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Media Monday #336

Das erste Adventswochenende wusste durchaus zu überraschen. So sahen der Herr und Koch und ich uns am Sonntagmorgen mit einer erklecklichen Menge Schnee vor der Tür konfrontiert, die weder angesagt war noch zu Begeisterungsstürmen unsererseits führte. Ich muss das ja nicht haben, dieses weiße Zeug. Zum Glück wird es uns nicht lange begleiten, denn die neue Woche startet (laut Wetterbericht…) mit Plusgraden. Puh, gerade nochmal Glück gehabt. Mit dem aktuellen Media Monday entlasse ich Euch nun also in eine hoffentlich schneefreie Kalenderwoche 49. Wo ist das Jahr nur geblieben?

1. Alle Jahre wieder freue ich mich auf den Weihnachtsmarkt! Wenn ich auch mit meinem Wohnort manchmal hadere – einen schönen Weihnachtsmarkt haben sie hier, die Braunschweiger.

2. Meine Kochkunst wird wahrscheinlich auch nicht mehr besser werden, schließlich habe ich einen Profi am Herd zu Hause, der die Essenszubereitung übernimmt. Und ganz ehrlich: Ich habe auch einfach keinen Spaß am Kochen und keine Lust, mich damit näher zu beschäftigen. 

3. Die Synchronstimme von Ian Somerhalder (The Vampire Diaries), Johnny Galecki (The Big Bang Theory), Patrick J. Adams (Suits) und zig weiteren Serienstars ist Ozan Ünal, zu dem ich übrigens schon vor Jahren einen Beitrag schrieb, der immer noch überraschend oft geklickt wird. Wer mal darauf achtet, wird feststellen, dass in der deutschen Synchronisation fast keine (große) Serie ohne ihn und Dennis Schmidt-Foß auskommt. 

4. Wenn ich einer Sache überdrüssig bin, dann ist es in Instagram-Stories Screenshots der Profile zu sehen, in denen der neueste Post mit einem Emoji verdeckt ist. Kann man Abonnenten noch plumper dazu auffordern, das Profil anzuklicken?

5. Die sechste Staffel Pretty Little Liars hat mich ja regelrecht süchtig gemacht, sodass ich nun den 21.12. kaum noch abwarten kann. Dann nimmt Netflix nämlich die siebte und finale Staffel ins Programm. 

6. Die Serie Dexter steht ja auch schon seit ewigen Zeiten auf meiner persönlichen WatchlistIch denke, im kommenden Jahr hat sie gute Chancen, es auch endlich auf den Bildschirm zu schaffen.

7. Zuletzt habe ich letzte Woche mehrere Folgen der ersten Staffel The Vampire Diaries gerewatched und das war aus einer Laune heraus, weil ich diese Staffel damals (Anfang 2010 – lang ist es her…) unfassbar geliebt habe und einfach Lust hatte auf eine kleine Zeitreise. Wirklich süß, wie unschuldig und auch irgendwie plump die Serie am Anfang das Vampirthema verarbeitet. Im Nachhinein war es wahrscheinlich ziemlich dumm, erneut in diese Serie hineinzuschauen, weil ich befürchte, dass ich nun einfach alle bislang bei Netflix verfügbaren sechs Staffeln rewatchen werde. Aber vielleicht ist danach endlich Staffel 7 verfügbar…

Ein besonderer Gruß geht diese Woche übrigens an den guten bullion, der mich lehrte, den Media Monday zu nutzen, um auf weitere Blogartikel aufmerksam zu machen… 😉

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Seri(e)ös: Friends (Staffel 2)

Was haben Tom Selleck, Julia Roberts, Jean-Claude Van Damme und Charlie Sheen gemeinsam? Richtig, sie haben alle einen Auftritt als Gaststar in der zweiten Staffel Friends, einer Serie, die mich mehr und mehr in ihren Bann zieht. Aber Staffel 2 hat noch mehr zu bieten als nur große Namen…

Zur Handlung

Nachdem das Ende von Staffel 1 die Ross-Rachel-Situation ungeklärt ließ, stellt diese in der zweiten Staffel einen wichtigen Handlungsstrang dar. Ross hat auf seiner Chinareise nämlich eine alte Freundin wiedergetroffen und mit dieser angebandelt. Rachel ist untröstlich und versucht zunächst, Ross zurückgewinnen, beginnt dann aber, mit anderen Männern auszugehen – u. a. auch einem Mann namens Russ, der Ross zum Verwechseln ähnlich sieht. Nach und nach wird Rachel klar, dass sie nicht über Ross hinwegkommt und auch Ross besinnt sich und entscheidet sich schließlich gegen seine Freundin und für Rachel. Monica hingegen ist immer noch auf der Suche nach der großen Liebe und auch nach dem richtigen Job. Als sie für den besten Freund ihres Vaters, Richard (Tom Selleck! ♥), ein Catering übernimmt, verliebt sie sich in diesen und die beiden beginnen eine leidenschaftliche Affäre, die Monica zunächst vor ihren Eltern geheimhält. Als die Beziehung ernsthafter wird, stellen beide allerdings fest, dass sie unterschiedliche Vorstellungen von ihrer gemeinsamen Zukunft haben und es kommt zur Trennung. Joey hat endlich Erfolg als Schauspieler, als er die Rolle des Dr. Ramoray in der Soap „Days of our lives“ ergattert. Allerdings steigt ihm dies bald zu Kopf und so erleidet seine Figur einen überraschenden und brutalen Seirentod. Phoebe trifft sowohl ihren schwulen Scheinehemann als auch ihren „Navylover“ Ryan (Charlie Sheen) wieder, mit dem sie jedes Jahr während seines Landgangs zwei aufregende Wochen verbringt. Außerdem tut sich etwas in ihrem Familienleben, als sie herausfindet, dass sie einen Halbbruder hat.

