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Media Monday #317

Irgendwie kommen mir die Wochenenden von Woche zu Woche kürzer vor. Geht Euch das auch so? Kaum hat man den ganzen Haushaltsquatsch erledigt, ein paar Blogartikel vorbereitet und zwei Tage lang morgens ein bisschen länger geschlafen, ist auch schon wieder Sonntagabend. Mir gefällt diese Entwicklung nicht. Zum Glück habe ich nächste Woche Montag frei, sodass ich mich nur noch irgendwie durch diese Woche mogeln muss, bevor mir ein Hochzeitswochenende (nicht meine! 😉 ) im schönsten Bundesland der Welt bevorsteht. ♥ Aber wie immer sorgt zumindest Wulf dafür, dass mir der Sonntagabend noch eine kleine Dosis gute Laune beschert – mit dem neuen Media Monday. Kommt gut rein in die neue Woche!

1. Serien mit „Bösewichtern“ als Protagonisten (bspw. Hannibal, Dexter, …) können gut sein, müssen es aber auch nicht. The Sopranos waren super, Breaking Bad eher eine Enttäuschung…

2. Der Mückenstich an meinem rechten Fuß hat wirklich bahnbrechende Effekte, denn wie kann so ein kleines Ding nur so sehr jucken?

3. Ich habe ja schon ein ziemliches Faible für die verhängnisvolle Kombination „Serie“ + „Chips“.

4. Die vierte Staffel Sherlock könne ja nicht gut werden, dachte ich so, doch nachdem mir die erste Folge noch nicht so richtig gefiel, hatte ich Samstag mit Folge 2 schon deutlich mehr Spaß. Mal sehen, was mich heute Abend in der finalen Episode erwartet.

5. Dem Spiel ____ wollte ich ja schon immer eine Chance geben, allein ____ . Nope.

6. Grundsätzlich kann man sagen, dass ich in punkto Serien Produktionen von HBO, FOX und Abc präferiere, schließlich sind diese für eine Vielzahl meiner Lieblingsserien verantwortlich.

7. Zuletzt habe ich dieses Wochenende vier Blogbeiträge vorbereitet und das war in weiser Voraussicht, weil ich nächstes Wochenende ausnahmsweise keine Zeit für diesen kleinen Blog haben werde (s. o.).

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Seri(e)ös: Friends (Staffel 2)

Was haben Tom Selleck, Julia Roberts, Jean-Claude Van Damme und Charlie Sheen gemeinsam? Richtig, sie haben alle einen Auftritt als Gaststar in der zweiten Staffel Friends, einer Serie, die mich mehr und mehr in ihren Bann zieht. Aber Staffel 2 hat noch mehr zu bieten als nur große Namen…

Zur Handlung

Nachdem das Ende von Staffel 1 die Ross-Rachel-Situation ungeklärt ließ, stellt diese in der zweiten Staffel einen wichtigen Handlungsstrang dar. Ross hat auf seiner Chinareise nämlich eine alte Freundin wiedergetroffen und mit dieser angebandelt. Rachel ist untröstlich und versucht zunächst, Ross zurückgewinnen, beginnt dann aber, mit anderen Männern auszugehen – u. a. auch einem Mann namens Russ, der Ross zum Verwechseln ähnlich sieht. Nach und nach wird Rachel klar, dass sie nicht über Ross hinwegkommt und auch Ross besinnt sich und entscheidet sich schließlich gegen seine Freundin und für Rachel. Monica hingegen ist immer noch auf der Suche nach der großen Liebe und auch nach dem richtigen Job. Als sie für den besten Freund ihres Vaters, Richard (Tom Selleck! ♥), ein Catering übernimmt, verliebt sie sich in diesen und die beiden beginnen eine leidenschaftliche Affäre, die Monica zunächst vor ihren Eltern geheimhält. Als die Beziehung ernsthafter wird, stellen beide allerdings fest, dass sie unterschiedliche Vorstellungen von ihrer gemeinsamen Zukunft haben und es kommt zur Trennung. Joey hat endlich Erfolg als Schauspieler, als er die Rolle des Dr. Ramoray in der Soap „Days of our lives“ ergattert. Allerdings steigt ihm dies bald zu Kopf und so erleidet seine Figur einen überraschenden und brutalen Seirentod. Phoebe trifft sowohl ihren schwulen Scheinehemann als auch ihren „Navylover“ Ryan (Charlie Sheen) wieder, mit dem sie jedes Jahr während seines Landgangs zwei aufregende Wochen verbringt. Außerdem tut sich etwas in ihrem Familienleben, als sie herausfindet, dass sie einen Halbbruder hat.

Leicht, aber nicht platt – Was Friends so besonders macht

Ich wiederhole mich, aber eigentlich ist Comedy nicht mein Genre. Es gibt einige wenige Serien, die ich mag – und Friends gehört definitiv dazu. Die (Literatur-)Wissenschaftlerin in mir fragt sich in solchen Situationen stets, woran das liegen könnte: Was unterscheidet Friends von den tausenden anderen Comedyserien, die es in den letzten Jahrzehnten gab und auch aktuell gibt? Was macht diese Serie richtig, was andere (meiner Meinung nach) falsch machen? Kommen wir zunächst zum Offensichtlichen: Friends ist einfach lustig. Punkt. Die Autoren verstehen es, die sechs Freunde in Situationen zu manövrieren, die komödiantisches Potential bieten und dabei nicht komplett unrealistisch sind. Außerdem hat der Zuschauer nie das Gefühl, dass sich Witz an Witz reiht und manche dieser Scherze eigentlich nur um ihrer selbst Willen da sind, so nach dem Motto: „Eine Sitcom muss mindestens alle 90 Sekunden einen Witz enthalten“. Nein, Friends hat auch die ernsteren Situationen wie Liebeskummer, Tod und Streit, die humoristisch, aber niemals platt aufbereitet werden.

