Veröffentlicht in Referendariat

Ein kritischer Blick auf den Arbeitsplatz Schule und – ein Abschied.

„Lehrer haben vormittags recht und nachmittags frei!“

Lehrer sind Menschen, die mittags nach Hause fahren, dann höchstens eines Stunde am Schreibtisch verbringen und ein bisschen was korrigieren und gegen 15 Uhr Feierabend machen. Sie haben jeden Nachmittag, jeden Abend und jedes Wochenende frei sowie 12 Wochen bezahlten Urlaub pro Jahr.

Bei diesen Traumbedingungen: Warum sind dann nicht viel mehr Menschen in Deutschland Lehrer?

Weil jeder insgeheim weiß, dass hinter dem Job wesentlich mehr steckt. Lehrer sind nicht nur Experten in ihrem Unterrichtsfächern und müssen das jeden Tag, in jeder Situation ausstrahlen. Nein, sie sind auch Pädagogen und Streitschlichter, Motivationskünstler, Verwaltungsprofis und regelrechte Fließbandkorrekturleser. Sie haben Arbeitszimmer, die bis unter die Decke vollgestapelt sind mit Ordnern und sonstigem Schulmaterial: Laminiergerät, Bastelpappe, Softbälle für Vokabelabfragespiele, Magnete, Kreppband, Karteikarten, Stifteboxen und und und. Sie schnippeln bis spätabends Memoryspiele aus und korrigieren Vorabiklausuren unter dem Tannenbaum, schlagen sich mit Fachkonferenzsitzungen und Dienstbesprechungen, Elterntelefonaten, Förderunterricht und Klassenleitungen herum, praktizieren nebenbei in ihrem Unterricht natürlich selbstverständlich und problemlos Inklusion und verbringen Ihre Samstage in irgendwelchen Schulbuchzentren, um sich das neue Lehrwerk für ihr Fach erklären zu lassen.

Der Alltag ist ein Kampf gegen die Uhr

Lehrer zu sein ist ein geistig und körperlich herausfordernder und vor allen Dingen unglaublich zeitintensiver Job. Kein normaler Lehrer mit einer Vollzeitstelle hat eine 40-Stunden-Woche und jeden Nachmittag, jeden Abend und jedes Wochenende frei. Das ist völlig unrealistisch. Vielen, die ich kenne, ist das egal. Sie lieben ihren Beruf und erreichen durch Routine und eine bewundernswerte Gelassenheit eine Einstellung, die es ihnen ermöglicht, trotz der Arbeitsbelastung ausgeglichen und zufrieden zu sein und auch Zeit zum Abschalten zu finden. Routine ist hier, wie gesagt, nicht zu unterschätzen. Denjenigen, denen diese fehlt – namentlich den Referendaren und Berufsanfängern -, sieht man bereits nach wenigen Schuljahreswochen an, wie kräftezehrend das Lehrerdasein ist. Das Hauptproblem ist oftmals, dass man sich als Anfänger zunächst selbst in die Unterrichtsthemen einarbeiten muss. Vieles, was an der Uni gelehrt wird, ist für die Schule schlichtweg völlig irrelevant. Diese Einarbeitung neben dem normalen Arbeitsalltag zu leisten, und das auch noch möglichst umfassend und kurzfristig, ist der blanke Horror. Damit ist es ja aber lange noch nicht getan, denn danach muss das Thema, das man sich gerade selbst erst angeeignet hat, auch noch didaktisch-methodisch möglichst gut verpackt werden, um es kompetent und schülerorientiert unterrichten zu können. Schlaf ade. Wochenende ade. Ferien ade. Freizeit und soziale Kontakte ade.

Für mich habe ich schon vor längerer Zeit entschieden, dass ich mir mein Arbeitsleben so nicht vorstelle. Ständiger kurzfristiger Zeitdruck; ständig das Gefühl, inkompetent zu sein; ständig das Gefühl, auf der Stelle zu treten und den Berg an Arbeit niemals abarbeiten zu können; wenig gesellschaftliche Wertschätzung und eigentlich keine sichtbaren Arbeitsergebnisse – nein. So kann und möchte ich nicht leben und arbeiten. Ich weiß, dass das nur eine Seite der Medaille ist; es gibt auch die guten Seiten: Die schönen Momente im Unterricht und die Interaktion mit Schülern; die Unterstützung von Kollegen; nicht zuletzt die Gewissheit, einen sicheren und anständig bezahlten Job zu haben, der sich auch mit der Familie vereinen lässt. Das ist wohl mit ein Grund, warum der Lehrerberuf gnadenlos verweiblicht.

Das System Schule überleben

Im vergangenen Schuljahr habe ich viel darüber gelernt, wie das System Schule am Laufen gehalten wird. Man muss sich darüber im Klaren sein, dass an Schulen grundsätzlich Personal fehlt; es wird also von Tag 1 eines jeden Schuljahres an ein Mangel verwaltet. Kollegen arbeiten mehr Stunden als geplant; teilweise über Jahre, wenn sie Fächer haben, die nur schwer zu besetzen sind (an meiner Schule sind das z. B. Mathe, Kunst oder auch Politik). Alle, ausnahmslos alle, machen Vertretungsstunden; oftmals sogar mehrere pro Woche. Der Krankenstand ist dementsprechend hoch: Dauerhafte Überbelastung und ständiger kurzfristiger Zeitdruck machen anfällig für jede Art von Infekt, weil Erholungs- und Ruhemöglichkeiten fehlen. Ich hatte letztes Schuljahr  nicht umsonst ständig Erkältungen.

