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Nicht 1, nicht 2, nicht 3, nicht 4 … 5 Jahre neuesvomschreibtisch!

Vor fünf Jahren muss mir in der Vorweihnachtszeit furchtbar langweilig gewesen sein. Aus heutiger Sicht ist es mir ein Rätsel, wie ich im Dezember 2012 – und dazu noch so kurz vor Weihnachten – die Zeit fand, diesen kleinen Blog ins Leben zu rufen. Habe ich aber offenbar. Ich muss vergessen haben, wie entspannt die Studentenzeit trotz Termindrucks und Pflichtveranstaltungen im Gegensatz zum Arbeitsleben war. Wie dem auch sei: Heute jährt sich der Jahrestag zum fünften Mal. Wer damals nicht dabei, für den gibt es an dieser Stelle noch einmal meinen allerersten Beitrag:

Viel ist seitdem passiert und ich bin jeden Tag wieder froh, mich für das Bloggen entschieden zu haben. Nicht nur, weil ich dadurch herausgefunden habe, was ich wirklich gut kann (schreiben). Nicht nur, weil Bloggen ein absolut fantastisches Hobby ist (ist es nämlich). Nicht nur, weil ich mit neuesvomschreibtisch einen Ort habe, an dem ich mich über meine zweite große Leidenschaft – die TV-Serien –  auslassen kann (TV-♥)). Nicht nur, weil dieser Blog wesentlich dazu beigetragen hat, meinen jetzigen Job zu finden (wirklich). Sondern vor allem, weil ich durch diesen Blog so viele unglaublich nette Menschen „kennenlernen“ durfte. Zwar bislang nur virtuell, aber das kann sich ja alles noch ändern (Wie war das mit dem Bloggertreffen 2018, wortman?)

Danke, dass ihr den Weg auf diesen Blog gefunden habt und dageblieben seid. Danke, dass ihr mit mir über Serien oder Schule oder Arbeit oder einfach nur das Leben diskutiert und philosophiert. Danke, dass ihr mir eure Sicht der Dinge auf euren tollen Blogs zeigt und dadurch meinen Horizont erweitert und mein Leben bereichert. Danke, dass ihr einfach da seid, wenn mir nach (virtueller) Gesellschaft ist. ♥♥♥ Ich freue mich auf die nächsten fünf Jahre mit euch – mögen sie so abwechslungsreich werden wie die letzten (wenn auch gerne etwas weniger dramatisch … ihr wisst schon, was ich meine …)!

Wer jetzt noch Lust und Zeit hat: Ich freue mich über einen Kommentar, wie Ihr den Weg auf diesen Blog gefunden habt und welche Beiträge Ihr am liebsten lest. Vielleicht beziehe ich das dann in meine Planung für 2018 mir ein (aber nur, wenn es mir passt 😀 ). Wem das zu viel Mühe ist, der stimmt einfach nur kurz ab. Dankeschön! 🙂

 

 

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Media Monday #337

Während vor meinem Fenster schon wieder weiße Flocken tanzen und es draußen ganz furchtbar nach Winterwonderland aussieht (ich hasse Schnee wie die Pest), lasse ich den heutigen zweiten Adventssonntag mit dem Media Monday ausklingen. Findet Ihr es auch so schade, dass die Adventszeit dieses Jahr so kurz ist? Einerseits ist es toll, dass Heiligabend auf den 4. Advent fällt und alle Menschen im Einzelhandel endlich auch mal in Ruhe Weihnachten feiern können (Meine Mutter fiebert schon seit Wochen darauf hin). Andererseits wird die Vorweihnachtszeit nicht einfacher, wenn man alles, was dazugehört, in vier Wochen quetschen muss.

Naja, genug gejammert. Ab morgen wartet erstmal wieder eine vollgestopfte und vermutlich hektisch-panische Arbeitswoche auf mich. Can’t wait. Was steht bei Euch diese Woche an? Komm gut durch den Montag!

1. Die Figur des Walter Bishop (Fringe) wird für mich immer unweigerlich verbunden sein mit roten Lakritzstangen.

2. Mein persönlicher (medialer) Weihnachtswunschzettel umfasst ein Tablet. Zählt das auch?

3. Liebe braucht keine Ferien ist auch einer dieser Weihnachtsfilme, die ich mal wieder gucken könnte.

4. Im Vorfeld als Miniserie angelegte Produktionen, die dann des Erfolges wegen verlängert werden, haben immer das Problem, dass die Geschichte eigentlich schon zu Ende erzählt ist.

5. David Tennant gefiel mir ja als Doctor deutlich besser als Matt Smith, weshalb ich auch nie über Staffel 5 von Doctor Who hinausgekommen bin.

