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Seri(e)ös: Friends (Staffel 1)

Was heute Sheldon, Leonard, Howard und Raj sind und vor einigen Jahren Ted, Robin, Lily, Marshall und Barney waren, das waren in den 90ern und frühen 2000ern Joey, Phoebe, Chandler, Ross, Monica und Rachel. Ich habe es endlich getan und mich an eine der erfolgreichsten Comedyserien aller Zeiten gewagt: Friends! In Anbetracht der Tatsache, dass dieses Genre nicht zu meinen präferierten gehört, beginne ich die Sichtung von Comedyserien stets mit einem kritischen Blick. Schneller als bei jedem anderen Genre bin ich hier nämlich bereit, die Sichtung gandenlos auch nach wenigen Folgen wieder abzubrechen, wenn der dortige Humor mich nicht anspricht. Ob Friends eine Chance darauf hat, dass auch noch die weiteren neun (!) Staffeln über meinen Bildschirm flimmern? Das lest Ihr in dieser Besprechung (Yay, endlich mal wieder eine Review!).

Zum Inhalt

Die Freunde Joey (erfolgloser Schauspieler), Phoebe (Masseurin und Möchtegernmusikern), Monica (leidenschaftliche Köchin), Ross (nerdiger Paläontologe und Monicas Bruder) und Chandler (seinen Job hassender IT-Datenmanager) leben und arbeiten in New York und verbringen den Großteil ihrer Freizeit im Central Perk, einem gemütlichen Café. Zu Beginn der Serie treffen die fünf Freunde dort auf Rachel, die ein Brautkleid trägt und ihren Verlobten Barry gerade am Altar hat stehen lassen. Da Rachel und Monica alte Freundinnen sind – sie besuchten zusammen die High School – kommt Rachel bei Monica unter. Zunächst nur als Übergangslösung gedacht, zieht Rachel dort nach kurzer Zeit fest ein, bricht mit ihrem früheren Leben und nimmt einen Job als Kellnerin im Central Perks an. Auch im Leben der anderen Freunde ist einiges los: Während Ross‘ lesbische Exfrau ein Kind von ihm erwartet und er sich einen Affen als Haustier anschafft, kommt Chandler nicht von seiner Exfreundin Janice los; Joey hofft zeitweise als Al Pacinos Po-Double auf seinen großen Durchbruch und Monica hat eine Beziehung mit einem Minderjährigen. Am Ende der Staffel erblickt nicht nur ein neuer Erdenbürger das Licht der Welt, sondern es wird auch ein großes Liebesgeheimnis gelüftet.

Beste Unterhaltung aus einem anderen Jahrzehnt

Friends ist eine der erfolgreichsten und auch heute noch beliebtesten Comedyserien aller Zeiten – und ich verstehe jetzt auch, warum. Die Geschichte rund um die fünf Freunde ist charmant: Sie ist abgedreht, aber gleichzeitig bodenständig; sie ist etwas fürs Herz und auch für die Lachmuskeln; und was ich am meisten mag: Sie ist so herrlich unperfekt. Von Beginn an hatte ich das Gefühl, hier einer echten Freundesclique zuzuschauen. Menschen, die sich schon lange kennen und sich so nehmen, wie sie sind. Menschen, die scheitern, die ihren Job manchmal hassen und schlechte Dates haben. Menschen wie du und ich, die nur das Glück haben, in einer coolen Stadt zu leben und lustige Dinge zu erleben. Bereits während der ersten Folge habe ich gedacht: „Man, das ist so viel lustiger als (fast) jede Comedyserie aus diesem Jahrzehnt.“ Ich kann noch nicht einmal sagen, was es genau ist, aber die Situationskomik zündet einfach immer. Vielleicht hat es etwas mit dem 90er-Charme zu tun, der dieser Serie einfach aus jeder Pore dringt. Wenn Ross am Ende der Staffel nach China fliegt und seiner Schwester mitteilt, er wäre nun eine Woche nicht zu erreichen, werde ich fast ein bisschen nostalgisch, weil das Leben vor gut zwanzig Jahren eben so war. Menschen fuhren weg und waren nicht zu erreichen. Punkt. Viele Witze entstehen tatsächlich gerade dadurch, dass irgendeiner der Clique ein Ereignis verpasst hat oder nicht informiert werden konnte. Das Leben der Freunde unterscheidet sich in diesem Punkt sehr von dem des Zuschauers im Jahr 2017. Ansonsten jedoch ist das Identifikationspotenzial mit den sympathischen New Yorkern groß, da sie die wichtigen Themen des Lebens exemplarisch für uns durchexerzieren (Liebe und Trennung, Geburt und Tod, Freundschaft, beruflicher Erfolg und beruflicher Frust).

Fazit

Die 24 Folgen der ersten Staffel Friends habe ich recht schnell geschaut und hatte dabei großen Spaß. Für mich ist Friends durch seine Thematik und auch durch die Länge der einzelnen Folgen (gute zwanzig Minuten) die perfekte Serie, um sich eine unterhaltsame Pause vom Alltag zu gönnen. Dabei bietet die Serie weit mehr als platte Unterhaltung: Schon in Staffel 1 entwickeln die Charaktere sich weiter, sodass wir es hier mitnichten mit einer klassischen Sitcom zu tun haben. Für mich als Dramaserienfan ist das wichtig, denn ich mag es, wenn mir eine fortlaufende Geschichte erzählt wird. Friends legt dafür in den ersten 24 Folgen einen sehr guten Grundstein.

