Veröffentlicht in Fernsehserien

Seri(e)ös: Was 2017 bisher geschah (und wie es weitergeht)

Sechs Monate gehen wirklich erschreckend schnell vorbei. Bevor ich am Ende des Jahres wieder lange rechnen muss, was 2017 alles über meine Mattscheibe flimmerte, nutze ich die Jahresmitte für ein kleines Zwischenfazit und auch zur Planung meines weiteren Serienkonsums in den kommenden Monaten. Seid ihr dabei? 😉

Status Quo: Diese Serien habe ich zwischen Anfang Januar und Ende Juni gesehen

Wer hier regelmäßig vorbeischaut, wird bemerkt haben, dass ich in den letzten Monaten vor allem für eine Serie geschwärmt habe: Sons of Anarchy! ♥ Das schlägt sich auch in meiner Serienliste von Januar bis Juni überdeutlich nieder. In dieser lassen sich insgesamt 15 Staffeln acht verschiedener TV-Serien finden lassen – sieben davon entfallen allerdings allein auf besagte Serie:

Aktuell arbeite ich mich noch an folgenden Serienstaffeln ab, zu denen euch folglich Rezensionen im zweiten Halbjahr erwarten:

  • Chef’s Table: Staffel 3
  • Chicago Fire: Staffel 4
  • Friends: Staffel 2 ff.
  • Grey’s Anatomy: Staffel 13
  • The Good Wife: Staffel 3 ff.
  • This is us: Staffel 1

What’s next? Serienplanung Juli bis Dezember 2017

Anfang des Jahres hatte ich ja schon einige Serienstaffeln genannt, die ich mir gerne anschauen wollte. Einige davon konnte ich erfreulicherweise im ersten Halbjahr in Angriff nehmen, andere rutschen nun aus verschiedenen Gründen in die zweite Jahreshälfte, zum Beispiel:

  • Downton Abbey: Staffel 5 + Staffel 6
  • Fargo: Staffel 2
  • House of Cards: Staffel 5
  • Modern Family: Staffel 6
  • Orphan Black: Staffel 5
  • Pretty Little Liars: Staffel 6
  • Sherlock: Staffel 4
  • The Vampire Diaries: Staffel 7

Diese kleine Liste möchte ich noch um folgende Serien(staffeln) ergänzen:

  • Arrow: Staffel 4
  • Broadchurch: Staffel 3

Außerdem steht nach wie vor die große Frage im Raum, womit der Herr Koch und ich die riesige Lücke füllen sollen, die das Ende von Son of Anarchy hinterlassen hat. Wir schauen immer eine Serie gemeinsam an, die wir abwechselnd aussuchen. Er wählte vor einigen Monaten Sons of Anarchy aus – nun bin ich am Zug und recht ratlos, was auf diese Serienperle folgen kann. Es muss eine bereits abgeschlossene Serien sein (am besten auch eine mit einem richtigen Ende und keine, die einfach abgesetzt wurde) und sie sollte auf Netflix verfügbar sein. Das ist wirklich keine leichte Aufgabe. Dexter ist in der engeren Auswahl, auch über Luther (kriegt ja jetzt doch noch eine Fortsetzung…), Black Mirror, Prison Break oder Californication denke ich nach, aber richtig vom Hocker haut mich keine davon. Vielleicht sollten wir es einfach mal mit einer Comedyserie versuchen? Arrested Development konnte ich alleine nichts abgewinnen – vielleicht funktioniert die Serie in Gesellschaft besser? Stromberg wäre auch noch eine Möglichkeit. Oder oder oder…

Puh, ich bin richtig ratlos! Habt Ihr einen Tipp für mich, welche abgeschlossene Serie bei Netflix verfügbar ist und sich richtig lohnt? Und was sollte sonst noch unbedingt auf meine Watchlist wandern?

