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Mein TV-Serienjahr 2017 – ein Rückblick

Wer mir bei Instagram folgt, wird über den heutigen Beitrag nicht überrascht sein. Dort habe ich bereits kurz vor Jahresende meine Serienliste 2017 mit Euch geteilt:

Nein, auch 2017 habe ich meine Seriensucht nicht in den Griff bekommen. Und nein, auch für 2018 plane ich keinerlei Aktivitäten, um etwas dagegen zu unternehmen. Zu viel Spaß macht es mir, mich in seriellen Erzählungen zu verlieren und die Schicksale der Charaktere über mehrere Staffeln hinweg zu begleiten. 2017 war ein durchaus gutes Serienjahr für mich, sowohl quantitativ als auch qualitativ. Insgesamt habe ich 36 Staffeln 17 unterschiedlicher Serien geschaut. Im Detail waren dies:

Auch wenn noch jede Menge Reviews fehlen: 2017 dominieren wieder eindeutig amerikanische Produktionen. Die Serien aus anderen Ländern (Black Mirror, Orphan Black, Sherlock, Stromberg) fallen da kaum ins Gewicht. Ich könnte mich nun dafür rechtfertigen, tue es aber nicht. Die besten TV-Serien werden meiner Meinung nach einfach immer noch in den USA produziert – und zwar oft auch noch von „klassischen“ Networks wie FOX, ABC oder NBC. Nur eine einzige Staffel, die ich 2017 geschaut habe, wurde von Netflix eigenproduziert (Black Mirror, Staffel 3). Interessanterweise war das auch eine der beiden Staffeln, die ich im vergangenen Jahr nicht zu Ende geschaut habe (die andere war Rectify, Staffel 2). Ins Gewicht fällt hier natürlich auch, dass ich mir die fünfte Staffel House of Cards aus relativ offensichtlichen Gründen nicht angeschaut habe. Ich ringe immer noch mit mir, ob ich es tun soll, bin aber noch nicht zu einer endgültigen Entscheidung gelangt. Insgesamt reizen mich die von Netflix selbst produzierten Serien zu wenig, um sie mir anzuschauen. Gefühlt bedienen relativ viele davon nämlich die Genres „Mystery-Horror“ oder „Comedy“ – beide nicht unbedingt meine Favoriten. Mal sehen, ob sich daran 2018 etwas ändert.

Favoriten 2017

Natürlich gab es auch 2017 wieder einige Serien, die mich mehr überzeugt haben als andere. An erster Stelle ist hier natürlich Sons of Anarchy zu nennen. Nie und nimmer hätte ich vorab gedacht, dass ich mich so für dieses harte Serie würde begeistern können, aber es ist wahr – ich war bereits nach wenigen Folgen ein echter Fan und liebe die Geschichte rund um die Familie Teller und SAMCRO einfach. Auf der Liste meiner All-time-favorites rangiert sie inzwischen ganz weit oben, nur knapp hinter Fringe und Lost. Weitere Highlights 2017 waren für mich:

  1. Sons of Anarchy
  2. The Good Wife
  3. Grimm
  4. Friends
  5. This is us

The Good Wife habe ich mehr aus Langeweile begonnen, als ich Ende Februar einige Tage krank war. Inzwischen bin ich in Staffel 6 und sehr froh, der Geschichte rund um Alicia Florrick 2017 nochmal eine Chance gegeben zu haben. Grimm läuft aktuell eigentlich nur über unseren Bildschirm, weil der Herr Koch das wünschte. Ich sollte ihm öfter die Auswahl überlassen, denn damit landete er erneut einen ziemlich guten Treffer (er hatte auch schon Sons of Anarchy ausgesucht ♥). Die märchenhaften Geschichten bieten kurzweilige Unterhaltung für entspannte TV-Abende. Etwas anders verhält es sich mit This is us, der wohl emotionalsten Serie, die 2018 auf meiner Liste stand. Getarnt als klassische Familienserie erzählt This is us sehr clever auf mehreren Zeitebenen die berührende Geschichte der Pearsons und ihrer ungleichen Drillinge. Ungewöhnlich für mich endet 2017 auch eine Comedyserie auf meiner Bestenliste: Friends. Wenn diese Serie eines beweist, dann das: In den 90ern wussten sie ganz genau, wie man lustig ist, ohne flach zu sein. Mein heimlicher Favorit ist ja Chandler, denn in seinem Sarkasmus/Zynismus finde ich mich fast immer wieder. Zum Glück bleiben mir für 2018 noch fast 6 1/2 Staffeln dieser Serienperle übrig.