6. Einmal möchte ich erleben, dass das deutsche Fernsehen Serien im Original mit Untertiteln zeigt. Ob das wohl je geschehen wird?

7. Zuletzt habe ich gestern Abend eine Folge Sons of Anarchy gerewatched und das war bullion und dem Stepnwolf geschuldet, weil ersterer sich nun dazu durchgerungen hat, zeitnah mit der Serie anzufangen und letzterer mir versprochen hat, sich 2018 die finale Staffeln anzuschauen. Wenn ich so viel über eine Serie rede/schreibe, habe ich oft das Bedürfnis, selbst nochmal in die entsprechende Welt einzutauchen. Kennt Ihr das auch?

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Blogger Recognition Award: Mehr Blogger braucht das Land!

Nachdem der Liebster-Award in den letzten Monaten seine Kreise scheinbar in anderen Teilen des Bloggeruniversums gezogen hat, ist es nur logisch, dass sich hier nun ein anderes Stöckchen breit macht: Der Blogger Recognition Award! Mir wurde er von fast-täglich-Bloggerin wortgeflumselkritzelkram (meinen tiefsten Respekt vor dieser Schreibdisziplin!) sowie meinem liebsten Über-alles-Diskussionspartner bullion verliehen. Ich bedanke mich artig und fahre sogleich fort, die Spielregeln zu erläutern.

Die Regeln

  1. Bedanke dich bei demjenigen, der dich nominiert hat und verlinke ihn. (Check!)
  2. Schreibe einen Beitrag, um deinen Award zu präsentieren.
  3. Erzähle kurz, wie du mit dem Bloggen angefangen hast.
  4. Gib zwei Ratschläge für neue Blogger.
  5. Nominiere 15 andere Blogger für diesen Award.
  6. Kommentiere auf den nominierten Blogs, lass die jeweiligen Personen wissen, dass du sie nominiert hast, und verlinke deinen Beitrag zum Award.

Das Bloggen und ich – so haben wir uns gefunden!

Inzwischen ist es schon fast fünf Jahre her, dass ich eines schönen Tages beschloss, einen Blog in diesem verrückten Internet zu starten. Ausschlaggebend waren eigentlich zwei Dinge:

1. Ich wollte gerne schreiben – und zwar als Hobby, abseits von Hausarbeiten und anderen wissenschaftlichen Texten. Vor fünf Jahren befand ich mich nämlich noch mitten in meinem Masterstudium. Mein Studium hat mir gezeigt, dass Schreiben und alles, was damit zu tun hat (Themenfindung, Recherche, Textgliederung und -formulierung, Korrekturlesen), mir liegt. Ich hatte vor dem Start von neuesvomschreibtisch eine kurze Phase, in der ich mich an literarischen Texten versuchte, allerdings hat sich das für mich nicht richtig angefühlt. Ich war wohl schon immer jemand, der sich lieber analytisch als erzählend mit Themen auseinandersetzt. Auf die Idee mit dem Blog brachte mich dann

2. ein Germanistik-Kommilitone. Und wie das so ist: War der Gedanke erstmal gesät, dauerte es nur wenige Tage, bis ich diese kleine Seite eingerichtet und gestartet hatte. Dass ich mich im Laufe der Zeit immer mehr auf das Thema TV-Serien festgelegt habe, hat sich einfach irgendwann ergeben – eine Kombination meiner zwei Leidenschaften sozusagen. Wenn ich mich schon vorab für ein Blogthema hätte entscheiden sollen, würde ich vermutlich heute noch nicht bloggen und immer noch darüber nachdenken. „Learning by doing“ hat für mich bestens funktioniert, aber auch, weil ich nie riesige Ambitionen hatte, sondern das Bloggen immer als Hobby gesehen habe.

Mehr Blogger braucht das Land! – Tipps für neue Blogger

Ich habe gerade schon gesagt, dass „Learning by doing“ für mich sehr gut funktioniert hat. Für mich war es genau richtig, mich ins Abenteuer zu stürzen und nach und nach zu der Bloggerin zu werden, die ich heute bin. Gibt es Dinge, die ich vorher gerne gewusst hätte? Bestimmt. Grundsätzlich kann es meiner Meinung nach für Dich als neuen Blogger hilfreich sein, Dich mit folgenden Fragen zu beschäftigen:

Hat der Blog ein (Haupt-)Thema? Soll Dein Blog einem festen Genre zugeordnet werden können (Filmblog, Fitnessblog, Fashionblog, Lehrerblog, …) oder möchtest Du Dein Blog eher als Tagebuch nutzen? Je klarer du Deine Nische definierst und absteckst, desto besser kannst Du die entsprechende Zielgruppe auch mit Themen versorgen, die diese interessiert. ABER: Starte keinen Blog zu einem Thema, für das Dir die Leidenschaft fehlt! Leser merken sofort, ob der Autor eines Textes ehrlich hinter seinem Thema steht. Außerdem wird Dir langfristig der Spaß am Bloggen abhanden kommen, wenn Du über etwas schreibst, das dich langweilt oder mit dem Du Dich nicht auskennst oder wohlfühlst. Willst  Du mit Deinem Blog auch kommerziell Erfolg haben (sprich: Geld verdienen), ist die Auswahl einer lukrativen Nische allerdings unumgänglich.