Viel zum Gelingen dieses Spagats tragen selbstredend die Figuren bei, die einfach alle auf ihre eigene Art liebenswert sind. In meiner dunklen 90er-Erinnerung an Friends war Joey zum Beispiel ein richtig dämlicher Chaot. Das ist er aber überhaupt nicht, seine vermeintliche „Dummheit“ folgt einem klaren Konzept und manchmal denke ich, die Konzeption dieser Figur war wahrscheinlich am schwersten und musste mit der größten Sorgfalt durchgeführt werden.

Was Friends natürlich noch von anderen Serien des Genres unterscheidet, ist die aufeinander aufbauende Geschichte. Der Zuschauer begleitet die Freunde nicht bei ihrem Leben, das Tag für Tag gleich verläuft, sondern er erlebt ihre Entwicklung mit: Rachel und Ross werden ein Paar. Joey macht einen Karrieresprung. Phoebe lernt ihre Familie kennen. Chandler und Joey gehen einen Zeitlang getrennte Wege. Monica sucht nach ihrer (beruflichen) Berufung. Wer eine Folge verpasst, dem ist vielleicht ein wichtiges Ereignis im Leben einer Figur entgangen. Welche anderen Comedyserie kann schon eine solch stringente Handlung vorweisen?

Fazit

Friends vereint Elemente klassischer Dramaserien (folgenübergreifende Story) mit der Leichtigkeit einer Sitcom und sympathischen Charakteren. Was so einfach klingt, ist es in Wirklichkeit überhaupt nicht, denn der Grat zwischen „lustig“ und „lächerlich“, zwischen „ernst“ und „humorvoll“ ist ein sehr schmaler und eine schwieriger dazu. Ich glaube, dass viele Comedyserien an diesem Anspruch kläglich gescheitert sind und auch weiterhin scheitern werden, vielleicht auch, weil Friends einfach Maßstäbe gesetzt hat, an die auch zwanzig Jahre später nur wenige Serien herankommen. How I Met Your Mother hat das phasenweise geschafft, andere Serien würden es gerne, sind aber doch – obwohl durchaus gelungen – qualitätsmäßig ein ganzes Stück davon entfernt (The Big Bang Theory, Modern Family). So hat Friends sich bereits nach zwei Staffeln den Spitzenplatz auf meiner (kurzen) Comedy-Favoritenliste gesichert und andere, wesentlich neuere und wahrscheinlich auch wesentlich teurer produzierte Serien, problemlos ausgebootet. Ich bin mehr als gespannt, was mich in den nächsten acht Staffeln erwartet.

Weiterempfehlung: In seiner zweiten Staffel knüpft Friends mühelos an die Qualität von Staffel 1 an und übertrifft diese sogar noch. Charmante Figuren treffen auf eine ideenreiche Story, die durch Gastauftritte nahmhafter Filmgrößen bereichert werden. Ich für meinen Teil hoffe ja auf ein Liebescomeback zwischen Monica und Richard, da ich Tom Selleck einfach gern noch länger dabei hätte. Sollte dem nicht so sein, schaue ich dennoch weiter, denn Friends bietet einfach perfekte Unterhaltung.

Da beginne vor einigen Wochen nichtsahnend diese Serie und nun hat sie sich bereits einen Platz auf meiner Favoritenliste gesichert! Seid Ihr Fans der ersten Stunde oder auch erst später auf Friends aufmerksam geworden? Und kennt Ihr eine Comedyserie, die Eurer Meinung nach mit dem Niveau von Friends mithalten kann?

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Vom Schreiben und Folgen: Blogstatistik #2

Wusstet Ihr, dass Autoscheibenwischer in sechs Monaten beim Wischen der Frontscheibe circa 714 Kilometer zurücklegen? Das entspricht in etwa der Strecke Hamburg – Prag. Diesen völlig irrelevanten Fakt habe ich letzte Woche auf der Arbeit gelernt und mein Hirn kann ihn nun einfach nicht mehr vergessen.

Wenn ich zum jetzigen Zeitpunkt durch meinen Job aber etwas gelernt habe, das nicht vergessen werden sollte, dann dieses: Texte für ein Onlinemedium zu schreiben ist nur die eine Hälfte der Medaille. Die andere besteht darin, sich anzuschauen, welche Reaktion diese Texte beim Leser hervorrufen. Gibt es Klicks, Likes, Shares, neue Follows? Oder ist der Beitrag sang- und klanglos in den unendlichen Weiten des Internets (oder auch nur des Facebook-Newsfeed…) untergegangen? Kein Wunder also, dass diese Arbeitsweise abfärbt und ich mich nun auch vermehrt für die Statistik meines kleinen Blogs interessiere. Im ersten Beitrag dieser Reihe zog ich im März das Fazit, dass Content wahrlich King ist. Unter dieser Prämisse habe ich versucht, auch die Monate April bis Juni zu gestalten. Natürlich war es schon immer mein Anspruch, gute Texte zu schreiben, aber es ist ein schöner Ansporn zu sehen, dass die Bemühungen tatsächlich Früchte tragen. Habt Ihr Lust, noch einmal einen kurzen Blick in meine Blogstatistik zu werfen? Ja? Los geht’s!

Wie hat sich die Blogstatistik im zweiten Quartal verändert?