Letztlich – so meine Meinung – kann man sich v. a. als Berufsanfänger seine eigene körperliche und psychische Gesundheit als Lehrer nur erhalten, wenn man einige – oder alle? – der folgenden Punkte berücksichtigt:

  • Muss es wirklich eine Vollzeitstelle sein? Braucht man das Geld dringend? Oder ginge es nicht auch mit etwas weniger, etwa mit den Bezügen aus einer 3/4 Stelle? Das sind dann je nach Schulform bis zu 6-8 Stunden und bis zu 2-4 Lerngruppen weniger!
  • Die Ansprüche an den eigenen Unterricht deutlich herunterschrauben: Im Buch oder Arbeitsheft gibt es eine passende Übung? Wunderbar. Alles, was Vorbereitungszeit einspart, ist gut. Das aufwändige Stationenlernen kann man auch noch in drei Jahren, wenn man mehr Routine hat, ausprobieren.
  • Das Netzwerk nutzen: Man sollte keine Scheu haben, andere Lehrer der eigenen Fächer anzusprechen und nach Material oder Literaturtipps zu fragen. Viel zu oft sind Lehrer Einzelkämpfer. Sollte jemand sein Material nicht herausrücken wollen, dann freundlich erneut die eigenen Materialien anbieten und anpreisen. Tauschgeschäfte sind win-win-Situationen. Ansonsten Onlineplattformen nutzen.
  • Nein sagen und dabei bleiben! Das Protokoll der Konferenz kann auch jemand anderes schreiben. Zu der für einen selbst nicht relevanten Fortbildung kann auch ein Kollege gehen. Die AG kann auch mal ausfallen.
  • Die eigenen Wünsche deutlich machen! Wenn man nicht gerne in der Unterstufe unterrichtet, weil einen die Kabbeleien und die Unruhe stressen, dann sollte man das dem Stundenplaner auch klar kommunizieren. Vielleicht übernimmt man dann im Gegenzug lieber einen Oberstufenkurs?
  • Feste Arbeitszeiten einrichten und einhalten, z. B. immer „nur“ bis 19 Uhr arbeiten. Eine Liste der Dinge machen, die an dem Tag bis 19 Uhr erledigt werden müssen und dann gnadenlos Zeit zuteilen. Dazu gehören z. B. auch Elterntelefonate oder E-Mail-Antworten. Wenn für die Vorbereitung der morgigen Stunde in Klasse 8 dann nur 10 Minuten bleiben, tut es auch mal eine Kopie oder eine Stillarbeit. Denn ganz ehrlich: Den Schüler ist es meistens eh egal…
  • Sich einen Ausgleich schaffen – und zwar möglichst jeden Tag. Mit dem Hund spazierengehen, Yoga machen, mit der besten Freundin Wein trinken, im Urlaub zwei Wochen am Strand liegen – alles, was nichts mit Schule zu tun hat, ist perfekte Ablenkung.

Als einzelner kann man das System Schule kaum verändern. Man hat letztlich zwei Alternativen:

  1. Man akzeptiert das System, wie es ist, und versucht, damit zurechtzukommen und seine eigene kleine Nische zu finden. Vielen Lehrern gelingt das ganz gut, einigen gelingt das nicht so gut und nicht wenige gehen langfristig am System kaputt.
  2. Man akzeptiert das System, wie es ist, und beschließt selbstbestimmt, kein Teil davon zu sein.

Genau Letzteres habe ich getan. Innerlich schon vor Monaten, offiziell erst vor wenigen Tagen. Ja, ihr hört richtig. Ich habe gekündigt.

Zweifel und Unzufriedenheit gab es schon lange. Aber ich habe dagegen angekämpft, wollte wirklich noch ein halbes Jahr Teil des Systems Schule sein. Letztlich ging das nicht mehr. Es gab einen Auslöser für diese Entscheidung, etwa zu dem Zeitpunkt, als ich diesen Beitrag veröffentlicht habe. Ich möchte nicht ins Detail gehen, sondern nur betonen, dass dieser Auslöser in mir selbst lag. Weder Schule noch Ausbilder noch Seminar waren daran beteiligt und ich hege keinerlei Groll gegen diese drei. Es war eine schwere Entscheidung, die Kraft, Nerven und Tränen gekostet hat. So weit gekommen zu sein und jetzt kurz vor dem Ziel den Weg nicht mehr weitergehen zu können – das nagt, trotz der Gewissheit, dass die Entscheidung richtig war.

In der Nacht nach meiner Kündigung habe ich so gut geschlafen, wie seit Monaten nicht. Und dass, obwohl ich Sicherheit, festes Einkommen und soziales Umfeld gegen Ungewissheit und den Status „Arbeitslosigkeit“ eingetauscht habe. Dennoch: Ich fühle mich frei. Ich besinne mich darauf, wer ich wirklich bin. Viel zu oft hatte ich im vergangenen Jahr das Gefühl, völlig vergessen zu haben, was mir eigentlich Freude bereitet und was wirklich zählt in meinem Leben. Das System Schule hat mir viel gegeben, aber es hat mir auch viel genommen. Ich habe entschieden, dass es das in Zukunft nicht mehr tun wird und dass dieser Weg, den so viele erfolgreich und glücklich beschreiten, nicht der richtige für mich ist. Ich schließe mich Frank Turner an und sage: Well, if that’s your road then take ist, but it’s not the road für me. 