Wie viele Zeit kannst Du pro Woche oder pro Tag für den Blog erübrigen? Mit einem Blog ist es ein bisschen wie mit einem Haustier: Er ist schnell angeschafft, aber die eigentliche Arbeit beginnt dann erst. Damit Dein Blog wächst und gedeiht, damit du Leser gewinnst und virtuelle Freunde findest, ist es unerlässlich, dass Du regelmäßig Beiträge veröffentlichst. Du hast einen Vollzeitjob, womöglich noch in einem Büro, wo du acht Stunden täglich vor dem PC verbringst? Überlege dir genau, ob du Zeit und Lust hast, Dich nach Feierabend und am Wochenende erneut vor den Rechner zu setzen. Denn wenn es zwei Dinge gibt, die mich persönlich als Blogleserin vergraulen, dann diese:

1. minderwertige Texte: Lieblose, inhaltslose Texte, die mir keinen Mehrwert (Information, Unterhaltung, Emotion) bieten. Meine Freizeit ist mir zu schade, um sie mit schlechten Beiträgen zu vergeuden.

2. gar keine Texte: Blogs, auf denen sich monatelang nichts tut, braucht keiner. Das klingt hart, ist aber wahr. Wer nur alle drei Monate einen „Mal wieder ein Lebenszeichen“-Beitrag veröffentlicht, kann es auch gleich lassen.

Bedenke vor dem Start eines Blogs auch, dass du Zeit brauchst für das Community Management. Wenn Du gute und relevante Texte schreibst, werden Deine Leser diese auch mit Dir diskutieren wollen – und zwar zeitnah und nicht drei Wochen später.

Nominierungen

Eigentlich haben alle, die ich gerne nominieren würde, diesen Award schon zugeworfen bekommen bzw. schon ihren Beitrag dazu veröffentlicht. Ich verlinke darum hier nochmal die wirklich hilfreichen Beiträge anderer, von mir geschätzter Blogger. Lernt von ihnen und vermehret Euch, Ihr Neublogger!

bullion von moviescape.blog

Sabine von wortgeflumselkritzelkram

Marcel von filmschrott

mwj von MWJ 2nd Blog

ainu89 von mediaaffinblog

Wer noch nicht nominiert wurde, darf sich diesen Award natürlich trotzdem gern mitnehmen oder lässt unter diesem Beitrag einfach einen Kommentar mit seinen Blogtipps da  – ich freue mich drauf!

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Media Monday #336

Das erste Adventswochenende wusste durchaus zu überraschen. So sahen der Herr und Koch und ich uns am Sonntagmorgen mit einer erklecklichen Menge Schnee vor der Tür konfrontiert, die weder angesagt war noch zu Begeisterungsstürmen unsererseits führte. Ich muss das ja nicht haben, dieses weiße Zeug. Zum Glück wird es uns nicht lange begleiten, denn die neue Woche startet (laut Wetterbericht…) mit Plusgraden. Puh, gerade nochmal Glück gehabt. Mit dem aktuellen Media Monday entlasse ich Euch nun also in eine hoffentlich schneefreie Kalenderwoche 49. Wo ist das Jahr nur geblieben?

1. Alle Jahre wieder freue ich mich auf den Weihnachtsmarkt! Wenn ich auch mit meinem Wohnort manchmal hadere – einen schönen Weihnachtsmarkt haben sie hier, die Braunschweiger.

2. Meine Kochkunst wird wahrscheinlich auch nicht mehr besser werden, schließlich habe ich einen Profi am Herd zu Hause, der die Essenszubereitung übernimmt. Und ganz ehrlich: Ich habe auch einfach keinen Spaß am Kochen und keine Lust, mich damit näher zu beschäftigen. 

3. Die Synchronstimme von Ian Somerhalder (The Vampire Diaries), Johnny Galecki (The Big Bang Theory), Patrick J. Adams (Suits) und zig weiteren Serienstars ist Ozan Ünal, zu dem ich übrigens schon vor Jahren einen Beitrag schrieb, der immer noch überraschend oft geklickt wird. Wer mal darauf achtet, wird feststellen, dass in der deutschen Synchronisation fast keine (große) Serie ohne ihn und Dennis Schmidt-Foß auskommt. 