Ich rede gar nicht lange um den heißen Brei herum: Es ging erneut bergauf. Nicht durchgängig, aber die Besucher- und Aufrufzahlen haben sich auf einem Niveau eingependelt, das in Ordnung ist:

Der April war der stärkste Monat, der Juni doch etwas schwächer. Letzteres lässt sich leicht erklären, denn im Juni habe ich mich deutlich weniger um den Blog gekümmert als in den Vormonaten. Das echte Leben war schuld. 🙂 Dennoch freue ich mich, dass die Zahlen nun (hoffentlich) konstant die 2k-Marke überschreiten. Der Weg dahin ist, wie ich letzten Monat noch einmal gemerkt habe, wirklich nur durch konstante „Arbeit“, sprich regelmäßiges Bloggen und viel Interaktion, möglich. Aber gerade das ist es ja, was so viel Spaß macht am Bloggen! Von daher gehe ich diesen Weg wirklich gerne. ♥

Allgemein haben in den letzten drei Monaten 51 weitere Beiträge ihren Weg auf diesen Blog gefunden. Diese (und natürlich auch teilweise ältere Beiträge) haben insgesamt weitere 1.800 Gefällt-mir-Angaben sowie 1.281 Kommentare generiert. Nur um das mal in Relation zu setzen: Dieser Blog kommt seit seiner „Geburt“ im Dezember 2012 insgesamt auf 3.821 Gefällt-mir-Angaben, hat also knapp die Hälfte davon (!!!) allein in den Monaten April bis Juni 2017 erhalten. Ähnlich gut sieht die Kommentarstatistik aus (7.125 ingesamt, davon 1.281 zwischen 04/17 und 06/17). Es gibt nichts Schöneres für einen Blogger und auch kein größeres Lob, als wenn die eigenen Beiträge bei den Lesern auf Zustimmung stoßen. Ich freue mich über jeden Aufruf, jedes „Gefällt mir“ und ganz besonders über jeden Kommentar. Wenn das, was ich schreibe, Euch so wichtig ist, dass Ihr Euch Zeit nehmt, etwas dazu zu sagen oder zur Diskussion beizutragen, dann weiß ich, warum ich so gerne meine Freizeit mit Euch und diesem Blog verbringe. ♥

Wer eins und eins zusammenzählt, der kommt zu dem Schluss, dass Aufrufzahlen und alle weiteren Statistiken sich eigentlich nur positiv entwickeln können, wenn neue Leser hinzukommen. Auch das ist in den letzten drei Monaten geschehen – und zwar in einem Maße, das ich so nicht habe kommen sehen. War mein bescheidenes Ziel Anfang des Jahres eigentlich nur, 250 Follower bis Ende Juni 2017 zu gewinnen, konnte diese Nummer verrückterweise schon im ersten Quartal 2017 geknackt werden. Am Ende von Kalenderwoche 11 waren es 278 – nun, am Ende von KW 28, sind es bereits 414 (+136). Dieses Wachstum war bisweilen zu viel für mich, wie ihr vielleicht auf Twitter mitbekommen habt. 😀

Zum Abschluss möchte ich noch einen Blick auf die Kategorien werfen, die ich dieses Jahr neu eingeführt habe: Schreibtischliebling, Arbeit und Beruf sowie die lose Reihe Schreibtisch on Tour. Gerade die Beiträge zum Thema „Arbeit und Beruf“ waren mir wichtig und ich freue mich unglaublich darüber, dass sie auf Anklang stoßen und sich tolle Diskussionen zu den Themen entspinnen, die ich beschreibe. Manchmal bin ich daran gar nicht beteiligt und es ist schön zu sehen, dass sich hier auf diesem Blog Menschen finden und austauschen, die sonst keine Chance dazu gehabt hätten. Mein liebster Beitrag der Reihe ist mit Abstand Geist ist geil! – Warum die Arbeitswelt Geisteswissenschaftler braucht! – und das ist auch der am meisten geklickte Text aus dieser Kategorie (214 Aufrufe, 60 Likes, 92 Kommentare). Ihr seid toll! ♥ Die Schreibtischlieblinge und auch meine Reiseberichte können da nicht mithalten, fügen sich aber dennoch gut in den Blog ein und werden auch die nächsten Monate weitergeführt.

Fazit und Ausblick

Der Blog entwickelt sich gut und es ist schön und motivierend zu sehen, dass er wächst und gedeiht, wenn ich ihm Aufmerksamkeit schenke. Auch die Frequenz von drei Beiträgen pro Woche gefällt mir gut und ist machbar neben einem Vollzeitjob und dem echten Leben. Mehr wäre unrealistisch und weniger einfach schon zu wenig, denke ich. Dieser Blog ist immer noch ein Hobby und wird niemals in Kategorien und Aufrufzahlen vorstoßen, die mich reich und berühmt machen, aber das ist in Ordnung. Dennoch werde ich vermutlich in den nächsten Wochen mal das Projekt „eigene Domain“ angehen und hier auf einen bezahlten Tarif umsteigen. Dann geben die Statistiken auch noch ein bisschen mehr her und ich kann mich Ende September bei der Auswertung von Quartal drei vollends in den Zahlen verlieren. 😉

Habt Ihr das kleine Zahlenspiel bis zum Schluss durchgehalten oder seid Ihr zwischendurch ausgestiegen? Ich wäre nicht böse, es ist ja nicht jeder ein Statistikfan. 😉 Falls Ihr aber ein solcher seid: Wie behaltet Ihr die Entwicklung Eures Blogs im Blick? So wie ich über die interne Statistik oder nutzt Ihr ein externes Tool?

