Veröffentlicht in Arbeit & Beruf

Schreiben als Beruf #1 – Meine Erfahrungen nach sechs Monaten

Dass ich in meiner Freizeit gerne schreibe, zu dieser Erkenntnis hat mir der Blog schon vor Jahren verholfen. Im vergangenen Jahr habe ich es dann gewagt und mir auch einen Job gesucht, in dem Schreiben zu den vorwiegend ausgeführten Tätigkeiten gehört. Seit einem guten halben Jahr arbeite ich nun als Online-Redakteurin in einer Social-Media-Agentur. Dort übernehme ich für verschiedene Kunden die redaktionelle Betreuung ihrer Facebookseite, ihres Instagramkanals, Xing-Auftritts oder Unternehmensblogs, wobei der Schwerpunkt schon sehr deutlich auf dem Netzwerk Facebook liegt. Ich suche also Themen aus, recherchierche dazu, schreibe die Texte für die entsprechenden Beiträge, erstelle sie in Zusammenarbeit mit einem Grafiker und veröffentliche die Beiträge zum vorgesehenen Termin auf den Seiten der Kunden. Hohe Literatur ist das nicht, aber das wusste ich vorher. Ich hätte mich auch um einen Job bei einem Verlag oder einer Tageszeitung bemühen können, das war aber nicht das, was ich wollte. Außerdem ist der Einstieg dort meist nur über ein Volontariat möglich, auf das ich als Quereinsteigerin ohne Berufserfahrung wahrscheinlich schlechte Chancen gehabt hätte. So hänge ich nun den ganzen Tag bei Facebook herum und werde dafür bezahlt. Welche weiteren Erkenntnisse ich aus meinen ersten sechs Monaten als Vollzeitschreiberling noch gezogen habe, fasse ich für Euch (und auch für mich) einmal zusammen. Vielleicht ist ja unter Euch der eine oder andere, der sich auch schon mal gefragt hat, ob so ein Redakteursjob nicht etwas für ihn oder sie wäre…

1. Schreiben macht mir auch Spaß, wenn ich mir das Thema nicht selbst aussuchen kann

Das Wichtigste zuerst: Schreiben macht mir auch beruflich Spaß. Puh, Glück gehabt. Es macht mir Spaß, jeden Tag acht Stunden nach passenden Themen und den richtigen Formulierungen zu suchen. Die Inhalte, über die ich schreibe, sind vielfältig, weil ich für Kunden aus den verschiedensten Bereichen schreibe: Technik, Lebensmittel, Einrichtungsgegenstände, Kosmetik und und und. Auch die Zielgruppen, die angesprochen werden sollen, unterscheiden sich deswegen natürlich stark: Neukunden, Bestandskunden, aktuelle und potentielle Mitarbeiter, anspruchsvolle Klientel, Klientel, die einfach unterhalten werden will, … Damit geht einher, dass das sprachliche Register von Projekt zu Projekt stark variieren kann. Es wird also nie langweilig.

2. Ich habe (fast) immer Lust darauf, zu schreiben.

Jeder von uns steht mal mit dem falschen Fuß auf und hat einen schlechten Tag. Das ist normal und auch ich habe solche Tage, an denen es gefühlt nicht gut läuft. Aber selbst dann bin ich normalerweise in der Lage, die anstehenden Schreibaufgaben zu bewältigen. Ich habe sehr, sehr selten komplette Schreibblockaden, sondern kann mich darauf verlassen, dass ich trotz schlechter Laune oder Pollenallergieflash (keine gute Zeit gerade…) dennoch etwas aufs digitale Papier bringe. Auch wenn Zeitdruck gewiss nicht mein Freund ist und mir auch – anders als vielen anderen Menschen – keinen Kreativitätsschub gibt (ich glaube daran, dass gute Ideen reifen müssen), bekomme ich es im Normalfall hin, auch kurzfristig gesetzte Deadlines einzuhalten. Tatsächlich habe ich festgestellt, dass die Tageszeiten keine große Auswirkung auf meine Schreibproduktivität haben: Ich kann früh morgens genauso gut schreiben wie direkt nach dem Mittag oder am späteren Nachmittag. Nur der Abend ist nicht meine Zeit.

