…) drüber schreiben und irgendwann ne Note mitgeteilt bekommen. Ziemlich sinnlos, wenn du mich fragst…
        Ich glaube auch, dass es nach dem Ref noch schlimmer wird. Ne volle Stelle zu haben, könnte ich mir überhaupt nicht vorstellen. Wie soll man das bitte schaffen, v.a. mit zwei Hauptfächern? Eine Kollegin (Deu/Eng) sagte neulich zu mir, sie hätte seit Schuljahresbeginn eigentlich jedes Wochenende durchgehend Arbeiten oder Klausuren korrigiert. Das ist doch kein Leben, das ist Sklaventum. Da kann man mir dreimal vorrechnen, was Lehrer verdienen, das ist mir völlig egal. Ich komm ja nicht mal dazu, meine mickrigen Ref-Bezüge komplett auszugeben…
        Wir fahren im Sommer eine Woche an den Bodensee. Da wird auf jeden Fall schon mal nicht gearbeitet. 😀 Ich muss in der schriftlichen Arbeit auch keine 1 schreiben (wozu auch…), von daher hoffe ich, dass ich das Ding in ner Woche runterschreiben kann und danach ein bisschen Ferien haben kann. Sonst dreh ich noch völlig am Rad.
        Ich verfolge übrigens deine Beiträge zur beruflichen Neuorientierung auch sehr gespannt… 😉

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      3. Jepp, henau, wobei die bei uns eher Richtung 20-25 Seiten gehen sollte, glaube ich zumindest. Sicher bin ich mir nicht mehr. Aber 400 Seiten Anhang? 😮 So viel? O_O
        Was deine Kollegin beschreibt, das kenne ich auch von Freunden. Mit zwei Hauptfächern, zumal (mindestens einem) sprachlichen, da lebt es sich sehr sehr schwer. Und dafür wird man auch bei weitem nicht angemessen bezahlt, und Sachen wie Elternabende und Exkursionen samt dem zugehörigen Ärger sind nicht mal berücksichtigt, was besonders dann toll ist, wenn man nach 9 Stunden Unterricht noch 3-5 Stunden Eltern bespaßen soll. Naja. Aber klar, Lehrer sind faul und so, nicht? 😉

        Die Woche Bodensee habt ihr euch echt verdient! Genießt es! 🙂

        Ich hoffe, dass ich demnächst dann auch endgültig weiß, wie es weitergeht. Es ist schon belastend, nicht genau zu wissen, was wohin läuft. Wollen wir das Beste hoffen! 🙂

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      4. Klar, das wird sich alles gut entwickeln bei dir. Ich drück die Daumen! 🙂
        Wir dürfen tatsächlich nur 15 Seiten schreiben in der Arbeit, aber im Anhang muss man dann eben alles dokumentieren, was zum Verständnis der Arbeit beiträgt. Sequenzplan, Stundenraster, Arbeitsblätter, Schülerergebnisse, Fotos aus dem Unterricht… 100 Seiten Anhang sind keine Seltenheit. :-/

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      5. Danke! 🙂

        Wow, so wenig? Das überrascht mich schon etwas. Aber klar, 16 Länder, 16 Suppen, was?
        Die ganzen Sachen müssen wir übrigens auch mitliefern, auch schon bei normalen Unterrichtsbesuchen. Ich hab aber nie gezählt, wie viel Kram das war. XD

        Hast du denn wenigstens ein gutes Thema?

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      6. Klar, natürlich hat jedes Bundesland seine eigenen Regeln, es haben ja auch alle verschiedene Schulformen und Lehrpläne…
        Bei UBs machen wir natürlich auch Raster und Sequenzpläne und all den anderen Spaß. Ich kann nicht sagen, dass mir das fehlen wird… 😀
        Ich führe in meinem eigenverantwortlichen Unterricht für die Arbeit eine bestimmte Sprachlernmethode beispielhaft durch und vergleiche dann, ob die Schüler sich dadurch besser Vokabeln merken können als durch „normalen“ Unterricht. Meine lernen nämlich zu großen Teilen überhaupt keine Vokabeln. :-/ Das Thema reißt mich nicht vom Hocker, aber irgendwas muss man ja durchführen und da wir ein extrem kurzes Schuljahr haben, machen es alle nach dem Motto “ Hauptsache vor den Ferien noch schnell irgendwas durchführen“. Ich kenne niemanden, der sich mit Begeisterung diesem Extraberg Arbeit widmet…

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      7. Den ganzen Mist muss man aber auch wirklich nur im Ref machen, abgesehen vom Sitzplan für den eigenen Gebrauch bei neuen Klassen. Den Rest aber, naja.