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Media Monday #316

Grau in grau in grau präsentierte sich der Sonntag – wie immer, wenn der Herr Koch mal einen Tag am Wochenende frei hat. Statt Radtour oder Spaziergang gab es darum bei uns einen Besuch im Naturhistorischen Museum, Brownies, Pizza und Serien. Wenn der Sommer nicht will, dann machen wir eben Dinge, die eigentlich besser in den Herbst passen. Ich komme aus Schleswig-Holstein, ich bin an kalte und regenreiche Somme gewöhnt und lasse mir davon bestimmt nicht die Laune vermiesen. Für kommende Woche sind hier in Braunschweig im Gegensatz zum heutigen Wetter übrigens 30 Grad und (mal wieder) schwere Gewitter angesagt. Auch das lasse ich stoisch auf mich zukommen, wie auch den heutigen Media Monday. Ich hoffe, ihr hattet ein sonnigeres Wochenende als ich und startet gut in die neue Woche! 🙂

1. Um mich an eine Serie zu binden, bedarf es eigentlich nur sympathischer Charaktere und einer Story, die keinem 08/15-Schema folgt.

2. Wer der neue Doctor (Who, Anm. d. Red.) wird, interessiert mich! Ich bin zwar in Staffel 6 ausgestiegen, weil ich Matt Smiths Doctor nicht mochte, habe die ersten Staffeln aber sehr gerne geschaut (Hach, David Tennant! ♥). Die Entscheidung für Jodie Whittaker (kenne ich vor allem aus Broadchurch) finde ich sehr spannend und mutig. Damit steigen die Chancen, dass ich der Serie doch nochmal eine Chance gebe…

3. Das Ende so mancher Serie ist mir lang im Gedächtnis geblieben, denn oft beschäftigt mich der Abschluss der Geschichte auch noch Tage und Wochen nach dem Schauen. Aktuelles Beispiel ist natürlich Sons of Anarchy

4. Der Trend, Serien kurzzeitig unfassbar zu hypen und diese dann nach einer oder wenigen Staffeln wieder abzusetzen, gefällt mir nicht.

5. Im dritten Quartal dürfte meines Erachtens Ich – einfach unverbesserlich 3 einen Kinobesuch wert sein, schließlich …“Bananaaaaa!“ 😀

6. Die Sims ist eines dieser Spiele, das früher scheinbar jeder außer mir mal gespielt hat.

7. Zuletzt habe ich gestern Abend die dritte Staffel The Good Wife beendet und das war überraschend, weil ich gar nicht so aufmerksam verfolgt habe, wie weit ich in der Staffel schon vorangeschritten bin und etwas erstaunt war, schon wieder eine Staffel beendet zu haben. Damit habe ich auch von dieser Serie schon fast die Hälfte geschafft. Das Serienprojekt läuft richtig gut dieses Jahr.

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Seri(e)ös: Grey’s Anatomy (Staffel 13)

Die erste Folge Grey’s Anatomy wurde am 27.03.2005 (!) auf ABC ausgestrahlt. Damit ist die Krankenhausschmonzette die am längsten laufenden Serie meines kleinen Projektes. 13 Staffeln sind wahrlich eine Leistung in unserer kurzlebigen und auf Erfolg getrimmten Fernsehzeit. In den letzten Wochen war ProSieben so gütig, die aktuelle Staffel auch dem deutschen Publikum zu präsentieren, sodass ich mir mittwochs keine Gedanken um meine Abendgestaltung machen musste. Ist doch schön, wenn ein Sendeplatz so in Stein gemeißelt ist. Wie mir die neuen Abenteuer von Meredith, Alex und Co. gefallen haben, lest Ihr in dieser Review.

Zum Inhalt

Wie eh und je bietet Grey’s Anatomy auch in dieser Staffel die altbekannte Mischung aus medizinischen und menschlichen Dramen. Während Meredith nach Dereks Tod langsam wieder bereit ist für eine neue Liebe und auch Arizona sich in ein Abenteuer mit einer Kollegin stürzt, stehen andere Paare vor schweren Problemen: April und Jackson sind geschieden, versuchen aber trotzdem, sich gleichberechtigt um ihre Tochter zu kümmern; Owen und Amelia geraten beim Thema Familienplanung aneinander, Alex und Jo entzweit eine gewalttätige Auseinandersetzung mit DeLuca und auch beim Ehepaar Webber/Avery steht nicht immer alles zum Besten. Maggie hat indes mit einem schweren Schicksalsschlag zu kämpfen, während Stephanie nicht nur den Tod ihres Freundes, sondern auch den eines kleinen Jungen im OP verarbeiten muss. Im Krankenhaus sorgt vor allem die Umstrukturierung des Ausbildungsprogramms für Unruhe, was zu Auseinandersetzungen zwischen Bailey und mehreren anderen Ärzten führt.

Alles wie immer? Vielleicht auch nicht!

Grey’s Anatomy ist eine Serie mit einem simplen Konzept und einer klaren Zielgruppe: Frauen. Gut, es gibt auch ein paar Männer (oder Wölfe), die gerne zuschauen, aber die Mischung aus Liebesschnulze und Drama im OP spricht Frauen einfach mehr an. Staffel 13 bietet genau das, ebenso wie alle früheren Staffeln. Dennoch hat mir diese Staffel besser gefallen als noch die vorherige. Und ich glaube auch zu wissen, warum: Es liegt an der Erzähweise. Die Folgen dieser Staffel waren ruhiger und die Handlungsstränge nicht so verworren. Jede Figur hatte ihr eigenes Problem – und zwar genau eines: Meredith haderte mit ihren neuen Liebe. Maggie trauerte um ihre Mutter. April war hin- und hergerissen zwischen Kind und Karriere. Richard wurde degrediert und musste damit klarkommen. Owen wurde von Amelia enttäuscht. Teilweise konzentrierten sich ganze Folgen auf einzelne Figuren und ihre Geschichte: So müssen Meredith und Nathan in einem Flugzeug erste Hilfe leisten und kommen sich dabei genauso näher wie Jackson und April bei ihrem Trip nach Montana. Die Geschichten aller Figuren sind relativ klar voneinander getrennt und nur durch einzelne gemeinsame Szenen im Krankenhaus oder zu Hause miteinander verwoben.

