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Seri(e)ös: Grimm (Staffel 2)

Letzte Woche habe ich in meinem Rückblick auf das vergangene Serienjahr auch meine Lieblinge 2017 gekürt. Neben Sons of Anarchy und The Good Wife gehört definitiv Grimm dazu. Leider sehen viele von Euch das anders. „Langweilig“, „eintönig“ und „langatmig“ waren noch die netteren Kommentare, die mich zu Grimm erreichten. Ich frage mich: Schaue ich eine andere Serie als Ihr? Mir machen die Geschichten nämlich richtig viel Spaß und ich finde Grimm sehr vergnügliche Abendunterhaltung. Vielleicht überzeugt Euch ja meine Review der zweiten Staffel, Eure Meinung zu diesem märchenhaften Vergnügen noch einmal zu überdenken… 😉

Zur Handlung

Wie auch schon in Staffel 1 arbeitet Nick als Cop bei der Polizei von Portland und klärt mit seinem Partner Hank Morde und sonstige Gewaltverbrechen auf. Dennoch läuft dies nun etwas anders ab als noch in Staffel 1, denn gleich zu Beginn der zweiten Staffel weiht Nick Hank in sein Geheimnis und die Welt der Wesen ein. Auch Monroe und Rosalee bekommen in Staffel 2 eine größere und wichtigere Rolle. Die Liebe zwischen den beiden wächst und auch ihre Freundschaft zu Nick und Co. wird inniger. Gerade auch durch den Gewürzladen und Monroes Wesenfähigkeiten sind die beiden hilfreiche Gefährten, die Nick immer wieder zur Seite stehen. Die folgenübergreifende Story fokussiert sich einerseits auf Juliette, die sich nach Adalinds Zauber große Teile der Staffel nicht an Nick und ihre Liebe zu ihm erinnern kann. Stattdessen fühlt sie sich zu Captain Renard hingezogen, da er sie aus dem Koma wachküsste. Da es ihm genauso ergeht, entsteht ein dramatisches, wenn auch vergnügliches „Wir-dürfen-nicht-verliebt-sein“-Spielchen. Andererseits verfolgt die Staffel weiter Adalinds Schicksal, die in Österreich versucht, ihre Kräfte wiederzuerlangen. Auch die Frage, was es eigentlich mit der königlichen Familie und den sieben Schlüsseln auf sich hat, wird in Staffel 2 weiter beleuchtet.

Die Herausforderung der zweiten Staffel

Vielleicht ist keine Staffel einer Serie so wichtig wie die zweite. Die erste legt den Grundstein für den Serienerfolg, aber die zweite bindet den Zuschauer endgültig und macht einen Fan aus ihm. Weiß Staffel 2 nicht zu überzeugen, ist es ein Leichtes, sich noch von der betreffenden Serie abzuwenden. Ist sie allerdings gelungen, dann steht einem langen Serienglück meiner Meinung nach nicht mehr viel im Weg. Staffel 2 von Grimm geht den gelungenen Weg der ersten Staffel weiter. Ich fand es schon damals sehr geschickt, wie die einzelnen Personen und Orte nach und nach eingeführt wurden. Erst der Wohnwagen, dann Monroe, dann der Gewürzladen, dann Rosalee. Mit den Schauplätzen „Nicks Haus“, „Monroes Haus“, „Gewürzladen“, „Wohnwagen“ und „Polizeirevier“ hat die Story letztlich alles, was sie – bzw. ihr Zentrum, Nick Burghardt, – braucht. Das festigt sich in Staffel 2. Da in dieser Staffel auch Hank und Juliette in die Wesenwelt eingeweiht werden, ist die kleine Freundestruppe nun noch enger miteinander verbunden. Die Story rund um die österreichische Königsfamilie und Adalind wirkt darum anfangs wie ein Fremdkörper, allerdings fügen sich die Puzzleteile schnell zusammen und es zeigt sich einmal mehr, dass Grimms und Royals die Suche nach den Schlüsseln und dem, was sich dahinter verbirgt, verbindet. Was die „cases of the week“ betrifft, sind natürlich einige interessanter als andere. Aber auch das ist einfach subjektiv. Ich mag die eher emotionalen Fälle lieber als diejenigen, in denen in einem düsteren Wald viel Blut fließt. Entscheidend für mein Serienglück sind aber sowieso immer die Figurenbeziehungen. Und in diesen steht Staffel 2 Staffel 1 in nichts nach.