4. Wenn ich einer Sache überdrüssig bin, dann ist es in Instagram-Stories Screenshots der Profile zu sehen, in denen der neueste Post mit einem Emoji verdeckt ist. Kann man Abonnenten noch plumper dazu auffordern, das Profil anzuklicken?

5. Die sechste Staffel Pretty Little Liars hat mich ja regelrecht süchtig gemacht, sodass ich nun den 21.12. kaum noch abwarten kann. Dann nimmt Netflix nämlich die siebte und finale Staffel ins Programm. 

6. Die Serie Dexter steht ja auch schon seit ewigen Zeiten auf meiner persönlichen WatchlistIch denke, im kommenden Jahr hat sie gute Chancen, es auch endlich auf den Bildschirm zu schaffen.

7. Zuletzt habe ich letzte Woche mehrere Folgen der ersten Staffel The Vampire Diaries gerewatched und das war aus einer Laune heraus, weil ich diese Staffel damals (Anfang 2010 – lang ist es her…) unfassbar geliebt habe und einfach Lust hatte auf eine kleine Zeitreise. Wirklich süß, wie unschuldig und auch irgendwie plump die Serie am Anfang das Vampirthema verarbeitet. Im Nachhinein war es wahrscheinlich ziemlich dumm, erneut in diese Serie hineinzuschauen, weil ich befürchte, dass ich nun einfach alle bislang bei Netflix verfügbaren sechs Staffeln rewatchen werde. Aber vielleicht ist danach endlich Staffel 7 verfügbar…

Ein besonderer Gruß geht diese Woche übrigens an den guten bullion, der mich lehrte, den Media Monday zu nutzen, um auf weitere Blogartikel aufmerksam zu machen… 😉

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Seri(e)ös: Wer „A“ sagt,… – Pretty Little Liars (Staffel 6)

…muss auch „B“ sagen. Eigentlich zumindest, denn bei Pretty Little Liars gibt es zum Glück nur eine Person „A“, die den Mädels das Leben schwer macht. Oder doch nicht? Staffel 6 der Teenieserie, der ich auf Gedeih und Verderb verfallen bin, enthüllt nicht nur die Identität von „A“, sondern wirft gleich hinterher eine Million neuer Fragen auf. Warum Staffel 6 sich eigentlich wie zwei Staffeln anfühlt und welche eklatanten Logikschwächen die Story dieses Mal wieder ignoriert, lest Ihr in dieser Besprechung, die beim besten Willen nicht spoilerfrei bleiben kann.

Zur Handlung

Am Ende von Staffel 5 war es „A“ gelungen, die Mädels und Mona in sein Versteck zu locken. Alle vermuten schon zu diesem Zeitpunkt, dass es sich bei „A“ um Charles, Alisons älteren Bruder handelt. Staffel 6 macht genau an dieser Stelle weiter. Die Mädels sind immer noch in „As“ Gewalt und werden von ihm gequält. Nach einigen Wochen gelingt es Toby, Caleb und Alison allerdings, das Versteck ausfindig zu machen und die Mädchen sowie Mona und ein weiteres Mädchen namens Sara Harvey zu befreien. Als vermeintlicher Peiniger „A“ wird Andrew verhaftet. Schnell stellt sich jedoch heraus, dass er unschuldig ist. Stattdessen enthüllt Mr. DiLaurentis auf Drängen seiner Kinder endlich Details über Charles. Er ist der ältere Bruder von Jason und Alison und soll vor Jahren Selbstmord in Radley begangen haben. Mitte der Staffel kommt allerdings die Wahrheit ans Licht. Charles lebt noch und er ist wirklich „A“ – allerdings handelt es sich bei ihm nicht (mehr) um einen Mann, sondern um eine Frau: CeCe Drake, Alisons und Jasons Freundin aus früheren Zeiten. So hat sich scheinbar alles geklärt und die Mädchen verlassen am Ende des Sommers Rosewood, um aufs College zu gehen.

Fünf Jahre später haben die Mädels sich alle ein Leben außerhalb ihrer Heimatstadt aufgebaut. Dorthin kehren sie nun nur zurück, um auf Alisons Bitten bei einer Gerichtsanhörung auszusagen, dass sie damit einverstanden sind, dass CeCe aus der Psychiatrie in Alisons Obhut entlassen wird. In der Nacht nach ihrer Entlassung wird CeCe allerdings ermordet und die Mädchen geraten ins Visier der Polizei. Als dann auch Sara Harvey auftaucht und die Mädchen erneut Drohnachrichten erhalten, scheint sich die Geschichte zu wiederholen. Steckt hinter „A“ etwa doch eine andere Person?