Ich weiß nicht, ob das eine Taktik ist, neuen Zuschauern den Einstieg in diese Serie zu erleichtern, kann mir aber keinen anderen Grund vorstellen. Der Zeitpunkt ist dafür nicht schlecht, hat die Serie doch seit Dereks Tod eine ganz andere Ausrichtung, ja fast einen kleinen Neustart erhalten. Während elf Staffeln lang ein Liebespaar im Zentrum der Geschichte stand, sind es jetzt die drei Schwestern Meredith, Maggie und Amelia (auch wenn Amelia eigentlich Dereks Schwester war, aber wir wollen hier nicht kleinlich sein.), die durch dick und dünn gehen und sich gegenseitig unterstützen. Maggie und Amelia ersetzen dabei nicht nur Derek, sondern inzwischen auch Cristina, Merediths ehemalige „Person“.

Fazit

Fast finde ich es selbst etwas unheimlich, aber in Staffel 13 hat mir Grey’s Anatomy überraschend viel Spaß gemacht und mittwochs definitiv für entspannte Unterhaltung gesorgt. Qualitäts-TV ist das (immer noch) nicht, aber ich finde, Serien dürfen auch einfach mal für seichte Bespaßung sorgen. Diesem Anspruch wird Staffel 13 wesentlich besser gerecht als Staffel zwölf. Sollte Grey’s Anatomy im fortgeschrittenen Alter nochmal zu neuen Höhenflügen ansetzen? Wir werden sehen…

Weiterempfehlung: Grey’s Anatomy ist eine amerikanische Krankenhausserie, die im fiktiven Grey Sloan Memorial Hospital in Seattle spielt und dort Leben und Leiden mehrer Ärzte begleitet. Staffel 13 bietet solide Unterhaltung und definitiv einen Qualitätssprung zur vorherigen Staffel. Nächsten Frühling halte ich mir schon mal präventiv die Mittwochabende für die Folgen der 14. Staffel frei.

Oh, jetzt ist diese Besprechung wirklich sehr positiv ausgefallen. Aber es ist wahr, ich habe Staffel 13 gerne geschaut. Wie hat sie Euch gefallen? Oder seid ihr schon vor Jahren aus Grey’s Anatomy ausgestiegen?

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Media Monday #315

Und schon ist die erste Arbeitwoche nach dem Urlaub wieder rum – das ging schnell! Kann so weitergehen, denn im September warten nochmal 16 freie Tage auf mich. 😀 Bis dahin gehen aber noch einige weitere Media Mondays ins Land. Ich wünsche Euch einen guten Wochenstart!

1. Good Will Hunting ist bis heute einer meiner Lieblingsfilme überhaupt, denn die Geschichte geht einfach zu Herzen, ohne zu sehr auf die Tränendrüse zu drücken.

2. Sommerzeit bedeutet für mich ja immer auch, mit dem Dilemma klarzukommen, dass wir keinen Balkon haben. Hmpf.

3. Regelrecht stolz bin ich auf alle Fringe- und Lost-Staffeln in meiner sehr bescheidenen DVD-Sammlung, schließlich sind das zwei meiner liebsten Serien, die ich auch schon mehrfach geschaut habe. Die Anschaffung hat sich definitiv rentiert!

4. Mischa Barton hat mit ihrer Rolle als Marissa in The O.C.  eine vielversprechende Karriere gestartet, aber dann war der Ruhm wohl etwas zu viel und seit ihrem Ausstieg aus der Serie gab es vor allem Negativschlagzeilen. Schade.

5. Entgegen der vorherrschenden Meinung bin ich ein großer Freund von TV-Serien im TV, immerhin ist dieses Format ja dafür ursprünglich mal konzipiert worden, oder? Ja, ich netflixe auch sehr gern, liebe aber aktuell meine Mittwochabende mit Grey’s Anatomy und This is us mindestens genauso sehr. Und natürlich auch meine Freitagabende mit Chicago Fire. 🙂

6. Suits landet immer dann im Player bzw. wird immer dann bei Netflix ausgewählt, wenn ich zu müde bin, um mir eine unbekannte Folge einer der Serien anzuschauen, die ich eigentlich gerade verfolge. Die Geschichten mit Mike, Harvey und Donna machen auch im Rewatch einfach Spaß.

7. Zuletzt habe ich festgestellt, wie gerne ich inzwischen doch Friends schaue und das war während des Abendessens, weil ich dabei bereits die fünfte Folge dieser Serie an diesem Wochenende geschaut habe. Und nur, damit ihr nichts Falsches denkt: Wenn der Herr Koch zu Hause ist, essen wir wie zivilisierte Menschen am Küchentisch und unterhalten uns dabei. Aber alleine ist es mir dort einfach zu langweilig abends…

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Wer suchet, der findet! – Einige Gedanken zur Jobsuche

Vor einigen Wochen habe ich an dieser Stelle mit vielen von Euch zum Thema „Geist ist geil – Warum die Arbeitswelt Geisteswissenschaftler braucht“ diskutiert. Dieser Beitrag war und ist mir persönlich sehr wichtig und es hat mich unglaublich gefreut, dass er so großen Anklang fand. Denn auch ich bin eine dieser Geisteswissenschaftlerinnen, die sich schwer mit der Berufsfindung getan und eigentlich nur gewünscht hat, dass ihr jemand eine Chance gibt. Am Ende des Studiums und auch während meiner beruflichen Umorientierung im vergangenen Jahr habe ich es als sehr frustrierend empfunden, wenn ich auf den gängigen Jobbörsen nicht fündig wurde. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass der Arbeitsmarkt „solche wie mich“ nicht braucht – gerade in Anbetracht der Tatsache, wie viele schlechte und fehlerhafte Texte einem im analogen und digitalen Leben täglich begegnen. Darum möchte ich heute ein paar Gedanken zum Thema „Jobsuche für Geisteswissenschaftler“ mit Euch teilen. Ich sage bewusst „Gedanken“ und nicht „Tipps“, denn alles, was ich hier schreibe, sind meine persönlichen Erfahrungen und ganz bestimmt nicht der Weisheit letzter (Jobsuche-)Schluss. Der Stellenmarkt (im Internet) ist so unübersichtlich, dass es für eine einzelne Person gar nicht möglich ist, alle Jobbörsen oder -portale zu kennen (geschweige denn regelmäßig zu sichten).