        Hm, ok. Interessanter Ansatz, zumal Vokabeln ja die Grundlage bilden. Ich muss gestehen, ich hab selbst seltenst welche gelernt. ^^‘
        Aber klar, so umwerfend ist es auch wieder nicht, und es ist und bleibt eben ne Pflichtübung. Hoffentlich findest du dazu genug Literatur und Material?

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      8. Ja, der alte Sitzplan leistet auch nach dem Ref noch gute Dienste, während der Rest irgendwo in der Ablage verschwindet. Also, nehme ich an. Ich werde dann ja nicht mehr dabei sein. 😉
        Material hab ich genug für die Arbeit, ich sammele immer schön die Schülerergebnisse ein und wir werden noch zwei Vokabeltests schreiben. Allein damit könnte ich bestimmt 15 Seiten füllen. Noch wichtiger ist aber die Reflexion über das Durchgeführte und meine Rolle als Lehrerin, meinen Kompetenzzuwachs durch das Projekt, blabla… Reflexion, darauf fahren hier alle total ab. Ist das bei euch auch so im Süden?

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      9. Stimmt, du bist dann ja eh raus. 🙂

        Puuh, ja, Reflexion. Das musst du hier unten auch ganz viel und ausgiebig und oft machen. Alles und jeden musst du reflektieren, aber bloß nicht die Mentoren oder Fachleiter, weil dir sonst auffällt, wie wenig die sich an das halten, was sie predigen. XD

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      10. Haha, genau! Ich reflektiere alles und jeden, wer nicht aufpasst, wird von mir gnadenlos an die Wand reflektiert. 😀 Nein, mal im Ernst: Dieses Reflexionsding ist nicht so meine starke Seite, manchmal ist mein Kopf nach den Stunden total leer. Aber dann höre ich mir ja gerne von den Fachleitern an, was ich alles nicht kann und woran ich dringend arbeiten muss. 😉

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      11. Ganz genau! XD

        Du, den leeren Kopf gerade nach anstrengenden Stunden, den hast nicht nur du, falls es dich tröstet. 😉
        Aber ja, ist dann auch erst einmal hilfreich, sich anzuhören, wie andere die Stunde sahen.

        Solange die Kritik sachlich und fair ist, geht das ja. Ich hab mich immer dann geärgert, wenn es überzogen oder unfair war.

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      12. Das ist wohl ein normales Phänomen, der leere Kopf. Bescheuert, dass man dann direkt danach zur Reflexion gezwungen wird. Wir müssen immer zuerst was zur Stunde sagen, bevor der Fachleiter seinen Senf dazugibt. Egal, ob leerer Kopf oder nicht. :-/
        Ich find die Besprechungen meistens schlimmer als die Stunden, auch wenn es fair oder sachlich zugeht. Meistens bin ich nicht schlauer als vorher, man kennt ja seine Baustellen. Bizarr wird es, wenn man in der Stunde etwas genauso durchführt, wie der Fachleiter es kurz zuvor im Seminar gepredigt hat und dann in der Besprechung dieses Vorgehen kritisiert wird. Da kann ich dann auch immer schlecht die Klappe halten. Wenn meine Ideen nicht richtig sind und die im Seminar gepredigten auch nicht, weiß ich auch nicht mehr weiter…

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      13. Haha, ja, das kenne ich auch noch. XD
        Leerer Kopf, dann gleich reflektieren, auf Kritik reagieren und und und. Dabei möchte man eigentlich erst einmal nur verschnaufen. Und, natürlich, wenn man Seminarkram umsetzt und der kritisiert wird – oder Lehrersachen, die dann vom Seminar kritisiert werden. *seufz*
        Willkommen im Schulwahnsinn. 😦