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Enttäuschungen 2017

Wo Licht ist, da ist auch Schatten. Zum Glück ist die Liste der Enttäuschungen recht kurz. Angeführt wird sie von Black Mirror, einer hochgelobten Serie, die mich einfach nicht gepackt hat. Das Anthologiekonzept funktioniert für mich ebensowenig wie der penetrant erhobene moralische Zeigefinger. Ich weiß, ich stehe mit dieser Meinung alleine da – das ist völlig okay. Ich wünsche euch allen von Herzen viel Spaß mit der gerade neu erschienenen vierten Staffel. 🙂 Die zweite Enttäuschung des Jahres war die zweite Staffel Rectify, die mich einfach nur gelangweilt hat. So sehr gelangweilt, dass ich es irgendwann nicht mehr ertragen konnte und sie mitten in Folge 7 abgebrochen habe. Sowas mache ich eigentlich nie, da muss also schon einiges zusammenkommen. Für mich war diese Staffel einfach der Inbegriff der Einfallslosigkeit.

So geht es 2018 weiter

In den nächsten Wochen werde ich noch gut beschäftigt sein mit den Produktionen, die ich aktuell schaue. Vor Februar werde ich daher vermutlich keine neue Serie beginnen, denn aktuell in Arbeit sind noch:

  • 11.22.63 (Staffel 1)
  • Designated Survivor (Staffel 2)
  • Friends (Staffel 4 ff.)
  • Grimm (Staffel 4 ff.)
  • Stromberg (Staffel 5)
  • The Good Wife (Staffel 6 ff.)

Bis ich damit fertig bin, erscheinen in Deutschland/bei Netflix ja vielleicht noch weitere Staffeln der Serien, die ich noch nicht beendet habe. Ich denke hier zum Beispiel an Chicago Fire (Staffel 5), Grey’s Anatomy (Staffel 14), Modern Family (Staffel 7 und 8), Pretty Little Liars (Staffel 7 – sollte eigentlich schon vor Weihnachten verfügbar sein, ist aber immer noch nicht online), Suits (Staffel 6), The Big Bang Theory (Staffel 10) oder The Vampire Diaries (Staffel 7 und 8). Welche Serien ich 2018 neu beginne, habe ich noch nicht entschieden. Es bleibt also spannend…

Welche Serien haben Euch im vergangenen Jahr besonders gut entfallen und welche konnten Eure Erwartungen nicht erfüllen? Und könnt Ihr meine 36 Staffeln toppen? 😀

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Media Monday #321

Heute in vier Wochen ist mein erster Urlaubstag. Vorher gibt es noch einiges zu tun, denn eine Abwesenheit von 2 1/2 Wochen muss doch gründlich vorbereitet werden. Es ist das erste Mal, dass ich in meinem jetzigen Job länger als eine Woche Urlaub habe, also auch für mich eine neue Situation. Diese Woche warten außerdem noch eine ganztägige Weiterbildung (zum Thema Facebook-Werbeanzeigen – yeah!) sowie Familienbesuch auf mich. Solltet Ihr ab Donnerstag nichts mehr von mir hören, dann liegt es einfach daran, dass meine Mutter und meine Schwester zu Besuch sind und mich in Beschlag nehmen. Am Montag, vielleicht auch erst am Dienstag melde ich mich dann aber spätestens zurück. Bis dahin wünsche ich Euch allen eine wunderbare Woche! 🙂