Veröffentlicht in Media Monday

Media Monday #313

Sonntagabend. Ich bin hin- und hergerissen, in welcher Stimmung ich mich befinden soll. Zum einen steht mir eine Woche Urlaub bevor, was ich selbstredend grandios finde. Zum anderen schauen der Herr Koch und ich uns heute Abend die allerletzte Folge Sons of Anarchy an – und das stürzt mich in ein schlimmes Gefühlschaos. Schon lange hatte ich keine so emotionale Bindung zu einer Serie mehr, also wird mir der Abschied sehr, sehr schwer fallen. Nun gut, es nützt ja alles nichts, also lenke ich mich vorab noch ein bisschen mit dem Media Monday ab.

1. Blogger-Treffen wie beispielsweise ____. Dass mir auf Anhieb nicht ein Bloggertreffen einfällt, ist Antwort genug, oder?

2. Wochenendtage sind bei mir ja prädestiniert für entspannten Medienkonsum und produktive Stunden am Schreibtisch!

3. Wenn es ein Franchise gibt, das ich durchweg verfolgt habe, dann ist es die Harry-Potter-Reihe. Auch den ersten Fantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind-Film habe ich gesehen und werde mir auch den zweiten anschauen.

4. Ließe man mir die Wahl zwischen Rollen-, Brett- oder Kartenspiel, dann entschiede ich mich niemals für das Rollenspiel.

5. Exklusive Streaming-Anbieter-Produktionen habe ich außer House of Cards bislang kaum konsumiert, glaube ich.

6. Blogger-Bekanntschaften im „Real Life“ hatte ich leider noch keine. Warum wohnt ihr eigentlich alle in Süddeutschland bullion, Wortman, Zeilenende, pimalrquadrat oder singende Lehrerin?

7. Zuletzt habe ich einen verregneten Sonntag größtenteils daheim verbracht und das war faul, aber völlig okay, weil es eine gute Einstimmung auf den Urlaub war.

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Veröffentlicht in 12 Monate

Zwölf Monate im Park – #Juni

Das waren kurze vier Wochen, die zwischen dem Mai- und dem Junifoto lagen. In den letzten Tagen war das Wetter (abgesehen vom Weltuntergangsgewitter am Donnerstag) sehr sommerlich, nun zum Wochenende legt die Sonne hingegen eine Pause ein. Das sieht man diesem Foto auch an, welches ich am Freitagnachmittag auf dem Weg von der Arbeit nach Hause geschossen habe. Ganz hinten rechts im Bild hat es sich ein Kaninchen gemütlich gemacht, was auf dem Foto aber leider nicht zu erkennen ist. Aber ich muss Euch ja nicht immer mit Kaninchen ködern – ihr hattet ja letzten Monat schon das Vergnügen! Mehr zur Fotoaktion sowie alle weiteren Teilnehmer gibt es wie immer beim Zeilenende.

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Veröffentlicht in Schreibtisch on Tour

Schreibtisch on Tour #2: Leipzig

Einige von Euch haben es vielleicht schon letzten Monat bei Instagram gesehen: Ich habe meinen Schreibtisch erneut verlassen und mich aufgemacht in eine andere deutsche Stadt. Diese Mal bin ich sogar über Nacht geblieben!  😉 Was ich in Leipzig gemacht habe und wie es mir bei meinem zweiten Besuch dort gefallen hat, verrate ich Euch in diesem Beitrag.

Was, warum, wieso?

Mein Besuch in Leipzig war nicht privater, sondern beruflicher Natur. Ursprünglich sollte ich Anfang April eine Weiterbildung in Braunschweig absolvieren, die aber kurzfristig abgesagt wurde (Ich war die einzige angemeldete Teilnehmerin… 😀 ). Dann stand ein zweitägiges Seminar in Berlin zur Debatte, das aber zeitlich nicht gut passte. So fuhr ich schließlich Mitte Mai  in eine Stadt, die ich von einem Besuch auf der dortigen Buchmesse im Jahr 2011 noch dunkel in Erinnerung hatte: Leipzig. Außer des Zoos und des Völkerschlachtdenkmals konnte ich mich kaum an etwas erinnern. Also die Tasche gepackt, ab in den Zug und auf in den Osten!

