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Mein TV-Serienjahr 2017 – ein Rückblick

Wer mir bei Instagram folgt, wird über den heutigen Beitrag nicht überrascht sein. Dort habe ich bereits kurz vor Jahresende meine Serienliste 2017 mit Euch geteilt:

Nein, auch 2017 habe ich meine Seriensucht nicht in den Griff bekommen. Und nein, auch für 2018 plane ich keinerlei Aktivitäten, um etwas dagegen zu unternehmen. Zu viel Spaß macht es mir, mich in seriellen Erzählungen zu verlieren und die Schicksale der Charaktere über mehrere Staffeln hinweg zu begleiten. 2017 war ein durchaus gutes Serienjahr für mich, sowohl quantitativ als auch qualitativ. Insgesamt habe ich 36 Staffeln 17 unterschiedlicher Serien geschaut. Im Detail waren dies:

Auch wenn noch jede Menge Reviews fehlen: 2017 dominieren wieder eindeutig amerikanische Produktionen. Die Serien aus anderen Ländern (Black Mirror, Orphan Black, Sherlock, Stromberg) fallen da kaum ins Gewicht. Ich könnte mich nun dafür rechtfertigen, tue es aber nicht. Die besten TV-Serien werden meiner Meinung nach einfach immer noch in den USA produziert – und zwar oft auch noch von „klassischen“ Networks wie FOX, ABC oder NBC. Nur eine einzige Staffel, die ich 2017 geschaut habe, wurde von Netflix eigenproduziert (Black Mirror, Staffel 3). Interessanterweise war das auch eine der beiden Staffeln, die ich im vergangenen Jahr nicht zu Ende geschaut habe (die andere war Rectify, Staffel 2). Ins Gewicht fällt hier natürlich auch, dass ich mir die fünfte Staffel House of Cards aus relativ offensichtlichen Gründen nicht angeschaut habe. Ich ringe immer noch mit mir, ob ich es tun soll, bin aber noch nicht zu einer endgültigen Entscheidung gelangt. Insgesamt reizen mich die von Netflix selbst produzierten Serien zu wenig, um sie mir anzuschauen. Gefühlt bedienen relativ viele davon nämlich die Genres „Mystery-Horror“ oder „Comedy“ – beide nicht unbedingt meine Favoriten. Mal sehen, ob sich daran 2018 etwas ändert.

Favoriten 2017

Natürlich gab es auch 2017 wieder einige Serien, die mich mehr überzeugt haben als andere. An erster Stelle ist hier natürlich Sons of Anarchy zu nennen. Nie und nimmer hätte ich vorab gedacht, dass ich mich so für dieses harte Serie würde begeistern können, aber es ist wahr – ich war bereits nach wenigen Folgen ein echter Fan und liebe die Geschichte rund um die Familie Teller und SAMCRO einfach. Auf der Liste meiner All-time-favorites rangiert sie inzwischen ganz weit oben, nur knapp hinter Fringe und Lost. Weitere Highlights 2017 waren für mich:

  1. Sons of Anarchy
  2. The Good Wife
  3. Grimm
  4. Friends
  5. This is us

The Good Wife habe ich mehr aus Langeweile begonnen, als ich Ende Februar einige Tage krank war. Inzwischen bin ich in Staffel 6 und sehr froh, der Geschichte rund um Alicia Florrick 2017 nochmal eine Chance gegeben zu haben. Grimm läuft aktuell eigentlich nur über unseren Bildschirm, weil der Herr Koch das wünschte. Ich sollte ihm öfter die Auswahl überlassen, denn damit landete er erneut einen ziemlich guten Treffer (er hatte auch schon Sons of Anarchy ausgesucht ♥). Die märchenhaften Geschichten bieten kurzweilige Unterhaltung für entspannte TV-Abende. Etwas anders verhält es sich mit This is us, der wohl emotionalsten Serie, die 2018 auf meiner Liste stand. Getarnt als klassische Familienserie erzählt This is us sehr clever auf mehreren Zeitebenen die berührende Geschichte der Pearsons und ihrer ungleichen Drillinge. Ungewöhnlich für mich endet 2017 auch eine Comedyserie auf meiner Bestenliste: Friends. Wenn diese Serie eines beweist, dann das: In den 90ern wussten sie ganz genau, wie man lustig ist, ohne flach zu sein. Mein heimlicher Favorit ist ja Chandler, denn in seinem Sarkasmus/Zynismus finde ich mich fast immer wieder. Zum Glück bleiben mir für 2018 noch fast 6 1/2 Staffeln dieser Serienperle übrig.