Weiterempfehlung: Friends ist eine amerikanischen Comedyserie, die von 1994 bis 2004 in zehn Staffeln und 236 Folgen die Geschichte einer sympathischen New Yorker Freundesclique erzählt. Dabei setzt die Serie sowohl auf klassischen Sitcom-Elemente (Lacher), geht aber mit ihrer folgenübergreifenden Story deutlich darüber hinaus. Friends hat zu Recht Maßstäbe gesetzt, was den Comedybereich betrifft, und ausnahmslos alle Hauptdarsteller zu Stars gemacht. Auch heute, über zwanzig Jahre nach Erstausstrahlung, funktioniert Staffel 1 hervorragend und überzeugt mit Situationskomik, Wortwitz und ja, auch mit 90er-Charme. Ich jedenfalls werde Friends so schnell nicht von meiner Watchlist nehmen. Falls Ihr meinem Beispiel folgen wollt: Seit einigen Wochen gibt es alls zehn Staffeln auf Netflix! 🙂

Eine Comedyserie, die mich so richtig überzeugt hat – dass wir das noch erleben! 😉 Habt Ihr Friends in den 90ern geschaut und den Hype mitgemacht oder seid ihr (so wie ich) ein bisschen spät dran mit diesem Klassiker? Und ist es nicht manchmal wirklich schön, mit einer TV-Serie einige Jahre in die Vergangenheit zu reisen? 🙂   

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Blogparade: Kill them off! Ten most hated characters

Ein schönes Thema für eine Blogparade hat sich die singende Lehrerin ausgesucht. Wir haben sie schließlich alle, diese Seriencharaktere, die wir nicht leiden können. Die uns auf die Nerven gehen und unseren Lieblingen wertvolle Screentime stehlen und die wir darum manchmal gerne ins Jenseits befördern würden. Tatsächlich ist es mir dann aber doch schwerer gefallen als zunächst gedacht, zehn Charaktere zu finden. Aber zum Glück schöpfe ich ja inzwischen aus einem reichhaltigen Serienfundus…

Die Reihenfolge ist alphabetisch nach Seriennamen und nicht wertend. Alle sind gleich nervig, auf ihre ganz eigene Weise… 😉

1. Skyler White (Anna Gunn, Breaking Bad)

Mit Breaking Bad bin ich ja nie warm geworden. Einer der Gründe war, dass die Charaktere mit ihrer Geschichte mein Herz nicht erreichen konnten. Es war mir schlicht egal, was aus ihnen wurde. Und am egalsten war es mir bei Skyler White. Diese Frau war einfach nur unglaublich kalt.

2. John Scott (Mark Valley, Fringe)

Auch toughe Agentinnen brauchen Liebe in ihrem Leben. Aber dafür sollen sich sich bitte nicht so jemanden wie John Scott aussuchen. Von Anfang an war klar, dass Peter (Joshua Jackson) in Fringe als love interest für Olivia fungieren wird. Bizarrerweise stirbt John Scott ja auch direkt am Anfang der ersten Staffel, nervt aber dann noch mindestens zehn weitere Folgen rum, indem er in irgendwelchen Erinnerungen auftaucht. Er nervt also sogar noch, nachdem er schon gestorben ist. Auch eine Leistung.

3. Bart Bass (Robert John Burke, Gossip Girl)

Bart Bass ist der Donald Trump unter den Gossip Girl-Charakteren. Zu viel Geld, schlechter Charakter, engstirnig, kalt und los wird man ihn auch nicht. Dafür muss er erst vom Hochhaus stürzen. Leider passiert das mehrere Staffeln zu spät.

4. Zoe Pierson (Jennifer Mossison, HIMYM)

Ted hatte ja so einige Frauen, bis er endlich die Mutter seiner Kinder gefunden hatte. Die nervigste war mit Abstand Zoe mit ihrem weltverbesserischen Protestierdrang. Und dann wurde ihr (Ex-)Mann auch noch von Kyle McLachlan gespielt (s. u.)…

5. Ana Lucia Cortez (Michelle Rodríguez, Lost)

Ab ihrem ersten Auftreten habe ich diese Figur gehasst. Zum Glück mussten wir sie nur eine Staffel lang ertragen, aber das war eigentlich schon zu viel. Verdient ins Jenseits befördert von Michael Dawson (Harold Perrineau Jr.).

6. Castor-Klone (Ari Millen, Orphan Black)

Ich schrieb ja in meiner Besprechung der dritten Staffel Orphan Black, dass ich den Castor-Handlungsstrang doof und überflüssig finde. Deshalb greife ich hier auch keine Castor-Klon heraus – sie gehen mir alle auf den Keks. Wenn man schon jemanden klont, dann doch nicht jemanden mit solchem Nervpotential.

7. Dr. Trey McDougal (Kyle McLachlan, Sex and the City)

Hach, Kyle McLachlan und ich, wir haben eine schwierige Beziehung. In Sex and the City fand ich ihn als Charlottes impotenten Ehemann so furchtbar, dass ich mir deswegen Twin Peaks fast nicht angeguckt hätte. Dort allerdings ist er fabelhaft. In SATC hingegen war ich froh, als Charlotte sich scheiden ließ.

8. Anthony Soprano Jr. (A.J.) (Robert Iler, The Sopranos)

AJ ist ein nerviges Kind, ein nerviger Teenager und auch ein nerviger Erwachsener. Und zwar sechs Staffeln lang. So viele Charaktere sterben in The Sopranos, aber AJ – nein, AJ hält bis zum Ende durch. Warum???

9. Trevor Evans (Tom Lipinski, Suits)

Zum Glück ist Mike inzwischen cool genug, um nicht mehr so viel mit Trevor rumzuhängen. Der war nämlich richtig nervig mit seinem Drogenkoffer und seiner Eifersucht.