Leicht, aber nicht platt – Was Friends so besonders macht

Ich wiederhole mich, aber eigentlich ist Comedy nicht mein Genre. Es gibt einige wenige Serien, die ich mag – und Friends gehört definitiv dazu. Die (Literatur-)Wissenschaftlerin in mir fragt sich in solchen Situationen stets, woran das liegen könnte: Was unterscheidet Friends von den tausenden anderen Comedyserien, die es in den letzten Jahrzehnten gab und auch aktuell gibt? Was macht diese Serie richtig, was andere (meiner Meinung nach) falsch machen? Kommen wir zunächst zum Offensichtlichen: Friends ist einfach lustig. Punkt. Die Autoren verstehen es, die sechs Freunde in Situationen zu manövrieren, die komödiantisches Potential bieten und dabei nicht komplett unrealistisch sind. Außerdem hat der Zuschauer nie das Gefühl, dass sich Witz an Witz reiht und manche dieser Scherze eigentlich nur um ihrer selbst Willen da sind, so nach dem Motto: „Eine Sitcom muss mindestens alle 90 Sekunden einen Witz enthalten“. Nein, Friends hat auch die ernsteren Situationen wie Liebeskummer, Tod und Streit, die humoristisch, aber niemals platt aufbereitet werden.

Viel zum Gelingen dieses Spagats tragen selbstredend die Figuren bei, die einfach alle auf ihre eigene Art liebenswert sind. In meiner dunklen 90er-Erinnerung an Friends war Joey zum Beispiel ein richtig dämlicher Chaot. Das ist er aber überhaupt nicht, seine vermeintliche „Dummheit“ folgt einem klaren Konzept und manchmal denke ich, die Konzeption dieser Figur war wahrscheinlich am schwersten und musste mit der größten Sorgfalt durchgeführt werden.

Was Friends natürlich noch von anderen Serien des Genres unterscheidet, ist die aufeinander aufbauende Geschichte. Der Zuschauer begleitet die Freunde nicht bei ihrem Leben, das Tag für Tag gleich verläuft, sondern er erlebt ihre Entwicklung mit: Rachel und Ross werden ein Paar. Joey macht einen Karrieresprung. Phoebe lernt ihre Familie kennen. Chandler und Joey gehen einen Zeitlang getrennte Wege. Monica sucht nach ihrer (beruflichen) Berufung. Wer eine Folge verpasst, dem ist vielleicht ein wichtiges Ereignis im Leben einer Figur entgangen. Welche anderen Comedyserie kann schon eine solch stringente Handlung vorweisen?

Fazit

Friends vereint Elemente klassischer Dramaserien (folgenübergreifende Story) mit der Leichtigkeit einer Sitcom und sympathischen Charakteren. Was so einfach klingt, ist es in Wirklichkeit überhaupt nicht, denn der Grat zwischen „lustig“ und „lächerlich“, zwischen „ernst“ und „humorvoll“ ist ein sehr schmaler und eine schwieriger dazu. Ich glaube, dass viele Comedyserien an diesem Anspruch kläglich gescheitert sind und auch weiterhin scheitern werden, vielleicht auch, weil Friends einfach Maßstäbe gesetzt hat, an die auch zwanzig Jahre später nur wenige Serien herankommen. How I Met Your Mother hat das phasenweise geschafft, andere Serien würden es gerne, sind aber doch – obwohl durchaus gelungen – qualitätsmäßig ein ganzes Stück davon entfernt (The Big Bang Theory, Modern Family). So hat Friends sich bereits nach zwei Staffeln den Spitzenplatz auf meiner (kurzen) Comedy-Favoritenliste gesichert und andere, wesentlich neuere und wahrscheinlich auch wesentlich teurer produzierte Serien, problemlos ausgebootet. Ich bin mehr als gespannt, was mich in den nächsten acht Staffeln erwartet.

Weiterempfehlung: In seiner zweiten Staffel knüpft Friends mühelos an die Qualität von Staffel 1 an und übertrifft diese sogar noch. Charmante Figuren treffen auf eine ideenreiche Story, die durch Gastauftritte nahmhafter Filmgrößen bereichert werden. Ich für meinen Teil hoffe ja auf ein Liebescomeback zwischen Monica und Richard, da ich Tom Selleck einfach gern noch länger dabei hätte. Sollte dem nicht so sein, schaue ich dennoch weiter, denn Friends bietet einfach perfekte Unterhaltung.

Da beginne vor einigen Wochen nichtsahnend diese Serie und nun hat sie sich bereits einen Platz auf meiner Favoritenliste gesichert! Seid Ihr Fans der ersten Stunde oder auch erst später auf Friends aufmerksam geworden? Und kennt Ihr eine Comedyserie, die Eurer Meinung nach mit dem Niveau von Friends mithalten kann?

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Seri(e)ös: Friends (Staffel 1)

Was heute Sheldon, Leonard, Howard und Raj sind und vor einigen Jahren Ted, Robin, Lily, Marshall und Barney waren, das waren in den 90ern und frühen 2000ern Joey, Phoebe, Chandler, Ross, Monica und Rachel. Ich habe es endlich getan und mich an eine der erfolgreichsten Comedyserien aller Zeiten gewagt: Friends! In Anbetracht der Tatsache, dass dieses Genre nicht zu meinen präferierten gehört, beginne ich die Sichtung von Comedyserien stets mit einem kritischen Blick. Schneller als bei jedem anderen Genre bin ich hier nämlich bereit, die Sichtung gandenlos auch nach wenigen Folgen wieder abzubrechen, wenn der dortige Humor mich nicht anspricht. Ob Friends eine Chance darauf hat, dass auch noch die weiteren neun (!) Staffeln über meinen Bildschirm flimmern? Das lest Ihr in dieser Besprechung (Yay, endlich mal wieder eine Review!).