Fazit

Weiter oben schrieb ich, dass die zweite Staffel aus einem Zuschauer einen Fan machen kann. Grimm ist das bei mir gelungen. Ich mochte schon Staffel 1, aber jetzt, in Staffel 2, habe ich wie so oft das Gefühl, richtig angekommen zu sein und mich in der Geschichte wohlzufühlen. Nach wie vor liebe ich Monroe und Rosalee zusammen, die einfach beide auf ihre Art sonder- und wunderbar sind. Schon in einem Kommentar zu meiner Review zu Staffel 1 wies mich aber der Wolf meines Vertrauens darauf hin, dass mir doch bestimmt Seargent Wu auch sehr gut gefallen würde. Damit lag er natürlich vollkommen richtig: Wenn ein sarkastischer Kommentar gebraucht wird, ist der kleine Mann stets zur Stelle und macht das wahrlich großartig (wenngleich mein Highlight immer noch die Folge in Staffel 1 war, in der er verzaubert wurde und unkontrolliert einfach alles gegessen hat, was nicht niet- und nagelfest war: Büroklammern, Teppiche, Kissen, …). Auch die Story rund um Adalind fand ich interessant, gerade weil nicht von Anfang an klar war, warum sie ohne ihre Zauberkräfte immer noch so wichtig ist. Zudem haben mich die Außenaufnahmen des Hotels Sacher, in dem Adalind in Wien lebt, in meinem Wunsch, endlich mal nach Wien zu fahren, noch einmal sehr bestärkt. Leider kostet eine Nacht in dem gezeigten Hotel ein kleines großes Vermögen. Aber von außen kann ich es mir ja anschauen… 😉

Weiterempfehlung: In Staffel 2 von Grimm ist Nick Burghardt endgültig in der Wesenwelt und seiner neuen Rolle als Grimm angekommen. Wer Freude an Staffel 1 bzw. generell Spaß an märchenhaft-düsteren Geschichten hat, findet bestimmt auch an dieser Staffel Gefallen.

Ich stehe dazu: Mir macht Grimm viel Spaß! Wie seht ihr das: Holen Euch die märchenhaften Geschichten ab oder lassen sie Euch kalt? Und hat eine Serie bei Euch schon einmal den Wunsch geweckt, an einen bestimmen Ort zu reisen? 

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Mein TV-Serienjahr 2017 – ein Rückblick

Wer mir bei Instagram folgt, wird über den heutigen Beitrag nicht überrascht sein. Dort habe ich bereits kurz vor Jahresende meine Serienliste 2017 mit Euch geteilt:

Nein, auch 2017 habe ich meine Seriensucht nicht in den Griff bekommen. Und nein, auch für 2018 plane ich keinerlei Aktivitäten, um etwas dagegen zu unternehmen. Zu viel Spaß macht es mir, mich in seriellen Erzählungen zu verlieren und die Schicksale der Charaktere über mehrere Staffeln hinweg zu begleiten. 2017 war ein durchaus gutes Serienjahr für mich, sowohl quantitativ als auch qualitativ. Insgesamt habe ich 36 Staffeln 17 unterschiedlicher Serien geschaut. Im Detail waren dies:

