Veröffentlicht in Fernsehserien

Seri(e)ös: Zahlen, bitte!

Die Statistikwelle greift um sich. Gefühlt hat schon jeder Film- und Serienblogger 2016 Revue passieren lassen, nur ich natürlich nicht. Eigentlich wollte ich das auch gar nicht machen, aber dann erschien es mir doch sinnvoll – vor allem, um meine Pläne für 2017 zu ordnen. Wie war es denn nun, mein Serienjahr?

Insgesamt haben es 2016 34 Serienstaffeln auf meinen Bildschirm geschafft. Es waren:

Für mich selbst erstaunlich ist es, wie fixiert ich auf amerikanische Produktionen bin. Lediglich zwei Staffeln aus anderen Ländern – Broadchurch ist eine britische Produktion, The Returned – Les Revenants eine französische – waren darunter. Richtig erklären kann ich es mir nicht. Dass es letztes Jahr keine neue Staffel von Sherlock gab (lediglich ein Special, das ich geschaut, aber nicht reviewed und nicht in die Liste aufgenommen habe), fällt natürlich ins Gewicht. Aber Downton Abbey hätte ich zum Beispiel zu Ende schauen oder mich ein bisschen zusammenreißen und es mit Doctor Who noch einmal probieren können. Leider mag ich Matt Smith nicht besonders und stecke darum mitten in Staffel 6 fest. Beides habe ich aber nicht getan. Wenn ich die Wahl habe, gibt es bei mir offensichtlich amerikanische Produktionen. Natürlich wird die Entscheidung für oder gegen eine Serie auch durch ihre Verfügbarkeit forciert – und da Netflix der Streamingdienst meiner Wahl ist, schaue ich bevorzugt Serien, die dort im Angebot sind. 2017 wird sich das so schnell wohl nicht ändern, da einfach noch so viele ungeschaute Serien in meiner Liste warten, dass es keinen Sinn ergibt, zu einem anderen Dienst zu wechseln.

Müsste ich aus meiner komplett amerikanisierten Liste nun meine Lieblinge 2016 zusammenstellen, würden es folgende – samt und sonders auf der anderen Seite des großen Teiches produzierte – Staffeln (in alphabetischer, nicht wertender Reihenfolge) in diese Auswahl schaffen :

  1. Fargo (Staffel 1)
  2. House of Cards (Staffel 4)
  3. Mad Men (Staffel 7)
  4. Six Feet Under (Staffel 5)
  5. Suits (Staffel 4)
  6. True Detective (Staffel 1)

Insgesamt zeigt sich, dass gerade HBO immer noch für großartige Unterhaltung im Serienbereich steht (Six Feet Under, True Detective), aber Netflix mit seinen Eigenproduktionen zunehmend aufholt (House of Cards, Fargo). Es bleibt auch 2017 spannend, wie die Konkurrenz der verschiedenen Networks und Streamingdienste untereinander sich darauf auswirken wird. Auf lange Sicht wird zumindest Netflix sich irgendwann zwischen Masse und Klasse entscheiden müssen, denke ich, denn die Anzahl der eigenproduzierten Serien ist enorm und es ist fraglich, ob sich das auf lange Sicht wirklich rechnet. Erfolge wie Stranger Things oder auch das Gilmore Girls-Revival geben dem Dienst zwar recht, aber der Druck, nun auch hochklassige weitere Staffeln von Erfolgsserien zu liefern, steigt damit ebenfalls. Letzlich belebt Konkurrenz natürlich das Geschäft und so wird sich das goldene Serienzeitalter hoffentlich noch einige Jahre fortsetzen.