1. Wenn schon Superheld, dann doch bitteschön Stephen Amell als (Green) Arrow. Der sieht immerhin gut aus. Ich sollte dringend mal Staffel 4 nachholen. Man kommt ja zu nichts. 😀

2. Crossover und Gastauftritte von Figuren aus anderen Serien/Comics etc. gibt es bei Friends zuhauf! Gerade erst habe ich in Staffel 3 Robin Williams (traurig…), Billy Crystal und Ben Stiller erspäht. Bin sehr gespannt, wer mich dort noch erwartet.

3. Die letzte Folge von Six Feet Under war ein rundherum großartiges Serien-Finale, denn es bietet dem Zuschauer die Möglichkeit, von allen Figuren Abschied zu nehmen und so die Serie mit dem guten Gefühl zu beenden, dass keine Fragen offen geblieben sind.

4. Unmöglich, aber ____ und ____ würde ich ja gerne mal zusammen in einem Film oder einer Serie sehen, schließlich ____ . Boah, da bin ich raus.

5. Wenn es um die Klassiker der Literatur geht, habe ich noch einiges aufzuarbeiten.

6. Spiele zu bekannten Buch- oder Film-Reihen kenne ich keine.

7. Zuletzt habe ich die sechste Staffel Modern Family begonnen und das war genauso unterhaltsam wie die Staffeln eins bis fünf, weil diese Familie einfach liebenswert-bekloppt ist.

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Seri(e)ös: Friends (Staffel 2)

Was haben Tom Selleck, Julia Roberts, Jean-Claude Van Damme und Charlie Sheen gemeinsam? Richtig, sie haben alle einen Auftritt als Gaststar in der zweiten Staffel Friends, einer Serie, die mich mehr und mehr in ihren Bann zieht. Aber Staffel 2 hat noch mehr zu bieten als nur große Namen…

Zur Handlung

Nachdem das Ende von Staffel 1 die Ross-Rachel-Situation ungeklärt ließ, stellt diese in der zweiten Staffel einen wichtigen Handlungsstrang dar. Ross hat auf seiner Chinareise nämlich eine alte Freundin wiedergetroffen und mit dieser angebandelt. Rachel ist untröstlich und versucht zunächst, Ross zurückgewinnen, beginnt dann aber, mit anderen Männern auszugehen – u. a. auch einem Mann namens Russ, der Ross zum Verwechseln ähnlich sieht. Nach und nach wird Rachel klar, dass sie nicht über Ross hinwegkommt und auch Ross besinnt sich und entscheidet sich schließlich gegen seine Freundin und für Rachel. Monica hingegen ist immer noch auf der Suche nach der großen Liebe und auch nach dem richtigen Job. Als sie für den besten Freund ihres Vaters, Richard (Tom Selleck! ♥), ein Catering übernimmt, verliebt sie sich in diesen und die beiden beginnen eine leidenschaftliche Affäre, die Monica zunächst vor ihren Eltern geheimhält. Als die Beziehung ernsthafter wird, stellen beide allerdings fest, dass sie unterschiedliche Vorstellungen von ihrer gemeinsamen Zukunft haben und es kommt zur Trennung. Joey hat endlich Erfolg als Schauspieler, als er die Rolle des Dr. Ramoray in der Soap „Days of our lives“ ergattert. Allerdings steigt ihm dies bald zu Kopf und so erleidet seine Figur einen überraschenden und brutalen Seirentod. Phoebe trifft sowohl ihren schwulen Scheinehemann als auch ihren „Navylover“ Ryan (Charlie Sheen) wieder, mit dem sie jedes Jahr während seines Landgangs zwei aufregende Wochen verbringt. Außerdem tut sich etwas in ihrem Familienleben, als sie herausfindet, dass sie einen Halbbruder hat.