3. Vorbereitung und Recherche sind das A und O

Jedes Mal, wenn ich ein Projekt neu übernehme, fühle ich mich kurz überfordert, weil es im Normalfall wieder ein völlig neues und unbekanntes Thema mit sich bringt, in das ich mich erst einmal eindenken und einarbeiten muss. Je technischer dieses Thema ist, desto schwieriger und langwieriger gestaltet sich das natürlich, denn mein Bildungshintergrund ist eben ein geisteswissenschaftlicher. Dennoch habe ich festgestellt, dass es im Normalfall möglich ist, mit ein, zwei, drei Stunden Recherche einen ganz guten Gesamtüberblick über ein Thema zu erlangen. Das Detailwissen kommt dann im Laufe der Zeit fast von selbst hinzu. Wie so oft gilt auch hier die Regel: Einfach erstmal anfangen.

4. Ich mag es, verschiedene Textsorten zu schreiben

Oben schrieb ich bereits, dass ich vor allem für Facebook texte. Das macht Spaß, weil bei Facebook inzwischen verschiedene Beitragsarten möglich sind und man nach Veröffentlichung auch eine direkte Rückmeldung bekommt, wie der entsprechende Text/Beitrag ankommt (Likes, Kommentare, geteilte Inhalte). Nichtsdestotrotz finde ich es spannend, für andere Netzwerke zu schreiben. Instagram lebt eher von hochwertigen Bildern und weniger vom Text, was es für mich nicht ganz sooo spannend macht. Bei Xing und Unternehmensblogs sieht das schon anders aus. Gerade so ein Blogartikel ist für mich eine gute Abwechslung und die Chance, einmal wirklich zwei Stunden an einem längeren Text zu feilen. Für Print schreibe ich kaum, aber wenn, dann empfinde ich das ebenfalls als spannend – vor allem, weil dabei ein haptisches Endprodukt entsteht.

5. Ich bin kein visueller Mensch, würde aber gern mehr über Grafikdesign lernen

Ich bin textfixiert. Aber so richtig. Selbst bei Instagram interessieren mich die Texte zu den Bildern meistens mehr als die Bilder selbst. True Story. Damit stehe ich ziemlich allein da, denn gerade in den sozialen Netzwerken interessieren sich die meisten Nutzer vor allem für visuellen Content und lesen Texte nur, wenn sie das Thema wirklich brennend interessiert. Vor meinem jetzigen Job war mir gar nicht klar, dass ich so ticke. Jetzt gehört es aber zu meinen Aufgaben, dem Grafiker auch Bildvorschläge, GIF-Ideen o. ä. zu meinen Texten zu liefern. Das fiel mir am Anfang unglaublich schwer, inzwischen ist es etwas besser geworden. Einerseits habe ich ein Gespür dafür entwickelt, wie ein „gutes“ Bild aussieht, andererseits sieht der Grafiker meine Vorschläge auch wirklich nur noch als Vorschläge an. 😉 Der Bereich Grafik inklusive Photoshop ist definitiv einer, in dem ich mich gerne noch einmal weiterbilden würde. Eine grundlegende Unterweisung in Photoshop hatte ich schon, aber dieses Programm ist viel zu komplex, als dass es sich an einem Tag auch nur annähernd begreifen lässt.