Habt ihr auf Anhieb euren Traumberuf gefunden oder euch auch einmal (oder mehrfach?) „verlaufen“? Denkt ihr über einen Jobwechsel nach oder befindet ihr euch vielleicht gerade in einer beruflichen Umbruchsphase? Oder seid ihr in dem „System“, das ihr euch ausgesucht habt, glücklich? Ich bin gespannt auf eure Geschichten!

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Autor:

Leidenschaftliche Bloggerin. Kaffeesüchtiger Serienjunkie. Schleswig-Holsteinerin im Exil. Ständig hungrig, vor allem aufs Leben.

45 Kommentare zu „Ein kritischer Blick auf den Arbeitsplatz Schule und – ein Abschied.

  1. Ich hab Wirtschaftswissenschaften studiert und im Konzernmanagement gearbeitet.Spannender Job, wilde Projekte, Gestaltungsfreiraum und Unmengen an Geld. Aber alles… schal. hohl. leer. Die Umbruch kam von aussen, was für die einen die Finanzkrise war für mich die Chance zum Neustart. Und jetzt will ich da hin, wo du raus willst. Ich weiss was mich erwartet, ich hab meine Angetraute durch das Ref gecoached und ich weiss auch, das ich da richtig bin. Auch wenn das bedeutet mit >40 noch mal zu studieren. Aber was solls, egal, schlussendlich ist wichtig das man morgens gerne in den Spiegel sieht und abends zufrieden und erschöpft auf dem Sofa sitzt, weil man was tolles bewegt hat. Also viel Glück und Erfolg bei deinem Neustart.

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    1. Lustig, ich habe eine Zeitlang in den letzten Monaten darüber nachgedacht, nochmal ein BWL-Studium dranzuhängen. Dieser Gedanke liegt aber momentan aus verschiedenen Gründen auf Eis. Dann wären wir wirklich komplette Gegensätze gewesen.
      Ich finde es großartig, dass du noch einmal studierst und diesen ganzen, wirklich langen und steinigen Weg zum Lehrerberuf auf dich nimmst. Mit deiner persönlichen Erfahrung und auch der Erfahrung deiner Frau wird das bestimmt klappen, du wirkst sehr entschlossen. Ich stimme dir voll und ganz zu, dass es das Wichtigste ist, morgens motiviert zur Arbei zu gehen, dort einen erfüllten Tag zu haben und abends zufrieden mit sich zu sein. Als Lehrerin konnte ich das nicht, aber das heißt absolut nicht, dass andere das nicht können. Deshalb danke ich dir für deine guten Wünsche und sende sie direkt zurück. Ist dein Studium bislang nur ein Plan oder bist du schon mittendrin? Und musst du den kompletten Lehramtsstudiums-Weg gehen oder reicht für dich ein Nachstudium? Das würde mich wirklich interessieren.

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      1. Einmal komplett. Ich will so richtig Lehrersein. Lehramts B.Sc. hab ich grad durch, und geh jetzt in den M.Ed. Ich finanzier mir das Lehramtsstudium halt mit nem Lehrerjob. Mir wird einiges im Studium angerechnet, daher hab ich den B.Sc. in 4 Semestern gemacht, aber jetzt noch 2 Jahre Master, dann 18 Monate ref und ich bin da wo ich hin will. Es ist nicht so schlimm nochmal was anderes zumachen. Wenn man erstmal auf dem Weg ist, stellt man fest, das viele auch Kurven im lebenslauf haben. Ich glaub ja, man wächst als Mensch an solchen Kurven und Klippen. Daher wünsch ich dir viel Erfolg und das Quäntchen Glück zur richtigen Zeit die richtige Person zu treffen, die dir sagen kann, wo es weiter geht.

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      2. Wow, das volle Programm also. Respekt. Aber man merkt: Du hast das Ziel vor Augen. Und wenn du schon als Lehrer arbeitest, kriegst du ja nach der Uni keinen Praxisschock. 😉
        Ich halte es mit den Klippen und Kurven im Lebenslauf übrigens wie du. Sind nicht die spannendsten Menschen immer diejenigen, die völlig verschiedene Sachen gemacht oder ihr Leben irgendwann mal komplett umgekrempelt haben? Insofern nehme ich diese Klippe in meinem Leben an und versuche, daraus etwas Schönes zu machen. Dann wird das Quäntchen Glück schon irgendwann sei Übriges tun.

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  2. Kann ich nur unterschreiben. Der Job des Lehrers ist brutal und wenn man nicht aufpasst, brennt man schneller aus als andere burnout schreiben können. Und darf sich von Hinz und Kunz anhören, wie einfach doch die Arbeit mit Kindern ist, weil ja jeder mal in der Schule war…

    Ich kenne deine Situation nur zu gut, auch wenn ich nur ein halbes Jahr ausgehalten habe. Du weißt, dass es weitergehen wird, und ich drück dir die Daumen, dass du einen Bereich findest, in dem du glücklich bist und auch vernünftig verdienst! 🙂
    Und ich bin gespannt, wie es weitergeht. 😉

    Bei mir geht es ja in ein paar Tagen los, weshalb ich auch nervös bin und noch nervöser werde, je näher alles rückt.