Natürlich habe ich auch für 2017 einiges geplant, was ich mir gerne anschauen und hier im Blog besprechen möchte. Wie immer ist vieles davon natürlich von der „Mitarbeit“ der TV-Sender bzw. Streamingdienste abhängig. Aber wenn alles so läuft, wie ich es mir wünsche, dann sieht mein Programm für 2017 zumindest die folgenden Serien und Staffeln vor:

  • Chef’s Table (Staffel 3): Von Neflix für Frühjahr 2017 angekündigt; u.a. mit dem Berliner Tim Raue
  • Chicago Fire (Staffel 4): Vox hat die Serie zumindest in seiner Vorschau für 2017 dabei gehabt
  • Fargo (Staffel 2): schiebe ich schon seit ein paar Monaten vor mir her; auf Netflix verfügbar
  • Modern Family (Staffel 5): meine liebste Comedy momentan; leider die letzte Staffel, die auf Netflix verfügbar ist
  • Rectify (Staffel 2): seit Kurzem auf Netflix verfügbar
  • Sherlock (Staffel 4): Die ARD hat die Ausstrahlung für das zweite Quartal 2017 angekündigt.
  • Sons of Anarchy (Staffel 2 bis 7): Nachdem letzte Woche Staffel 7 hinzugefügt wurde, ist die komplette Serie nun auf Netflix verfügbar. Staffel 1 war mein mediales Highlight in den letzten Wochen (Review folgt).
  • The Big Bang Theory (Staffel 9): Habe die Ausstrahlung im TV verpasst (Tanzkurs am Montag 😉 ), hole das nun zügig auf Netflix nach

Sollte Netflix gut mitarbeiten, könnte es auch mit folgenden Serienstaffeln weitergehen:

  • House of Cards (Staffel 5) – Extrem ärgerlich, dass die Rechte bei Sky liegen…
  • Orphan Black (Staffel 5) – Der fiese Cliffhanger am Ende von Staffel 4 macht mich schon neugierig.
  • Pretty Little Liars (Staffel 6) – Guilty Pleasure, bitte!
  • Suits (Staffel 5) – Auch von einer meiner Lieblingsserien wünsche ich mir dringend Nachschub!
  • The Vampire Diaries (Staffel 7) – siehe Pretty Little Liars… 😉

Außerdem hätte ich Lust, noch eine weitere Serie neu zu beginnen. Ich schleiche schon seit einiger Zeit um The Good Wife herum. Ich glaube, damit könnte es dieses Jahr auch noch etwas werden. Zudem werde ich mir zu gegebener Zeit die finale Staffel Downton Abbey irgendwo als DVD ausleihen, um diese großartige Saga zu ihrem verdienten Abschluss und ein bisschem mehr britischen Touch in meine Liste zu bringen.

Mit den genannten Serie(nstaffeln) werde ich eine ganze Weile bschäftigt sein. Wahrscheinlich kommt dann doch wieder alles anders, aber das macht nichts. Gute Serien machen auch mit etwas Verspätung noch Spaß. 😉

Puh, 34 Serienstaffel habe ich 2016 geschaut – ganz schön viele. Wie war Euer Serienjahr 2016? Und auf welche neue Serie(nstaffel) freut Ihr Euch 2017 am meisten?

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Autor:

Leidenschaftliche Bloggerin. Kaffeesüchtiger Serienjunkie. Schleswig-Holsteinerin im Exil. Ständig hungrig, vor allem aufs Leben.

29 Kommentare zu „Seri(e)ös: Zahlen, bitte!

  1. Meine Serien sind diese für 2017:
    01. Game of Thrones Staffel 7
    02. Black Sails Staffel 4
    03. American Horror Story (alle bisherigen Staffeln)
    04. Mrs. Fishers mysteriöse Mordfälle Staffel 1
    05. The 100 Staffel 4

    The Returned (zumindest das franz. Original) war der Hammer. Ich hoffe, da kommt bald eine 2. Staffel.

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    1. Hmm, da haben wir ja keine Seeiengemeinsamkeiten dieses Jahr. Außer vielleicht der zweiten Staffel The Returned. Ich fand aber Staffel 1 so gruselig, dass ich mir das nochmal überlegen muss. 😀

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      1. Die war echt Hammer die 1. Staffel. Ich hatte dann mal das Ami-Remake angemacht. Brrr… war das übel. Nach einer folge gleich wieder eingemottet. Das Original ist nicht zu schlagen.