Zum Inhalt

Die Freunde Joey (erfolgloser Schauspieler), Phoebe (Masseurin und Möchtegernmusikern), Monica (leidenschaftliche Köchin), Ross (nerdiger Paläontologe und Monicas Bruder) und Chandler (seinen Job hassender IT-Datenmanager) leben und arbeiten in New York und verbringen den Großteil ihrer Freizeit im Central Perk, einem gemütlichen Café. Zu Beginn der Serie treffen die fünf Freunde dort auf Rachel, die ein Brautkleid trägt und ihren Verlobten Barry gerade am Altar hat stehen lassen. Da Rachel und Monica alte Freundinnen sind – sie besuchten zusammen die High School – kommt Rachel bei Monica unter. Zunächst nur als Übergangslösung gedacht, zieht Rachel dort nach kurzer Zeit fest ein, bricht mit ihrem früheren Leben und nimmt einen Job als Kellnerin im Central Perks an. Auch im Leben der anderen Freunde ist einiges los: Während Ross‘ lesbische Exfrau ein Kind von ihm erwartet und er sich einen Affen als Haustier anschafft, kommt Chandler nicht von seiner Exfreundin Janice los; Joey hofft zeitweise als Al Pacinos Po-Double auf seinen großen Durchbruch und Monica hat eine Beziehung mit einem Minderjährigen. Am Ende der Staffel erblickt nicht nur ein neuer Erdenbürger das Licht der Welt, sondern es wird auch ein großes Liebesgeheimnis gelüftet.

Beste Unterhaltung aus einem anderen Jahrzehnt

Friends ist eine der erfolgreichsten und auch heute noch beliebtesten Comedyserien aller Zeiten – und ich verstehe jetzt auch, warum. Die Geschichte rund um die fünf Freunde ist charmant: Sie ist abgedreht, aber gleichzeitig bodenständig; sie ist etwas fürs Herz und auch für die Lachmuskeln; und was ich am meisten mag: Sie ist so herrlich unperfekt. Von Beginn an hatte ich das Gefühl, hier einer echten Freundesclique zuzuschauen. Menschen, die sich schon lange kennen und sich so nehmen, wie sie sind. Menschen, die scheitern, die ihren Job manchmal hassen und schlechte Dates haben. Menschen wie du und ich, die nur das Glück haben, in einer coolen Stadt zu leben und lustige Dinge zu erleben. Bereits während der ersten Folge habe ich gedacht: „Man, das ist so viel lustiger als (fast) jede Comedyserie aus diesem Jahrzehnt.“ Ich kann noch nicht einmal sagen, was es genau ist, aber die Situationskomik zündet einfach immer. Vielleicht hat es etwas mit dem 90er-Charme zu tun, der dieser Serie einfach aus jeder Pore dringt. Wenn Ross am Ende der Staffel nach China fliegt und seiner Schwester mitteilt, er wäre nun eine Woche nicht zu erreichen, werde ich fast ein bisschen nostalgisch, weil das Leben vor gut zwanzig Jahren eben so war. Menschen fuhren weg und waren nicht zu erreichen. Punkt. Viele Witze entstehen tatsächlich gerade dadurch, dass irgendeiner der Clique ein Ereignis verpasst hat oder nicht informiert werden konnte. Das Leben der Freunde unterscheidet sich in diesem Punkt sehr von dem des Zuschauers im Jahr 2017. Ansonsten jedoch ist das Identifikationspotenzial mit den sympathischen New Yorkern groß, da sie die wichtigen Themen des Lebens exemplarisch für uns durchexerzieren (Liebe und Trennung, Geburt und Tod, Freundschaft, beruflicher Erfolg und beruflicher Frust).

Fazit

Die 24 Folgen der ersten Staffel Friends habe ich recht schnell geschaut und hatte dabei großen Spaß. Für mich ist Friends durch seine Thematik und auch durch die Länge der einzelnen Folgen (gute zwanzig Minuten) die perfekte Serie, um sich eine unterhaltsame Pause vom Alltag zu gönnen. Dabei bietet die Serie weit mehr als platte Unterhaltung: Schon in Staffel 1 entwickeln die Charaktere sich weiter, sodass wir es hier mitnichten mit einer klassischen Sitcom zu tun haben. Für mich als Dramaserienfan ist das wichtig, denn ich mag es, wenn mir eine fortlaufende Geschichte erzählt wird. Friends legt dafür in den ersten 24 Folgen einen sehr guten Grundstein.

Weiterempfehlung: Friends ist eine amerikanischen Comedyserie, die von 1994 bis 2004 in zehn Staffeln und 236 Folgen die Geschichte einer sympathischen New Yorker Freundesclique erzählt. Dabei setzt die Serie sowohl auf klassischen Sitcom-Elemente (Lacher), geht aber mit ihrer folgenübergreifenden Story deutlich darüber hinaus. Friends hat zu Recht Maßstäbe gesetzt, was den Comedybereich betrifft, und ausnahmslos alle Hauptdarsteller zu Stars gemacht. Auch heute, über zwanzig Jahre nach Erstausstrahlung, funktioniert Staffel 1 hervorragend und überzeugt mit Situationskomik, Wortwitz und ja, auch mit 90er-Charme. Ich jedenfalls werde Friends so schnell nicht von meiner Watchlist nehmen. Falls Ihr meinem Beispiel folgen wollt: Seit einigen Wochen gibt es alls zehn Staffeln auf Netflix! 🙂

Eine Comedyserie, die mich so richtig überzeugt hat – dass wir das noch erleben! 😉 Habt Ihr Friends in den 90ern geschaut und den Hype mitgemacht oder seid ihr (so wie ich) ein bisschen spät dran mit diesem Klassiker? Und ist es nicht manchmal wirklich schön, mit einer TV-Serie einige Jahre in die Vergangenheit zu reisen? 🙂   

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Seri(e)ös: Comedy – ein schwieriges Thema…

Menschen, die zum Lachen in den Keller gehen, sind keine angenehme Gesellschaft. Es ist doch um einiges angenehmer, sich mit Personen zu umgeben, die sich selbst nicht so ernst nehmen und ihr Leben mit einer Prise Humor würzen. Sei es, dass sie einfach witzig sind, sei es, dass sie gerne lachen, sei es, dass sie Talent für Situationskomik oder ein großartiges Verständnis für den Einsatz von Ironie und Sarkasmus haben. Klar, dass auch das Fernsehen sich diese Vorliebe des Menschen für das Witzige, das Komische, das Unterhaltende zunutze macht. Ob wir das Format Comedyserie oder Sitcom nennen, ist dabei zweitrangig, denn Namen sind Schall und Rauch und wir wissen alle, wovo ich spreche: Die meist 20-30 minütigen seriellen Formate, in denen sich absurde Sitautionen, freche Sprüche und Witze aneinanderreihen. Wer nicht weiß, wovon ich spreche, dem empfehle ich das Tagesprogramm von ProSieben und die Sichtung von How I Met Your Mother, 2 Broke Girls, Two and a Half Men, Mike & Molly, New Girl oder was dort sonst noch ausgestrahlt wird.