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Enttäuschungen 2017

Wo Licht ist, da ist auch Schatten. Zum Glück ist die Liste der Enttäuschungen recht kurz. Angeführt wird sie von Black Mirror, einer hochgelobten Serie, die mich einfach nicht gepackt hat. Das Anthologiekonzept funktioniert für mich ebensowenig wie der penetrant erhobene moralische Zeigefinger. Ich weiß, ich stehe mit dieser Meinung alleine da – das ist völlig okay. Ich wünsche euch allen von Herzen viel Spaß mit der gerade neu erschienenen vierten Staffel. 🙂 Die zweite Enttäuschung des Jahres war die zweite Staffel Rectify, die mich einfach nur gelangweilt hat. So sehr gelangweilt, dass ich es irgendwann nicht mehr ertragen konnte und sie mitten in Folge 7 abgebrochen habe. Sowas mache ich eigentlich nie, da muss also schon einiges zusammenkommen. Für mich war diese Staffel einfach der Inbegriff der Einfallslosigkeit.

So geht es 2018 weiter

In den nächsten Wochen werde ich noch gut beschäftigt sein mit den Produktionen, die ich aktuell schaue. Vor Februar werde ich daher vermutlich keine neue Serie beginnen, denn aktuell in Arbeit sind noch:

  • 11.22.63 (Staffel 1)
  • Designated Survivor (Staffel 2)
  • Friends (Staffel 4 ff.)
  • Grimm (Staffel 4 ff.)
  • Stromberg (Staffel 5)
  • The Good Wife (Staffel 6 ff.)

Bis ich damit fertig bin, erscheinen in Deutschland/bei Netflix ja vielleicht noch weitere Staffeln der Serien, die ich noch nicht beendet habe. Ich denke hier zum Beispiel an Chicago Fire (Staffel 5), Grey’s Anatomy (Staffel 14), Modern Family (Staffel 7 und 8), Pretty Little Liars (Staffel 7 – sollte eigentlich schon vor Weihnachten verfügbar sein, ist aber immer noch nicht online), Suits (Staffel 6), The Big Bang Theory (Staffel 10) oder The Vampire Diaries (Staffel 7 und 8). Welche Serien ich 2018 neu beginne, habe ich noch nicht entschieden. Es bleibt also spannend…

Welche Serien haben Euch im vergangenen Jahr besonders gut entfallen und welche konnten Eure Erwartungen nicht erfüllen? Und könnt Ihr meine 36 Staffeln toppen? 😀

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Autor:

Leidenschaftliche Bloggerin. Kaffeesüchtiger Serienjunkie. Schleswig-Holsteinerin im Exil. Ständig hungrig, vor allem aufs Leben.

39 Kommentare zu „Mein TV-Serienjahr 2017 – ein Rückblick

  1. Hey, da hast du doch tatsächlich ein paar mehr Staffeln als ich geschafft. Nicht schlecht, junge Dame! Und es freut mich außerordentlich, dass es „Friends“ unter deine Top 5 geschafft hat. Dadurch bekomme ich direkt noch einmal Lust darauf, wobei (ja, ich weiß) ich mich ja erst an deiner #1 versuchen muss… 😉