10. Daniel Hardman (David Costabile, Suits)

Komischweise muss ich bei Daniel Hardman immer an Mr. Burns von den Simpsons und sein „Ausgezeichnet!“ denken. Er ist eben ein Unsympath durch und durch, dieser Hardman, durchtrieben und hinterlistig. Macht Harvey und Mike leider immer noch ab und an das Leben schwer.

Auch Lust, mal nach Herzenslust Charaktere zum Abschuss freizugeben? Die Blogparade läuft noch bis Ende November.

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Media Monday #277

Huch, ist ja schon wieder eine Woche um. Seit ich aufgehört habe, Bewerbungen zu schreiben, fühlt sich der Alltag fast ein bisschen wie Urlaub an. Naja, außer dem ganzen Papierkram, den ein neuer Job so mit sich bringt. Aber das sind ja Dinge, die ich gerne erledige. Ebenso wie den Media Monday zu Wochenbeginn.

Media Monday #277

1. How I Met Your Mother vermittelt ein völlig falsches Bild von der Suche nach dem perfekten Partner, schließlich ist das eine Comedyserie und alles ist übertrieben dargestellt. Und ab einem gewissen Zeitpunkt (in etwa Staffel 6) wurde die Suche auch künstlich in die Länge gezogen.

2. Ein spannendes Biopic fällt mir gerade nicht ein.

3. Tatiana Maslany hätte allein für ihre Fähigkeit, sich so viel Text zu merken eine Ehrung verdient, denn schließlich stemmt sie die Serie Orphan Black praktisch im Alleingang und ist in nahezu jeder Szene dabei.

4. Guilty Pleasure in Serie: Pretty Little Liars schaue ich ja wirklich gerne, obwohl die Serie echt unlogisch und somit Guilty Pleasure-Vergnügen in seiner schlechtesten Form ist. Aber sie ist halt spannend und hat richtig fiese Cliffhanger…

5. Die letzte Staffel Mad Men ist genau nach meinem Geschmack, immerhin haben die ersten beiden Folgen es geschafft, mich direkt wieder in die 60er Jahre zu entführen und mich vergessen zu lassen, dass seit der Sichtung von Staffel 6 schon erschreckende zwei Jahre vergangen sind.

6. Der zweite Teil von Harry Potter ist so eklig, dass ich die Kammer des Schreckens tatsächlich nur ein einziges Mal gelesen und den Film auch nur einmal gesehen habe. Allein diese Riesenspinnen…

7. Zuletzt habe ich gestern Abend zwei Folgen der vierten Staffel Heroes gesehen und das war verwirrend, weil auf einmal Zeitsprünge stattfanden und ich nicht verstanden habe, ob diese jetzt eine Zeitreise oder einfach nur eine Rückblende waren. Grmpf.

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Media Monday #271

Gegen mehrere Braunschweiger Schulen gab es heute morgen Anschlagsdrohungen, u. a. auch gegen meine ehemalige Schule. Alle Gebäude wurden geräumt, die Polizei war sicherheitshalber vor Ort und es ist nichts passiert; inzwischen ist auch die offizielle Entwarnung raus. Trotzdem bin ich bedrückt deswegen. Tausende Schüler und Eltern sowie hunderte Lehrer und weitere Schulangestellte am Montagmorgen so in Angst und Schrecken zu versetzen – das geht weit über das hinaus, wofür ich Verständnis aufbringen kann. Die Schule ist ein geschützter Ort, ein Ort des Lernens und des sozialen Miteinanders; ein Ort, an dem Schüler sich vielleicht nicht immer hundertprozentig wohlfühlen (der Pubertät geschuldet), aber an dem sie sich zumindest (körperlich) sicher fühlen können. Mit diesem Sicherheitsgefühl zu spielen und es hinterhältig anzugreifen, ist – gelinde gesagt – einfach nur widerlich. Ich werde weiter die Nachrichten verfolgen und hoffe, dass der oder die Verursacher möglichst rasch gefunden werden. Zur Ablenkung widme ich mich erstmal Wulfs Fragen, der mir meine ernsthafteren Töne heute bestimmt nachsieht.

Media Monday #271

1. Für den September habe ich serientechnisch viel vor und wünsche mir in Sachen Jobsuche Fortschritte.

2. Eureka reizt mich thematisch ja schon, jedoch bin ich irgendwie noch nicht über Staffel 1 hinausgekommen.

3. DVD, Blu-ray oder Stream? Stream (Netflix) ergänzt durch DVDs und TV-Programm sowie Mediatheken.

4. Die erste Staffel True Detective ist so das mitunter gGruseligste, was ich in letzter Zeit gesehen habe, schließlich trägt die düstere Atmosphäre des ländlichen Louisianas dazu bei, dass der ohnehin schwer zu verdauende Kriminalfall noch unheimlicher wirkt. Meine Rezension dazu folgt wahrscheinlich noch diese Woche.

5. Bei Serien wie Akte X, One Tree Hill, Smallville oder Supernatural schreckt mich vor allem ab, dass sie so wahnsinnig viele Staffeln haben. Eine Entscheidung für eine der Serien ist vermutlich eine für Monate…

6. Keine der gängigen Comedyserien entspricht exakt meinem Humor, denn oft sind mir die Witze einfach zu albern, zu vorhersehbar oder beides. Neulich habe ich allerdings nach langer Zeit mal wieder eine Folge aus einer der ersten Staffeln HIMYM gesehen und war positiv überrascht davon, wie unterhaltsam sie war. Von allen Comedys ist das wahrscheinlich noch diejenigen mit der besten Geschichte. TBBT ist auch lustig, wird aber leider von ProSieben totgenudelt. Und alles verliert nach der hundertsten Wiederholung seinen Reiz.