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    1. Kann ich mir vorstellen, dass du nervös bist! Das ist doch normal und total okay. Und wenn du die ersten Tage im neuen Job ein bisschen nervös wirkst, wird dir das auch keiner übel nehmen. Ich glaube, das legt sich aber bald und weicht dann einer gesunden Neugier auf alles, was da noch kommen mag. Ich bin überzeugt, dass du das super machen wirst! 🙂
      Zum Lehrerberuf: Volle Zustimmung zu allem, was du schreibst. Gerade diejenigen, die unglaublich motiviert sind, laufen am meisten Gefahr, sich auf Dauer im System Schule kaputt zu machen. Hier noch eine AG, da noch ein Ausflug; Klassenfahrt, Studienfahrt, Forschungsprojekt, Wettbewerb, …man kann als Lehrer viele Dinge anstoßen, aber wie viel Kraft und Zeit das neben dem normalen Wahnsinn noch kostet – das sieht die Außenwelt leider nicht. Ich glaube es gibt viele, die regelmäßig zu Hause am Schreibtisch fast zusammenbrechen, dann aber trotzdem weitermachen. The show must go on…bis es irgendwann einfach gar nicht mehr geht…

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      1. Ich hoffe sehr, du behältst recht. Wahrscheinlich wirst du das und ich sehe es momentan nur durch die Nervositätsbrille anders! 🙂
        Danke für deine lieben Worte und deinen Zuspruch!

        Stimmt, gute Lehrer versuchen, sich möglichst umfangreich einzubringen und auf diese Weise viel für ihre Schüler zu tun. Dabei geht der Selbstschutz verloren, den zu lernen braucht auch Zeit. Die man im Alltag nicht unbedingt hat, weil man so schnell unter die Räder kommt. Wie du ja sagst, the show must go on. Und wenn man dann bis ein Uhr morgens dasitzt und plant, und um fünf wieder aufstehen muss.

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    1. Vielen Dank! Für mich stand ja schon seit Monaten fest, dass ich den Lehrerberuf nach dem Ref auf keinen Fall werde ausüben wollen. Die Kündigung jetzt ist mir dennoch schwer gefallen, denn den Abschluss häte ich schon gern gemacht. Aber manchmal soll es eben nicht sein. Dir weiterhin viel Erfolg in der Schule!

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      1. Danke das ist nett 🙂

        Ich stehe ja noch ganz am Anfang, konnte jetzt aber schon durch Erfahrung oder Erzählungen bei deinem Resümee bestätigend nicken. Ich hoffe, ich finde meine Nische ^.^

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  3. Auch wenn ich deine Situation nur durch deine Posts hier verfolgen konnte, denke ich, dass deine Entscheidung komplett richtig war. Du klingst hier viel befreiter trotz aller Ungewissheiten als in den letzten Artikeln über deine Referendariatszeit.

    Und ich bin sicher, du wirst etwas finden, dass dich inhaltlich als auch auch von den Rahmenbedingungen zufriedenstellt.

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    1. Komisch, oder? Alles ist ungewiss und ich fühle mich trotzdem so gut wie schon lange nicht mehr. Schön, dass das in dem Beitrag rauskam, ich wollte unter keinen Umständen einen nöligen und weinerlichen Abschiedsbeitrag schreiben. Die selbstbestimmte Kündigung hat mir einfach einen Schub gegeben und jetzt ist alles auf null gesetzt und ich kann mir einen neuen Weg suchen. Das ist schwierig, aber auch großartig. Ich glaube auch fest daran, dass ich etwas Passendes für mich finden werde! Etwas, das mich erfüllt und mit dem ich trotzdem meine Rechnungen zahlen kann. Hoffentlich kann ich mir diesen Optimismus bewahren. 🙂

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  4. Richtig so! Wenn dich der Job einfach nur kaputt macht, dann bringt auch die Sicherheit, das Geld und all der ‚Ruhm‘ nichts. Ich kenne einige Lehrer, die in ihrem Job aufgehen. Die es lieben. Die da mit Verve und Engagement dabei sind. Aber ein derartiger Beruf muss irgendwie auch zu einem passen. Deshalb: Tu das, wonach dir tatsächlich der Kopf steht. Es gibt kein scheitern, es gibt nur ein erweitern. Den Horizont und so viel mehr… 🙂

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    1. Das werde ich jetzt zu meinem Motto machen: Es gibt kein Scheitern, es gibt nur erweitern… 🙂
      In der Tat habe ich eingesehen, dass es mir wichtiger ist, etwas zu tun, in dem ich aufgehe und das mir Freude bereitet, als Sicherheit und viel Geld zu haben. Wenn ich darüber nachdenke, finde ich solche Konzepte wie „Lebenszeitverbeamtung“ unfassbar gruselig und abschreckend. Mit Ende 20 schon genau wissen, wie die nächsten 35-40 Berufsjahre aussehen? Das ist überhaupt nichts für mich. Habe ich aber auch erst jetzt gemerkt. Insofern hast du recht mit der Horizonterweiterung…

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  5. Gratuliere zu deiner Entscheidung und dem Mut diese auch umzusetzen. Für mich hört es sich wirklich so an als hättest du alles richtig gemacht, zumal in deinem Artikel auch klar rauskommt, was die Herausforderungen sind, du Vor- und Nachteile beleuchtest und das System analysierst – man sollte diesen Eintrag eigentlich allen ReferendarInnen vorlegen.