6. Korrekte Rechtschreibung und Grammatik sind auch in der digitalisierten Welt wichtig

Kennenlernen oder kennen lernen? So weit oder soweit? Zuhause oder zu Hause? Die deutsche Sprache ist auch für mich bisweilen ein wahre Wundertüte, was Rechtschreibung und Grammatik angeht. Ich gehöre zu der Generation, die in der Grundschule noch teilweise nach alter Rechtschreibung unterrichtet wurde und die ihre restliche Schulzeit in der „alte Regel/neue Regel-Übergangszeit“ verbracht hat. So kommt es, dass die Duden-Seite zu einer meiner am häufigsten aufgerufenen gehört, denn auch in den sozialen Netzwerken legen Kunden Wert darauf, dass auf ihren Präsenzen korrekte Texte veröffentlicht werden. Ich habe festgestellt, dass ich über Rechtschreibung wahrlich nicht alles weiß, dass das aber auch nicht schlimm ist. Es ist wichtig, überhaupt zu erkennen, dass mit diesem Wort oder jener Formulierung womöglich etwas nicht stimmt. Zweifeln ist wichtig, denn nur dadurch lassen sich Fehler ausmerzen.

7. Facebook ist eine Dauerbaustelle

„Ach Facebook!“ – Das ist wahrscheinlich einer der am meisten getätigten Ausrufe meinen Kollegen und mir. Denn Facebook ist eine riesige Dauerbaustelle. Funktionen kommen hinzu und verschwinden auf mysteriöse Weise wieder, nur um einige Tage später wieder verfügbar zu sein. Statistiken können manchmal abgerufen werden, manchmal nicht. Beiträge werden ohne erkennbaren Grund nicht veröffentlicht und Grafiken im falschen Format angezeigt. Jeden Tag gibt es irgendeine neue Absurdität, die alle, die damit arbeiten, zum Staunen oder Kopfschütteln bringt. Aber hey – wenigstens langweilig wird es nicht, denn man muss wirklich auf alles gefasst sein…

Mal schauen, welche Erkenntnisse mir die nächsten sechs Monate bringen – dann ist das nächste kleine Update zum Thema Schreiben als Beruf geplant. 🙂 Bis dahin berichtet mir doch gerne von Euren Erfahrungen, solltet Ihr beruflich auch mit dem Schreiben in Kontakt kommen. Gerne genommen werden übrigens auch Geschichten über die Wundertüte Facebook! 😉

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Autor:

Leidenschaftliche Bloggerin. Kaffeesüchtiger Serienjunkie. Schleswig-Holsteinerin im Exil. Ständig hungrig, vor allem aufs Leben.

52 Kommentare zu „Schreiben als Beruf #1 – Meine Erfahrungen nach sechs Monaten

  1. Ich denke vor allem, daß Du für den Job die richtigen Voraussetzungen mitbringst. Manches in diesem Stück liest sich wie Teile aus meinen „Praktikanten- Predigten“, nur aufs Digitale abgewandelt. 🙂

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      1. Ja, sowas in etwa. Daß der Job Handwerk und Kreativität vereint. Daß man nach einer kurzen Nacht in der Lage sein sollte, dennoch was Sendefähiges abzuliefern. Daß man auch einer sympathischen Sache kritisch gegenüberstehen sollte (frei nach Hajo Friedrichs). Und Rudi Carrell gibt’s noch obendrauf: „Damit man was aus dem Ärmel schütteln kann, muß man zuvor was reinstecken.“ Mal so als Abriß…

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      2. Oh, das hast du schön gesagt! Klar ist Schreiben eine kreative Tätigkeit, aber auch an schlechten Tagen muss einfach etwas dabei herumkommen. Das können sich nur die wenigsten Arbeitsgeber leisten, dass der Arbeitnehmer an einem schlechten Tag einfach nichts abliefert. Das ginge in meinem Job auch gar nicht. Schön, dass du jungen Menschen das mit auf den Weg gibst! 🙂

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  2. Ich komme mit dem Daumen immer so schnell auf senden, mist, war noch gar nicht fertig…
    Also Spaß scheint vorhanden. Wie du schreibst, ist auch Abwechslung vorhanden, da du für verschiedene Kundenklientel schreibst. Hättest du in einem Verlag nicht gehabt. Und Recherchen sind doch echt spannend. Also, ich finds toll. LG Ela