Morgens um sieben in Braunschweig…

Die Weiterbildung

Nachdem ich Leipzig mit nur 15 Minuten Verspätung (Respekt, Deutsche Bahn!) erreichte, ging es flugs ins Hotel, in dem die Weiterbildung stattfand. Es handelte sich um eine Fortbildung zum Thema „Texten fürs Web“ für Online-Redakteure, Texter, Content Manager, Marketingverantwortliche, … – kurzum für alle, die in ihrem Berufsalltag in die Verlegenheit kommen, für Webseiten, Shops oder Social Media Texte verfassen zu müssen. Von den sechs Kurseilnehmern war ich dann erstaunlicherweise die einzige mit a) einer sprachlichen/textlichen/geisteswissenschaftlichen Ausbildung und b) einem Job, in dem Texten die Haupttätigkeit ist. Die anderen Teilnehmer waren eher zufällig oder unfreiwillig dazu auserkoren worden, sich um die Webseite ihres jeweiligen Arbeitgebers zu kümmern und damit teilweise heillos überfordert. Da merkt man mal, wie vernachlässigt das Thema Content und Social Media Management in Deutschland immer noch ist und was für ein Markt sich dort in den nächsten Jahren noch auftun wird. Ich glaube, es war klug, dass ich mich für diese berufliche Richtung und nicht die journalistische Laufbahn entschieden habe. 😉

Hauptthemen der Weiterbildung waren

  • Basiswissen zum Webtexten: Wie werden Onlinetexte wahrgenommen und konsumiert?
  • Allgemeine Texterregeln
  • Die eigene Zielgruppe definieren und für sie schreiben
  • Graphisches Schreiben: Usability und Lesbarkeit
  • Themenrecherche und Texterstellung
  • Textformen: E-Mail, Pressemeldung, Social-Media-Texte
  • SEO-Grundlagen

Diesen Themen wurden abwechselnd durch Vorträge der Dozentin, kleine Diskussionen, Beispiele und Übungen erarbeitet. Für mich als Angestellte in einer Agentur waren manche Übungen schwierig, weil ich eben nicht nur für eine Zielgruppe schreibe, sondern jeden Tag an vier, fünf, sechs – an verrückten Tagen auch mal deutlich mehr Projekten arbeite, die alle ganz unterschiedliche Themen und Zielgruppen haben. Auch die Tipps, sich neu in das eigene Produkt zu verlieben und diese Liebe in die Texte einfließen zu lassen und sich auch aus anderen Abteilungen des Unternehmens Textinspirationen zu holen, sind für mich leider nicht umsetzbar. Dennoch habe ich einige Erkenntnisse aus diesen zwei Tagen mitgenommen, vor allem darüber, wie Content im Web wahrgenommen wird. Ich wusste zum Beispiel nicht, dass wir online eigentlich nur Dinge wahrnehmen, wenn sie links stehen. War Euch das klar? Rechts kann man wunderbar Informationen verstecken, die der potentielle Kunde lieber nicht sofort sehen soll…

Und sonst so? Leipzig!

Ich hatte das Glück, dass drei andere Seminarteilnehmer ebenfalls in Leipzig übernachteten und die drei sehr gesellig waren. So verbrachte ich nach dem ersten Seminartag einen überraschend unterhaltsamen und kurzweiligen Abend mit einer Berlinerin, einer Krefelderin und einem Dresdener beim Sightseeing in Leipzig. Sachen gibt’s. Das Wetter war fantastisch, sodass wir nicht nur durch die Stadt spazierten und Eis aßen, sondern auch noch den abendlichen Aufstieg auf die Aussichtsplattform des Panorama Towers (142,5 m) wagten. Ehrlich, wenn ihr mal nach Leipzig kommt und keine Höhenangst habt – investiert die drei Euro und genießt den sensationellen Ausblick über diese wunderschöne Stadt! Wir waren bestimmt eine halbe Stunde dort oben und haben einfach nur der Sonne dabei zugeschaut, wie sie langsam untergegangen ist. Danach war es immer noch viel zu warm und zu schön, um schon im Hotel zu verschwinden und so gab es noch ein sehr spätes Abendessen unter freiem Himmel mit Blick auf das Gewandhaus und den Mendebrunnen. So wurde es dann ungeplant eine recht kurze Nacht, aber das lag auch daran, dass ich am nächsten Morgen in Ruhe frühstücken wollte. So ein Frühstücksbuffet im 4****-Hotel will schließlich ausgiebig von einer Frühstücksenthusiastin wie mir getestet werden. 😀