    Für deinen weiteren Weg wünsche ich dir nun alles Gute und drücke dir die Daumen, dass du dein berufliches Glück demnächst findest! 🙂

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    1. Ich danke dir! Du bist nicht der erste, der es „mutig“ findet, dass ich gekündigt habe. Ich weiß, dass das absolut positiv gemeint ist, aber dennoch irritiert es mich manchmal. Letztlich habe ich die Reißleine gezogen, bevor das nächste halbe Jahr mir vielleicht komplett den Boden unter den Füßen weggezogen hätte. Es war eine recht simple Kosten-Nutzen-Rechnung. Dennoch war die Entscheidung schwer und ich bin froh, dass ich dabei durch kompetente Menschen begleitet wurde. Ansonsten wäre ich vielleicht mit Scheuklappen einfach weitergerannt und wer weiß, wohin mich das gebracht hätte…
      Ob man meinen Text nun allen Referendaren vorlegen sollte – ich weiß ja nicht. 😀 Klar, da gibt es schon einige, die sich Tag für Tag etwas vormachen. Aber zu dieser Einsicht – auch das habe ich gelernt – muss man von selbst gelangen, dafür muss man das eigene Selbstkonzept verändern. Und wer dazu nicht bereit ist, wird immer weiterlaufen. Auch, wenn es die falsche Richtung ist.

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  6. Ich fühle mich in meinem jetzigen Job sehr wohl. Das kann ich bis zur Rente aushalten 🙂

    Wenn du dich jetzt besser fühlst, mehr Einklang mit deiner Seele hast, dann war es die richtige Entscheidung. Das Problem ist nur, dort „oben“ sind natürlich die jobs nicht so massenhaft vorhanden wie hier unten. Aber gehen kannst du auch nicht so einfach, dein Freund hat ja einen guten Job dort oben.
    Für dich ist jetzt wichtig, dass du eine Entscheidung triffst, was du denn genau jetzt machen willst. Hast du da schon klare Vorstellungen? Vielleicht eine Ausbildung anfangen?

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    1. Das ist schön, dass dir dein Job gefällt. Deine Fotos vom Flughafen gefallen mir auch immer gut und es ist beruhigend zu wissen, dass ich darauf nicht verzichten muss in naher Zukunft. 🙂
      Ich weiß ungefähr, in welche berufliche Richtung ich möchte und lote derzeit noch aus, was ich dafür brauche bzw. wie ich dort am besten einsteige. Weiterbildung ist definitiv ein Thema, eine weitere komplette Ausbildung oder ein weiteres Studium eher nicht. Ich habe drei Uniabschlüsse, damit sollte sich ja wohl etwas anfangen lassen. 🙂
      Wir werden auf jeden Fall noch eine Zeitlang in Braunschweig bleiben. Der Herr Koch hat einen guten Job, den er sehr mag und die Region BS-WOB-H ist recht quirlig und bietet eigentlich auch ganz gute Jobaussichten, selbst für solche wie mich. 😉 Ich konkurriere hier auch nicht direkt mit den lokalen Uniabsolventen, da man meine Fächerkombination z. B. an der TU Braunschweig gar nicht studieren kann. Insofern gar nicht so schlechte Aussichten. Drück die Daumen, dass ich etwas Passendes finde. 🙂

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      1. Puh! Du kriegst mich trotzdem nicht nach Bayern. 😉 In München könnte ich vermutlich relativ leicht einen Job finden, aber leider kann ich dann da nicht leben, weil es einfach zu teuer ist…

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      2. Das stimmt wohl. 😀 Aber auch die Aussicht, im Umland zu wohnen, reizt mich nicht, sorry. Dafür bin ich einfach zu norddeutsch…mir fehlen hier in Niedersachsen schon Wind und Meer. 😦

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  7. Meinen jetzigen Job finde ich eher mäßig gut, aber das ist auch nur ein Aushilfsjob, um ein bisschen Geld rein zu kriegen – wenn ich mir das immer wieder bewusst mache, dann ist es aushaltbar 😉
    Was ich eigentlich mache ist Grundschullehramt studieren 😀 Und, so seltsam das auch klingt, dein Text stärkt mich noch mal sehr in der Gewissheit, dass es mein Traumberuf ist, weil er mich nicht verunsichern kann – ich kenne die genannten Punkte, aber zumindest in meinen Praktika habe ich mich sauwohl gefühlt und kann mir keinen schöneren Beruf vorstellen. Ob das in 5 Jahren noch so ist, kann ich nicht zu 100% sagen – aber ich bin mir sehr sicher, dass das so sein wird:)

    Weißt du denn schon, was du jetzt machen möchtest?:) Du hast ja Lehramt für „Große“ studiert, kann man da nicht auch fachwissenschaftlich was mit anfangen?:)