Wer diesen Blog schon ein wenig länger verfolgt oder in meinen Serienreviews stöbert, der wird zum Thema Comedy recht wenig finden. Das hat seinen Grund, denn ich tue mich schwer mit diesem Genre. Viele Serien sind mir zu platt, zu anstrengend, zu sexistisch (…trifft übrigens alles auf Two and a Half Men zu…), zu albern oder schlicht zu langweilig und belanglos, um sie mehr als eines flüchtigen Blickes zu würdigen. Da merkt man einfach, dass ich im Dramabereich zu Hause bin und eine anständige Story und sich weiterentwickelnde Charaktere schätze. Hinzu kommt, dass ich eine Schwäche für Ironie und Saraksmus habe, die in den meisten Comedyformaten nicht oder nicht ausreichend bedient wird. Nur wenige Serien aus diesem Bereich schaffen es daher, mich langfristig als Zuschauerin zu gewinnen. How I Met Your Mother war so eine, die aber allein durch die Grundidee darauf ausgelegt war, dass die Handlung voranschreitet und die Charaktere sich verändern. Momentan gibt es nur zwei Comedyserien, die ich ernsthaft verfolge: Modern Family und The Big Bang Theory. Wie mir die zuletzt gesichteten Staffeln dieser preisgekrönten Formate gefallen haben, lest ihr der folgenden Kurzbesprechung:

Modern Family (Staffel 5)

Schon in der Besprechung der vorangegangenen Staffeln stellte ich fest, was der Unterschied zwischen Modern Family und anderen Comedyserien ist: Modern Family ist einfach lustig. Punkt. Die Familienzusammensetzung ist so schräg, aber dennoch glaubwürdig, dass sich die haarsträubenden Situationen, in die alle Beteiligten ständig hineinstolpern, fast automatisch ergeben. Zudem bietet Modern Family eine fortgeführte Handlung, denn gerade die Kinder haben in Staffel vier und fünf einige Veränderungen erlebt. Interessant ist zum Beispiel Haileys Erkenntnis, dass sie als Fashionbloggerin erfolgreich sein kann – ein völlig neues Gefühl für das Dummerchen der Familie. Großartig finde ich auch Lily, die das absurde Verhalten ihrer Väter mit staubtrockenem Humor kommentiert. Auch wenn es unglaubwürdig ist, dass eine Sechsjährige wirklich so reagiert (v. a. wenn man weiß, dass Kinder erst in der Pubertät einen Sinn für Ironie und Sarkasmus entwickeln und beides vorher weder erkennen noch selbstständig verwenden können), sind ihre Kommentare für mich immer wieder Highlights.

Fazit und Weiterempfehlung: Auch die fünfte Staffel der amerikanischen Comedyserie weiß durch Situationskomik und merkwürdige Familienkonstruktionen zu überzeugen und bisweilen sogar zu überraschen. Mir gefällt, dass die Serie sich mit jeder Staffel weiterentwickelt, aber dennoch wiedererkennbar bleibt. Daher ist Modern Family eine der wenigen Comedyserien, die ich wirklich guten Gewissens weiterempfehle.

The Big Bang Theory (Staffel 9)

Staffel neun! Schon fast zehn Jahre begleite ich die Nerds nun schon auf ihrer Suche nach Spiel, Spaß und der großen Liebe. Denn seien wir mal ehrlich – spätestens seit Staffel vier, in der Bernadette und Amy zu Hauptfiguren aufstiegen, dreht sich das Geschehen vor allem um das Beziehungsleben von (nerdiger) Frau und nerdigem Mann. Inzwischen ist The Big Bang Theory tatsächlich so ein bisschen das Grey’s Anatomy der Comedyserien: Eigentlich gibt’s nicht viel Neues zu sehen, aber einschalten tue ich trotzdem immer wieder. Das einzige, das mich tatsächlich ziemlich überrascht hat in dieser und der vorherigen Staffel, ist Sheldons Verhalten. Vergleicht man den Sheldon der ersten Staffeln mit dem der aktuellen Staffel so hat er eine erstaunliche Wandlung durchgemacht: Vom komplett verstandgesteuerten Obernerd, der sich Kinder aus dem Reagenzglas wünscht (und das auch nur, weil er seine guten Gene der Welt nicht vorenthalten will) zum eifersüchtigen Möchtegern-Casanova. Ich weiß nach wie vor nicht, was ich davon halten soll. Mir ging diese Entwicklung zu schnell und sie ist mir auch zu extrem, um glaubwürdig zu sein. Tut mir leid, aber das Sheldon Cooper tatsächlich eine Nacht mit einer Frau verbringt, passt für mich einfach nicht.

Fazit und Weiterempfehlung: Im Dickicht der Comedyserien ist The Big Bang Theory sicherlich immer noch einer der Stars. Wie lange das noch so bleibt, wage ich nicht zu prophezeihen. Ich mag die Serie und wäre traurig, müsste ich sie so enden sehen wie HIMYM, das definitiv zwei bis drei Staffeln zu lange lief und ein merkwürdiges Ende verpasst bekam. Sollte es tatsächlich noch Comedyfans da draußen geben, an denen diese Serie vorbeigegangen ist, lohnt sich ein Blick dennoch, da die Charaktere mit all ihrer Verschrobenheit einfach liebenswürdig sind.

Wie steht Ihr zum Thema Comedy? Seid Ihr große Fans oder steht Ihr diesem Genre vielleicht auch eher kritisch gegenüber? Und kennt Ihr andere Comedyserien, die mir als Skeptikerin trotzdem gefallen könnten?