Leicht, aber nicht platt – Was Friends so besonders macht

Ich wiederhole mich, aber eigentlich ist Comedy nicht mein Genre. Es gibt einige wenige Serien, die ich mag – und Friends gehört definitiv dazu. Die (Literatur-)Wissenschaftlerin in mir fragt sich in solchen Situationen stets, woran das liegen könnte: Was unterscheidet Friends von den tausenden anderen Comedyserien, die es in den letzten Jahrzehnten gab und auch aktuell gibt? Was macht diese Serie richtig, was andere (meiner Meinung nach) falsch machen? Kommen wir zunächst zum Offensichtlichen: Friends ist einfach lustig. Punkt. Die Autoren verstehen es, die sechs Freunde in Situationen zu manövrieren, die komödiantisches Potential bieten und dabei nicht komplett unrealistisch sind. Außerdem hat der Zuschauer nie das Gefühl, dass sich Witz an Witz reiht und manche dieser Scherze eigentlich nur um ihrer selbst Willen da sind, so nach dem Motto: „Eine Sitcom muss mindestens alle 90 Sekunden einen Witz enthalten“. Nein, Friends hat auch die ernsteren Situationen wie Liebeskummer, Tod und Streit, die humoristisch, aber niemals platt aufbereitet werden.

Viel zum Gelingen dieses Spagats tragen selbstredend die Figuren bei, die einfach alle auf ihre eigene Art liebenswert sind. In meiner dunklen 90er-Erinnerung an Friends war Joey zum Beispiel ein richtig dämlicher Chaot. Das ist er aber überhaupt nicht, seine vermeintliche „Dummheit“ folgt einem klaren Konzept und manchmal denke ich, die Konzeption dieser Figur war wahrscheinlich am schwersten und musste mit der größten Sorgfalt durchgeführt werden.

Was Friends natürlich noch von anderen Serien des Genres unterscheidet, ist die aufeinander aufbauende Geschichte. Der Zuschauer begleitet die Freunde nicht bei ihrem Leben, das Tag für Tag gleich verläuft, sondern er erlebt ihre Entwicklung mit: Rachel und Ross werden ein Paar. Joey macht einen Karrieresprung. Phoebe lernt ihre Familie kennen. Chandler und Joey gehen einen Zeitlang getrennte Wege. Monica sucht nach ihrer (beruflichen) Berufung. Wer eine Folge verpasst, dem ist vielleicht ein wichtiges Ereignis im Leben einer Figur entgangen. Welche anderen Comedyserie kann schon eine solch stringente Handlung vorweisen?

Fazit

Friends vereint Elemente klassischer Dramaserien (folgenübergreifende Story) mit der Leichtigkeit einer Sitcom und sympathischen Charakteren. Was so einfach klingt, ist es in Wirklichkeit überhaupt nicht, denn der Grat zwischen „lustig“ und „lächerlich“, zwischen „ernst“ und „humorvoll“ ist ein sehr schmaler und eine schwieriger dazu. Ich glaube, dass viele Comedyserien an diesem Anspruch kläglich gescheitert sind und auch weiterhin scheitern werden, vielleicht auch, weil Friends einfach Maßstäbe gesetzt hat, an die auch zwanzig Jahre später nur wenige Serien herankommen. How I Met Your Mother hat das phasenweise geschafft, andere Serien würden es gerne, sind aber doch – obwohl durchaus gelungen – qualitätsmäßig ein ganzes Stück davon entfernt (The Big Bang Theory, Modern Family). So hat Friends sich bereits nach zwei Staffeln den Spitzenplatz auf meiner (kurzen) Comedy-Favoritenliste gesichert und andere, wesentlich neuere und wahrscheinlich auch wesentlich teurer produzierte Serien, problemlos ausgebootet. Ich bin mehr als gespannt, was mich in den nächsten acht Staffeln erwartet.