7. Zuletzt habe ich gestern Abend mit dem Herrn Koch zwei Folgen der dritten Staffel Heroes geschaut und das war erneut verwirrend, weil vermehrt Zeitreisen und -sprünge auftraten und ich dabei gedanklich irgendwann immer aussteige.

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Media Monday #208

In Kiel findet ja gerade DAS kulturelle Hochevent des Jahres statt (man beachte dazu auch meine enthusiastischen Ausführungen vom vergangenen Jahr). Von einer von Liebeskummer und (!) Jobfrust geplagten Freundin habe ich mich gestern breitschlagen lassen, diesem einen Abend beizuwohnen. Ich konnte es einfach nicht verantworten, dass sie allein zu Hause sitzt und Trübsal bläst. Zu meiner großen Überraschung hatte ich dann in der Tat einen netten Abend. Kann aber auch an der finnischen Preiselbeerbowle und dem Mojito gelegen haben…naja egal, darum widme ich mich auf jeden Fall erst heute dem Media Monday. Bleibt also eigentlich alles beim Alten. 😉

Media Monday #208

1. Gegenüber Serien sind Filme meiner Meinung nach nicht so sehr dafür geeignet, große Charakterentwicklungen einzelner Protagonisten darzustellen. Das liegt einfach an der zeitlichen Beschränktheit. In Filmen sehe ich lieber, wie ein einzelnes Ereignis oder Problem im Zentrum der Erzählung steht und wie die Figuren darauf reagieren. Das kann bei Serien wiederum schnell langweilig werden.

2. Der Moment, als ich heute meinen Job im Hotel gekündigt habe, war nicht mit so einem erhabenen Gefühl verbunden wie ich erwartet hatte. Hmm.

3. Diese komische Ted-Robin-Sache hat mich als Serienfinale schon arg enttäuscht, schließlich hatte ja wohl wirklich jeder How I Met Your Mother-Fan hier auf das große „Ted und die Mutter“-Happy End gehofft und gewartet. Kreativität gut und schön, aber diese Wendung war einfach unglaubwürdig. 

4. Wenn denn dann bald Sommerurlaub ist, werden das auserwählte Exemplar Mann und ich einfach weiter arbeiten, denn er wird vor seinem Jobwechsel im September keinen Urlaub mehr bekommen und ich werde mich im August – wenn ich nicht mehr im Hotel arbeite – v. a. organisatorischem Quatsch widmen müssen (Umzug, Versicherungen, Behörden,…). Can’t wait!

5. An welcher Schule ich demnächst arbeiten werde, war wird eine Riesenüberraschung, denn das entscheidet das Studienseminar Braunschweig erst kurzfristig. Ist toll, wenn man einen Umzug in eine gänzlich unbekannte Stadt plant, aber noch nicht mal weiß, wo man genau arbeiten wird…

6. Die letzte Staffel Breaking Bad hinterließ bei mir einen recht zwiespältigen Eindruck, denn einerseits habe ich mir wirklich, wirklich, wirklich viel Mühe damit gegeben, dieser Serie etwas Positives abzugewinnen, aber andererseits hat auch Staffel fünf letztlich nicht dazu geführt, dass sich meine generell skeptische Meinung dieser Serie gegenüber groß geändert hat. Klar, am Ende bleibt man dran, weil man dann doch wissen will, wie’s ausgeht. Aber ganz ehrlich: So packend fand ich das Finale dann auch wieder nicht.

7. Zuletzt gesehen habe ich heute Morgen mal wieder das ZDF-Morgenmagazin und das war nervig, weil mir diese endlosen Grexit-Debatten gehörig auf den Wecker gehen.

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Media Monday #201

Montag.

Tütütütütü.

Mehr fällt mir dazu nicht ein. Wulf, dein Einsatz!

Media Monday #201

1. Den Preis für den schlechtesten deutschen Filmtitel oder Untertitel verdienen auch so einige Serien. Gerne weise ich erneut darauf hin, wie selten dämlich ich den Untertitel zu Fringe finde: „Grenzfälle des FBI“. Wer denkt sich sowas aus? Geradezu in meinem Intellekt beledigt fühle ich mich ja auch immer wieder, wenn ich Emergency Room schaue und mir als Untertitel dann „Die Notaufnahme“ entgegenplärt. Ernsthaft?

2. Für den Monat Mai habe ich mir fest vorgenommen, bei der Zukunftsplanung einen großen Schritt voranzukommen, mich beim Sport anzumelden und dort auch regelmäßig aufzuschlagen und die wenige freie Zeit mit meinen Liebsten zu verbringen. Die letzte Woche hat mir gezeigt, wie schnell und plötzlich Menschen nicht mehr da sein können.

3. Spiele gibt es viele: Habe ich aber die Wahl zwischen Brett, Karten-, Rollen- oder Computerspiel entscheide ich mich für eines der beiden völlig sinnfreien Handy-Spiele, welche das auserwählte Exemplar Mann auf seinem Handy installiert hat. In beiden hängen wir aber nun schon seit über einer Woche im selben Level fest, was uns beide allmählich an unserem IQ zweifeln lässt. Kann doch nicht sein, dass so eine doofe App schlauer ist als wir!

4. Der Gedanke daran, bald Umzugskisten packen zu müssen schreckt mich meistens schon im Vorfeld ab, denn dem wird eine größere Aussortier-Aktion vorangehen müssen, auf die ich wenig Lust habe. Ich könnte damit ja schon mal anfangen, aber…och nööööööö.