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    1. Ach Ela, das hast du schön gesagt! 🙂 Verlagsarbeit ist bestimmt auch spannend, aber auf eine ganz andere Weise. Wer weiß, vielleicht probiere ich das auch nochmal aus irgendwann. Ich habe ja noch einige Berufsjahre vor mir. So ungefähr vierzig. 😉

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  3. Ich find’s vor allem spannend, dass du deinen Beruf als „Schreiben“ bezeichnest. Denn wenn ich das richtig verstanden habe, fütterst du mit deinen Ergebnissen überwiegend Profile in sozialen Netzwerken und da ist ja eigentlich selten bis nie ein wirklicher, langer Text gefragt. Ich würde eine solche Tätigkeit viel eher dem Begriff PR oder Marketing oder im weitesten Sinne Kommunikation zuordnen – komme aber auch aus dem entsprechenden Bereich. Ich schreibe auch gerne (sonst würde ich wohl kaum bloggen), aber das „Texten“ (in Ermangelung eines besseren Wortes) für Facebook-Seiten finde ich oft eher mühsam, weil es da eben immer kurz und prägnant sein muss, was gar nicht immer so leicht ist, je nach Thema.
    Die Hauptsache ist aber ja, dass du Spaß hast an dem, was du tust, egal, wie man es jetzt nennt 😉
    LG,
    Hannah

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    1. Ganz genau Hannah, Hauptsache es macht Spaß, ob man meinen Job nun Schreiben, Texten oder Kommunizieren nennt. 🙂 Klar ist das, was ich mache, auch Marketing, aber da ich vor allem operativ agiere und der Fokus auf der Textproduktion liegt, ist das eher ein Redakteursjob. Ich tippe mal, dass du Social Media Managerin oder etwas ähnliches bist? 🙂
      Ich stimme dir übrigens voll zu, dass kurzes und prägnantes Texten manchmal viel schwieriger ist, als einen längeren Text zu verfassen. Das hat auch seine Tücken (Stichwort Struktur), die aber einfach woanders liegen und nicht so sehr im Bereich Wording.

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      1. Nicht ganz 😉 Nur Social Media zu machen, wäre mir, glaube ich, auch zu eintönig. Da würde mir eben das Schreiben fehlen. Aktuell bin ich noch nichts so richtig: Ich studiere im Master „Strategische Kommunikation“, arbeite als Werkstudentin in einem recht großen Unternehmen (bzw. einer Niederlassung) im Bereich Kommunikation und Marketing (da schreibe ich z.B. u.a. Pressemitteilungen) und betreibe ehrenamtlich zwei Facebook-Seiten für unsere Kirchengemeinde und ein Ferienhaus. Also von allem ein bisschen 😀

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      2. Ach sag das nicht – Social Media ist nicht eintönig, nur eben nicht auf längere Texte ausgelegt. Wobei Businessnetzwerke wie Xing durchaus mit längeren Texten gefüttert werden, die fast schon Blogcharakter haben. 🙂 Aber ich verstehe, dass du gerne Pressemitteilungen und Co. schreibst. Ich finde es auch toll, wenn am Ende ein greifbares Produkt entsteht. 🙂 Dein Studium und deine Nebenjobs klingen auf jeden Fall interessant und ich bin gespannt, in welche Richtung es dich dann beruflich verschlägt. :-

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  4. Ah, spannend, speziell da wir uns ja in ganz ähnlichen Feldern bewegen, nur dass wir Social Media nahezu komplett in-house machen.

    Was sind denn die Metriken nach denen du misst? Reichweite? Engagement? Verlinkst du auch auf längere Artikel (z.B. Blogs) und misst die CTR? Und ist Social Media für die Unternehmen, für die du arbeitest, Teil einer größeren Strategie (z.B. Inbound) oder dient es „nur“ zur Kundenbindung? Wir sollten mal quatschen… 😀

    Und fasst am wichtigsten, machst du nur den organischen Teil oder bewirbst du auch Posts? Weil die organische Reichweite sinkt ja leider immer mehr.