        Schauen wir mal, was wir dieses Jahr vielleicht gemeinsam an Serien haben… Hab ja gerade Westworld in 2 Tagen durchgeguckt 😉

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      2. Ist das Remake echt so schlecht? Ich wollte es mir sowieso nicht angucken, aber da frage ich mich wirklich, warum man so ein Remake überhaupt produziert. Wenn es schon ein Abklatsch ist, dann muss er auch Mehrwert bieten…

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  2. Hm, abgesehen von Heroes (steht bei mir und wartet auf micht :D), Orphan Black (muss auch noch geschaut werden) und House of Cards (will endlich Staffel 4 zu einem vernünftigen Preis auf DVD! *grein*), ja, da haben wir doch sehr unterschiedliche Geschmäcker. XD
    Zu the Good Wife hab einige positive Dinge gehört, aber ich hab sie halt nie geschaut. ^^

    Bei Big Bang Theory würde ich nicht allzu viel erwarten, ich war zuletzt tierisch enttäuscht.

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    1. Über The Good Wife lese ich auch immer nur Positives! Darum gebe ich der Serie wohl doch nochmal eine Chance. Vor Jahren habe ich die ersten Folgen mal im TV gesehen und fand sie so lala, aber im Laufe der Zeit hat die Serie sich scheinbar sehr gemacht.
      Heroes fängt stark an, lässt dann leider nach. Erwarte also nicht zu viel. Das tue ich von TBBT auch nicht. 😉

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      1. Du, manchmal ändert man sich ja auch im Laufe der Zeit. Buffy hätte ich vor zehn Jahren niemals angeschaut, und heute komm ich kaum davon weg. 😉
        Und dann sind die ersten ein, zwei Staffeln meist auch noch einmal anders, bis die Serie ihren Ton und Rhythmus gefunden hat.

        Ne, ich geh da ganz unvoreingenommen heran. 🙂

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      2. Das sehe ich genauso wie du. Der Geschmack ändert sich und in den ersten ein, zwei Staffeln muss sich eine Serie sowieso normalerweise noch finden. Insofern hat The Good Wife definitiv noch eine Chance verdient. 🙂

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    1. Stimmt! Das ist mir gar nicht aufgefallen, dass wir in etwa die gleiche Menge geschafft haben. 😉 Ich glaube ja, dass ich dieses Jahr die Anzahl erhöhen werde – letztes Jahr habe ich doch in der ersten Jahreshälfte viele Abende am Schreibtisch verbracht, was ja nun wegfällt – aber wir werden sehen. 🙂 Sehr interessant auch, wie wir um dieselben Serien herumschleichen. Sons of Anarchy (gestern konnten wir endlich weiterschauen – ganz großes Kino…äh…TV. 😉 ), The Good Wife…

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  3. [Klugscheißermodus an] „Fargo“ ist keine Netflix-Produktion. Die Serie stammt vom amerikanischen Sender FX-Network (gehört zu Fox, ist aber Basic Cable, also PayTV, aber nicht so Premium wie HBO), die auch „Sons of Anarchy“ produziert haben. Bei Serien, die von Netflix aber exklusiv außheralb der USA vertrieben werden, wie z. B. auch „Better Caul Saul“ oder „Penny Dreadful“ schreiben sie im Vorspann frecherweise, dass es ein „Netflix Original“ wäre. [/Klugscheißermodus aus]

    In letzter Zeit konnten mich eher kleine, nicht so bekannte Serien begeistern. Wie z. B. „Mozart in the Jungle“, „Red Oaks“, „Good Girls Revolt“ (auf Amazon Prime), „Midnight Diner: Tokio Stories (japanische Netflixserie), „The OA“ (auch Netflix). „Hypeserien“ wie „Westworld“ fand ich gut, aber auch nicht mehr.