Auch wenn noch jede Menge Reviews fehlen: 2017 dominieren wieder eindeutig amerikanische Produktionen. Die Serien aus anderen Ländern (Black Mirror, Orphan Black, Sherlock, Stromberg) fallen da kaum ins Gewicht. Ich könnte mich nun dafür rechtfertigen, tue es aber nicht. Die besten TV-Serien werden meiner Meinung nach einfach immer noch in den USA produziert – und zwar oft auch noch von „klassischen“ Networks wie FOX, ABC oder NBC. Nur eine einzige Staffel, die ich 2017 geschaut habe, wurde von Netflix eigenproduziert (Black Mirror, Staffel 3). Interessanterweise war das auch eine der beiden Staffeln, die ich im vergangenen Jahr nicht zu Ende geschaut habe (die andere war Rectify, Staffel 2). Ins Gewicht fällt hier natürlich auch, dass ich mir die fünfte Staffel House of Cards aus relativ offensichtlichen Gründen nicht angeschaut habe. Ich ringe immer noch mit mir, ob ich es tun soll, bin aber noch nicht zu einer endgültigen Entscheidung gelangt. Insgesamt reizen mich die von Netflix selbst produzierten Serien zu wenig, um sie mir anzuschauen. Gefühlt bedienen relativ viele davon nämlich die Genres „Mystery-Horror“ oder „Comedy“ – beide nicht unbedingt meine Favoriten. Mal sehen, ob sich daran 2018 etwas ändert.

Favoriten 2017

Natürlich gab es auch 2017 wieder einige Serien, die mich mehr überzeugt haben als andere. An erster Stelle ist hier natürlich Sons of Anarchy zu nennen. Nie und nimmer hätte ich vorab gedacht, dass ich mich so für dieses harte Serie würde begeistern können, aber es ist wahr – ich war bereits nach wenigen Folgen ein echter Fan und liebe die Geschichte rund um die Familie Teller und SAMCRO einfach. Auf der Liste meiner All-time-favorites rangiert sie inzwischen ganz weit oben, nur knapp hinter Fringe und Lost. Weitere Highlights 2017 waren für mich:

  1. Sons of Anarchy
  2. The Good Wife
  3. Grimm
  4. Friends
  5. This is us

The Good Wife habe ich mehr aus Langeweile begonnen, als ich Ende Februar einige Tage krank war. Inzwischen bin ich in Staffel 6 und sehr froh, der Geschichte rund um Alicia Florrick 2017 nochmal eine Chance gegeben zu haben. Grimm läuft aktuell eigentlich nur über unseren Bildschirm, weil der Herr Koch das wünschte. Ich sollte ihm öfter die Auswahl überlassen, denn damit landete er erneut einen ziemlich guten Treffer (er hatte auch schon Sons of Anarchy ausgesucht ♥). Die märchenhaften Geschichten bieten kurzweilige Unterhaltung für entspannte TV-Abende. Etwas anders verhält es sich mit This is us, der wohl emotionalsten Serie, die 2018 auf meiner Liste stand. Getarnt als klassische Familienserie erzählt This is us sehr clever auf mehreren Zeitebenen die berührende Geschichte der Pearsons und ihrer ungleichen Drillinge. Ungewöhnlich für mich endet 2017 auch eine Comedyserie auf meiner Bestenliste: Friends. Wenn diese Serie eines beweist, dann das: In den 90ern wussten sie ganz genau, wie man lustig ist, ohne flach zu sein. Mein heimlicher Favorit ist ja Chandler, denn in seinem Sarkasmus/Zynismus finde ich mich fast immer wieder. Zum Glück bleiben mir für 2018 noch fast 6 1/2 Staffeln dieser Serienperle übrig.

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Enttäuschungen 2017

Wo Licht ist, da ist auch Schatten. Zum Glück ist die Liste der Enttäuschungen recht kurz. Angeführt wird sie von Black Mirror, einer hochgelobten Serie, die mich einfach nicht gepackt hat. Das Anthologiekonzept funktioniert für mich ebensowenig wie der penetrant erhobene moralische Zeigefinger. Ich weiß, ich stehe mit dieser Meinung alleine da – das ist völlig okay. Ich wünsche euch allen von Herzen viel Spaß mit der gerade neu erschienenen vierten Staffel. 🙂 Die zweite Enttäuschung des Jahres war die zweite Staffel Rectify, die mich einfach nur gelangweilt hat. So sehr gelangweilt, dass ich es irgendwann nicht mehr ertragen konnte und sie mitten in Folge 7 abgebrochen habe. Sowas mache ich eigentlich nie, da muss also schon einiges zusammenkommen. Für mich war diese Staffel einfach der Inbegriff der Einfallslosigkeit.