Fazit

Mein Ausflug nach Leipzig hat mir wieder in Erinnerung gerufen, wie charmant und grün und lebendig diese Stadt ist. Dem Herrn Koch habe ich bereits angedroht, mit ihm dort noch einmal ein verlängertes Wochenende verbringen zu wollen (Ich muss nur noch zwei, drei interessante Restaurants aussuchen, dann kommt er ganz bestimmt mit…). Auch die Weiterbildung war interessant und ich hatte das große Glück, dort in kleiner und wirklich netter Runde Neues erfahren zu dürfen. Dieses neue Wissen im Alltag dann auch anzuwenden ist wiederum eine andere Sache…

Ach Leipzig – so eine schöne Stadt Wart Ihr schon einmal dort? Was hätte ich mir noch anschauen soll, wenn ich mehr Zeit gehabt hätte? Und wann und wo wart Ihr zuletzt beruflich in Deutschland unterwegs?

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Media Monday #312

Na, habt ihr es gemerkt? Ich war die letzten Tage ziemlich blogabstinent. Von Freitagabend bis heute Vormittag habe ich ein langes Wochenende bei meiner Familie verbracht und den Laptop einfach zu Hause gelassen. Schön war’s, auch wenn mir das Schreiben doch etwas gefehlt hat am Wochenende. So weit ist es schon gekommen mit mir! Darum hole ich nun lieber schnell den aktuellen Media Monday nach!

1. Fragt man mich nach meinem Lieblings-Computer-Spiel, dann habe ich darauf einfach keine Antwort parat.

2. Kurt Sutter hat mit Sons of Anarchy eine der besten Serien aller Zeiten geschaffen, schließlich bin ich jetzt, ganz kurz vor dem Serienfinale, einfach unfassbar traurig, dass ich Charming sehr bald verlassen muss. Die Reise mit den bösen Jungs hat einfach so viel Spaß gemacht wie schon lange keine mehr.

3. Leider enttäuschend, was die Verantwortlichen der ARD mit der Ausstrahlung der vierten Staffel Sherlock angestellt haben, denn sonntags um 21.45 Uhr ist mir schlicht zu spät. Ich hätte gerne live geguckt, sah mich aber ob dieser Uhrzeit dazu gezwungen, die Folgen aufzunehmen. Die werde ich mir im Laufe dieser Woche endlich mal zu Gemüte führen.

4. Mein Klassentreffen am vergangenen Wochenende ist und bleibt unvergessen, auch wenn ich leider nur ein knappes Drittel meines Abijahrgangs dabei wiedersehen konnte.

5. Ich möchte ja unglaublich gerne mal Hawaii besuchen, immerhin wurde dort Lost gedreht. Seit der zweiten Staffel Sons of Anarchy möchte ich übrigens auch unbedingt mal nach Irland. Ist doch super, wenn Serien direkt neue Reiseziele mitliefern!

6. Ist die Rede von Kultfilmen, denke ich persönlich ja immer an Bud Spencer und Terence Hill, die ich furchtbar finde, die aber zugegebenermaßen Kult sind und viele Fans haben.