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    1. Das ist doch schon mal ein guter Anfang, wenn du dich in den Praktika wohlgefühlt hast. 🙂 Das Ref ist dann tatsächlich nochmal eine ganz andere Hausnummer, weil man dann eben auch Verantwortung für eigene Lerngruppen hat und ständig irgendwelche Ausbilder vorbeikommen und einem sagen, wie schlecht man ist. Das soll dich nicht verunsichern, es ist nur wirklich eine ganz andere Situation. Aber vielleicht ist das in der Grundschule auch alles nicht so schlimm. Jedenfalls die Einarbeitung in Unterrichtsthemen stelle ich mir nicht so anstrengend vor. 😉 Insofern weiterhin viel Erfolg in deinem Studium und bleib deinen Überzeugungen treu! 🙂
      Ich hab meine Fächer tatsächlich sowohl auf Lehramt als auch nicht auf Lehramt studiert und habe dementsprechend auch einen Master of Arts-Abschluss. Ich hoffe sehr, dass der mir bei der Jobsuche helfen wird. 🙂

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  8. Ich habe zwei Jahre als Sozialpädagoge im Suchtbereich gearbeitet, in der Zeit festgestellt, dass 1. eine feste Stelle nichts für mich ist, 2. der Beruf viel zu viel aus Bürokram und Verwaltung besteht und 3. viel zu viele der älteren Kollegen ausgebrannt, desillusioniert oder zynisch sind. Im ersten Jahr habe ich gemerkt, wie ich immer unzufriedener und schlecht gelaunter wurde (und ich bin eigentlich nie schlecht gelaunt), habe dann auf eine halbe Stelle reduziert, was am Ende aber darauf hinauslief, einfach weniger Zeit für die gleiche Arbeitsmenge zu haben.

    Also habe ich gekündigt und ein Zweitstudium (Nord- und Lateinamerikastudien) absolviert. Und in der Zeit zu meinem Traumberuf als Übersetzer gefunden, den ich, nach einem Jahr als Teilzeitsozialpädagoge in der Jugendhilfe, jetzt seit zwei Jahren hauptberuflich ausübe. Und ich liebe es. Bücher sind seit jeher meine große Leidenschaft, jetzt werde ich dafür bezahlt, sie zu übersetzen, bin mein eigener Chef und kann arbeiten wann und wo ich will (am liebsten zuhause). Hat zwar auch Nachteile (kein bezahlter Urlaub; niemanden, der die Arbeit übernimmt, wenn man krank ist, keine Auftragssicherheit usw), aber die Vorteile überwiegen bei mir bisher eindeutig.

    Na okay, der eigentliche Traumberufe wäre, vom Schreiben eigener Bücher zu leben, aber die Übersetzerei ist schon mal ein guter Anfang. 😉

    Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute für deinen weiteren beruflichen Weg, und dass du etwas findest, das dich glücklich macht.

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    1. Wow, das klingt wirklich so, als hättest du deinen Traum war gemacht! Großartig!
      In den Beschreibungen deines Arbeitsalltages kann ich mich auch teilweise wiederfinden. Im vergangenen Schuljahr war ich ständig schlecht gelaunt oder gereizt und überhaupt nicht mehr die Person, die ich eigentlich bin. Ich konnte auch keine Freude mehr an meinen Hobbys finden oder hatte erfolgreich verdrängt, was mir eigentlich überhaupt Freude bereitet. Als Beamtin fühlte ich mich zudem irgendwie „eingesperrt“; mein Sicherheitsbedürfnis ist wohl eher gering ausgeprägt. Hoffentlich schaffe ich es, genauso meinen Weg zu finden, wie du es getan hast. Du arbeitest dann jetzt als Freiberufler? Ich habe auch schon darüber nachgedacht, ob das etwas für mich wäre. Ich könnte mir gut vorstellen, langfristig als Texterin o.ä. für Kunden Texte aller Art zu verfassen. Für die Homepage, für Flyer, etc. Letztlich werde ich aber vermutlich erstmal ein Angestelltenverhältnis in einer Agentur, einem Verlag o.ä. anstreben und dann schauen, ob das die richtige Branche für mich ist. Lust aufs Schreiben habe ich jedenfalls (jetzt wieder!) große und Geschichten wie deine machen mir ganz viel Mut! Vielen Dank dafür! 🙂

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      1. „Du arbeitest dann jetzt als Freiberufler? “
        Genau. Allerdings hat es auch lange gedauert, bis ich als Übersetzer richtig eine Fuß in die Tür bekommen habe. Hatte schon während des Zweitstudiums für kleinere Verlage für wenig Geld übersetzt, dadurch aber ganz gut Kontakte geknüpft und Erfahrung gesammelt. Nach dem Studium habe ich erst mal noch ein Jahr Teilzeit als Sozialpädoagoge gearbeitet und daneben noch übersetzt.

        Erst nach einem Jahr habe ich mich dann getraut, es Vollzeit zu versuchen. Erstaunlicherweise lief es dann ganz gut, auch wenn die Honorare im ersten Jahr noch recht niedrig waren. Aber seitdem geht es kontinuierlich aufwärts. Die Verlage werden immer größer, die Honorare höher, und ich musste jetzt erstmals Anfragen absagen, weil ich sie zeitlich nicht schaffen würde.