Ein paar Worte vorweg: Jobdefinition

Bevor es mit der Jobsuche losgehen kann, ist es ratsam, grobe Kriterien zu definieren, die der neue Job erfüllen sollte. Das können Tätigkeiten (redaktionelle Aufgaben, organisatorische Aufgaben, Beratung, Kundenkontakt, …), aber auch Rahmenbedingungen (Ort, Zeit (Stundenanzahl und Arbeitszeit), Mindestgehalt, …) sein. Gerade Jobsuchenden mit sehr konkreten Vorstellungen wird dieser Schritt leicht fallen – die Suche dafür aber eventuell umso schwerer. Grundsätzlich gilt: Je offener die Jobdefiniton, desto mehr potentielle Arbeitsplätze kommen in Frage – desto mehr muss man aber wahrscheinlich auch bereit sein, Kompromisse zu machen. Ich bin in Jobsachen inzwischen ein Bauch- und Herzensmensch und würde daher – wenn es die (finanzielle) Situation erlaubt – zunächst aufs Ganze gehen und eine festgelegte Zeit nach dem absoluten Traumjob suchen. Das kann ein Monat, ein halbes Jahr, ein Jahr oder noch länger sein, ganz egal. Wer dabei fündig wird: Herzlichen Glückwunsch zum Jackpot! Wer nach Ablauf der selbstgesetzten Frist immer noch sucht, hat zumindest schon jede Menge Erfahrungen gesammelt und eine Vielzahl an vermeintlich unpassenden Stellenangeboten gelesen. Vielleicht ist nun die Zeit gekommen, die eigenen Jobwünsche noch einmal anzupassen und sich genauer mit Stellen zu beschäftigen, die auf den ersten Blick unattraktiv wirkten – oder eine ganz andere Richtung einzuschlagen. Das ist kein Versagen, sondern nur die logische Konsequenz aus den eigenen Erfahrungen und ein Zeichen dafür, dass eine persönliche Weiterentwicklung stattgefunden hat.

Meine persönlichen Kriterien waren übrigens recht allgemein gehalten:

  • Job als Angestellte (nicht im Öffentlichen Dienst)
  • Vollzeit
  • Tätigkeit: v. a. redaktionelle Aufgaben

Namen sind Schall und Rauch – vor allem Jobbezeichungen!

Ich habe für Euch einen kleinen Test gemacht und aus Spaß in der Jobbörse der Arbeitsagentur nach Jobs mit meinem Studienabschluss gesucht: Für den Beruf „Romanist/in – Spanisch“ gibt es bundesweit (!) keine einzige ausgeschriebene Stelle, für „Germanist/in“ aktuell 99, davon sind die meisten allerdings Lehrerstellen, für die – große Überraschung! – ein abgeschlossenes Lehramtsstudium und meist auch das 2. Staatsexamen gefordert werden. Davon abgesehen, dass ich kein Fan der Arbeitsagentur-Jobbörse im Speziellen (und der Arbeitsagentur im Allgemeinen) bin, sind diese Ergebnisse wirklich traurig, weil Suchende den Eindruck gewinnen könnten, sie würden wirklich nicht gebraucht und hätten keine Chance auf dem Arbeitsmarkt. Ich bin bei der Suche in dieser und vielen anderen großen Jobbörsen deshalb schnell dazu übergegangen, nach zig verschiedenen Jobtiteln zu suchen, die für mich relevant und interessant sein könnten. Dazu gehörten u. a. :

  • Journalist/in
  • Redakteur/in
  • Online-Redakteur/in
  • Content Manager/in
  • Lektor/in
  • Korrektor/in
  • Volontär/in
  • Volontariat
  • Redaktionsvolontär/in
  • Mitarbeiter/in Presse-/Öffentlichkeitsarbeit
  • PR-Mitarbeiter/in
  • Kaufmann/-frau für Marketingkommunikation
  • Social Media Redakteur/in
  • Social Media Manager/in
  • Online Marketing Manager/in
  • Mitarbeiter/in Unternehmenskommunikation.

Blicke über den Tellerand lohnen sich!

Wie gesagt, die großen Jobbörsen haben sich für mich als wenig hilfreich erwiesen. Dennoch schadet es nicht, sich dort ab und an umzuschauen. Im Dickicht der Onlineportale hat mir Stepstone tatsächlich die besten Dienste geleistet, aber vielleicht kommt ihr mit monster.de oder absolventa.de besser zurecht. Das ist auch eine Glaubensfrage. 😉 Abgesehen von den großen Jobbörsen kann ich für Geisteswissenschaftler noch diese Seiten/Anbieter empfehlen:

  • ZEIT Stellenmarkt: Sicherlich kein Geheimtipp, aber v. a. für alle, die Lust auf die universitäre Karriere haben, sehr interessant.
  • kulturmanagement.net: Kleine, aber feine Seite mit bisweilen wirklich spannenden Jobs im Bereich Kultur.
  • Wissenschaftsladen Bonn: Auf wila-arbeitsmarkt.de gibt es eine Auswahl der Anzeigen, die wöchentlich in gedruckter Fassung veröffentlicht werden. Das gedruckte Angebot ist kostenpflichtig und nur im Abo erhältlich. Ich habe es nie in Anspruch genommen, kann mir aber vorstellen, dass es interessante Stellenangebote enthält. Ich habe schon in der kostenfreien Onlineversion oft Anzeigen gefunden, die ich nirgends sonst entdeckt habe.
  • Edition F: Ich bin ein großer Edition-F-Fan. Die Jobbörse ist zwar klein und übersichtlich, aber besonders interessant für diejenigen, die einen Job in einer Großstadt suchen.
  • Facebook: Hä, Facebook? Ja, Facebook – und zwar Facebook-Gruppen! Es gibt zig Gruppen zu Jobs in allen Bereichen. Einfach mal die Suchfunktion quälen und fleißig beitreten. Austreten kann man ja jederzeit wieder.