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      1. Las dich mal überraschen. Da kommen ja noch zwei Staffeln 😉
        John Noble hatte auch nen coolen Auftritt in der ersten Staffel von Sleepy Hollow und mehrere geile Auftritte in der 4. Staffel Elementary als Sherlocks Vater 🙂

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      2. Das werde ich machen! Rezensionen werden folgen…irgendwann. 😀
        Ich verfolge Sleepy Hollow und Elementary nicht, hab aber mitbekommen, dass John Noble immer noch ganz umtriebig im Seriengeschäft ist. Finde ich total gut, er ist ein super Schauspieler. 🙂

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  3. Ich finds toll, dass du mal wieder von dir hören lässt 😉 Aber auf lange Sicht ist es wahrscheinlich das beste, wenn du ganz ungezwungen einfach schreibst, wann es dir irgendwie passt. Du musst dich für nichts entschuldigen und zu nichts zwingen lassen – dieses echte Leben da draußen geht vor. Mach einfach dein Ding.
    Und wenn dir das Bloggen so sehr fehlt … vielleicht ist es eine Option am Wochenende eine Stunde dafür zu reservieren? So mache ich das. Samstag oder Sonntag vormittag gehört dem Blog. Man kann ja klein anfangen. Vielleicht wirklich nur mit der Stunde.

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    1. Danke für deinen Tipp, um regelmäßig zu bloggen! Ich hab auch schon mal darüber nachgedacht, aber es fällt mir echt schwer, einen festen Termin dafür zu finden. Wenn ich viel zu tun habe, will ich nicht noch länger als nötig in den PC starren und wenn ich mal etwas mehr Ruhe habe, verbringe ich die auch nicht am Schreibtisch. Zudem ist es manchmal auch nicht vorhersehbar, ob morgen ein stressiger oder entspannter Tag wird. Es ist ein echtes Dilemma! 😦 Ich sollte mal bei anderen bloggenden Lehrern nachfragen, wie die das so machen. 😀 Dieses Jahr müssen der Blog und ich noch irgendwie überstehen, ab nächstem Jahr wird hoffentlich alles besser und zeitlich entspannter (sprich: ich will dann einen Job haben, für den ich zu Hause nichts mehr tun muss 😉 ).

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  4. Puh, bei deinen Standpunkten bin ich fast überall noch bei dir.
    Grey’s – ich habe gerade die 12. Staffel beendet und zwischenzeitlich hat es mich fast ein bisschen gelangweilt. Zum Glück wurde es im letzten Drittel dann doch wieder Grey’s-typischer und ich werde wohl auch die nächsten 20 Jahre da hängenbleiben. 😉 Und an das Fehlen der einen Figur gewöhnt man sich auch, so wie man sich an alle fünzigtaused Serientode in Grey’s gewöhnt hat. 😉 Bin aber gespannt, was du zur letzten Folge der Staffel sagen wirst!
    PLL – ja, die ersten 5 Staffeln sind großartig, fesselnd, süchtig-machend. Danach flaut es ein bisschen ab. Ok, die erste Hälfte von Staffel 6 geht noch, die zweite … nicht mehr mein Fall. Ich weiß noch nicht mal, ob ich Staffel 7 überhaupt anfangen werde. Was einerseits sehr schade ist, andererseits: Die Serie hat eben 5 Staffeln lang sehr gut funktioniert, und das ist auch schon eine Leistung! Vielleicht ergeht es dir ja aber anders.
    Vampire Diaries – hier ähnlich wie bei PLL: Staffel 7 verliert für mich irgendwie den Reiz. Das liegt nicht daran, dass die zentrale Figur ausgestiegen ist, sondern daran, dass es irgendwann einfach doch ein bisschen abgedroschen ist und ja, einfach seinen Reiz verliert. Leider. Aber auch hier: Vielleicht wird es dir ja anders ergehen. 😉

    Schaust du eigentlich auch „The Originals“ noch? Da habe ich irgendwann in Staffel 3 den Anschluss verloren, vielleicht muss ich das auch mal aufholen.