Weiterempfehlung: In seiner zweiten Staffel knüpft Friends mühelos an die Qualität von Staffel 1 an und übertrifft diese sogar noch. Charmante Figuren treffen auf eine ideenreiche Story, die durch Gastauftritte nahmhafter Filmgrößen bereichert werden. Ich für meinen Teil hoffe ja auf ein Liebescomeback zwischen Monica und Richard, da ich Tom Selleck einfach gern noch länger dabei hätte. Sollte dem nicht so sein, schaue ich dennoch weiter, denn Friends bietet einfach perfekte Unterhaltung.

Da beginne vor einigen Wochen nichtsahnend diese Serie und nun hat sie sich bereits einen Platz auf meiner Favoritenliste gesichert! Seid Ihr Fans der ersten Stunde oder auch erst später auf Friends aufmerksam geworden? Und kennt Ihr eine Comedyserie, die Eurer Meinung nach mit dem Niveau von Friends mithalten kann?

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Media Monday #315

Und schon ist die erste Arbeitwoche nach dem Urlaub wieder rum – das ging schnell! Kann so weitergehen, denn im September warten nochmal 16 freie Tage auf mich. 😀 Bis dahin gehen aber noch einige weitere Media Mondays ins Land. Ich wünsche Euch einen guten Wochenstart!

1. Good Will Hunting ist bis heute einer meiner Lieblingsfilme überhaupt, denn die Geschichte geht einfach zu Herzen, ohne zu sehr auf die Tränendrüse zu drücken.

2. Sommerzeit bedeutet für mich ja immer auch, mit dem Dilemma klarzukommen, dass wir keinen Balkon haben. Hmpf.

3. Regelrecht stolz bin ich auf alle Fringe- und Lost-Staffeln in meiner sehr bescheidenen DVD-Sammlung, schließlich sind das zwei meiner liebsten Serien, die ich auch schon mehrfach geschaut habe. Die Anschaffung hat sich definitiv rentiert!

4. Mischa Barton hat mit ihrer Rolle als Marissa in The O.C.  eine vielversprechende Karriere gestartet, aber dann war der Ruhm wohl etwas zu viel und seit ihrem Ausstieg aus der Serie gab es vor allem Negativschlagzeilen. Schade.

5. Entgegen der vorherrschenden Meinung bin ich ein großer Freund von TV-Serien im TV, immerhin ist dieses Format ja dafür ursprünglich mal konzipiert worden, oder? Ja, ich netflixe auch sehr gern, liebe aber aktuell meine Mittwochabende mit Grey’s Anatomy und This is us mindestens genauso sehr. Und natürlich auch meine Freitagabende mit Chicago Fire. 🙂

6. Suits landet immer dann im Player bzw. wird immer dann bei Netflix ausgewählt, wenn ich zu müde bin, um mir eine unbekannte Folge einer der Serien anzuschauen, die ich eigentlich gerade verfolge. Die Geschichten mit Mike, Harvey und Donna machen auch im Rewatch einfach Spaß.

7. Zuletzt habe ich festgestellt, wie gerne ich inzwischen doch Friends schaue und das war während des Abendessens, weil ich dabei bereits die fünfte Folge dieser Serie an diesem Wochenende geschaut habe. Und nur, damit ihr nichts Falsches denkt: Wenn der Herr Koch zu Hause ist, essen wir wie zivilisierte Menschen am Küchentisch und unterhalten uns dabei. Aber alleine ist es mir dort einfach zu langweilig abends…

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Media Monday #309

Ich bin heute eklig gut gelaunt. Dabei gibt es dafür eigentlich gar keinen Grund:

  • Das Wetter ist anstrengend (heiß, aber wolkig und schwül).
  • Der Herr Koch ist arbeiten und ich allein daheim.
  • Heuschnupfen plagt mich.
  • Morgen ist Montag.