        Um sich als Übersetzer selbstständig zu machen, muss man auf jeden Fall Durchhaltevermögen mitbringen, und darf nicht direkt aufgeben, wenn es mal nicht so gut läuft.

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      2. Danke für deinen Bericht. Was du gemacht hast, finde ich nicht nur interessant, sondern auch total motivierend. Kann ich mir vorstellen, dass man am Anfang erstmal unsicher ist, ob das überhaupt klappen kann. Aber toll, dass es sich bei dir so gut entwickelt hast und du nun richtig begehrt bist.
        Ich werde die Freiberuflichkeit auf jeden Fall im Hinterkopf behalten, aber jetzt erstmal einen Job suchen. Vielleicht mache ich es dann so wie du und baue mir nebenbei ein kleines Netzwerk auf. Ist auf jeden Fall einfacher, als aus einer Situation der Arbeitslosigkeit in eine freiberufliche Tätigkeit in einem neuen Berufsfeld zu starten.

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  9. Mutig? Vielleicht. Ich denke, „Mut“ ist das falsche Wort, weil es immer recht nah an der Tollkühnheit ist. Ich ziehe es vor zu sagen, dass ich dich bewundere. Und das auch so meine. Denn ich in deiner Situation hätte diese Entscheidung so wahrscheinlich nicht getroffen, sondern das Ref irgendwie durchgezogen. So habe ich es damals im Studium ja gemacht. Meinen Abschluss einkassiert, weil ich nicht noch einmal von vorn beginnen wollte. Deshalb: Hut ab. Wirklich.
    „Wenn ich darüber nachdenke, finde ich solche Konzepte wie „Lebenszeitverbeamtung“ unfassbar gruselig und abschreckend.“ Das war übrigens auch einer der Gründe, der mit hineingespielt hat bei meiner Entscheidung. Wenn man im Hamsterrad drin ist, gibt es keine großen Perspektiven mehr, denn „Schulleiter“ ist nun auch keine Weiterentwicklungsmöglichkeit.
    Ich gratuliere dir jedenfalls dazu, endlich wieder einmal gut geschlafen zu haben. Ich habe auch bestimmt ein dreiviertel Jahr schlecht (und nicht durch) geschlafen wegen Unzufriedenheit. Und ich weiß, wie sehr das aufs Gemüt schlägt. Erinnere dich gut an dieses Gefühl, wenn es mal nicht glatt laufen sollte bei der Umorientierung. Denn das spricht dafür, dass die Entscheidung definitiv richtig war.
    Ein kleiner Praxistipp am Rande: Leg dir eine sinnvolle Begründung zurecht, warum du das Ref abgebrochen hast. Eine nüchterne Analyse der Situation, ohne Schuldzuweisung oder sonst irgendwas. Etwas, mit dem du deinem Arbeitgeber zugleich sagst, dass du wegen dieser Entscheidung genau richtig für den neuen Job bist. Denn du wirst diese Frage hören. Immer und immer wieder. In jedem oder beinahe jedem Vorstellungsgespräch, das du führen wirst.
    Ich drücke dir jedenfalls alle meine Daumen, lass dir ein wenig Zeit, genieß auch das Gefühl der Freiheit. Schade, dass ich meinen Monatsrückblick schon geschrieben habe. Dein letzter Artikel ist mit drin. Dann kommt der hier halt in den Rückblick für September. *gg*
    Alles Gute dir … Und Wow!

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    1. Ach, vielen lieben Dank für deine netten Worte und Einblicke in deine Situation! Ich wusste nicht, dass du schon im Studium so gehadert hast mit dem Lehrerwerden. Bereust du es, dass Studium trotzdem durchgezogen zu haben? Letztlich hast du ja zwei Fächer studiert, die dich interessieren. Man könnte den Pädagogikquatsch halt auch als Bonus sehen. 😉 Aber ich verstehe schon, was du meinst mit der Unzufriedenheit. Mir hat bei meiner Entscheidung letztlich das Gedankenspiel „Was passiert, wenn ich das Ref weitermache?“ sehr geholfen. Mir war völlig klar, dass ich nach spätestens zwei Schultagen wieder im selben Wahnsinn angekommen wäre, der das ganze vorherige Jahr geherrscht hat. Und das zu überstehen – dazu wäre ich mit der Krise im Rücken überhaupt nicht in der Lage gewesen. Es war also auch Selbstschutz und ich bin ganz zufrieden damit, dass ich eine Gefühl dafür habe, was ich mir zumuten kann und was nicht. Das war mir vorher gar nicht klar, aber ich kenne meine Grenzen wohl ziemlich gut. Ich hoffe, dass mich das in Zukunft vor weiteren Krisen bewahrt. 🙂
      Was das Thema Vorstellungsgespräche betrifft, da wäre ich sowieso nochmal auf dich zugekommen zwecks Tipps usw. Für meine vorherige Beamtenstelle musste ich ja keines absolvieren, bin in dem Bereich also noch ein bisschen grün hinter den Ohren. Hilfe ist dementsprechend erwünscht. 🙂
      Vielen Dank auch, dass du meinen Pippi-Beitrag in deinen Rückblick aufgenommen hast und diesen Beitrag auch aufnehmen wirst. Ich merke gerade richtig, wie sehr mich meine momentane Freiheit zum Schreiben, Lesen und zu noch so viel mehr animiert. Daran merke ich jeden Tag wieder deutlich, dass es richtig war der drohenden Lebenszeitverbeamtung zu entrinnen. 😉