So geht es 2018 weiter

In den nächsten Wochen werde ich noch gut beschäftigt sein mit den Produktionen, die ich aktuell schaue. Vor Februar werde ich daher vermutlich keine neue Serie beginnen, denn aktuell in Arbeit sind noch:

  • 11.22.63 (Staffel 1)
  • Designated Survivor (Staffel 2)
  • Friends (Staffel 4 ff.)
  • Grimm (Staffel 4 ff.)
  • Stromberg (Staffel 5)
  • The Good Wife (Staffel 6 ff.)

Bis ich damit fertig bin, erscheinen in Deutschland/bei Netflix ja vielleicht noch weitere Staffeln der Serien, die ich noch nicht beendet habe. Ich denke hier zum Beispiel an Chicago Fire (Staffel 5), Grey’s Anatomy (Staffel 14), Modern Family (Staffel 7 und 8), Pretty Little Liars (Staffel 7 – sollte eigentlich schon vor Weihnachten verfügbar sein, ist aber immer noch nicht online), Suits (Staffel 6), The Big Bang Theory (Staffel 10) oder The Vampire Diaries (Staffel 7 und 8). Welche Serien ich 2018 neu beginne, habe ich noch nicht entschieden. Es bleibt also spannend…

Welche Serien haben Euch im vergangenen Jahr besonders gut entfallen und welche konnten Eure Erwartungen nicht erfüllen? Und könnt Ihr meine 36 Staffeln toppen? 😀

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Media Monday #340 – die Neujahrsausgabe

Frohes neues Jahr, ihr Lieben! Wie gestern versprochen melde ich mich heute erneut und nehme zumindest die Neujahrsausgabe des Media Mondays mit. Ich hoffe, Ihr seit gut ins neue Jahr gestartet und es bringt Euch genau das, was Ihr Euch wünscht. Ich werde heute noch einmal einen ruhigen Tag verleben, bevor dann morgen der alltägliche Wahnsinn weitergeht. Alles wie immer also… 😀

1. 2018 wird einiges so bleiben wie es ist. Einiges wird sich ändern. Einiges wird uns überraschen. Warten wir ab, was das Jahr bringt.

2. Vorsätze den Medienkonsum betreffend habe ich keine konkreten. Diese Woche lest Ihr hier auf dem Blog noch meinen Serienjahresrückblick 2017 – dort finden sich allerdings auch einige Serienwünsche für das kommende Jahr.

3. Am meisten freue ich mich vermutlich auf das Ende des Winters. Wenn man auch nicht weiß, was ein neues Jahr bringt: Wärmer wird es irgendwann von ganz alleine. 

4. Wo das neue Jahr gerade frisch gestartet ist, habe ich wie immer das Gefühl, noch so viel erledigen und schaffen zu müssen. Ich mag den Januar nicht besonders; ich bevorzuge es, wenn bereits einige Monate vergangen sind und ich im aktuellen Jahr „angekommen“ bin.

5. Und am wenigsten vermissen an 2017 werde ich wohl die Vorweihnachtshektik auf der Arbeit. Der Dezember ist dahingehend immer ein schlimmer Monat. 

6. Mit dem Neujahrsmorgen endet auch die „Zeit zwischen den Jahren“ und das ist einfach der Lauf der Dinge.

7. Zuletzt habe ich gestern Abend mit dem Herrn Koch zu zweit Silvester gefeiert und das war sehr entspannt, weil wir es uns zu Hause mit leckerem Essen, Wein und einem Film (Minions) sowie einer Folge von Grimm gemütlich gemacht haben. Kaum ein Feiertag ist so überschätzt wie Silvester.

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Media Monday #334

Hello Friends! Nach einem langen Wochenende an der Küste (Kiel, meine Liebe! ♥) komme ich erst heute Abend dazu, mich dem aktuellen Media Monday zu widmen. Real life und so, Ihr kennt das. 😉 Habt eine gute Woche! 🙂

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1. Im Allgemeinen sind es ja speziell Filme, die mich reizen, bei denen die Uhr nicht deutlich mehr als 90 Minuten anzeigt. Ehrlich mal, wer kann sich denn länger konzentrieren?