5. Mein letzter Kinobesuch liegt Jahre zurück.

6. Kyle MacLachlan ist mir jahrelang nie so richtig aufgefallen, bis sie/er mir mit ihrer/seiner Rolle als Agent Cooper in Twin Peaks die Augen geöffnet hat. Seitdem finde ich ihn gar nicht mehr so mittelmäßig wie früher, als ich ihn nur als nervtötenden Ehemann aus Sex and the City und komischen Captain aus How I Met Your Mother kannte.

7. Film-Rezensionen lese ich am liebsten gar nicht, denn ich gucke mir die zugehörigen Filme sowieso nicht an, seien sie noch so gut besprochen.

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Aller guten Dinge sind drei… # Liebster Award

Die Singende Lehrerin weiß genau, wie sie anderen Bloggerkolleginnen und -kollegen eine schöne Beschäftigung für ein stürmisches Wochenende beschert. Auch wenn sich das Wetter heute zumindest wieder etwas beruhigt hat – es ist immer noch windig, aber man muss als (schlanker) Mensch keine Angst mehr haben, dass man draußen sofort wegfliegt bzw. von irgendetwas erschlagen wird – gehe ich wohl eher nicht mehr vor die Tür heute. Ist Bäh-Wetter draußen. Da widme ich mich lieber den 11 Fragen, die mich mit der Nominierung für den Liebster Award erreichten. Man dankt!

1. Wie viel Zeit verbringst du mit Social Media (Blog, Facebook, Twitter…)? Jetzt mal ehrlich! 😉

Diese Frage beantworte ich mit einem klaren „Kommt drauf an!“. Bei Facebook schaue ich eigentlich täglich mal rein, manchmal vergesse ich das aber auch. Wöchentlich sind das höchstens zwei Stunden, die ich dort verbringe. Dieser Blog ist mir viel wichtiger und dort stecke ich definitiv mehr Herzblut und Zeit hinein. Wenn ich den Abend nicht mit dem auserwählten Exemplar Mann verbringe (der nur zwei Abende pro Woche frei hat!), bin ich hier eigentlich abends immer online. In den letzten Monaten war hier zeitweise mal nicht so viel los, aber das lag einfach daran, dass die Zeit gefehlt hat. Uniabschluss und Arbeit gingen dann doch vor. Schätzungsweise würde ich sagen, dass pro Woche etwa zehn bis 15 Stunden in diesen Blog fließen. Kommt eben ganz drauf an, wie viel im richtigen Leben los ist und auch darauf, wie viel Schreiblust ich habe.

2. Hast du einen selbst veröffentlichten Artikel, der dir besonders am Herzen liegt? Warum?

Kurz nach Weihnachten habe ich mir meine Gedanken zum Thema Müssen und Wollen von der Seele geschrieben. Das hat mir sehr geholfen und ich habe viel positive Resonanz darauf bekommen. Weiterhin plädiere ich ja nach wie vor dafür, sich als Serienjunkie auch gelegentlich Serien im TV anzuschauen und habe in dieser Hinsicht auch einen gewissen Missionsdrang. Warum das so ist, kann man hier nachlesen.

3. Würde es dich manchmal interessieren, eine/n befreundete/n Blogger/in live zu treffen? Oder trennst du strikt dein virtuelles und reales Leben?

Mein virtuelles und mein reales Leben trenne ich schon, auch wenn ich Erlebnisse aus dem echten Leben hier gelegentlich in Beiträgen thematisiere. Dennoch weiß niemand aus meiner Familie oder meinem Freundeskreis, dass ich diesen Blog betreibe. Es ist mir lieber so, ich möchte diese Plattform ganz für mich haben. Wenn ich mit anderen Bloggern auch außerhalb des Netzes befreundet wäre, wäre das vorbei. Also nein, ich verzichte auf das Treffen und genieße lieber die angeregte Diskussion in der virtuellen Welt.

4. Mit welchem Ziel/Wunsch hast du mit dem Bloggen begonnen? Hast du das Ziel erreicht?

Mit dem Bloggen habe ich vor circa zwei Jahren begonnen, als ich eine Phase mit unerklärlichem Schreibdrang hatte. Ich wollte einfach schreiben und wusste eigentlich gar nicht so genau, warum und vor allem auch nicht worüber. Daher war es auf diesem Blog die ersten Monate auch etwas chaotisch. Erst nach und nach habe ich begonnen, mich hier vor allem meinem Lieblingshobby – den TV-Serien – zu widmen. Besonders hilft mir der Blog aber auch, Ereignisse in meinem Leben zu reflektieren, die ich vielleicht nicht persönlich mit jemandem aus meinem Umfeld besprechen möchte oder kann. Vieles wird so viel klarer, wenn man es erstmal niedergeschrieben und dann vielleicht auch noch mit anderen darüber debattiert hat, die eine neutrale Perspektive darauf haben. Und es ist schön zu sehen, dass andere Menschen ähnliche Dinge bewegen. Als Plattform zum Austausch möchte ich diesen Blog nicht mehr missen.

5. In Perfect Sense verliert die Menschheit alle Sinne, es beginnt mit dem Geruchssinn und endet mit dem Sehvermögen. Welcher Sinn ist euch am wichtigsten, welchen würdet ihr bis zuletzt bewahren wollen?

Sehen. Denn dann kann ich mein Leben nach wie vor ohne fremde Hilfe bewältigen.