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Neues von der Seriensucht – das halbjährliche Update

Ich hasse es, dass ich nicht zum bloggen komme. Ich hasse es. Gerne möchte ich eine vorbildliche Referendarin/Lehrerin sein, aber es kann doch nicht zu viel verlangt sein, ein, zwei Stündchen die Woche für mich und den Blog übrig zu haben. Vor zehn Uhr abends versteht sich. Vermutlich werde ich mir diese Zeit einfach knallhart nehmen müssen in Zukunft, denn ansonsten sieht es düster aus für neuesvomschreibtisch. Und das will ja wirklich keiner. Wenn ich allerdings meinen Terminkalender für November anschaue, wird mir jetzt schon ganz schlecht.

Ende des Monats steht mein erster gemeinsamer Unterrichtsbesuch (GUB) an, für den es eine bis ins kleinste Detail durchdachte, geplante und geübte Stunde samt Entwurf (6 Seiten Text+Anhang) vorzubereiten und zu halten gilt. Vorher sind noch zwei weitere Unterrichtsbesuche fällig, ebenso wie ein Wochenendblockseminar, ein zweitägiges Pädagogikblockseminar im Harz (!!!), ein Elternsprechtag, eine Fachkonferenz, ein vierstündiges Medienseminar Deutsch (selbstverständlich nachmittags NACH dem Unterricht!) und und und. Es ist noch nicht einmal mehr ein Fass ohne Boden, es ist ein Termintunnel ohne Ende. Irgendwie lässt sich das sicherlich alles bewältigen, aber ich muss schon sagen, dass mir die Arbeitsbelastung ein bisschen Angst macht und ich mich frage, ob man das wirklich 18 Monate so durchziehen und physisch/psychisch unbeschadet überstehen kann. Wenn ich Mitreferendare sehe, die jetzt kurz vor dem PU/Examen stehen, habe ich da manchmal meine Zweifel.

Aber davon ein anderes Mal mehr, denn trotz all des aktuellen und vergangenen Wahnsinns (Umzug etc.) habe ich dennoch hin und wieder Zeit gefunden, mir Serien anzuschauen. Manchmal mehr, manchmal weiniger, das hängt inzwischen von extrem vielen Faktoren ab. Ich bin sehr dankbar für die Möglichkeit, TV-Serien nach Ausstrahlung in den Mediatheken der Sender anschauen zu können, da ich ansonsten auf einige meiner Lieblingsserien wohl verzichten müsste in Zukunft. Und ich bin dankbar für Netflix, mein Gott, ich liebe Netflix! Das Serienangebot ist wirklich gut (mit dem Manko, dass HBO-Serien leider komplett fehlen) und ich werde noch einige Zeit damit beschäftigt sein, mir alles anzuschauen, was ich auf meine Liste gesetzt habe, zumal das Angebot natürlich auch ständig erweitert wird. Die Filmauswahl auf Netflix ist lange nicht so reichhaltig, was mich aber wenig stört. Ergänzend bietet Netflix noch einige interessante Dokumentationen (ich empfehle z. B. die Reihe Chef’s Table über Sterneköche in verschiedenen Ländern – total interessant und mit wirklich tollen Essensbildern) und auch ein breites Angebot für Kinder.

Jetzt aber zum Kern dieses Beitrags – was flimmerte denn so über die Mattscheibe bei mir in den letzten…ähm…Monaten? In alphabetischer Reihenfolge:

Arrow (Staffel 3): Ist schon länger her, dass die Serie im TV lief. Das war definitiv noch vor dem Umzug. Ich hatte ja schon in Staffel 2 manchmal den Eindruck, der Handlung nicht immer komplett folgen zu können und dies hat sich in Staffel 3 durchaus fortgesetzt. Nichtsdestotrotz ist Arrow nette Unterhaltung. Ob ich meine kostbare Freizeit in Zukunft allerdings darauf verwenden werde, mir Staffel 4 anzuschauen, habe ich noch nicht entschieden. Die Chancen stehen derzeit nicht so gut.

Guckstatus: noch unentschieden.

Breaking Bad (Staffel 5): Ich habe es endlich geschafft! Dank Netflix konnte ich die letzten acht Folgen der letzten Staffel nachholen und weiß nun, wie es mit Walter White zu Ende geht. Aha. Das Ende reißt für mich das Ruder dann auch nicht mehr herum. Ich bin mit der Serie nie richtig warm geworden. Die Charaktere sind mir nicht ans Herz gewachsen, die Story war für mich weit hergeholt. Ich erkenne objektiv durchaus die Qualität der Serie, aber mein Herz hat die Geschichte um Walter, Skyler und Co. nicht berührt. Und das ist so ziemlich das Schlimmste, was man über eine Serie sagen kann.

Guckstatus: kommt wohl nicht mehr über meine Mattscheibe…

Broadchurch (Staffel 1): Ich glaube, ich habe an anderer Stelle schon das ein oder andere Mal meine Bewunderung für David Tennant geäußert. In dieser britischen Krimiserie ist er jedenfalls ebenso sehenswert als völlig fertiger Kommissar wie er es als hibbeliger Doctor war. Die Stimmung der Serie ist düster, es ist extrem spannend zu verfolgen, wie ein kleines Städtchen nach dem Mörder eines Jungen sucht und sich dabei menschliche Abgründe auftun. Am Ende war es natürlich jemand, von dem man es nicht erwartet hatte.

Guckstatus: Wann kommt endlich Staffel 2 ins Fernsehen/zu Netflix?!?

Chicago Fire (Staffel 3): Wer auf der Suche nach einer unterhaltsamen und nicht zu anspruchsvollen Serie für den Feierabend ist und sich außerdem noch gerne gut aussehende Männer in Feuerwehruniformen anschaut, dem empfehle ich guten Gewissens Chicago Fire. Bereits Staffel 1 und 2 habe ich sehr gerne gesehen und auch die dritte Staffel, die Vox aktuell montags um 20.15 Uhr zeigt, hat nicht an Qualität eingebüßt. Perfektes Fernsehen nach einem anstrengenden Arbeitstag mit durchweg sympathischen Charakteren.

Guckstatus: Jede Woche gerne wieder!