2. Aber das Schönste ist doch immer noch, wenn ich abends auf dem Sofa entspannt noch ein, zwei Serienfolgen schauen kann. Aktuell beliebt: The Good Wife und Grimm.

3. Wohingegen ich es absolut nicht leiden kann, wenn jemand versucht, mir eine Serie madig zu machen, die ich mag. Meinungen sind verschieden und sollten es auch sein dürfen.

4. Bei Büchern oder auch Comics verhält es sich hingegen oft so, dass sie bei mir den Kürzeren ziehen und ich mich lieber audiovisuellen Medien zuwende.

5. Blicke ich allerdings auf die zahllosen Serien-Enthusiasten dieser Tage, dann fühle ich mich in dieser Gruppe sehr wohl.

6. Dann doch lieber noch einmal 15 sein und nachmittags nach der Schule eine Folge Gilmore Girls auf Vox schauen. Herrje, war das Leben damals einfach.

7. Zuletzt habe ich ein tolles Wochenende mit dem Herrn Koch in unserer alten Heimat Kiel verbracht und das war sehr sentimental, weil wir alte Freunde getroffen und Orte besucht haben, die uns viel bedeuten. Das Heimweh ist jetzt jedenfalls nicht schwächer geworden.

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Media Monday #333

Auf in eine neue Woche, Freunde! Meine hat nur vier Arbeitstage, denn der Herr Koch und ich gönnen uns ein langes Wochenende, an dem wir in die alte Heimat an der Förde fahren werden. Meine Vorfreude ist wahrlich unermesslich und so verzeiht Ihr es mir sicherlich, sollte ich kommendes Wochenende hier nicht besonders aktiv sein. Den Media Monday zum Wochenstart nehme ich aber natürlich vorher noch mit!

1. Jetzt, wo die Tage kürzer werden und es draußen zusehends ungemütlicher wird, kann es nicht mehr lange dauern, bis die Weihnachtszeit wirklich da ist.

2. Pretty Little Liars bedient ja wirklich so ziemlich jedes Klischee, das man in einer Teenieserie erwartet, ist aber gleichzeitig so klug gemacht, dass ich mich dem Charme der Serie nicht entziehen kann. Mist!

3. Dieser Hype um das staffelweise „Verschlingen“ von Serien, auch als Binge Watching bekannt, ist jetzt nicht mehr unbedingt neu, hat aber mit dem Siegeszug der Streamingdienste nochmal ganz andere Dimensionen angenommen.

4. Grimm ist in meinen Augen so erfrischend anders, da die Serie aus angestaubten Märchen spannende Geschichten in der Jetzt-Zeit macht. Außerdem hat diese Serie erneut meinen Wunsch befeuert, dringend mal nach Wien zu reisen. Auch wenn ich mir ein Zimmer im Hotel Sacher wohl nicht werde leisten können… 😉

5. Ich glaube ja nicht, dass ich mich noch einmal für Black Mirror werde erwärmen können, denn meine Review dazu ist nicht besonders positiv ausgefallen.

6. Walter Bishop aus Fringe ist so abgedreht, dass er wohl auf immer mein liebster „verrückter Professor“ sein wird.

7. Zuletzt habe ich die Reviews zur ersten Staffel This is Us und zur fünften Staffel Orphan Black fertiggestellt und das war in weiser Voraussicht, weil ich diese Woche und nächstes Wochenende nicht zum Bloggen kommen werde, ich Euch aber trotzdem mit Lesefutter versorgen möchte. You’re welcome. 😀