Soziale Netzwerke nutzen!

Facebook hat in Deutschland über 30 Millionen aktive User, Instagram etwa 9 Millionen. Kein Wunder, dass immer mehr (auch kleine) Unternehmen dort mit eigenen Seiten vertreten sind und diese auch aktiv zum Recruiting neuer Mitarbeiter nutzen. Soziale Netzwerke bieten Jobsuchenden die wunderbare Möglichkeit, sich ohne großen Aufwand mit Unternehmen, die sie interessant finden, zu verbinden und so keine Stellenanzeige mehr zu verpassen. Außerdem empfehlenswert: Ein eigenes Profil auf XING und/oder LinkedIn. XING bietet nicht nur Möglichkeiten zum netzwerken, sondern hat auch einen eigenen Stellenmarkt, der nicht uninteressant ist. Außerdem kann man auch hier mit seinem Profil Unternehmen folgen und darüber vielleicht sogar Anknüpfungspunkte für eine spätere Bewerbung herstellen. Bei LinkedIn bin ich selbst noch ganz neu (seit gestern 😉 ) und kann nicht hinreichend beurteilen, welche Möglichkeiten dieses Netzwerk bietet.

Wer Lust hat, darf sich übrigens gern mit mir in den beiden Netzwerken verbinden – Blogger müssen schließlich zusammenhalten! Hier geht’s zu meinen Xing-Profil und hier zu LinkedIn!

Eigeninitiative zeigen!

Es ist traurig, aber wahr: Der Arbeitsmarkt wartet nicht auf Geisteswissenschaftler. Darum wiederhole ich an dieser Stelle das Fazit aus Geist ist geil: Geistewissenschaftler haben Unternehmen viel zu bieten, müssen dies aber in ihren Bewerbungen aufzeigen. Das gilt umso mehr, wenn es sich um Initiativbewerbungen handelt. Sich initiativ zu bewerben, ist nicht einfach. Es gibt keine Stellenanzeige, an der man sich orientieren kann und man muss jemanden, der eigentlich gar nicht auf der Suche nach neuen Mitarbeitern ist, davon überzeugen, dass er oder sie sich doch dafür entscheidet, jemanden einzustellen. Und zwar nicht irgendjemanden, sondern genau MICH. Eine Bewerbung a la „ich finde Ihr Unternehmen sehr interessant“ wird dafür nicht ausreichen. Wie so eine Initiativberwerbung aussehen sollte, dafür gibt es kein Patentrezept. Sie sollte auffallen, im Gedächtnis bleiben, Lust darauf machen, die Person dahinter kennenzulernen. Bei großen Unternehmen mit eigenen Bewerberplattformen ist natürlich nur ein begrenztes Maß an Individualität möglich. Bei Bewerbungen per Mail kann man hingegen auch mal mutiger sein. Beim Design, beim Aufmacher des Bewerbungsschreibens, bei der Beschreibung der eigenen Fähigkeiten und wie man diese gewinnbringend für das Unternehmen einzusetzen gedenkt. Ich wiederhole mich, aber ein bisschen Größenwahn schadet hier meistens nicht. Was kann schon schlimmstenfalls passieren? Genau, nichts.

Du suchst einen Job? Schrei es hinaus in die Welt!

Ob über Jöbbörsen, soziale Netzwerke oder initiativ – die Suche nach einem (neuen) Arbeitsplatz ist für Geisteswissenschaftler oftmals kein leichtes Unterfangen. Gerade darum ist es unerlässlich, das eigene Netzwerk zu nutzen und mit offenen Augen und Ohren durch die Welt zu gehen. Erzähle deinen Freunden von deiner Suche, deiner Nachbarin, deinem Hausarzt oder deinen Fußballkumpels. Nutze alle Medien, die dir zur Verfügung stehen. Mir verschaffte beispielsweise die Bewerbung auf einen Spot im Radio die Einladung zu einem Bloggercasting (das ich nicht wahrnahm, weil ich zu dem Zeitpunkt schon einen Job hatte, aber das ist egal). Allen, die kein Radio hören, ging diese Chance leider durch die Lappen. Das Wichtigste im Bewerbungswahnsinn ist übrigens nicht die Anzahl der Bewerbungen, die man (pro Tag, pro Woche, pro Monat) schreibt, sondern dass diejenigen, die man schreibt 1. für Jobs sind, die man auch wirklich machen möchte und machen könnte und 2. gut durchdacht und fehlerfrei sind. Qualität statt Quantität ist hier wie so oft im Leben ein guter Ansatzpunkt.

Jetzt seid ihr nochmal gefragt, liebe Geisteswissenschaftler: Wie habt Ihr Euren aktuellen (oder einen früheren) Job gefunden? Welchen Plattformen und Netzwerke helfen Euch dabei, beruflich weiterzukommen – oder auch nicht? Ich freue mich auf eine rege Diskussion!