Fringe (Staffel 1, Rewatch): Wir tun es schon wieder! Nachdem das auserwählte Exemplar Mann und ich unser Lost-Abenteuer beendet haben (s.u.), sind wir umgezogen nach Boston. Hier haben wir es uns in Walter Bishops „house of horrors“ (Peter Bishop) gemütlich gemacht und harren gespannt der Dinge, die da kommen. Also, ich weiß ja, was da kommt, denn es ist ja nicht mein erster Rewatch (und auch nicht mein zweiter und nein, auch nicht mein dritter…), aber das tut dem Vergnügen keinen Abbruch. Ich finde es immer wieder spannend zu sehen, wie die Serie sich entwickelt. Staffel 1 macht Spaß, ist aber – wie ich inzwischen festgestellt habe – kaum repräsentativ für den Rest der Serie. Dennoch ist viel der Handlung aus den folgenden Staffeln schon in Staffel 1 angelegt. Das ist einfach clever gemacht und es fasziniert mich immer wieder aufs Neue.

Guckstatus: Das auserwählte Exemplar Mann hadert noch etwas mit der Serie, aber das wird sich auch noch geben, spätestens am Ende von Staffel eins. Wir gucken weiter!

Gossip Girl (Staffel 1-5): „You know you love me…“. Oja. Oja, oja, oja, ich liebe sie, diese Serie. Nach langer Zeit ist Gossip Girl eine Serie, bei der die Sucht bei mir mal wieder so richtig zugeschlagen hat. Die Geschichten um New Yorks High Society Teenies/Twens in der Upper East Side ziehen einen schnell in ihren Bann. Auf den ersten Blick scheinen die Leben von Serena, Blair, Chuck und Co. perfekt, aber Intrigen und Lügen sowie Dramen jeglicher Art spinnen sich durch alle Staffeln, geschickt angezettelt und verbreitet durch „Gossip Girl“. Momentan stecke ich tief in Staffel 5 und auch wenn ich schon weiß, wer hinter „Gossip Girl“ steckt – ich habe mich selbst gespoilert, ganz grandios…-., so ist die Geschichte einfach trotzdem noch spannend, denn diese Enthüllung ist längst nicht mehr das Wichtigste. Ich will sehen, wo es mit den Figuren hingeht. Besonders interessiert mich ja nach wie vor das Schicksal von Blair und Chuck. Die beiden sind einfach füreinander gemacht.

Guckstatus: „Verdammt, ich muss noch Unterricht vorbereiten! Dann kann ich heute gar keine Folge Gossip Girl mehr gucken…neeeeeeiiiiinnnnn!“ 😦

Grey’s Anatomy (Staffel 11):…und sie läuft und läuft und läuft…und wenn ich Zeit habe, dann gucke ich…aber wenn nicht, dann wohl auch nicht. Wobei ich schon den zweiten Teil der 11. Staffel gerne noch sehen würde, gibt es am Ende doch eine ziemlich dramatische Wendung. ProSieben hat (soweit ich weiß) noch keinen konkreten Termin dafür veröffentlicht. Ich tippe mal auf einen Mittwochabend. 😉

Gucklistenstatus: Naja, mittwochs habe ich ja nachmittags frei, da könnte ich es also theoretisch um 20.15 Uhr vor den Fernseher schaffen. Eventuell. Mal abwarten.

House of Cards (Staffel 2): Netflix sei Dank konnte ich auch mal wieder Frank Underwood in Washington besuchen. Was ich an der Serie besonders mag, sind v. a. drei Dinge: 1. Ich mag Kevin Spacey. Ich finde, er ist ein toller Schauspieler und wie gemacht für die Rolle des korrupten Politikers. 2. Ich mag das Durchbrechen der vierten Wand, die direkte Ansprache des Zuschauers. Das hat sowas Intimes. 3. Ich mag die Stimmung der Serie. Das kann ich jetzt gar nicht genauer beschreiben und auch nicht sagen, woran es liegt, aber irgendwas zieht mich von Beginn jeder Folge an hinein in diese Politkwelt und hält mich dort bis zum Ende der Folge. Oder der Folge danach. Oder der danach.

Guckstatus: Bei Netflix gibt es inzwischen sogar schon Staffel 3. Steht auf meiner Prioritätenliste ziemlich weit oben.

Lost (Rewatch der kompletten Serie): Hach, es war schön. Das auserwählte Exemplar Mann und ich haben gemeinsam die gesamte Serie geschaut. Für mich war es der dritte Rewatch, für ihn war die Serie neu – und ehrlich gesagt hatten wir beide gleichermaßen Spaß. Auch nach mehrmaligem Schauen, auch mit nun schon einigen Jahren auf dem Buckel verliert die Serie nicht an Qualität oder Spannung. Und das liegt – natürlich – v. a. an den liebenswerten Figuren. Wer nicht wissen will, wie es mit Kate, John, Jack oder Sawyer ausgeht, dem kann ich auch nicht helfen.

Guckstatus: vierter Rewatch nicht ausgeschlossen.

Modern Family (Staffel 2): Oh, das ist auch schon etwas her. Puh. Details zu dieser Staffel kann ich jetzt gerade nicht mehr liefern, aber Comedyfreunde finden bestimmt Gefallen an den chaotischen Familiengeschichten. Da Comedy ja nur bedingt mein Genre ist, habe ich aber erstmal eine Pause von der Serie eingelegt. Ist mir auf Dauer einfach zu albern.

Guckstatus: irgendwann bestimmt wieder.

Pretty Little Liars (Staffel 4): Bevor ich angefangen habe, Gossip Girl zu suchten, habe ich diese Serie gesuchtet. Und wie! Und, verdammt, sie ist so gruselig! Über Logikschwächen müssen wir hier gar nicht debattieren, die sind klar vorhanden, aber ganz ehrlich – who cares? Der Suchtfaktor ist enorm und das ist etwas, das für mich eine gut konzipierte Serie auszeichnet. Außerdem haben die Macher das mit den Cliffhangern echt drauf.

Guckstatus: Bitte Netflix, stell endlich Staffel 5 online!

Suits (Staffel 3, Rewatch): Wenn ich mal keine Lust habe auf Gossip Girl, dann schaue ich in unregelmäßigen Abständen auch gerne bei Pearson Specter vorbei. Damit vertreibe ich mir dann das Warten auf Staffel vier. Aufs Free-TV hoffe ich schon gar nicht mehr (schöne Grüße an die Programmverantwortlichen bei Vox!), aber auf Netflix. Geduld ist angesagt…

Guckstatus: Schmeckt auch aus der Konserve noch gut, aber es wäre jetzt langsam Zeit für Frischfleisch!