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Media Monday #332

Ist sie jetzt wohl wirklich da, die düstere Jahreszeit? Nach der Umstellung der Uhr letztes Wochenende wird es hier nun bereits um 17 Uhr dunkel. Mich lähmt diese frühe Dunkelheit jedes Jahr aufs Neue. Wenn dann noch graue Tage hinzukommen, ist es mit meiner Unternehmungslust völlig vorbei und ich möche nach der Arbeit eigentlich nur noch nach Hause und aufs Sofa. Kennt ihr diese Herbstunlust auch? Ich tue mein Bestes, um dagegen anzugehen: Gehe auch bei schlechtem Wetter nach draußen, gehe tanzen, mache Yoga und versuche generell, auch zu Hause aktiv zu sein. In gut 3 1/2 Wochen startet hier auch schon der Weihnachtsmarkt – vielleicht wird es dann wieder etwas bessern, denn mit der Aussicht auf Poffertjes lockt man mich eigentlich immer aus dem Haus. 😉 Bis dahin wartet in den nächsten Wochen aber noch viel Arbeit auf mich, denn die Dezemberredaktionen für alle Projekte wollen vorbereitet werden. Während ich also jeden Tag Texte schreibe, die vor Adventsstimmung und frohen Weihnachts- und guten Neujahrswünschen nur so strotzen, verschone ich euch damit noch ein bisschen und widme mich stattdessen dem Media Monday. Habt eine gute Woche!

1. Normalerweise kann ich dem Genre Science-Fiction ja immer etwas abgewinnen, aber bei Black Mirror war das leider nicht der Fall, wie ihr noch diese Woche in meiner Review lesen könnt.

2. ____ ist wirklich so ein Film/Buch, den/das jede/r mal gesehen/gelesen haben sollte, schließlich ____ . Bei Büchern und Filmen sollte das jeder selbst entscheiden. Bei Serien hingegen… 😉

3. Nach dem horrorfilmlastigen Oktober freue ich mich nun im November auf Diskussionen, die sich um andere Themen drehen.

4. Grimm habe ich als Serie ja voll für mich entdeckt, schließlich unterhalten mich die märchenhaft spannenden Geschichten derzeit bestens.

5. Indie-Filme – oder auch Indie-Bücher – gehen oft unbemerkt an mir vorüber.

6. Würde man mich zu einer gepflegten Brett- und/oder Kartenspiel-Partie überreden wollen, könnte man das bestimmt schaffen. Leichter an den Tisch lockt man mich übrigens, wenn man dort eine Schüssel Chips platziert.

7. Zuletzt habe ich bei dem schelchten Wetter am Sonntag die sechste Staffel Pretty Little Liars weitergeschaut und das war erleuchtend, weil ich jetzt endlich weiß, wer sich hinter „A“ versteckt. Ha!

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Seri(e)ös: Märchen für Erwachsene – Grimm (Staffel 1)

Steht in eurem Bücherregal eine Ausgabe von Grimms Märchen? Liebt Ihr die Geschichten von Rapunzel, Aschenputtel oder dem Froschkönig? Dann bringt ihr beste Voraussetzungen mit, um auch die Serie Grimm zu mögen. Meine waren nicht ideal, denn Märchen sind definitiv nicht meine liebste literarische Gattung. Warum mich die Story doch nach wenigen Folgen gepackt hat, lest Ihr in dieser spoilerfreien Besprechung.

Märchen sind für Kinder? Diese jedenfalls nicht!

Ich oute mich an dieser Stelle und sage es ganz offen: Ich finde Märchen doof. Ich kann mich nicht erinnern, jemals selbst ein Märchenbuch gelesen zu haben. Vorgelesen bekommen ja, natürlich. Aber als ich lesen konnte, fiel meine Wahl stets auf andere Geschichten. In meiner kurzen Zeit als Lehrerin hätte ich in der Unterstufe problemlos mal eine Einheit zum Thema Märchen unterrichten können. Habe ich nicht, denn irgendwie fehlt mir der Zugang zu dieser Art von Geschichten. Es mag an den fantastischen Elementen liegen oder auch an der oft sehr schematischen und klischeebehafteten Charakterisierung der Figuren – ich tue mich schwer mit märchenhaften Erzählungen. Umso skeptischer war ich, als der Herr Koch sich dafür entschied, die Serie Grimm anschauen zu wollen. Da ich aber unmittelbar vorher mit Black Mirror so danebengegriffen hatte – die Serie hat uns beiden nicht sonderlich gefallen und wir haben sie in Staffel 3 einvernehmlich abgebrochen (es folgt noch ein Beitrag dazu in den nächsten Wochen) – war ich allerdings in keiner Position, um ein Veto einzulegen. So ließ ich mich darauf ein und wurde schon bald davon überzeugt, dass aus Märchen definitiv Geschichten entstehen können, die als Abendunterhaltung für Erwachsene taugen.