Frag nicht nach Logik…

Staffel 6 lüftet das so lang gehütete Geheimnis, wer sich hinter „A“ verbirgt. Erstaunlicherweise passiert dies mitten in der Staffel – und dann steckt hinter „A“ auch noch eine Person, die ich als Zuschauerin dort überhaupt nicht erwartet hätte. Das an sich ist eigentlich ziemlich gut, denn das heißt, dass der Plan der Drehbuchautoren aufgegangen ist. Der Kniff, aus einem Jungen eine Frau zu machen, und so zu einer überraschenden „A“-Auflösung zu kommen (denn ehrlich, keiner hatte hinter „A“ eine Frau vermutet), wirkt dann doch recht weit hergeholt. Ein offenbar gewalttätiger Junge kommt ins Sanatorium, wo er seine weibliche Seite auslebt und – hier wird es wirklich unrealistisch – eine Geschlechtsumwandlung inklusive Operation durchmacht. Sorry, aber das war selbst mir zu viel. Da wäre es glaubwürdiger gewesen, wenn doch Toby oder Ezra oder Andrew „A“ gewesen wären. Diese spektakuläre Enthüllung markiert allerdings noch lange nicht das Ende der Staffel. Fünf Jahre später scheint sich alles verändert zu haben, aber durch CeCes Tod fängt der „Spaß“ letztlich noch einmal von vorne an, inklusive ständiger Angst und Drohbotschaften. Die letzte Folge der Staffel fand ich tatsächlich ziemlich creepy und auch die Enthüllung, dass Alisons Mann Elliot nicht der ist, der er vorzugeben scheint, kam für mich überraschend. Kein Wunder also, dass der Cliffhanger mich mit einem „Mist, jetzt muss ich wieder auf die nächste Staffel warten!“ zurückgelassen hat. Zum Glück hat Netflix letztes Wochenende verkündet, Staffel 7 bereits ab 21.12. ins Programm aufzunehmen.

Fazit

In Staffel 6 wird endlich das Geheimnis gelüftet, wer sich hinter „A“ verbirgt. Dieser Wendepunkt in der Geschichte beschert der Serie mitten in der Staffel einen Abschluss und gleichzeitig einen Neuanfang – darum hatte ich auch das Gefühl, eigentlich zwei Staffeln geschaut zu haben. Mit dem Ende der Schulzeit endet für die Mädels auch die Quälerei durch „A“ und sie können befreit ihre Collegezeit genießen. Dass sie die Vergangenheit Jahre später einholt und die Story eigentlich da weitermacht, wo sie vor fünf Jahren aufhörte, ist dem Konzept der Serie geschuldet. Sie lebt von diesem Katz-und-Maus-Spiel, von der Suche nach dem Bösewicht und überraschenden Enthüllungen. Ich war in Staffel 6 erneut fasziniert davon, mit welch simplen Mitteln die Macher mich jedes Mal aufs Neue kriegen. Ein bisschen Spannung, eine bisschen Grusel, ein bisschen Liebe, ein bisschen Kitsch – fertig ist die süchtig machende Teenieserie. Von der Enthüllungsfolge war ich im Nachhinein zwar enttäuscht, allerdings folgen danach ja noch einmal zehn Folgen. Am Ende dieser Folgen war ich bereits so in das Zukunftsszenario verwickelt, dass ich mir Staffel 7 definitiv zeitnah anschauen werde. Ein weiterer cleverere Schachzug der Drehbuchautoren…

Weiterempfehlung: Pretty Little Liars ist eine amerikanische Teenie-Drama-Serie, in deren Mittelpunkt vier Freundinnen stehen, die von einem (oder mehreren) Unbekannten terrorisiert werden. Wer kein Problem mit offensichtlichen Logikschwächen hat und an Serien wie The Vampire Diaries, O.C. California oder Gossip Girl Spaß Gefallen findet, macht auch mit Pretty Little Liars nichts falsch.

Wie steht Ihr zu Pretty Little Liars – seid Ihr Fans oder interessiert Euch diese Teenieserie nicht? Und falls Ihr Staffel 6 schon geschaut habt: Was sagt Ihr zur Enthüllungsfolge?

 

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Media Monday #335

Heute beginnt sie endlich so richtig, die Weihnachtszeit! Da ich berufsbedingt immer etwa einen Monat in der Zukunft lebe – ich schreibe am Anfang des aktuellen Monats Social-Media-Beiträge für den nachfolgenden Monat – freue ich mich umso mehr, meine sich seit Wochen aufbauende Weihnachtsstimmung am Mittwoch mit dem ersten Glühwein begießen zu können. Wie steht es bei Euch mit der Weihnachtsstimmung? Wulf ist offenbar noch nicht mit dem Weihnachtsvirus infiziert, kommt der Media Monday doch recht unweihnachtlich daher… 😉

1. Der ganze Hype, der mittlerweile auch hierzulande um den „Black Friday“ gemacht wird, ist mir ehrlich gesagt etwas zu viel. Ich verstehe ihn auch nicht. In den USA mag dieser Schnäppchentag nach Thanksgiving Tradition sein, aber da wir diesen Feiertag nicht feiern, können wir uns auch den anschließenden Black Friday schenken. Oder?