7. Zuletzt habe ich über vier Stunden in drei verschiedenen Zügen der Deutschen Bahn verbracht und das war entspannt, weil alle Züge pünktlich waren und selbst neun Minuten (!) Umsteigezeit in Hamburg locker für den Bahnsteigwechsel gereicht haben. Es geschehen noch Zeichen und Wunder!

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Seri(e)ös: Designated Survivor (Staffel 1, Teil 2)

Bereits Anfang Februar schrieb ich eine Review zu den ersten zehn Folgen Designated Survivor, der Serie rund um Tom Kirkman, der über Nacht amerikanischer Präsident wird. Da die Serie beim amerikanischen Publikum so gut ankam, spendierte ABC ihr kurzfristig eine volle Staffel, sprich 21 Folgen. Ob das eine gute Entscheidung war? Das lest Ihr in der folgenden Besprechung, die leichte Spoiler enthält.

Rückblick: Das passierte in Teil 1 (Folgen 1-10)…

Ich zitiere aus meiner Review vom 01.02.2017:

Während alle anderen Senats- und Regierungsmitglieder beim State of the Union im Kapitol sind, sitzt Kirman mit seiner Frau in einem Regierungsbunker und schaut sich Sport im TV an. Bevor er weiß, wie ihm geschieht, ereilt ihn die Neuigkeit, dass bei einer Explosion im Kapitol alle Anwesenden verstorben sind und er nun amerikanischer Präsident wird. (…) An Kirkmans Seite dabei: Seine langjährige Vertraute Emily Rhodes, sein Chief of Staff Aaron Shore und sein Pressesprecher Seth Wright, die mit ihm zusammen versuchen, den Laden am Laufen zu halten. Denn wie sich herausstellt, gab es doch zwei Überlebende in dieser Nacht: Zum einen ist da Kimble Hookstraten, die als unoffizieller Designated Survivor der Republikaner, der anderen Partei, ebenfalls nicht an der Veranstaltung teilgenommen hat und Kirkman zwar unterstützt, aber auch bisweilen undurchsichtige eigene Aktionen durchführt. Zum anderen ist da aber noch Peter MacLeish, der fast unverletzt aus den Trümmern des Kapitols geborgen werden kann. MacLeish, ein amerikanischer Kriegsheld und Kongressabgeordneter, wird schnell zum nationalen Helden und zu Kirkmans Vertrautem, der ihn gerne in seiner Regierung sieht. Wäre da nicht FBI-Agentin Hannah Wells, die MachLeishs Überleben mehr als merkwürdig findet und eigene Nachforschungen anstellt. Und siehe da – auch MacLeish ist nicht so sauber, wie er auf den ersten Blick erscheint…

…und in Teil 2 (Folgen 11-21)

Die Geschichte geht genau da weiter, wo sie in Folge zehn aufhörte: Hannah Wells ist Peter MacLeish auf der Spur und versucht, Beweise dafür zu beschaffen, dass er nicht der ist, der er vorzugeben scheint und am Bombenangriff auf das Kapitol beteiligt war. Doch bevor sie ihn festnehmen und befragen kann, wird er von seiner Frau erschossen, die im Anschluss daran Selbstmord begeht. Wells und Kirkman arbeiten fortan gemeinsam daran, die Verschwörung aufzudecken. Auch Jason Atwood beteiligt sich, ist er doch auf Rache für den Tod seines Sohnes aus. Schnell finden sie zusammen mit Mike Ritter, Kirmans Sicherheitschef, heraus, dass es sich nicht um die Tat einzelner Extremisten handelt, sondern eine größere amerikanische Terrorzelle hinter dem Angriff steckt – und auch, dass die Zelle Pläne und Ressourcen (Geld und Sprengstoff) besitzt, um weitere Anschläge zu verüben. Die Jagd nach den Anführern wird immer gefährlicher und zu einem Wettlauf mit der Zeit…

Spannung, Herz und Patriotismus (zum Zweiten)