Zur Handlung

Nick Burkhardt führt ein angenehmes Leben in Portland. Er wohnt mit seiner Freundin Juliette in einem netten Haus und liebt seinen Beruf als Polizist, in dem er mit seinem Partner Hank viel Spaß hat. Als seine Tante Marie eines Abends bei ihm zu Hause aufkreuzt, ist es allerdings schnell mit Nicks ruhigem Dasein vorbei, denn sie weiht ihn in seine Familiengeschichte ein. Genauso wie seine Eltern, die starben, als Nick ein Kind war, ist er ein Nachkomme der Brüder Grimm. Deren weltberühmte Geschichten stellen sich als wahr heraus, denn sie verfügten über die besondere Fähigkeit, zu erkennen, ob es sich bei einem Menschen um ein sogenanntes „Wesen“ handelt – also jemanden, der sich verwandeln kann und dann über besondere (oftmals böse) Fähigkeiten verfügt. Schnell stellt Nick fest, dass auch er über dieses Talent verfügt und es seine Berufung ist, die Menschheit vor diesen gefährlichen Kreaturen zu beschützen.

Fantasy und Mystery auf Märchenbasis

Ich gebe zu: Die Grundidee von Grimm hört sich weit hergeholt an. Grimms Märchen sollen wahr sein und einer ihrer Nachkommen ist jetzt Polizist in Portland, wo ihm nun auf einmal Wesen begegnen? Naja. Grimm findet jedoch ein ziemlich gutes Gleichgewicht zwischen Fantasy und Realität, zwischen verrückten Wesen und Alltagsgeschichten, zwischen einer übergeordneten, folgen- und staffelumspannenden Familiengeschichte und dem „monster of the week“-Schema. Der Zuschauer taucht zusammen mit Nick in diese neue Welt ein und erschließt sie sich Stück für Stück. Geschickt werden im Laufe der ersten Folgen die weiteren Hauptfiguren – fast alle (gute) Wesen – eingeführt, die Nick dabei helfen, in seiner neue Rolle anzukommen und sein Erbe zu verstehen. Mit dem mit Erinnerungen und Tagebüchern vollgestopften Wohnwagen seiner Tante und dem Kräuterladen, den eine Wesen-Freundin besitzt, werden zudem zwei Orte geschaffen, an denen Nick sich Rat und Hilfe holen kann, wenn er sie braucht. Dieser gemächliche, aber sehr konsequente Aufbau der erzählten Welt hat es zumindest mir leicht gemacht, in dieser für mich komplett unbekannten Serie anzukommen.

Fazit

Märchen sind nicht meine Lieblingsgattung, aber dennoch hat mich Grimm ziemlich schnell in seinen Bann gezogen. Daran sind wie so oft die Figuren schuld: Zwar steht Nick im Zentrum der Geschichte (und David Giuntoli macht seine Sache auch wirklich stark – und sieht dabei im Normalfall außerdem ziemlich gut aus 😀 ), aber gerade seine beiden Wesen-Freunde Monroe (ein vegetarisch lebender, ziemlich schräger, aber unfassbar knuffeliger Werwolf) und Rosalee (eine kluge Fuchsteufelin, die den Kräuterladen ihres Bruders betreibt) sind für mich die Sympathieträger der Serie. Sie erklären Nick viel über „ihre“ Welt, aber ohne sich selbst und das, was sie sind, zu ernst zu nehmen. Das gibt der oft doch recht düsteren Geschichte eine gewisse Leichtigkeit und einen feinen Humor, den ich so nicht erwartet hatte. Sicherlich ist Grimm nicht das, was man Quality TV nennt, aber für mich ist es aktuell die perfekte Serie für einen entspannten Herbstabend auf der Couch.