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Seri(e)ös: Drei Serien…

Ich habe den Abschied aus Charming bzw. von den Sons of Anarchy immer noch nicht ganz geschafft. Es ist lange her, dass ich einer Serie so nachgehangen habe. Darum konnte ich einfach nicht anders, also zumindest in diesem Beitrag nochmal einen Abstecher in ihre Heimat zu machen: Kalifornien! Kalifornien… da denke ich an Sonne, Palmen, Hollywood, die Route 66 und schöne Menschen. Nicht wenige dieser Klischees finden sich auch in Serien wieder, die dort spielen. Drei Exemplare dieser Gattung habe ich einmal herausgepickt.

~ Drei Serien, die in Kalifornien spielen ~

1. Six Feet Under

Dass Six Feet Under in Los Angeles spielt, merkt der Zuschauer eigentlich nur daran, dass permanent die Sonne scheint. Wo auch immer Nate und David eine Leiche abholen, wann auch immer bei den Fishers eine Trauerfeier stattfindet – draußen brennt erbarmunglos die Sonne vom Himmel. Ich glaube, der Schauplatz Los Angeles wurde sehr bewusst gewählt, um einerseits einen Kontrast zu schaffen zwischen dem doch recht düsteren Haus der Fishers und der Welt „da draußen“, andererseits zwischen dem Glamour, der dieser Stadt anhaftet und ihrem Alltagsleben. Letztlich hätte die Geschichte so wohl auch in Nevada oder New Mexico funktioniert, aber das Setting L. A. bietet einfach weitere geographische Vorteile, die der Geschichte zugute kommen (Nähe zum Meer, Flughafen in der Stadt, Schwulenszene, …).

2. Sons of Anarchy

Das Kalifornien der Sons ist ein anderes als das der Fishers. Ja, es ist auch beherrscht von gutem Wetter und fast durchgängigem Sonnenschein. Dennoch ist es rauer und dreckiger. Charming ist ein karger Ort mit wenig Grün und viel verdorrtem Gestrüpp; mit Sand, der aufgewirbelt wird, wenn ein Motorrad durchheizt und Menschen, die zu jeder Tages- und Nachtzeit Sonnenbrillen und Hoodies tragen. Kaum ein Ort könnte sich mehr von der bunten Glitzerwelt Hollywood unterscheiden, für die Kalifornien bekannt ist. Dennoch greift die Serie ein anderes Klischee auf, das untrennbar mit Kalifornien verbunden ist: Motorrad fahren. Jax und Co. cruisen zwar nicht über die Route 66, aber auch ihre Heimat hat Highways zu bieten.

3. The O. C.

Müsste ich die liebste Guilty-Pleasure-Serie meiner Teenagerzeit nennen, dann hätte The O. C. gute Chancen auf Platz eins. Newport Beach ist eben ein Ort, der Sehnsüchte weckt. Schöne Menschen leben in schönen Häusern, kaufen schöne Dinge und verbringen ihre Freizeit bei bestem Wetter mit Freunden am kalifornischen Strand – fantastisch! Das einfache kalifornische Leben nimmt den (jugendlichen, aber auch erwachsenen) Zuschauer mit in eine Welt, in der alles perfekt und einfach zu sein scheint. Dem ist natürlich nicht so und gerade durch die Hauptfigur Seth Cohen merkt der Zuschauer schnell, dass in Newport Beach vielleicht ein klein wenig zu viel auf Oberflächlichkeiten geachtet wird. Nach und nach fängt die Fassade eines jeden einzelnen Charakters an zu bröckeln und es treten hässliche Eigenschaften und Intrigen zu Tage. Auch unter Palmen ist eben nicht alles so, wie es scheint.

Es gibt noch zig weitere Serien, die in Kalifornien spielen. Welche ist Euer Favorit?

Veröffentlicht in Media Monday

Media Monday #314

Wulf weist sehr richtig darauf hin, dass wir mit dem Media Monday Nr. 314 in die zweite Jahreshälfte starten. Ist das nicht verrückt? Da muss ich mich bei der Beantwortung der Fragen noch mehr sputen als sonst, denn von meiner Liste für 2017 habe ich gefühlt noch nicht viel umgesetzt. Aber sechs Monate bleiben ja noch… Habt einen guten Wochenstart!

1. Der Moment, als ich beschlossen habe, diesen Blog zu starten, hätte mir eigentlich besser in Erinnerung bleiben sollen. Ist er aber leider nicht…

2. Als ich seinerzeit den ersten Teil von Fringe (auch bekannt als erste Staffel) gesehen habe, hätte ich ja nie gedacht, dass eine Sci-Fi-/Mysteryserie jemals meine Lieblingsserie werden könnte. So kann man sich täuschen.

3. Die dritte Staffel Twin Peaks habe ich nicht kommen sehen, obwohl ich im Nachhinein darauf hätte kommen können, dass diese erfolgreiche Serie eine Fortsetzung bekommt – schließlich erleben aktuell einige Serien eine Wiederaufnahme, wenn auch mit unterschiedlichem Erfolg.

4. Untertitel in Filmen finde ich unverzichtbar, wenn ich sie im Original schaue. Auch Serien gucke ich grundsätzlich OmU (…außer wenn der Herr Koch mitschaut).

5. Kultigste TV-Figur ist unbestritten Alf!

6. Mit Rory Gilmore als Figur kann ich mich wohl deshalb so gut identifizieren, weil wir beide Kaffee lieben. Man stelle sich vor, wir müssten diesen Genuss aufgeben!

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7. Zuletzt habe ich am Samstag eine neue Serie begonnen und das war nicht leicht, weil der Herr Koch und ich immer noch mit der Leere kämpfen, die das Ende von Sons of Anarchy hinterlassen hat. Mal sehen, wie es Black Mirror gelingt, uns davon abzulenken…

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