Auch im zweiten Teil der ersten Staffel macht Designated Survivor viel richtig: Die Story ist spannend und zumeist unvorhersehbar. Die Serientode trafen mich immer unvorbereitet, was zeigt, dass die Macher der Serie bereit sind, nicht den einfachen Gut/Böse-Weg zu gehen. Die Hautpfiguren sind sympathisch und/oder interessant und bieten dem Zuschauer Identifikationspotential. Gerade Emily blüht im zweiten Teil richtig auf und darf mehr Aufgaben übernehmen als nur persönliches Assistentin zu spielen, was mir gut gefallen hat. Kal Penn als Pressesprecher Seth Wright fand ich schon in Teil 1 super – und seit ich herausgefunden habe, dass er neben seiner Schauspielerei auch Politiker ist und unter Obama im Weißen Haus gearbeitet hat, ist er mir auch als Mensch sehr sympathisch.

Womit ich mich in den neuen Folgen schwer getan habe, waren weiterhin die patriotischen Themen und auch die Familiengeschichte. Für mich stimmt die Chemie zwischen Tom (Kiefer Sutherland) und Alex (Natascha McElhone) einfach nicht; auch die Szenen mit den Kindern wirken irgendwie hölzern oder sehr pathetisch. Hier würde ich mir einen Tick mehr Realismus wünschen. Was die patriotischen Töne angeht, ist dies wohl der Zielgruppe geschuldet. Wir haben es hier, das darf man nicht vergessen, nicht mit einer Netflix-Eigenproduktion zu tun, sondern mit einer Serie des Networks ABC. Im Vergleich zu Frank Underwood ist Tom Kirkman wirklich ein echter Patriot, dem das Wohl seines Landes deutlich wichtiger ist als sein eigenes. Welcher TV-Serien-Präsident unterhaltsamer ist, das muss jeder für sich entscheiden.

Fazit

Ich bin unschlüssig, ob ich es gut finde, dass die erste Staffel um weitere Folgen aufgestockt wurde. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass in der Story mehr drin gewesen wäre, wenn man sich mehr Zeit für ihre Entwicklung genommen hätte. Die ersten zehn Folgen waren ein Hit und die Fans hätten bis zum Herbst auf Staffel 2 hingefiebert, denn der Cliffhanger am Ende der zehnten Folge war stark – bedeutend stärker als der Cliffhanger, der nun das Staffelende markiert. ABC hat bereits eine zweite Staffel bestellt und so bleibt abzuwarten, welche Akzente diese setzen wird. Die „Nobody wird über Nacht Präsident“-Nummer ist jedenfalls auserzählt und damit ich am Ball bleiben soll, wünsche ich mir eine klug konzipierte und erzählte Geschichte, die nicht zu sehr auf die Tränendrüse oder den Patriotismusknopf drückt. Bleibt abzuwarten, ob ABC das liefern kann (und will).

Weiterempfehlung: Im zweiten Teil der ersten Staffel begleitet der Zuschauer Tom Kirkman dabei, wie er langsam als Präsident Fuß fasst und innen- wie außenpolitische Probleme lösen muss. Die Serie erzählt das auf spannende und sympathische Weise, erreicht aber in Folge elf bis 21 nicht das Niveau der ersten zehn Folgen – und auch nicht das Niveau anderer Politikdramen wie etwa House of Cards oder Homeland.

Frank Underwood oder Tom Kirkman: Wer ist Euer Favorit? Ich mag beide, auch wenn sie nicht viel gemeinsam haben. 😉 Und findet Ihr den zweiten Teil der ersten Staffel Designated Survivor auch schwächer als den ersten?

