Veröffentlicht in Kreatives

Was aus dem Bändchengarn wurde…

Lange habe ich gebraucht, um mich mit dem Bändchengarn von Lang anzufreunden, das auf Umwegen seinen Weg in meine Häkelkrimskramskiste gefunden hat (ich berichtete). Zeitweilig war ich so verzweifelt, dass ich sogar hier um Ideen zu seiner Verarbeitung gebeten hatte. Das Zeilenende prophezeite daraufhin in seiner nüchteren Art, es wäre egal, was ich daraus häkeln würde – es würde sowieso am Ende aussehen wie „der Bestandteil eines Lappenclown-Kostüms“ (Originalzitat!).

Kopfzerbrechen
Kopfzerbrechen

Nach einigen weiteren Seufzern meinerseits ob der merkwürdigen Beschaffenheit dieses Garns beschloss ich, nicht mehr so viel darüber nachzudenken und häkelte freudig drauflos. Eine Reihe feste Maschen, eine Reihe Stäbchen, immer im Wechsel, bis das Garn fast verbraucht war. Aus den Resten werkelte ich drei kleine Sterne und nähte sie auf. Nachdem ich damit fertig war, betrachtet ich mein Werk und wusste immer noch nicht, ob dies nun ein Tuch, ein Schal, ein Schaltuch, ein Tuchschal, eine Tischdecke oder einfach ein multifunktionales Textil ist. Als ich es mir probeweise um den Hals warf, machte es keine schlechte Figur und so werde ich es demnächst einfach mal ausführen und sehen, wie es sich außerhalb der Wohnung bei Wind und Wetter benimmt. Auf den Wohnzimmertisch verbannen kann ich es ja immer noch.

Das Endergebnis in voller Größe
Das Endergebnis in voller Größe

 

Sternendeko
Sternendeko

Aktuell häkele ich gerade allerlei Kleinkram aus Wollresten der Farben braun und beige. In den nächsten Tagen werde ich mich wohl mal daran machen, die Wohnung damit ein bisschen herbstlich zu gestalten. Außerdem habe ich eine Schalanleitung mit einem Sternchenmuster entdeckt, die ich auch noch ausprobieren möchte. Dafür muss ich aber erst noch die richtige Wolle finde. Bändchengarn wird es bestimmt nicht…

Kamt ihr auch schon einmal bei einem kreativen Projekt – basteln, bauen, zeichnen etc. – einfach nicht weiter? Lasst ihr euch davon entmutigen oder stachelt so etwas euren Ehrgeiz erst recht an? Und habt ihr schon den Herbst in eurer Wohnung einziehen lassen?

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Autor:

Leidenschaftliche Bloggerin. Kaffeesüchtiger Serienjunkie. Schleswig-Holsteinerin im Exil. Ständig hungrig, vor allem aufs Leben.

4 Kommentare zu „Was aus dem Bändchengarn wurde…

  1. Sag ich doch. Würd sich gut als Teil eines Lappenclown-Kostüms machen. So als Lappen … 😉
    Ernsthaft: Passt doch. Sieht gut aus.
    Was deine Frage angeht: Ich habe vor einem Jahr eine Mütze und einen Socken gestrickt. Die Mütze ist viel zu groß geworden, der Socken viel zu klein … Seitdem ruht mein Strickzeug.

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    1. Danke. Ich glaube auch, dass ich das Maximale aus diesem merkwürdigen Garn herausgeholt habe. 😉

      Mit Mützen stehe ich übrigens auch auf Kriegsfuß, auch wenn ich sie häkele und nicht stricke. Ich muss sie grundsätzlich mehrmals wieder aufmachen, bis ich die richtige Größe erreicht habe. Socken kann man zum Glück nicht häkeln, also bleibt mir diese Frustration erspart. 😀

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  2. Es gibt ja immer noch die Weihnachtsgeschenkschiene für die lieben Verwandten 😉 Wenn es ganz schlimm kommt…

    Ich bin an dieversem Selbstgemachten gescheitert an Kawaii- Katzen die hinter her aussahen wie Schreckensqualquappen oder Kissen mit zu wenig Füllung, zu kleine oder viel zu große Armbänder…

    Übung macht oftmls doch irgendwie den Meister 😉
    Ich finde Allzweck-Textile sollte es öfters geben. Vielleicht rettet es ja sogar jemandem eines Tages das Leben?

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