6. Auf Conventions zu gewissen Serien gibt es oft die Möglichkeit, für eine stattliche Summe ein Meet & Greet (30 Minuten, ca. 15-30 Fans) mit einem Schauspieler aus der jeweiligen Serie zu ergattern. Gibt es eine/n Schauspieler/in (oder einen anderen prominenten Menschen), für den/die du JEDE Summe zahlen würdest (alternativ: wo läge die Höchstgrenze?), nur um ihm/ihr einmal eine halbe Stunde ganz nah zu sein (wenn auch nicht ganz allein! ;))? Wenn ja, worüber würdest du mit ihr/ihm reden wollen?

Nein, niemand.

7. Magst du offene Enden bei Filmen, Serien, oder Büchern? Warum (nicht)?

Das ist schon wieder eine „kommt drauf an“-Frage. Tendenziell mag ich es, wenn Serien zum Abschluss auch einen richtigen Abschluss bekommen. Dann hat man als Zuschauer das Gefühl, dass die „Reise“ der Protagonisten nicht umsonst war, dass es sich gelohnt hat, all die Staffeln am Ball zu bleiben. Allerdings gibt es natürlich gelungene Enden (das von Fringe mag ich nach wie vor) und weniger gelungene (How I Met Your Mother fand ich hingegen sehr enttäuschend). Das tollste offene Ende einer Serie haben für mich übrigens immer noch The Sopranos. Sensationell. Wenn schon ein offenes Ende, dann bitte so!

8. Schaust du Serien und Filme ausschließlich/meistens/gelegentlich/nie im Original?

Im TV schaue ich natürlich immer auf deutsch, auf DVD immer im Original.

9. Gibt es ein Genre – egal ob Film, Serien, oder Bücher – , um das du einen großen Bogen machst?

Mit Horror kann ich gar nichts anfangen. Das macht mir nur Angst und da hört der Spaß für mich dann auf. Das ist keine Unterhaltung mehr.

10. Hattest du als Kind/Jugendliche einen eigenen Fernseher oder habt ihr als Familie zusammen ferngesehen?

Ich hatte erst als Teenie einen eigenen Fernseher, so mit 14, 15. Als Familie haben wir eigentlich nie zusammen ferngesehen. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich jemals mit meinen Eltern zusammen einen Film im TV geschaut habe. Das liegt vermutlich auch daran, dass meine Eltern abends eher Zeitung oder Zeitschriften lesen und der Fernseher nur nebenbei läuft. Meist irgendeine Doku auf irgendeinem dritten Programm. Das fand ich weder als Kind noch als Teenie sonderlich spannend, also hab ich später dann für mich allein geschaut.

11. Wie stehst du zu deutschem Fernsehen?

Im deutschen Fernsehen gibt es unfassbar viel Schrott. Besonders das Tagesprogramm der Privaten ist für Menschen mit einem nicht unterdurchschnittlichen IQ schwer zu ertragen, finde ich immer. Klar, da gibt es die Leute, die sich an Fremdschämfernsehen ergötzen, aber dazu zähle ich gar nicht. Ich finde das nur peinlich. Ich konsumiere eigentlich nur ausgewählte Serien – das aber dann auch wirklich regelmäßig jede Woche! – sowie Nachrichten, Dokus und das Morgenmagazin im öffentlich-rechtlichen Fernsehen (ja, ich weiß, meine peinliche Schwäche…aber wofür bezahle ich sonst GEZ?).

So, und schon ist ein stürmischer Sonntag gleich ein bisschen schöner und produktiver geworden. Noch einmal ein großes Dankeschön an die Singende Lehrerin! Ich wünsche allen ein wunderschönes Restwochenende und einen guten Start in die neue Woche. 🙂

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Im Schnelldurchgang – allerlei Serienkurzreviews

Worum ging es in diesem Blog eigentlich nochmal? Ach ja, um TV-Serien.

In den letzten Monaten bin ich stark von diesem Thema abgekommen bzw. habe generell hier wenig Aktivität gezeigt. Das liegt wahrlich nicht daran, dass ich keine Lust mehr aufs Schreiben oder aufs Serienschauen habe. Ganz und gar nicht. Aber Dinge ändern und Prioritäten verschieben sich.

Mein Studium ist vorbei.

Mein Nebenjob ist zeitraubend und anstrengend und zehrt momentan merklich an meinen Kräften. Dennoch halte ich daran fest; den ganzen Tag zu Hause sitzen (und Hartz 4 beziehen) kommt für mich nicht infrage.

Die Suche nach einem „richtigen“ Job läuft mehr als schlecht. Solche wie mich braucht der Arbeitsmark trotz immer wieder beklagten Fachkräftemangels ganz offensichtlich überhaupt nicht.

Neue Menschen sind in mein Leben getreten und haben mir nichts, dir nichts alles umgekrempelt. So schön dies ist, muss man vorsichtig sein, sich nicht völlig selbst aufzugeben und trotzdem die eigenen Interessen weiterverfolgen. Einen Anfang macht dieser Beitrag, in dem ich einige Worte verliere zu Serienstaffeln, die in den letzten Monaten mal irgendwann über meinen heimischen Bildschirm geflimmert sind. Geplant waren natürlich ausführliche Reviews zu jeder einzelnen Staffel, aber dass ich dazu noch komme, ist ungefähr so wahrscheinlich wie meine Berufung in die Fussballnationalmannschaft…

Wie immer die Warnung vorweg: Dieser Beitrag kann Spoiler enthalten!