Alles keine Fakten, die mich positiv stimmen sollten. Dennoch sitze ich hier fröhlich und labe mich an den neuen Fragen des Media Mondays. Manchmal muss man die Dinge nehmen, wie sie sind. 🙂 Habt einen guten Start in die Woche!

1. Immer wenn ich Titus Welliver in The Good Wife oder Sons of Anarchy oder Suits sehe, bekomme ich Lust, noch ein weiteres Mal auf die Lost-Insel zu reisen. Wahnsinn, dass der Mann in all diesen Hochklasseserien mitgewirkt hat. Nie in einer Hauptrolle, aber immer so, dass er in Erinnerung blieb.

2. ____ ist so eine Lektüre, an die ich mich immer gerne erinnern werde, denn ____ . Puh, hier muss ich heute passen.

3. Müsste ich mich entscheiden, würde ich niemanden als meine/n Lieblings-Autor/in bezeichnen, schließlich habe ich von keinem Schriftsteller (m/w) bereits so viele Werke gelesen, um dies endgültig entscheiden zu können.

4. Friends ist überraschend gut gealtert, wenn man bedenkt, dass die Serie schon über zwanzig Jahre auf dem Buckel hat. Die Story funktioniert auch heute noch problemlos.

5. Insbesondere früher habe ich ja unglaublich gerne draußen gespielt, da ich ein Dorfkind bin.

6. Die zweite Staffel Rectify ist tatsächlich langweiliger geraten als ich erwartet hätte, und Näheres dazu gibt es Mittwoch in der Review.

7. Zuletzt habe ich gestern Abend das letzte Mal in die zweite Staffel Rectify hineingeschaut und das war nicht so gut wie erwartet, weil ich nicht warm werde mit dieser Staffel (siehe 6.).

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Seri(e)ös: Friends (Staffel 1)

Was heute Sheldon, Leonard, Howard und Raj sind und vor einigen Jahren Ted, Robin, Lily, Marshall und Barney waren, das waren in den 90ern und frühen 2000ern Joey, Phoebe, Chandler, Ross, Monica und Rachel. Ich habe es endlich getan und mich an eine der erfolgreichsten Comedyserien aller Zeiten gewagt: Friends! In Anbetracht der Tatsache, dass dieses Genre nicht zu meinen präferierten gehört, beginne ich die Sichtung von Comedyserien stets mit einem kritischen Blick. Schneller als bei jedem anderen Genre bin ich hier nämlich bereit, die Sichtung gandenlos auch nach wenigen Folgen wieder abzubrechen, wenn der dortige Humor mich nicht anspricht. Ob Friends eine Chance darauf hat, dass auch noch die weiteren neun (!) Staffeln über meinen Bildschirm flimmern? Das lest Ihr in dieser Besprechung (Yay, endlich mal wieder eine Review!).

Zum Inhalt

Die Freunde Joey (erfolgloser Schauspieler), Phoebe (Masseurin und Möchtegernmusikern), Monica (leidenschaftliche Köchin), Ross (nerdiger Paläontologe und Monicas Bruder) und Chandler (seinen Job hassender IT-Datenmanager) leben und arbeiten in New York und verbringen den Großteil ihrer Freizeit im Central Perk, einem gemütlichen Café. Zu Beginn der Serie treffen die fünf Freunde dort auf Rachel, die ein Brautkleid trägt und ihren Verlobten Barry gerade am Altar hat stehen lassen. Da Rachel und Monica alte Freundinnen sind – sie besuchten zusammen die High School – kommt Rachel bei Monica unter. Zunächst nur als Übergangslösung gedacht, zieht Rachel dort nach kurzer Zeit fest ein, bricht mit ihrem früheren Leben und nimmt einen Job als Kellnerin im Central Perks an. Auch im Leben der anderen Freunde ist einiges los: Während Ross‘ lesbische Exfrau ein Kind von ihm erwartet und er sich einen Affen als Haustier anschafft, kommt Chandler nicht von seiner Exfreundin Janice los; Joey hofft zeitweise als Al Pacinos Po-Double auf seinen großen Durchbruch und Monica hat eine Beziehung mit einem Minderjährigen. Am Ende der Staffel erblickt nicht nur ein neuer Erdenbürger das Licht der Welt, sondern es wird auch ein großes Liebesgeheimnis gelüftet.