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Schreibtischliebling #6

In den letzten vier Wochen gab es viele Ereignisse, die sich für den heutigen Beitrag empfohlen hätten:

  • Mitte Mai war ich zwei Tage in Leipzig, dieser wunderbaren und charmanten Stadt. Dort habe ich natürlich Fotos gemacht (eines gab es auch schon bei Instagram), aber die möchte ich Euch in einem gesonderten Beitrag zeigen und auch noch ein bisschen über die Weiterbildung berichten, die ich dort absolviert habe.
  • Auch mein Interview bei Radio Fritz diesen Monat wäre definitiv etwas für diese Kategorie gewesen.
  • Außerdem hat das Wetter endlich mitgespielt, sodass der Herr Koch und ich bei 30 Grad das erste Mal in unserem Schrebergarten gegrillt haben. ♥

Dennoch habe ich mich für etwas anderes entschieden. Am Freitag nach Himmelfahrt waren der Herr Koch und ich nämlich das erste Mal gemeinsam auf einem Konzert – und das bei einer Band, die kurz vor der Auflösung steht und deren Musik wir erst im vergangenen Jahr für uns entdeckt haben. Kurzum: Wir waren hier in Braunschweig beim (restlos ausverkauften) Konzert der Wise Guys – und es war fantastisch! Das Publikum war bunt gemischt und ist bereits beim ersten Song komplett ausgerastet. Unfassbar, was für eine Fanbase diese Gruppe hat.

Ich weiß, dass A cappella-Musik absolut nicht jedermanns Sache ist. Auch ich mag nicht jedes Lied der Wise Guys und kenne tatsächlich auch viele (noch) nicht (25 Jahre Bandgeschichte muss man erstmal aufarbeiten!). Heute teile ich darum einen Song mit Euch, der zu meinen Favoriten gehört, ihr größter Hit war und natürlich auch auf besagtem Konzert gespielt wurde. Außerdem passt er perfekt in diese Jahreszeit. Aber Achtung: Ohrwurmgefahr!

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Media Monday #311

Diese Woche hat keinen Feiertag zu bieten. Zumindest nicht in meinem Bundesland.

Ich prangere das an.

Und nein, ich möchte keine Kommentare á la „Wir haben Donnerstag frei, da ist nämlich Fronleichnam, ätschibätsch!“ unter diesem Beitrag lesen. Außer qualifizierten Bemerkungen zu meinen intelligenten Antworten auf Wulfs noch intelligentere Fragen möchte ich dort gar nichts lesen. Auch nicht, dass Ihr Freitag einen Brückentag genommen habt. Reißt Euch also gefälligst zusammen! 😉

Eine schöne Woche wünsche ich Euch!

1. Worauf ich mich in den nächsten Wochen ja am meisten freue, ist mein Urlaub an der Nordsee mit dem Herrn Koch.

2. Dass eine Arbeitskollegion gerade Lost schaut, hat meine Begeisterung für diese Serie neu entfacht, denn immer wenn ich darüber spreche, möchte ich erneut einen Ausflug auf die Insel unternehmen. Irgendwann…

3. Mit Freunden zu Gast gibt es ja kaum was Schöneres, als gemütlich zu plaudern bei einem leckeren Getränk (aktuell empfiehlt sich Weißweinschorle) und Knabberkram. Da darf der Fernseher auch mal ausgeschaltet bleiben.

4. Tommy Flanagan hat meines Erachtens eine viel zu kleine Rolle in den ersten Staffeln Sons of Anarchy, immerhin ist sein Charakter Chibs ein langjähriges Clubmitglied und ein guter Freund von Jax. Zum Glück wird ihm in den späteren Staffeln mehr Aufmerksamkeit zuteil.

5. Neulich habe ich meinen Bafögrückzahlungsbescheid erneut zur Hand genommen und festgestellt, dass die erste Rate wirklich diesen Monat fällig ist. Wäre auch zu schön gewesen, wenn ich mich geirrt hätte. Die letzte stottere ich übrigens in exakt sieben Jahren ab. Nur schon mal als Vorwarnung, dass es dann einen freudigen Beitrag dazu geben wird, dass dieses Kapitel ein Ende hat.