Breaking Bad (Staffeln 4 und 5, Teil I): Nein. Nein, das ist nicht meine Serie. Merkt man auch daran, dass ich sie mir immer noch nicht zu Ende angeschaut habe. Tue ich bei Gelegenheit noch, aber auch nur bei Gelegenheit. Staffel 4 und auch der erste Teil der 5. Staffel waren zwar spannender als die vorigen Staffeln, das lag für mich aber v. a. an der Figur Gus Fring. Finde ich bezeichnend, wenn eine vermeintliche Nebenfigur interessanter erscheint als die Hauptakteure…

Downton Abbey (Staffel 4): Nach dem wahrlich grausamen Ende der vorigen Staffel (Matthew – Nein!!!), kommt Staffel 4 nur schwer in Schwung. Die Lücke merkt man deutlich und auch als Zuschauer muss man sich erst einmal an die neue Situation gewöhnen. Staffel 4 war nett anzusehen, hat mich – wohl auch aufgrund der düsteren Ausgangslage – aber nicht so gut unterhalten wie die Staffeln 1 bis 3. Dennoch kann man sich mit den Granthams und ihrer Dienerschaft nach wie vor schöne und teilweise auch dramatische Fernsehabende machen. Ich bleibe dran.

Doctor Who (die kompletten Specials + Staffel 5, Teil I): Als bekennender Fan von David Tennant (Hach! ♥) habe ich die Specials mit gemischten Gefühlen geschaut. Es war ja schon klar, dass sie mit der Regeneration des zehnten Doctors enden werden und für mich war das eine harte Nummer. Generell habe ich die Specials von der Handlung her schwächer empfunden als die vorangehenden Staffeln. Der Doctor hat keinen festen Companion und das merkt man deutlich. Die starke und durchgängig präsente Frauenfigur a la Donna Noble oder Rose Tyler fehlt, was der Geschichte nicht gut tut. Dieses Gleichgewicht wird erst in Staffel 5 mit dem elften Doctor und Amy Pond wiederhergestellt. Matt Smith ist zwar kein David Tennant, hat mich aber im ersten Teil der fünften Staffel auch nicht maßlos enttäuscht. Die weiteren Staffeln werden es daher auch in meinen DVD-Player schaffen.

Firefly (die komplette Serie): Spontan würde ich die Serie als Science-Fiction-Western bezeichnen. Allein das Titellied klingt für mich schon nach Wildem Westen, nur liegt dieser hier eben auf irgendwelchen Planeten oder Komenten, welche die Serenity und ihre Crew auf der Suche nach Jobs besuchen. Ganz nett anzusehen und mit einer interessanten Auswahl an Darstellern, die man fast alle aus anderen Serien kennt (z. B Nathan Fillion (Castle), Gina Torres (Suits), Alan Tudyk (Suburgatory), Morena Baccarin (Homeland), Christina Hendricks (Mad Men)). Leider nach einer Staffel abgesetzt; den Film habe ich mir noch nicht angeschaut.

Homeland (Staffel 3): Carrie nervt. Die Story wirkt zunehmend unglaubwürdig. Das Staffelfinale war schockierend und hätte für mich das Ende der Serie markieren sollen. Dann hätte man noch halbwegs von einem runden Abschluss und einer guten Serie sprechen können. So aber werde ich mir Staffel 4 nicht mehr anschauen. Von der Guckliste gestrichen!

How I Met Your Mother (Staffel 9): Was soll man dazu noch schreiben? Ich habe die Serie jahrelang geliebt und zolle ihr Respekt für wirklich tolle erste 5 bis 6 Staffeln. Die letzten 2-3 hätten für mich nicht sein müssen. Auch die Entscheidung, die letzte Staffel an nur einem Wochenende spielen zu lassen und dann auch noch in einem ganz anderen Setting (Hotel statt Wohnung und MacLaren’s), konnte mich ebensowenig überzeugen wie das Ende. Nun hat Ted ewig nach der Liebe seines Lebens gesucht und dann bekommen die beiden kein Happy End? Sowas darf man Zuschauern nicht antun. Schade. Das zeitweilig im Internet grasierende alternative Ende hat mir wesentlich besser gefallen.

Pretty Little Liars (Staffel 2): Jetzt mal ehrlich – die Serie ist teilweise ganz schön gruselig, oder? Als Teenie hätte mir das wirklich Angst gemacht. Auch wenn’s ein bisschen peinlich ist, muss ich aber sagen, dass ich die Geschichten um Spencer und Co. inzwischen gerne schaue. Das Finale der zweiten Staffel hat einige Fragen beantwortet, aber auch neue aufgeworfen. Leider passt mir der neue Ausstrahlungstermin (Doppelfolge mittwochs ab 22.00 Uhr auf Super RTL) nicht mehr sonderlich gut, sodass ich nun bereits einige Folgen der dritten Staffel verpasst habe. Grmpf. Muss ich dringend nochmal aufholen.

Six Feet Under (Staffel 3): Ich mag die Fishers, sie sind eine dieser Fernsehfamilien, die einem ans Herz wachsen. In Staffel drei geht es turbulent und dramatisch wie eh und je zur Sache. Gerade die Geschichte um Nate, der ja eh mein Lieblingscharakter ist, und sein Familien(un)glück hat mich sehr mitgenommen. Leider habe ich es trotz guten Vorsatzes bislang nicht geschafft, mir Staffel 4 und 5 anzuschauen. Das werde ich im neuen Jahr in Angriff nehmen.