Beste Unterhaltung aus einem anderen Jahrzehnt

Friends ist eine der erfolgreichsten und auch heute noch beliebtesten Comedyserien aller Zeiten – und ich verstehe jetzt auch, warum. Die Geschichte rund um die fünf Freunde ist charmant: Sie ist abgedreht, aber gleichzeitig bodenständig; sie ist etwas fürs Herz und auch für die Lachmuskeln; und was ich am meisten mag: Sie ist so herrlich unperfekt. Von Beginn an hatte ich das Gefühl, hier einer echten Freundesclique zuzuschauen. Menschen, die sich schon lange kennen und sich so nehmen, wie sie sind. Menschen, die scheitern, die ihren Job manchmal hassen und schlechte Dates haben. Menschen wie du und ich, die nur das Glück haben, in einer coolen Stadt zu leben und lustige Dinge zu erleben. Bereits während der ersten Folge habe ich gedacht: „Man, das ist so viel lustiger als (fast) jede Comedyserie aus diesem Jahrzehnt.“ Ich kann noch nicht einmal sagen, was es genau ist, aber die Situationskomik zündet einfach immer. Vielleicht hat es etwas mit dem 90er-Charme zu tun, der dieser Serie einfach aus jeder Pore dringt. Wenn Ross am Ende der Staffel nach China fliegt und seiner Schwester mitteilt, er wäre nun eine Woche nicht zu erreichen, werde ich fast ein bisschen nostalgisch, weil das Leben vor gut zwanzig Jahren eben so war. Menschen fuhren weg und waren nicht zu erreichen. Punkt. Viele Witze entstehen tatsächlich gerade dadurch, dass irgendeiner der Clique ein Ereignis verpasst hat oder nicht informiert werden konnte. Das Leben der Freunde unterscheidet sich in diesem Punkt sehr von dem des Zuschauers im Jahr 2017. Ansonsten jedoch ist das Identifikationspotenzial mit den sympathischen New Yorkern groß, da sie die wichtigen Themen des Lebens exemplarisch für uns durchexerzieren (Liebe und Trennung, Geburt und Tod, Freundschaft, beruflicher Erfolg und beruflicher Frust).

Fazit

Die 24 Folgen der ersten Staffel Friends habe ich recht schnell geschaut und hatte dabei großen Spaß. Für mich ist Friends durch seine Thematik und auch durch die Länge der einzelnen Folgen (gute zwanzig Minuten) die perfekte Serie, um sich eine unterhaltsame Pause vom Alltag zu gönnen. Dabei bietet die Serie weit mehr als platte Unterhaltung: Schon in Staffel 1 entwickeln die Charaktere sich weiter, sodass wir es hier mitnichten mit einer klassischen Sitcom zu tun haben. Für mich als Dramaserienfan ist das wichtig, denn ich mag es, wenn mir eine fortlaufende Geschichte erzählt wird. Friends legt dafür in den ersten 24 Folgen einen sehr guten Grundstein.