6. Schlechte Comedy kann mir ja gerne gestohlen bleiben, denn dafür ist mir meine Zeit zu schade.

7. Zuletzt habe ich die erste Staffel Designated Survivor beendet und das war in Ordnung, weil sie solide gemacht war. Ich glaube aber, dass in der Story noch mehr drin gewesen wäre. Mehr dazu gibt es Mittwoch in der Review. 🙂

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Seri(e)ös: Drei Serien…

Ich liebe Musik. Beim Schreiben, beim Aufräumen, beim Autofahren, in der Bahn – und natürlich auch in TV-Serien macht sie das Leben (und das mediale Erlebnis) noch ein bisschen schöner. Manchmal bleiben mir Songs aus Serien so sehr im Gedächtnis, dass ich sie auf ewig mit ihnen verbinden werde. Drei Beispiele dafür habe ich heute ausgesucht, was gar nicht so leicht war, denn mir wären problemlos noch mehr eingefallen.

~ Drei Serien, mit denen ich bestimmte Songs assoziiere ~

1. The Sopranos: Journey – Don’t stop believing (Folge 6×21: Made in America)

2. Fringe: Yazoo – Only you (Folge 5×01: Transilience Thought Unifier Model-11)

Lost: Mama Cass Elliot – Make your own kind of music (Folgen 1×24: Exodus (Part 2) sowie 2×01: Man of Science, Man of Faith)

Welche Song kommen Euch sofort in den Sinn, wenn Ihr an Serien denkt? Gibt es vielleicht sogar Szenen, die Euch durch den passenden Soundtrack besonders gut gefallen haben? Bei mir ist es bei Beispiel 1 (The Sopranos) definitiv so.

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Schreibtisch auf Abwegen: Trackback (Radio Fritz)

Aus aktuellem Anlass erfreue ich euch heute erneut mit meinen medialen Erlebnissen jenseits dieses Blogs. Der liebe bullion war nämlich so verrückt, mich als Gast für die Rubrik „Blogger Privat“ in der Sendung Trackback bei Radio Fritz vorzuschlagen. Nachdem ich kurz hyperventilierte, freute ich mich dann doch die ganze letzte Woche darauf, einmal im Radio zu Gast zu sein. Ich bin nämlich ein großer Fan dieses Mediums und konsumiere es auch täglich, manchmal mehrere Stunden (zwar nicht Radio Fritz, aber zum Beispiel diesen nach einem griechischen Buchstaben benannten Sender aus meiner Heimat).

Nach der offiziellen E-Mail-Einladung gab es am Samstag kurz vor Start der Sendung um 18 Uhr ein kleines Vorgespräch mit Moderator Bruno Dietel. Dabei haben wir den groben Ablauf und die Themen für das Interview besprochen. Da eine vorherige Aufzeichnung aus zeitlichen Gründen nicht möglich war, wurde ich live über Skype befragt. Diesen Extranervenkitzel, ob die Internetverbindung hält, kann man sich ja mal geben. 😉

Am Ende hat alles gut geklappt und es war eine wirklich spannende Erfahrung, live in einer Radioshow zu Gast zu sein. Das Gespräch selbst war sehr entspannt und hat sich wirklich nach Plauderei angefühlt. Im Nachhinein bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden: Ich habe keinen Unsinn geredet und nicht gestottert – Ziel erreicht! 🙂

Es steht auf der Internetseite – dann muss es ja wirklich passiert sein! 😉

Solltet Ihr also je in die Verlegenheit kommen, zu einem Radiointerview eingeladen zu werden, seid nicht schüchtern und macht es einfach! Ich hatte viel Spaß dabei und weiß jetzt, dass meine Stimme ganz anders klingt, als ich sie selbst wahrnehme. Wenn ihr Lust habt, hört doch einfach mal rein: Hier kommt Ihr direkt zum Podcast, wo ihr mich (und auch kurz nochmal den Herrn bullion!) ab Minute 27:34 plaudern hört.

Hach, das war aufregend! Habt Ihr schon einmal Erfahrungen mit dem Radio gemacht? Und nutzt Ihr dieses Medium überhaupt noch? Ich stelle mit Bedauern fest, dass die begeisterten Radiohörer immer seltener werden…

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