    Am wichtigsten ist auf jeden Fall: Du hast Spaß dabei – so muss das sein! 🙂

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    1. Wir sollten echt mal quatschen – offensichtlich haben wir uns auch beruflich viel zu sagen! 🙂 Ich selber bin tatsächlich nur für Recherche und Textproduktion zuständig. Alles anderes, also statistische Auswertung, Strategie und Werbeanzeigen, übernehmen die Projektmanager. Facebook selbst gibt ja schon viel an Statistiken her, die nutzen wir. Engagement ist immer ein guter Ansatzpunkt. 😉 Aber natürlich verlinken wir auch viel auf Kundenwebseiten, gerade wenn ein Shop dahintersteht.
      Ansonsten stimme ich dir voll zu, was die organische Reichweite betrifft. Rein organisch kann man heute eine Facebookseite nicht mehr nach vorne bringen. Setzt ihr Budget auf eure Beiträge, um die Reichweite zu erhöhen? Sehr spannend, dass ihr Social Media selbst im Unternehmen macht – sozusagen das Gegenteil von dem, was wir machen. 😉 Wieviele Leute sind bei euch daran beteiligt? Oder habt ihr einen Social Media Manager, der sich um alles kümmert?

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      1. Um mehr Follower zu erreichen setzen wir nur selten Budget ein, um allerdings unsere Zielgruppe außerhalb der bekannten Fans zu erreichen, fahren wir durchaus größere Kampagnen. Das wird in Zukunft bestimmt auch mehr werden.

        Ein Teil meines Teams (2 Leute) ist verantwortlich für unsere organischen Kanäle (ich selbst mache operativ kaum noch war, springe aber immer mal wieder ein). Die Ads liegen momentan noch in einem anderen Team, da wird in Zukunft wohl aber auch einiges zusammenwachsen. Ein spannendes Feld! 🙂

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      2. Hm, ihr setzt also auf Page Like-Ads, das machen wir für Kunden auch hin und wieder. Trotzdem raten wir Kunden meist dazu, auch Beiträge zu bewerben. Den meisten ist ja überhaupt nicht klar, dass nicht alle ihre Seitenfans auch alle Beiträge angezeigt bekommen. Das hat Faceook durchaus klug eingerichtet mit dem Algorithmus. Ich glaube ja, dass die organische Aussteuerung für Unternehmen irgendwann komplett fallen wird und ohne Budget da gar nichts mehr gehen wird. Die Netzwerke sind jedenfalls in Bewegung, bei Instagram sind die Tendenzen ja ähnlich…
        Falls du Xing nutzt, können wir uns gern auch dort mal austauschen, wenn du deine Anonymität mir gegenüber aufgeben magst. Ich kenne viel zu wenig Leute, die in einem ähnlichen Umfeld arbeiten wie ich und finde es sehr spannend, wie das Thema Social Media unternehmensintern gehandhabt wird. 🙂

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      3. Nein, Page-Like-Ads bringen nichts, da kauft man sich nur die falschen Fans ein. Wir optimieren auf Klicks bzw. Conversions (das, was der Nutzer auf der Webseite machen soll), aber eben außerhalb unserer Follower, denn die nutzen unser Produkt ohnehin schon… 😉

        Ich denke auch, dass rein organisch bald nichts mehr viel gehen wird. Speziell FB ist da ja extrem. Dennoch darf man auch den Community-Aspekt nicht vernachlässigen: Fragen beantworten usw. Das wird auch noch weiterhin bleiben.