Weiterempfehlung: Friends ist eine amerikanischen Comedyserie, die von 1994 bis 2004 in zehn Staffeln und 236 Folgen die Geschichte einer sympathischen New Yorker Freundesclique erzählt. Dabei setzt die Serie sowohl auf klassischen Sitcom-Elemente (Lacher), geht aber mit ihrer folgenübergreifenden Story deutlich darüber hinaus. Friends hat zu Recht Maßstäbe gesetzt, was den Comedybereich betrifft, und ausnahmslos alle Hauptdarsteller zu Stars gemacht. Auch heute, über zwanzig Jahre nach Erstausstrahlung, funktioniert Staffel 1 hervorragend und überzeugt mit Situationskomik, Wortwitz und ja, auch mit 90er-Charme. Ich jedenfalls werde Friends so schnell nicht von meiner Watchlist nehmen. Falls Ihr meinem Beispiel folgen wollt: Seit einigen Wochen gibt es alls zehn Staffeln auf Netflix! 🙂

Eine Comedyserie, die mich so richtig überzeugt hat – dass wir das noch erleben! 😉 Habt Ihr Friends in den 90ern geschaut und den Hype mitgemacht oder seid ihr (so wie ich) ein bisschen spät dran mit diesem Klassiker? Und ist es nicht manchmal wirklich schön, mit einer TV-Serie einige Jahre in die Vergangenheit zu reisen? 🙂   

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Media Monday #299

Oh, die Spannung steigt! Nächste Woche ist es so weit – 300! Ich lege mir schon mal Partyhut und Tröte zurecht, um für das große Jubiläum nächste Woche bestens vorbereitet zu sein. Bis dahin begnüge ich mich aber ganz bescheiden mit den Fragen zu Nummer 299, die ich heute am Sonntagabend bereits beantworte. Morgen habe ich nämlich einen freien Tag und bin den ganzen Tag in Hamburg. Was ich da mache, verarbeite ich wahrscheinlich übernächste Woche zu einem Blogbeitrag, also haltet die Augen offen… 😉

Media Monday #299

1. Wenn es um Eigenproduktionen von Streamingdiensten und dergleichen geht, dann ist House of Cards von Netflix immer noch meine liebste.

2. Eine Männerserie hat mich noch nie so fasziniert wie es Sons of Anarchy momentan schafft. Ist es nicht beeindruckend, wie ich meine Liebe zu dieser Serie momentan einfach in jedem Media Monday unterbringen kann? 😉

3. Die Meldung, dass Grey’s Anatomy nächste Woche mit neuen Folgen auf den deutschen Bildschirm zurückkehrt, ist tatsächlich an mir vorbeigegangen. Erst der Herr Koch (!) musste mich darauf aufmerksam machen. So werde ich unser neues und mich ob der großen Programmauswahl schlichtweg überforderndes Telekom-Internet-Entertain-Dingsda-TV nun wenigstens regelmäßig mittwochs nutzen. Hat sich die Anschaffung direkt gelohnt… 

4. Am liebsten sind mir ja Komödien, die lustig sind? Ich schaue gerade seit Ewigkeiten mal wieder Friends und bereits die erste Folge ist lustiger als sämtliche Folgen Two and a Half Men und Malcolm mittendrin – ihres Zeichens meine beiden Hass-Comedys – zusammen. Warum gibt es heutzutage keine solchen Comedys mehr?

5. Das Serienfinale von Six Feet Under fand ich richtig ergreifend, schließlich bringt es die Geschichte auf unerwartete, aber sehr passende Weise zu einem mehr als befriedigenden Ende.

6. Schade, dass man hierzulande immer so lange auf aktuelle Serienstaffeln im Free TV warten muss. Oder sie direkt überhaupt nicht zu Gesicht bekommt.

7. Zuletzt habe ich heute einen Tag allein daheim verbracht und das war produktiv, weil ich neben den Blogbeiträgen für die kommende Woche auch einiges im Haushalt und anderen Kleinkram abgearbeitet habe. Lediglich bei der Sommerurlaubsplanung kann ich mich einfach nicht entscheiden. Kanaren? Balearen? Costa del Sol? Malta? Es gibt einfach zu viele interessante (und sonnige) Reiseziele. :-/

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