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    1. Wie das klingt: „Ich MUSS mich ja erst an deiner #1 versuchen“! Du hast das unfassbare Vergnügen, dir meine Nummer 1 anschauen zu DÜRFEN! 😉
      Eigentlich ginge ja aber auch beides, wenn wir ehrlich sind: Erst eine Folge SoA, hinterher eine Folge Friends. Ist das vielleicht ein Kompromiss, mit dem wir beide leben können? 🙂

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      1. Ja, das klingt wirklich nach einem guten Kompromiss. Allerdings muss ich auch gleich dazusagen, dass die nächste Serie (immerhin nur eine Staffel) erst einmal „Game of Thrones“ werden wird… 😉

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  2. Ich liebe The Good Wife einfach. ❤ Ich habe das letztes Jahr durchgesuchtet. 😀
    Tatsächlich fand ich Dark nicht so schlecht (bis auf die letzten Folgen, die wurden dann doch schwächer), aber du sagtest ja, dass dich die Eigenproduktionen und gerade das Mystery-Zeug nicht so reizen. Ich habe jetzt auch die neue frz. Netflix-Produktion La Mante auf meine Liste gesetzt, mal sehen. Bei Grimm geht es mir jetzt nach … 12? 13? Folgen so, dass ich es irgendwie langweilig/eintönig finde. Weiß nicht, das Konzept packt mich anscheinend doch nicht dauerhaft. Dass es davon so viele Staffeln gibt, hat mich ehrlich gesagt ziemlich verwundert… 😀
    Die neue Staffel The Crown hab ich mir Ende des Jahres direkt reingepfiffen, als sie rauskam, die finde ich acuh einfach immer noch gut produziert. Und ich mag Outlander sehr, habe da aber als Teenie auch die Bücher gelesen und hach… das Schottisch ist einfach so lustig und Claires Englisch so schön, da schmelze ich dahin! 😀
    Und die Enttäuschung war für mich Glitch, das war einfach seltsam. 😀
    Das sind so die ersten paar Dinge, die mir eingefallen sind. Modern Family habe ich inzwischen sogar zweimal geschaut, weil Netflix ja ewig braucht, die neueren Staffeln anzuschleppen *schniff*

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    1. Danke für deine Serientipps! Über Dark und The Crown habe ich tatsächlich schon einiges Positive gehört, Das sind auch zwei der wenigen Serien von Netflix, die mich noch interessieren würden. Ozark klingt auch noch ganz spannend. Dagegen reizt mich z. B. Stranger Things gar nicht. Naja, man kann es eben nie allen recht machen. 😉
      Grimm entwickelt im Laufe der Zeit noch eine recht interessante folgenübergreifende Story. Ich mochte allerdings die Charaktere von Anfang an sehr, besonders Rosalee und Monroe. Das macht für mich den Reiz an Grimm an. Bei The Good Wife hingegen sind wir uns absolut einig – eine rundum großartige Serie!♥

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      1. The Crown finde ich einfach wirklich großartig gecastet und produziert. Dark, wie gesagt, mich hat es schon gepackt, aber gegen Ende wurde es schwächer. Lohnt sich trotzdem 🙂
        Stranger Things habe ich auch noch nicht gesehen, obwohl das alle mega hypen, aber ich weiß noch nicht, ob ich die 80er cool genug dafür finde *Kükenaufschrei*. Obwohl ich ja hörte, Stranger Things wäre der lustige Bruder von Dark, bzw. Dark der mystische/düstere von Stranger Things…
        Ok, vllt muss ich also doch noch ein paar Folgen Grimm schauen. 😀 Monroe mag ich auch.
        The Good Wife! ❤ 😀

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      2. Gerade weil alle Stranger Things so hypen, reizt es mich überhaupt nicht. Es soll ja ein bisschen ein Twin Peaks erinnern – falls das wahr ist, ist das natürlich großartig. Vielleicht muss ich dann doch noch über meinen Schatten springen. Irgendwann. 😉