Weiterempfehlung: Grimm ist eine Fantasy-/Krimi-/Mysteryserie des amerikanischen Senders NBC. Sie begleitet Nick Burghardt, seines Zeichens Nachkomme der Brüder Grimm, auf seiner Jagd nach übernatürlichen Wesen und auch dabei, sein Erbe zu verstehen und es zu beschützen. Fans von Serien wie Heroes, Eureka oder auch Under the Dome können daran ebenso Gefallen finden wie Liebhaber klassischer Krimis. Die Geschichte hat selbst eine Märchenskeptikerin wie mich ziemlich schnell in ihren Bann gezogen.

Habt ihr Grimm gesehen? Wir hat Euch die Serie (bzw. Staffel 1 – keine Spoiler bitte! 😉 ) gefallen? Und wie steht Ihr generell zum Thema Märchen?

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Media Monday #329

Eine Woche bin ich nun wieder zurück hier bei euch und es gefällt mir ausgesprochen gut. Da ich aktuell nur noch zwei Beiträge pro Woche schreibe, habe ich mehr Zeit fürs Lesen und Kommentieren, was wirklich Spaß macht. Außerdem bleibt mir so auch mehr Zeit für Hobbies abseits dieses Blogs. Wer mir bei Instagram folgt, hat vielleicht schon gesehen, dass ich am Samstag (endlich!) den lang geplanten Nähkurs absolviert habe. Jetzt bin ich zwar immer noch blutiger Anfänger, habe aber definitiv Lust, in den anstehenden Herbst- und Winterwochenenden die eine oder andere Stunde an der Nähmaschine zu verbringen.

Dieses Wochenende allerdings war das Wetter einfach viel zu gut, um im Wohnzimmer zu hocken. Bei über 20 Grad und strahlendem Sonneschein haben der Herr Koch (der übrigens schon wieder Urlaub hat – Schweinerei!) und ich noch einmal ein leckeres Eis geschleckt (wahrscheinlich das letzte für 2017) und sind durch die herbstliche Stadt und ihre Parks gestreift. Selbstverständlich sind wir auch unserer Bürgerpflicht nachgekommen und haben einen Abstecher ins Wahllokal gemacht. Aber reden wir lieber nicht über das komplizierte Ergebnis, sondern lieber über den aktuellen Media Monday. Habt eine schöne Woche!

1. Die lang erwartete Fortsetzung von „Blade Runner“ soll ja ganz gut sein, was man so hört. Ich kenne allerdings nicht mal das Original…

2. Die Serie Grimm ging ja in eine völlig andere Richtung als zunächst gedacht, schließlich wusste ich vorher gar nicht, dass dort ein Polizist im Zentrum der Geschichte steht.

3. Um schon mal eine kurze Prognose zu wagen, war 2017 für mich Sons of Anarchy das bisherige Highlight, denn die Serie hat mich emotional trotz ihres rauen Themas extrem abgeholt und berührt.

4. Wenn Sie jetzt aus ____ auch noch eine Serie machen ____ . Hatten wir die gleiche Frage nicht schon vor zwei Wochen? Da fällt mir nichts Neues ein. Beim letzten Mal hatte ich für 11.22.63 plädiert, das es ja auch schon gibt.

5. Analog zur Buchmesse in Frankfurt würde ich mir ja wünschen, dass wir auch audiovisuellen Medien solch eine „ernsthafte“ Messe widmen. Es gibt Conventions, aber das sind doch eher reine Fanveranstaltungen. Oder sehe ich das falsch?

6. Crowdfunding-Aktionen für weitere Staffeln meiner Lieblingsserien würde ich ohne mit der Wimper zu zucken unterstützen.

7. Zuletzt habe ich ein wundervolles Wochenende verbracht und das war vielseitig, weil ich einen Nähkurs gemacht habe, Eis gegessen habe, Kaffee in der Sonne getrunken habe, im Garten war, im Park flaniert bin und auch noch Zeit hatte, Serien zu schauen. Was kann ich jemals mehr wollen?

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