2. Jüngster Neuzugang in meiner (Film-)Sammlung ____ . Ich kaufe keine Filme und Serien mehr auf DVD o. ä. 

3. Mag die Kombination Brot-Butter-Marmelade-Käse auch als Flop gelten, finde ich sie persönlich ziemlich großartig, schließlich schmeckt sie fantastisch. 

4. ____ wusste in ihren/seinen jüngeren Rollen leider gar nicht zu überzeugen, denn ____ Boah, ich bin gerade nicht in Stimmung, um hier schon am Montag jemanden zu dissen. Lassen wir das. 😉

5. Würde Geld keine Rolle spielen, würde ich mir wahrscheinlich eine Weltreise für den Herrn Koch und mich wünschen, immerhin steht uns der Sinn schon wieder nach Urlaub, wie wir erst gestern feststellten.

6. Orchestrale Begleitung zu einem Film sorgt für eine ganz besondere Stimmung.

7. Zuletzt habe ich die fünfte Staffel The Good Wife beendet und das war erschreckend, weil ich noch nicht mal Staffel 3 und 4 besprochen habe. Der Review-Berg nimmt mal wieder bedenkliche Ausmaße an.

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Seri(e)ös: Das Ende der Saga – Orphan Black (Staffel 5)

Fünfzig Folgen in fünf Staffeln sind eine runde Sache. Niemand würde behaupten, eine Serie mit fünfzig Folgen wäre zu lange gelaufen – und gleichzeitig kann sich niemand beschweren, die Geschichte hätte doch gerade erst begonnen und würde direkt schon wieder enden. Die meisten Serien ereilt entweder das Schicksal, relativ früh eingestampft zu werden (meist nach Staffel 1 oder 2) oder sich zu einer Endlosstory zu entwickeln, die sich über Jahre eine treue Fangemeinde aufbaut und deshalb einfach unglaublich schwer sinnvoll zu beenden ist. Beide Schicksale bleiben Orphan Black, der kanadischen Klonsaga mit den fünfzig Folgen in fünf Staffeln, erspart. Ob die Geschichte um Sarah, Cosima, Alison, Helena, Rachel und Co. eine würdige Abschlussstaffel bekommen hat? Dieser Frage gehe ich in diesem spoilerfreien Beitrag nach.

Zur Handlung

Um nicht in Versuchung zu geraten, hier fiese Spolier zu verraten, zitiere ich in diesem Abschnitt nur kurz den Teaser, der sich auf Amazon zu Staffel 5 finden lässt:

In der letzten Staffel versuchen Sarah und ihre Schwestern, Kira vor den Neolutionisten zu schützen, und decken ein über einhundertjähriges Geheimnis auf. Die Reise der Klone nähert sich ihrem Ende. Rachel hat sie in die Enge getrieben und vollständig unter Kontrolle. Aber Sarah und ihre Schwestern sind bereit zu kämpfen. Das ist der Anfang eines tödlichen Endspiels, das extreme Folgen – nicht nur für sie, sondern für die Zukunft der gesamten Menschheit hat. Dieser abschließende Test bringt die Klone bis zu ihrer äußersten Grenze. Wem können sie am Ende überhaupt noch vertrauen?

Zurück zu den Kernthemen „Freiheit“, „Individualität“ und „Identität“

Ich mochte Orphan Black von Anfang an. Das Thema der Identitätssuche, das hier so spannend aufbereitet wird, hat die Serie über fünf Staffeln getragen und verliert auch zum Ende hin nicht an Faszination und auch nicht an Aktualität. Die Klone kämpfen auf so vielen Ebenen um ihr Leben: körperlich, denn sie alle tragen die Veranlagung in sich, die Cosima so krank macht; sozial, denn je mehr sie in den Sog der Neolution geraten, desto mehr entfremden sie sich von ihrem gewohnten Umfeld und natürlich auch psychisch, denn die Konfrontation mit ihrer Klonherkunft verdaut sich nicht von jetzt auf gleich. Dass Kira in Staffel 5 in dieses Spiel noch mehr hineingezogen wird, gibt den Klonen – so mein Eindruck – die nötige Kraft, sich noch einmal so richtig aufzubäumen gegen das Dyad, gegen die Neolutionisten und gegen alle, die sich ihnen sonst noch bei ihrem Kampf um Freiheit in den Weg stellen. Denn letztlich ist die Serie rund um Sarah Manning immer nur eines gewesen: eine Geschichte rund um starke Frauen auf der Suche nach sich selbst und nach einem Ort, an dem sie unbeschwert, frei und einfach so sein können, wie sie sind. Staffel 5 konzentriert sich daher zu recht auf die Kernthemen der Serie und rückt Fragen nach Identität, Individualität, Freiheit und persönlichem Frieden in den Mittelpunkt