The Big Bang Theory (Staffel 7 und 8): Schon wieder Comedy, aber anders. Bei TBBT zeigt sich ein anderes Phänomen, das sich einstellt, wenn man eine Serie über Jahre gerne verfolgt: Das wohlig-warme Gefühl des Bekannten. Auch wenn die Figuren sich im Laufe der Staffeln durchaus entwickeln, so bleibt ein Großteil des Settings doch gleich – und das ist hier auch gut so. Ich bin gerne bei Leonard und Sheldon oder Penny zu Gast, schaue den Jungs beim Essen in der Mensa zu oder besuche mit ihnen den Comicbuchladen. Mancher mag das langweilig oder ausgelutscht finden nach 8 Staffeln, ich finde es beruhigend.

Guckstatus: jeden Montag um 20.15 Uhr auf ProSieben zusammen mit dem auserwählten Exemplar Mann. ♥

The Vampire Diaries (Staffel 6): Es ist tatsächlich passiert – ich habe aufgehört, in Mystic Falls vorbeizuschauen. Jedenfalls vorerst. Das war nicht geplant, sondern eher erzwungen. Der Start des zweiten Teils der 6. Staffel auf sixx fiel genau in meine ersten Wochen des Referendariats, in denen ich mit allem einfach komplett überfordert war. So habe ich den Anschluss verpasst und wenn ich irgendetwas hasse, dann in eine Serie wieder einzusteigen, nachdem ich bereits Folgen verpasst habe. Grrrrr.

Guckstatus: wird nachgeholt!

Under the Dome (Staffel 3): Gleiches Phänomen wie bei TVD. Die Staffel wurde ebenfalls Anfang September gezeigt und da es sich hier um eine geblockte Ausstrahlung (drei Folgen am Stück) handelte, was diese für mich noch viel weniger zu realisieren als die eine Folge TVD pro Woche. Drei Folgen in einer Woche online nachzuholen – für mich damals und auch derzeit kaum machbar.

Guckstatus: Da es die letzte Staffel war, würde ich schon gerne noch erfahren, wie es ausgegangen ist mit der Kuppel.

Das war er, der Serienbericht des letzten halben Jahres. Habe ich viel geschaut, habe ich wenig geschaut? Das kann ich gerade schlecht beurteilen. Es sieht nach viel aus, aber ich glaube, in den letzten Jahren habe ich in derselben Zeitspanne mehr geschafft. Lässt sich nicht mehr ändern. In nächster Zeit werde ich auf jeden Fall Gossip Girl beenden und danach wohl bei Frank Underwood im Weißen Hause vorbeischauen. Weitere Pläne mag ich in Anbetracht der recht spärlichen und schlecht planbaren Freizeit momentan nicht zu machen. Diese hängen außerdem natürlich auch mit dem Angebot von Netflix zusammen, da ich bei einigen Serien, wie erwählt, gespannt auf folgende Staffeln warte bzw. diese nachholen möchte (v. a. Broadchurch, Suits, Pretty Little Liars, The Vampire Diaries).

Abschließend möchte ich mich bei euch allen bedanken, dass ihr mir trotz der unregelmäßigen Beiträge hier weiterhin treu seid. Dieser Blog ist mir wichtig und mein Herz blutet, wenn ich sehe, wie ich ihn und v. a. euch vernachlässigen muss momentan. Wenn ich mal nicht oder sehr verspätet auf Kommentare antworte, nehmt mir das bitte nicht übel. Es ist bestimmt kein Zeichen von Desinteresse. Ich lese immer alles, was ihr mir schreibt, und freue mich wahnsinnig darüber. ♥ Für den November melde ich mich dennoch vorsorglich ab, die Gründe dafür habe ich euch oben genannt. Sollte ich wieder Erwarten doch zum Schreiben kommen – umso besser! Habt einen schönen Sonntag! 🙂

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Media Monday #188

So, Dienstag. Nachdem die Arbeit und die Jobsuche mich heute beide unglaublich frustriert haben, mache ich den restlichen Tag nur noch Dinge, auf die ich Lust habe. Unter anderem die Fragen des Media Monday von gestern beantworten. Ätsch. Das hast du jetzt davon, du blöder Dienstag.

Media Monday #188

1. Was war der größte Fehlgriff, die größte Enttäuschung in punkto Film/Serie/Buch, an die du dich erinnern kannst? Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: Ich war und bin immer noch unglaublich enttäuscht von Breaking Bad. Nach einem solchen Hype hatte ich echt mehr erwartet. Fesselt mich nicht, hab ich nach wie vor nicht zu Ende geschaut.

2. Lange habe ich mir gewünscht, so zu sein wie Rory Gilmore aus den Gilmore Girls, denn sie ist klug, schlagfertig, witzig und zu allem Überfluss auch noch total sympathisch. Außerdem hatte sie mit Dean, Jess und Logan wirklich drei extrem gutaussehende Freunde. Muss ich noch mehr sagen?

(Wer The Wire noch nicht gesehen hat – Achtung, Spoiler!)

3.  Die fünfte Staffel von The Wire war so lange gut, bis die Szene mit Jimmy McNulty kam, der einem Toten ein rotes Bändchen um den Arm bindet, um so die Illusion zu erzeugen, dass ein Serienmörder in Baltimore sein Unwesen treibt und dies sein Markenzeichen ist, denn in diesem Moment war schon klar, dass der gute Jimmy damit in sein Verderben rennen würde und es schmerzte mich als Zuschauer schon sehr, das mit ansehen zu müssen.

4. Wenn ich mich so auf manchen Film-Blogs umschaue, denke ich so bei mir, dass es ganz schön viele Leute gibt, die ganz schön viele Filme schauen…

5. Selbst wenn ich im Vorfeld weiß, dass der Film/die Serie nur mittelmäßig sein dürfte, wenn irgendjemand mitspielt, den ich in einem anderen Film/einer anderen Serie toll fand, schaue ich mir das Ganze wohl trotzdem mal an.