        Wir können uns gerne verknüpfen oder eben auch auf Twitter per PM austauschen… 🙂

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      4. Ach richtig, auf Twitter kann man ja auch private Nachrichten schreiben. Das vergesse ich immer. 😉
        Ihr nutzt FB wohl tatsächlich etwas anders, als wir es für die meisten unserer Kunden tun. Kommt einfach stark darauf an, was man für ein Produkt hat. 🙂 Da merkt man, dass ich echt „nur“ schreibe und wir tasächlich eher auf die Themen Kundenbindung und Positionierung als sympathische Marke bzw. als sympathischer Arbeitgeber gehen. Und auf den Communityaspekt, der ist auch wichtig. Denn wie du schon sagst: Die falschen Fans braucht auch keiner. Lieber weniger und dafür die richtigen. Aber erklär das mal manchen Kunden. 😀 Bin auch gespannt, wie sich das Thema Social Media weiter entwickelt. es gibt für mich auf jeden Fall noch viel zu lernen. 🙂

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      5. Wir testen bei Facebook auch ganz viel. Eine bunte Mischung aus Kundenbindung, Engagement-Generierung und Neukundengewinnung. Das Wichtigste: es muss alles messbar sein; vor 1-2 Jahren hat es aber auch noch anders ausgehen. Die Strategie wird ständig nachjustiert. Es ist eben ein schnelllebiges Medium… 🙂

        Wenn du ins Detail gehen willst, gerne via PM oder Mail 🙂

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      6. Da hast du sehr recht, man muss immer wieder überlegen, ob die strategische Ausrichtung noch funktioniert oder ob eine neue Zielgruppe oder ein anderes Ziel nicht angebracht sind. Da werden wir wohl noch viel erleben in den nächsten Monaten und Jahren. Und keiner weiß, wohin der Weg gehen wird. Wenn das nicht mal deutlich spannender ist als ein Beamtenleben… 😀

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    1. Meistens macht es Spaß, das stimmt. Manchmal gerade, weil man sich eben mit komischen Themen beschäftigt. Aktuell lerne ich sehr viel über digitale Holzbearbeitung. Ja genau, faszinierend. Das Thema ist mir und allen anderen beteiligten Kollegen sehr fremd. Wir nennen das Projekt deshalb meistens nur „dieses Holz“: „Also für dieses Holz brauchen wir heute noch einen Text“ oder so. Schon bizarr irgendwie. 😀

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      1. Holzi holzi holz. *lach*
        Aber eigentlich hast du ja jetzt die perfekte Vorbereitung für „Wer wird Millionär?“, denn auch wenn du dir nicht aus jedem Bereich alles merkst, bleibt bestimmt unterbewusst viel Wissen hängen.

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      2. Das kann natürlich sein! Ich wollte da ja eh nochmal hin, um Geld für meine Bafügrückzahlung zu gewinnen. Wenn man dafür nur nicht ins Fernsehen müsste. 😀
        Das Holzprojekt war übrigens eigentlich nur für drei Monate geplant – aber (leider?) läuft es nun so gut, dass der Kunde überlegt, es zu verlängern. Ich lege mir dann vielleicht doch noch eine Holz-Playlist an. Da darf dann jedes Lied rein, dass mindestens einmal die Wörter „Holz“, „Baum“, „Wald“ oder ihre fremdsprachlichen Entsprechungen aufweist. Das wäre ein großer Spaß. ♥

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    1. Die Sorge hatte ich anfangs auch, sie hat sich aber nicht bestätigt. Ich schreibe heute noch genauso gern in der Freizeit wie vorher – nur die Zeiten haben sich etwas geändert. Früher habe ich viel abends geschrieben, jetzt schreibe ich für den Blog vor allem am Wochenende. Aber bis jetzt profitiert mein Blog mehr von meinem Schreibjob, als dass er darunter leidet. Vielleicht beruhigt dich das ein bisschen? 🙂 Ich glaube, wenn man das Schreiben liebt, funktioniert es beruflich und privat. Andererseits verstehe ich es auch, wenn man Job und Hobby trennen will. 🙂