The Vampire Diaries (Staffel 5): Guilty pleasure at it’s best könnte man meinen. Unumwunden gestehe ich hier aber, dass ich der Handlung in Staffel 5 irgendwie nicht so recht folgen konnte. Wo kamen diese komischen Traveller nochmal her? Und was wollen die genau? Und wie war das jetzt mit Silas und den weiteren Elena/Stefan-Doppelgängern? Puh. Die Handlung ist für eine solch vermeintlich seichte Serie doch recht komplex bzw. baut stark auf den Ereignissen der vorangegangenen Staffeln auf. Wer diese nicht präsent hat, guckt etwas in die Röhre. Ich habe zwar alle Staffeln gesehen, fand es aber trotzdem manchmal schwierig, den Faden zu behalten. Die Sichtung des zweiten Teils der Serie fiel bei mir allerdings auch genau in eine extreme Stressphase, was wohl ein Grund dafür ist. Ich mag die Serie trotzdem immer noch und gucke deshalb weiter, wenn sixx irgendwann Staffel 6 ausstrahlt.

Under the Dome (Staffel 2): Besser als Staffel 1, ganz eindeutig. Viel mehr Handlung, viel stringentere Handlung. Als Zuschauer kann man sich zudem endlich mehr auf die Figuren einlassen. Das war ja etwas, was mir in Staffel 1 so unglaublich gefehlt hat. Für mich stellt sich bei der Serie aber nach wie vor die Frage nach der Zielgruppe. Ist das jetzt für Teenies gedacht, weil die Gruppe um Junior, Joe und Norrie zweitweise im Mittelpunkt steht? Oder eher für ein Publikum mittleren Alters, das sich mit Julia, Barbie oder Big Jim identifizieren kann? Das finde ich nach wie vor merkwürdig. Schaue mir Staffel 3 aber trotzdem an nächstes Jahr.

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Stöckchen: Top 10 Serienzitate

Hurra, noch ein Stöckchen! Hurra, dieses Mal geht es nur um Serien! Hurra, Wortman hat mich ganz explizit damit beworfen!

Ich hatte ja schon Angst, dass man mich von diesem Stöckchen ausschließen würde, weil ich schon beim Filmzitatestöckchen letzte Woche gemogelt und nur aus Serien zitiert habe. Zum Glück wird das hier aber alles nicht so eng gesehen und so darf ich erneut zehn Zitate aus tollen Serien präsentieren. Dieses Mal habe ich mich für 10 Catchphrases entschieden, weil mir das hier passend erscheint und ich meine Favoriten in dieser Kategorie sowieso immer schon mal loswerden wollte. Die Reihenfolge ist übrigens nicht beliebig, sondern stellt tatsächlich eine Top 10 da.

Los geht’s…

10. Sheldon Cooper, The Big Bang Theory

„That’s my spot! „

– Der perfekte Blickwinkel auf den Fernseher, die Nähe zu Heizung und Fenster sowie die Möglichkeit, sich mit Freunden zu unterhalten oder diese auch zu ignorieren, machen den Platz auf der rechten Seite der Couch zu Sheldon Coopers unverzichtbarem Aufenthaltsort. Und wehe, da setzt sich ein anderer hin!

9. Jimmy McNulty, The Wire

„What the fuck did I do?“

– Einsicht in eigene Fehler ist nicht so McNultys Stärke. Dementsprechend viel Zeit verbringt er damit, sich herauszureden. Und wirklich: Was hat denn auch jemals getan? 😉

8. Die Daleks, Doctor Who

„Exterminate! Exterminate! Exterminate!“

– Ich liebe die Daleks! Sobald ihr charakteristischer Schlachtruf aus meinem Fernseher schallt, kriege ich mich kaum mehr ein vor Freude.

7. Omar Little, The Wire

„All in the game, yo.“

– Keine Top 10 ohne Omar!

6. Louis Litt, Suits

„You just got Litt up!“

– Aus seinem eigenen Namen eine Catchphrase zu machen – ganz großes Kino!

5. Der Doctor, Doctor Who

„I’m the Doctor!“

– „Who are you?“ – „I’m the Doctor!“ – Praktisch keine Doctor Who-Folge vergeht ohne diesen Dialog.

4. Desmond Hume, Lost

„See you in another life, brother!“

– Desmond und seinen fürchterlicher schottischer Akzent sowie seinen Lieblingsspruch finde ich unglaublich prägend für die Serie Lost.

3. Clay Davis, The Wire

„Shiiiiit!“

– Leider gibt die verschriftlichte Version dieses Zitates nicht mal ansatzweise wieder, wie unterhaltsam Clay Davis‘ langgezogenes „Shiiiiiiiit“ wirklich ist. Wer The Wire gesehen hat, weiß, wovon ich rede.

2. Barney Stinson, How I Met Your Mother

„It’s gonna be legen… – wait for it! – …dary!“

– Eines der besten Überbleibsel aus HIMYM ist definitiv dieser Spruch!

1. John Locke, Lost

„Don’t tell me what I can’t do!“

– Gänsehautfaktor, wann immer John Locke anderen Menschen diesen Satz an den Kopf wirft. Sollte ich zu meinem Lebensmotto machen.

Auf den Plätzen:

  • 11. Barney Stinson (How I Met Your Mother): „Suit up!“
  • 12. Walter Bishop (Fringe): „Let’s make some LSD!“
  • 13. Der zehnte Doctor (Doctor Who): „Allons-y!“
  • 14. Hugo „Hurley“ Reyes (Lost): „Dude!“
  • 15. Don Draper (Mad Men): „I need a drink.
  • 16. Tony Soprano (The Sopranos): „I’m in the waste management business.“
  • 17. Bunk Moreland (The Wire): „You happy now, bitch?“
  • 18. Sheldon Cooper (The Big Bang Theory): „Bazinga!“

Wer auch mitmachen will, schnappt sich einfach das Stöckchen hier bei mir oder bei Wortman und macht sich ebenfalls einen schönen Abend mit lauter Serienzitaten. Viel Vergnügen! 🙂