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    1. Tja, da sind wir uns ja ziemlich einig, nur dass du bei den meisten Serien schon mindestens eine Staffel weiter bist als ich. Es dauert also noch ein bisschen, bis wir wissen, ob sich unsere Meinungen dann trennen. 😉
      The Originals gucke ich nicht. Da hab ich mal zwei oder drei Folgen gesehen und fand es dann so hmmm. Aber vielleicht sollte ich dem nochmal ne Chance geben, wenn mir das nächste Mal nach Guilty Pleasure ist. 😀

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      1. The Originals ist eigentlich ganz gut, wenn man ein paar Folgen geschaut hat, finde ich. Ich habe es dann zeitweise sogar lieber geschaut als Vampire Diaries! Aber Cross-Overs sind auch immer nett, das fand ich auch bei Grey’s und Private Practice immer schön. Ach, PP fehlt mir richtig, das habe ich total gern geschaut. Vor allem, weil da nicht so viel nasty surgical stuff drin war wie bei Grey’s. Achja. 😀
        Ansonsten: Eine Freundin hat mir wärmstens „The Catch“ ans Herz gelegt, die neue Serie von Shonda Rhimes. Habe aber auch noch nicht reingeschaut. 😉

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      2. Hmm, dann sollte ich dem vielleicht auch nochmal ne Chance geben. Wenn du es sogar teilweise bessere fandest als TVD…
        Private Practice hab ich auch gerne geschaut. Es war echt nett mittwochs: erst eine Folge Grey’s Anatomy und dann noch ein Besuch in Kalifornien im Anschluss. Jetzt gibt’s immer zwei Folgen aus Seattle, das ist ganz schön viel Drama für einen Abend… 😉

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      3. Das stimmt. PP war doch ein bisschen entspannender für die Nerven als Grey’s. Und ich war echt dankbar, dass da nicht so viel nasty surgical stuff bei war! Ich bin ja so ein schwaches Gemüt (mein Dozent sagte letztens bei „The Patriot“: „squeamish“) , ich finde das an Grey’s echt nervig. 😀

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      1. Das schlimme ist, die Stories sind in jeder Folge gleich aufgebaut. Man weiß schon immer im voraus, das irgendein Patient metaphorisch für das emotionale Chaos eines Arztes herhalten muss, um irgendeinen Aha-Effekt zu erzeugen. Und gibt es eigentlich mittlerweile noch irgendein Ereignis, Trauma, Erlebnis, das die Hauptfigur noch nicht durchgemacht hat? Das reicht ja für zehn Leben… 😉

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      2. Man darf nicht darüber nachdenken, was die Hauptfiguren in solchen äh…langlebigen Serien schon alles durchgemacht haben. Dann kann man die Serie meistens nicht mehr ernst nehmen. Allein wer aus Meredith‘ Familie schon alles gestorben ist und was sie alles sonst noch erlebt hat: fast ertrunken, Flugzeugabsturz, Bomben, Amoklauf im Krankenhaus, vom Patienten attackiert…und das ließe sich ja mit den anderen Hauptfiguren fortsetzen, mit Callie und Alex und Richard…furchtbar! 😀

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      3. Stimmt, gefühlt hatte Alex ziemlich wenig Drama. Die Sache mit Izzy. Vorher noch diese Verrückte, die sich für jemand anderen ausgegeben hat. Mehr fällt mir jetzt spontan gar nicht ein. Gibt’s ja nicht! 😀

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      4. Mehr war da auch nicht, wenngleich er dafür ja in seiner Jugend viel Scheiße erlebt hat. Zumindest wird dies ab und an angedeutet. Das darf ja auch schon für zwei Leben reichen. Der arme Kerl muss ja jetzt eh immer alle Meredith-Eskapaden abfangen. Da ist er genug bestraft. 😉

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  5. Übrigens: Am besten wartest du mit Orphan Black Staffel 4, bis auch Staffel 5 raus ist. Am Ende gibt es so einen bösen Cliffhanger, dass ich jetzt total am Boden zerstört bin, ein Jahr warten zu müssen! 😮

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