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  5. Hach ja, duden.de ist auch für mich eine sehr häufige Anlaufstelle. Ich muss gestehen, sobald ich einen Text ein zweites oder drittes Mal lese, verwirre ich mich selbst, ob es nun „zuhause“ oder „zu Hause“ heißen müsste. Gerade diese Zusammenschreibungsphänomene haben den duden-Tab bei manchen Texten zum fast ständigen Begleiter gemacht. ^^
    Es freut mich auf jeden Fall, dass dir dein Job so viel Spaß macht! 🙂
    Persönlich wäre dein Job vermutlich nichts für mich. Einerseits weil mich viele Social Media Plattformen schnell annerven und andererseits, weil ich quasi die personifizierte Todsünde der schreibenden Zunft bin. 😀 Ich muss lange Texte schreiben, weil ich mich einfach nicht kurz fassen kann. Hm, und ich lese mich zwar gerne in neue Themen ein, aber zweifle immer noch daran, dass ich dauerhaft mit „werblicheren“ Marketing-Texten glücklich werden könnte, bei denen ich ja durch die große Bandbreite nicht immer voll hinter dem Produkt/der Firma stehen kann. Was in der Hinsicht dumm ist, weil es in diesem Bereich die meisten Jobs gibt. Arrrgh. 😀 Äääääh, sorry für die Beschwerden – ich fand deinen Artikel doch gut! 😀

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    1. Ach du, leb dich ruhig unter meinen Texten aus -hier ist Platz für lange Kommentare! 😀 Was für einen Job suchst du denn eigentlich? Einen Redakteursjob? Im Bereich Marketing tut sich tatsächlich einiges, aber viele der Jobs beinhalten Schreiben eben nur als eine von vielen Tätigkeiten. Ich bin ja was das „Hinter den Produkten stehen“ nicht so empfindlich. Der Kunde zahlt für eine Leistung und die bekommt er dann auch. Ob ich seine Kosmetik oder seine Möbel privat mag, hat nichts damit zu tun. Mit Idealismus habe ich es anscheinend nicht so. 😀

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      1. Yaaay! 😀
        Von irgendwas muss man halt leben … Aber wir sehn dann ja, ob ich nich doch bei ner Marketingagentur lande. Ausschließen tue ich es nicht. Naja. Ein Redakteur is meistens ja auch niemand, der viel schreibt. Bedauerlicherweise. Aber als „Journalist“ angestellt zu werden, das is noch unrealistischer als in Braunschweig innerhalb von vier Wochen ne Wohnung zu finden. Also jaaa, so richtig sicher bin ich mir da anscheinend auch nich … 😅

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      2. Ach, guck einfach erstmal und bewirb dich. Absagen kann man ja immer. Und kündigen auch, solltest du doch im Bereich Marketing/Social Media landen und es gar nicht dein Ding sein. 😉

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  6. Interessante Aspekte, die Du hier reflektierst. Es ist immer sehr hilfreich, Erfahrungen geschildert zu bekommen und die darauf beruhenden Erkenntnisse.
    Unterhaltsam und kurzweilig geschrieben, danke.

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  7. Beim Stöbern habe ich heute Deinen Blog entdeckt. Freu! Für sich selbst zu schreiben ist immer ein anderes Ding als für andere zu schreiben. Gerade wenn es um Texte für Kunden geht, die in ihrer Materie zu Hause (oder zuhause…grins) sind. „Ist mein Text fachlich korrekt…. entspricht er den Vorstellungen….. etc.). In meinem früheren Berufsleben als Assistentin der GL in verschiedensten Branchen oblag es meiner Pflicht, Korrespondenz, Seminarunterlagen oder Fachbeiträge zu formulieren. Nicht immer küsste mich die Muse und so saß ich oft mit hängendem Unterkiefer vor dem PC und stierte dumm hinein. Nach beruflicher Zwangspause orientiere ich mich beruflich gerade neu. Schreiben solls schon sein. Aber anders halt. Vielleicht im therapeutisch-kreativen Bereich – das wäre was. Mal sehen, was draus wird.
    Jedenfalls werde ich nun Deinen Blog regelmäßig besuchen und schauen, was es „Neues vom Schreibtisch“ gibt….. Herzliche Grüße Rita ❤