    Sonstige Highlight 2016 waren die aktuellen Staffeln von:

    „Narcos“
    „Billions“
    „Bloodline“
    „Stranger Things“
    „Better Caul Saul“
    „Halt and Catch Fire“

    Größte Enttäuschung war das „Gilmore Girls“ Revival. Schlecht geschrieben, total Out of Character (mit welcher Verachtung sie alle Pauls behandelt haben!), kein richtiger Erzählbogen usw.

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    1. Was du nicht sagst! Danke, dass du mich an dieser Stelle aufgeklärt hast. Jetzt werde ich die Infos besser prüfen. Habe auch schon festgestellt, dass Netflix „Designated Survivor“ als Original verkauft, das aber eigentlich von ABC produziert wird. Könnte man fast als Verbrauchertäuschung ansehen…
      Von deinen Highlights 2016 habe ich leider keine einzige Serie gesehen. Neulich wollte ich Narcos anfangen, weil ich dachte, die Serie wäre auf Spanisch verfügbar (ich habe Romanistik studiert, brauche ich Alltag die Sprachkenntnisse aber nicht, will aber nicht komplett einrosten) – war sie aber nicht. Da hatte ich dann keine Lust mehr. :-/ Über „The OA“ habe ich auch schon Positives gelesen, vielleicht wäre das mal was für zwischendurch. Das Gilmore Girls-Revival war für mich auch schwierig und hat eigentlich nur funktioniert, weil ich die Serie so liebe und total idolisiere. Die Paul-Story fand ich aber auch schlimm – gerade Rory hat Menschen nie so behandelt.

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      1. Muss ich dann Englisch als Sprache auswählen? Ich habe in den Einstellungen nach Spanisch gesucht – und als ich das nicht gefunden habe, direkt aufgegeben. Auf Englisch habe ich es gar nicht versucht…

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      2. Ah, danke für die Info. Dann gebe ich der Serie wohl nochmal eine Chance. Ich ärgere mich gerade über mich selbst, dass ich nicht klug genug war, die Originalversion einfach mal auszuprobieren. :-/

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  4. Mit Matt Smith hatte ich auch irgendwie ein Problem. Er wirkte auf mich mit Abstand als einer der planlosesten Doctor-Inkarnationen. Obwohl er ja richtig viele Fans hat… . Auch Amy konnte ich nicht so besonders leiden, wenn ich das sage, gucken mich aber immer alle böse an XD

    Das Serienjahr war richtig gut, nur hätte ich gern noch mehr Anime gesehen. Zur Zeit bin ich allerdings auch sehr Netflix-besessen. ich schaue dort eine Serie nach der anderen. Zuletzt waren das beispielsweise Midnight Diner, Dirk Gentlys Holistic Agency und The OA – kann ich alle drei sehr empfehlen. Die Serien haben mich umgehauen. Für 2017 steht bei mir hoffentlich noch mehr Mad Men an. Mein Freund und ich haben Ende 2016 damit angefangen und ich bin schwer begeistert.

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    1. Danke – schön, dass ich nicht alleine bin mit meinem kleinen Matt Smith-Problem! 😀 Ich weiß auch nicht so richtig, was mein Problem mit seinem Doktor ist. Ich glaube, ich finde ihn einfach langweilig…

      Das kenne ich gut, dass man von Netflix besessen sein kann. 😀
      Von The OA schwärmen ja sehr viele momentan. Müsste ich wohl auch mal einen Blick riskieren. 😉
      Zu deiner Wahl, Mad Men zu schauen, kann ich dir übrigens nur gratulieren – eine famose Serie, die tatsächlich im Verlauf der Staffeln noch besser wird. Allein wie detailverliebt das Set und die Kostüme sind, lässt einen ja schon ins Schwärmen geraten. Ich habe die Serie auch sehr, sehr gerne geschaut. Viel Spaß Euch damit! 🙂

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