Fazit

Ohne zu spoilern kann ich behaupten, dass die fünfte Staffel Orphan Black die Serie würdig beendet. Viele Fragen und Geheimnisse der vorherigen Staffeln werden gelüftet und aufgeklärt und auch das Ende gerät weder zu vorhersehbar noch zu brutal noch zu kitschig. Als Zuschauerin hatte ich das gute Gefühl, dass die Story nun abgeschlossen ist und ich mich anderen Serien zuwenden kann. Für mich ist so ein Abschluss immer total wichtig – und wenn er nicht gelingt, verdirbt mir das nicht selten das Vergnügen an einer Serie. Orphan Black bleibt auch dieses Schicksal erspart und findet in noch einmal zehn spannenden und emotionalen Folgen ein gelungenes Ende für die Geschichte, die in den letzten fünf Jahren so sorgsam entwickelt und aufgebaut wurde und so viele Fans begeistert hat.

Weiterempfehlung: Die kanadisch-amerikanische Serie Orphan Black erzählt in fünf Staffeln die Geschichte rund um Sarah Manning und ihre Klonschwestern. Dabei bietet sie neben spannender Unterhaltung auch immer wieder Denkanstöße zu den Themen Identität, Identitätsfindung und persönliche Freiheit. Die fünfte und finale Staffel beschert dieser presigekrönten Serie ihren würdigen Abschluss. Fans von Krimi- oder Dramaserien wird Orphan Black genauso gefallen wie Science-Fiction-Liebhabern.

Habt Ihr die finale Staffel Orphan Black schon gesehen? Wie hat sie Euch gefallen? Und ist es für Euch auch wichtig, dass eine Serie ein richtiges Ende hat?

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Media Monday #334

Hello Friends! Nach einem langen Wochenende an der Küste (Kiel, meine Liebe! ♥) komme ich erst heute Abend dazu, mich dem aktuellen Media Monday zu widmen. Real life und so, Ihr kennt das. 😉 Habt eine gute Woche! 🙂

media-monday-334

1. Im Allgemeinen sind es ja speziell Filme, die mich reizen, bei denen die Uhr nicht deutlich mehr als 90 Minuten anzeigt. Ehrlich mal, wer kann sich denn länger konzentrieren?

2. Aber das Schönste ist doch immer noch, wenn ich abends auf dem Sofa entspannt noch ein, zwei Serienfolgen schauen kann. Aktuell beliebt: The Good Wife und Grimm.

3. Wohingegen ich es absolut nicht leiden kann, wenn jemand versucht, mir eine Serie madig zu machen, die ich mag. Meinungen sind verschieden und sollten es auch sein dürfen.

4. Bei Büchern oder auch Comics verhält es sich hingegen oft so, dass sie bei mir den Kürzeren ziehen und ich mich lieber audiovisuellen Medien zuwende.

5. Blicke ich allerdings auf die zahllosen Serien-Enthusiasten dieser Tage, dann fühle ich mich in dieser Gruppe sehr wohl.

6. Dann doch lieber noch einmal 15 sein und nachmittags nach der Schule eine Folge Gilmore Girls auf Vox schauen. Herrje, war das Leben damals einfach.

7. Zuletzt habe ich ein tolles Wochenende mit dem Herrn Koch in unserer alten Heimat Kiel verbracht und das war sehr sentimental, weil wir alte Freunde getroffen und Orte besucht haben, die uns viel bedeuten. Das Heimweh ist jetzt jedenfalls nicht schwächer geworden.

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Seri(e)ös: Familienserie reloaded – This is Us (Staffel 1)

Meine Sichtung der ersten Staffel This is Us war überhaupt nicht geplant. Im TV wurde diese Serie im Frühjahr 2017 auf ProSieben gezeigt – und zwar mittwochs, direkt im Anschluss an die 13. Staffel Grey’s Anatomy. Clever, ProSieben, wirklich clever. Nachdem ich die erste Folge gesehen hatte und einigermaßen angetan war, ergab meine kurze Recherche, dass This is Us in den USA einer der Serienhits der Saison 2016/2017 war. Darum – und auch ein bisschen, weil es so unfassbar bequem ist, nicht umschalten zu müssen –  bin ich drangeblieben und habe mir die Staffel in Gänze zu Gemüte geführt. Wie mir diese moderne Familienserie gefallen hat, fasse ich in dieser spoilerfreien Review zusammen.