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      1. Nein. Ich habe es mir zur Regel gemacht, nichts zu bereuen, aus dem ich Gutes ziehen kann. Und ich habe in Pädagogik meinen Schwerpunkt in Globalem und Handelndem Lernen gehabt. Das war spannend. Und sehr viele Veranstaltungen in Soziologie und Politikwissenschaft belegen können, die mir angerechnet wurden. Ich habe es also im Gegenteil genossen, ein umfangreiches geisteswissenshaftliches Studium zu absolvieren. Mir ging es nur drum, dass ich ein Examen habe und keinen „klassischen“ Abschluss. Aber im 10. (oder 12.?) Semester fängt man nicht noch mal von vorne an. Jeder in meinem CV sieht, ich wollte mal Lehrer werden.
        Rat und Tat lasse ich dir gern angedeihen, der Aushilfsjedi und ich haben dazu auch nen Podcast aufgenommen. Der kommt irgendwann. Und wo immer Fragen sind: Her damit. Den Aspekt des Lehrerdaseins habe ich doch verinnerlicht. 😅

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      2. Ach so, du hast an einer Uni studiert, die die Lehrgangsstudiengänge nicht auf Bachelor/Master umgestellt hat. Das ist in der Tat unschön. Dann wird es leider immer Leute geben, die sagen, dass das 1. Staatsexamen ohne das 2. nichts wert ist. Das ist natürlich Käse, aber so sind sie eben, die Leute…
        Diesen Podcast würde ich schon sehr gerne mal hören, ich glaube, das wäre interessant. Ich frage mich aktuell, was die besten Vorbereitungsstrategien für so ein Gespräch sind. Ist es wirklich am Klügsten, sich auf alle möglichen Standardfragen Antworten auszudenken und dann einzuüben? Wirkt das nicht total aufgesetzt? Bin da gerade hin und her gerissen.

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      3. Genau. Ich habe in Hessen studiert. Ich glaube, die haben bis heute nicht umgestellt. Sobald die Podcast-Folge online ist, werde ich sie auch verlinken.
        Was die Standardfragen angeht: Ich habe in der Tat für die wichtigsten Fragen Antworten vorbereitet. Das hilft dabei, in ein richtiges Gespräch zu kommen. Und darauf kommt es eigentlich an. Wenn du das schaffst, ist es super.

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      4. Gibt ja so Bundesländer, die sich geweigert haben, bestimmte Studiengänge umzustellen. Ich glaub, deine neue Heimat ist auch so eins…
        Das wäre toll, wenn du Bescheid sagen könntest, sobald die Folge online ist. Dann höre ich sie mir gleich an und sauge Tipps auf. 🙂
        Ich werde mir in nächster Zeit mal eine Sammlung an beliebten Fragen zusammenstellen und einigermaßen kluge Antworten darauf überlegen. Und die ganze Ref-Katastrophe, die werde ich auch natürlich sowieso sprachlich hübsch verpacken. 🙂

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  10. Nun in Anbetracht dessen, dass ich immer noch in der lieben Schule stecke kann ich zu ewigen Berufsodyssen eher weniger betragen. Ich kann dir nur dazu gratulieren dass du dich getraut hast zu kündigen. Nicht nur du wirst es dir danken auch die Schule. Für mich gibt es nicht schlimmeres als alter der sogar junge ausgebrannte, ständig genervte Lehrer, die uns Schüler wirklich hassen. Der Unterricht bringt niemandem war ebenso wenig wie der gesamte Klassenkrieg.

    und zur Schule… Ich bin mit meiner Schule recht zufrieden meine Grundschule war zwischen menschlich der letze Dreck… letztes Jahr hatte ich ziemlich viel Glück mit meinen Lehrern nur vier die ich nicht ausstehen konnte, ein relativ guter Schnitt. Dennoch bin ich froh wenn ich hier raus bin , denn ich bin ein Mensch der wenig mit gleichaltrigen anfangen kann und ich es hasse wenn mir gesagt wird was ich zu tun und zu lassen habe. Ähnlich sieht es mit dem Lernen aus. Ich liebe es zulernen und mich weiter zu bilden, aber nicht mit den Schulfächern…

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    1. Wir alle kennen wohl die Lehrer, die nicht glücklich sind mit ihrem Job und denen man das im Unterricht auch anmerkt. Genau das wollte ich mir und allen anderen ersparen. Auch wenn du es von der Schülerseite siehst: Vielen der unzufriedenen Lehrer geht es in ihrer Situation bestimmt auch nicht gut. Aber wenn man einmal im Hamsterrad festhängt, kommt man ab einem bestimmten Alter auch nur noch schwer raus. Finanzielle Verpflichtungen usw. Und Lehrer ist leider so ein Beruf, den man nach dem Referendariat wohl nur noch ganz schwer wechselt, v.a. dann, wenn man bereits verbeamtet ist. Egal, wie schlecht es einem damit geht.

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