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    1. Liebe Rita, herzlich willkommen! Schön, dass du den Weg zu meinem Blog gefunden hast. Wir Schreiberlinge müssen doch zusammenhalten! 🙂 Dein Berufsweg klingt sehr abwechslungsreich, auch wenn ich verstehen kann, dass es dir nicht immer leicht fiel, Fachbeiträge zu schreiben. Ich habe auch Kunden mit…nun ja…nicht allzu spannenden Themen. 😀 Aber da muss man durch! Wenn der Kunde fachlich etwas an meinem Text auszusetzten hast, kann ich das aber meistens besser aushalten, als wenn er anfängt, stilistische „Verbesserungsvorschläge“ zu machen. Du weißt bestimmt, was ich meine… 😉 Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg auf deinem Weg! Du und das Schreiben, ihr werdet schon herausfinden, wohin die Reise gehen soll… 🙂

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      1. Fachbeiträge schreiben macht mir auch Spaß – keine Frage. Es ist immer wieder spannend, in neue Themenbereiche einzutauchen. Schließlich lernt man selber auch ’ne Menge dabei 🙂
        Nach vielen Jahren der Selbständigkeit kann ich es mir einfach nicht mehr vorstellen, für irgendeine „Dumpfbacke“ (entschuldige den Ausdruck, aber meine ganzen Chefs waren einfach nur Profilneurotiker) in Lohn und Brot zu stehen. Lieber Abstriche machen, die eigenen Bedürfnisse zurückschrauben und dafür eine Freiheit genießen dürfen, die es vergleichbar nicht gibt.
        Jaa, wir Schreiberlinge müssen zusammenhalten – da stimme ich Dir vollends zu!!! 🙂 Ich finde es einfach schön, Gleichgesinnte zu treffen, mit denen man sich austauschen kann.
        Ich wünsche Dir ein sonniges und erholsames Wochenende und – bis bald!
        Herzlichst Rita ❤

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      2. Bei Fachbeiträgen lernt man sehr viel, da stimme ich dir zu! Und oft etwas über Bereiche, mit denen man sich sonst nie freiwillig beschäftigt hätte. 🙂
        Deinen Wunsch nach beruflicher Freiheit und Selbstverwirklichung kann ich übrigens sehr gut verstehen. Ich war ja mal Beamtin (Lehrerin) und fühlte mich in diesem System regelmrecht eingesperrt. Dann doch lieber Angestellte – und wer weiß, vielleicht wage ich irgendwann auch nochmal den Schritt in die Selbstständigkeit oder Freiberuflichkeit. 🙂

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      3. Der Schritt in die Selbständigkeit ist leicht, ihn zu gehen nicht. Verantwortlichkeiten, über die man sich als ein Teil des Ganzen (sprich Unternehmen oder Staat) nicht machen muß, werden zu einer Grundvoraussetzung und müssen teilweise mühsam erarbeitet werden. So werden auch Teilbereiche eines Unternehmens Pflicht, denen man sich eigentlich mental und interessenmäßig nicht unbedingt zugetan fühlt. Ein sehr (!!!!!) hohes Maß an Disziplin, Geduld und Eigeninitiative sind nur das Fundament für ein Fundament. Aber – wer es wirklich will und bereit ist, sehr sehr viele Abstriche zu machen, seine Bedürfnisse neu zu orientieren und sich mit dem (meist) alleinigen Luxus der Selbstbestimmung anfreunden kann, dem stehen alle Türen offen.
        Herzlichst Rita ❤

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      4. Selbstbestimmung ist ein riesengroßer Luxus! Wahrscheinlich nicht für jeden (ist ja manchmal Fluch und Segen zugleich), aber definitiv der reizvollste Aspekt an einer Selbstständigkeit…

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