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  3. Hm… Warum nur kenne ich kaum etwas davon? 😀
    Bei BBT bin ich raus, da hat sich im Laufe der Zeit der Nerd-Faktor verloren und der Fokus lag mehr und mehr auf den Beziehungen und dem Sesshaftwerden der Figuren. Das gabs schon x-mal, das gibt es x-mal, das wird es auch x-mal geben, und BBT macht das in meinen Augen nicht so gut, dass es sich lohnen würde. Ne, das ist für mich eine der ganz großen Enttäuschungen, dass sie das auf Beziehungs-Soap umgestellt haben.
    Grimm finde ich jetzt in Staffel 3 auch etwas langatmig, da fehlt mir einfach etwas, um noch länger am Ball zu bleiben.
    Orphan Black muss ich mir noch anschauen. *seufz*

    Und gleichzeitig breche ich eine Lanze für Netflix: Mit Trollhunters und Voltron haben die zwei sehr gute Eigenproduktionen am Start! 🙂

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    1. Du kennst kaum eine der Serien auf meiner Liste, aber kommst dann selbst mit „Trollhunters“ (?) und „Voltron“ (???) um die Ecke? Das muss ich nicht kennen, oder? 😀
      Was Grimm betrifft: Ich weiß gar nicht, warum alle so kritisch mit der Serie sind. Für mich ist das gute Unterhaltung. Zwar nicht auf höchstem Niveau, aber mich trägt das Konzept wunderbar durch einen entspannten TV-Abend. Dein geliebtes Buffy ist mir da tatsächlich manchmal schon zu aufregend gewesen. 😉

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      1. Na also hör mal, Voltron ist ein Klassiker des Nachmittagsfernsehen der 90er! 😮
        Und Trollhunters ist ne feine Serie, lohnt sich. 😉

        Ach du, so hab ich das bisher ja auch geschaut, als nette Unterhaltung zum Feierabend, um zu entspannen. 🙂
        Aber mir fehlt jetzt Mitte von Staffel 3 einfach das gewisse Etwas, um noch dabei zu bleiben.
        Auch wenn du schon recht hast, manche Buffy-Folge ist schon sehr aufregend. Egal, ob aufgrund von Grusel oder Buffy oder Spannung oder Buffy. 😀

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      2. Naja, wenn man es genau nimmt, vermutlich eher aus den 80ern. ^^‘
        Aber die Serie lief Mitte der 90er auf RTL2. Und wurde jetzt für Netflix komplett neu aufgelegt. Und das auch ziemlich gut, wie ich finde. 🙂

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      3. Ich hab die Serie jetzt mal gegoogelt und jetzt weiß ich auch, warum sie mir so unbekannt ist: Es ist ein Anime! Sorry, aber das ist ja so gar nicht meins. Von daher werde ich da leider nicht hineinschauen…

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  4. Cool, mein Mann und ich überlegen auch gerade welche Serie wir uns als nächstes gemeinsam anschauen und nach diesem Lobgesang auf Sons of Anarchy wird es wohl die werden…danke😁.
    Auch ich habe Friends erst 2017 für mich entdeckt und bin echt begeistert…wieso hab ich mir die eigentlich damals nicht angeschaut 🤔😅😉

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    1. Yeah, das ist eine großartige Wahl! Ich hoffe, ihr seid nicht allzu zart besaitet – bei Sons of Anarchy geht es schon brutal zu. Aber dennoch ist die Geschichte fantastisch! ♥ Gleiches gilt für Friends, wenn auch auf ganz andere Weise. 😀

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      1. Haha, perfekt! Finde ich sehr sympathisch, dass ihr ganz entspannt auch an ein bisschen härtere Serien angeht. Tun wir auch. Ist ja alles nur Fiktion. 🙂 Ich freue mich jedenfalls schon sehr, zu hören, wie es euch gefällt! 🙂

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      2. Klar, wir haben kein Problem damit wenn es mal etwas härter zugeht…wie du eh ganz richtig sagst, ist ja nur Fiktion. Ich weiß manche Leute haben da richtig Probleme damit aber ich denk mir, man sollt schon auf zwischen Realität und Fiktion unterscheiden können und die beiden Sachen auch voneinander trennen😉

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