Zur Handlung: Drei Leben, für immer verbunden

This is Us erzählt (nicht chronologisch) auf mehreren Zeitebenen die Geschichte von Kate, Kevin und Randall, die am gleichen Tag geboren wurden, sowie ihren Eltern Jack und Rebecca. Kate und Kevin kommen als Teil einer Drillingsgeburt zur Welt, bei der das dritte Kind, ein Bruder, stirbt. Da die Eltern sich fest auf drei Kinder eingestellt hatten, adoptieren sie kurzfristig einen Jungen, der am selben Tag geboren und von seinem Vater vor einer Feuerwache ausgesetzt wurde. Die drei wachsen in den 1980er Jahren als Drillinge auf, allerdings mit dem Wissen, dass Randall adoptiert wurde. Da er afroamerikanischer Abstammung ist, lässt sich dieser Umstand auch nicht verbergen. Die Geschichte wechselt im Verlauf der Serie immer wieder zwischen der Gegenwart, in der Kate, Kevin und Randall als Erwachsene in Los Angeles und New York leben, und ihrer Kindheit, die sie mit ihren Eltern in Pittsburgh verbrachten.

Emotional, emotionaler, This is Us

Auf den ersten Blick klingt die Serie zugegebenermaßen nicht sonderlich aufregend, erzählt sie doch lediglich aus der Vergangenheit und Gegenwart dreier Geschwister. Das jedoch tut sie ziemlich geschickt. Die unterschiedlichen Zeitebenen werden immer weiter verwoben und vermischt, sodass der Zuschauer vor der nächsten Folge nie genau weiß, aus welcher Periode des Lebens der drei er als nächstes etwas erfahren wird. Es gibt ganze Folgen, die nur in der Vergangenheit spielen, solche, die sich vor allem auf eine der drei Hauptfiguren oder ihre Eltern fokussieren oder solche, in denen mehrfach zwischen früher und jetzt gewechselt wird. Gerade der Blick in die Vergangenheit lässt viele Handlungsweisen von Kate, Kevin oder Randall in der Gegenwart ungleich logischer erscheinen. Letztlich ist jeder Mensch immer zu großen Stücken das Produkt seiner Erfahrungen. Aufbauend auf dieser Annahme erzählt This is Us die Geschichte einer Familie, von ihren Anfängen – dem Kennenlernen der Eltern – bis zum Erwachsenenalter der Kinder. Und sie tut dies nicht irgendwie, sondern emotional. Sehr emotional. Der Grat zwischen „emotional“ und „kitschig“ ist ein sehr schmaler und This is Us wandelt beständig darauf, allerdings ohne jemals zu stark zur Seite „Kitsch“ zu tendieren. Gerade Randalls Geschichte ist so traurig-schön, dass ich mir kaum vorstellen kann, wie man als Zuschauer davon nicht gerührt und bewegt sein kann.

Fazit

This is Us steht in der Tradition klassischer Familiengeschichten wie zum Beispiel Six Feet Under. Der Fokus der Story liegt ganz klar auf den einzelnen Familienmitgliedern, ihren Beziehungen zueinander und ihren Erlebnissen und Gefühlen mit- und füreinander. Wer sich darauf einlässt, lernt Eltern kennen, die unter nicht einfachen Bedingungen versuchen, drei sehr unterschiedlichen Kindern gerecht zu werden und sich dabei nicht selbst zu verlieren. Wer sich darauf einlässt, erlebt auch, was aus diesen Kindern geworden ist und wird interessiert verfolgen, wie sich die Verhältnisse im Erwachsenenalter verändert haben und beständig weiter verändern. Wie schon erwähnt, hat mich vor allem die Geschichte rund um Randall sehr berührt, was aber nicht heißen soll, dass er mehr im Fokus steht als seine Geschwister. Es ist das Gesamtkonstrukt, dass aus This is Us eine Familienserie macht, die durchaus zu Herzen geht.

Weiterempfehlung: This is Us ist eine amerikanische Drama-/Familienserie, die auf mehreren Zeitebenen dem Leben dreier Geschwister folgt und ihre Geschichte auf emotionale Weise erzählt. Wer Lust hat, eine sympathische Familie über mehr als drei Jahrzehnte zu begleiten, macht mit dieser Serie garantiert nichts falsch.

Habt Ihr die erste Staffel This is Us gesehen? Hat die Geschichte Euch berührt oder eher kalt gelassen? Und werdet Ihr auch manchmal Opfer der Senderplanung und bleibt am Ende einer Serie einfach dran und schaut die nächste auch noch? 😀