6. Es gibt Serien, die spielen im wilden Westen, im Mittelalter, im Weltraum, aber der Knaller wäre es doch, wenn . Gefühlt gab es doch irgendwie alles schon mal. Oder?

7. Zuletzt gesehen habe ich gestern Abend vier Folgen The Big Bang Theory auf ProSieben und das war zusammen mit dem auserwählten Exemplar Mann, weil wir gänzlich gegen unsere Gewohnheit am gestrigen Montagabend nicht ausgegangen, sondern faul auf dem Sofa geblieben sind. War auch schön.

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Media Monday #184

Schon seit Längerem frage ich mich, ob es eigentlich „erlaubt“ ist, die Fragen des Media Mondays erst am Dienstag zu beantworten. Ich habe das bereits ein paar Mal getan, weil ich es am Montag nicht geschafft habe. Es sieht auch nicht so aus, als ob ich dafür zukünftig montags Zeit finden würde, denn der Montag gehört ja meiner besseren Hälfte und da bleibt der PC aus. So stehe ich nun vor der Frage, ob ich mich schweren Herzens vom Media Monday verabschiede (schnief!) oder diesen erst einen Tag später bearbeite. Denn dienstags finde ich spätestestens am Abend garantiert die Zeit dafür.

Hmm, ein Dilemma. Aber Wulf scheint mir ja ein toleranter Typ zu sein, somit hat er bestimmt nichts dagegen, wenn ich ein bisschen aus der Reihe tanze und dafür weiterhin dem Media Monday treu bleibe. Der macht nämlich auch am Dienstag noch Spaß!

Media Monday #184

1. Spätestens wenn  anläuft, wird es mich wieder ins Kino treiben, denn  . Ich gehe nicht ins Kino, da laufen keine Serien.

2. ____ hätte sich besser nie in einen Regiestuhl gesetzt, schließlich ____ . Soll doch jeder Filme drehen, der dazu Lust hat!

3. Ich glaube, die/der SchauspielerIn, von der/dem ich die meisten Filme kenne, müsste wohl Daniel Radcliffe sein, denn immerhin habe ich alle Harry Potter-Filme gesehen.

4. Gnadenlos unterschätzt, wünsche ich mir ja für das vor uns liegende Jahr, dass das deutsche Fernsehen vielleicht doch noch erkennt, wie toll die Serie Suits ist. Komm schon, VOX, gib dir einen Ruck!

5. Bettlektüre, U-Bahn-Lektüre, Urlaubslektüre und so weiter und so fort. Ich persönlich lese ja am liebsten im Zug, denn dann muss ich mich nicht mit nervigen Mitreisenden unterhalten, die sich grundsätzlich immer neben mich setzen. Also Kopfhörer auf, Buch raus – Tschüss, Welt!

6. Jetzt braucht es eigentlich nur noch eine Fortsetzung zu all meinen Lieblingsserien, ist 2015 schließlich gepflastert mit zweiten, dritten, vierten, fünften, siebten Filmen. Außerdem weiß ich gerade nicht, wie ich an diese Aussage einen Satz anschließen soll, der mit „außerdem“ beginnt. Somit belasse ich es dabei.

7. Zuletzt gesehen habe ich gestern Abend die erste Folge der neuen Staffel The Big Bang Theory auf ProSieben und das war nur so nebenbei, weil das auserwählte Exemplar Mann mich abgelenkt hat. 😉

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Media Monday #179

Ja, es gibt mich noch. Nach wie vor kommt dieser Blog aber irgendwie zu kurz in letzter Zeit. Das ist bedauerlich und wird sich hoffentlich auch wieder ändern. Irgendwann diese Woche wird es auf jeden Fall nach langer Zeit erneut einen serienspezifischen Beitrag geben. Ich arbeite jedenfalls hart daran.

Heute jedoch mache ich mal wieder beim Montagsspielchen mit. Das auserwählte Exemplar Mann muss nun in der Vorweihnachtszeit auch montags die Bratpfanne schwingen (der Ruhetag wurde gestrichen), was ich wahrlich nicht gutheißen, aber auch nicht ändern kann. Mir war bis jetzt nicht mal ansatzweise klar, wie verrückt die Menschen in der Vorweihnachtszeit darauf sind, Essen zu gehen. Als ob sie das ganze Jahr gehungert hätten…

Nun ja, ein Gutes hat dieser Umstand: So bleibt mir wenigstens Zeit, um Wulfs Fragen zu beantworten.

Media Monday #179

1. Die wohl beste Comedy-Serie in meinen Augen ist tatsächlich sehr unkreativerweise The Big Bang Theory. Ich steh nicht so auf Comedys und finde viele wahrlich nicht lustig. An Sheldon, Penny und Co. kann ich mich jedoch nach wie vor erfreuen.

2. Peter und Olivia (die echte!) waren ein echtes Traumpaar in Fringe, denn die beiden hatten es nicht leicht, zueinander zu finden und als Zuschauer musste man zeitweilig wirklich leiden. Ich war ja auch ein großer Fan von der Kombination Lincoln/Olivia (die falsche!), aber davon wurde ja leider wenig gezeigt. Schade.

3. Wenn die ersten zehn Minuten mich überzeugen, wird für mich ein Film unwiderstehlich, schließlich habe ich als Fast-ausschließlich-Seriengucker eine sehr kurze Aufmerksamkeitsspanne. Wenn man mich nicht schnell begeistern kann, wird das meist auch nichts mehr.

4. Der mieseste zweite Teil  kommt meist nach einem sensationellen ersten Teil zustande. Dann sind die Erwartungen der Leser/Zuschauer derart hoch, dass diese nur enttäuscht werden können.

5. Wetten dass…? hat ihren/seinen Zenit längst überschritten, wie die letzten Jahre wohl eindeutig unter Beweis stellten, denn das ist einfach keine zeitgemäße Unterhaltung mehr.

6. Dürfte ich einen Tag mit J.J. Abrams den Platz tauschen, würde ich ganz schnell ein alternatives Lost-Ende drehen und eine weitere Staffel Fringe in Angriff nehmen. 🙂

7. Zuletzt gelesen habe ich den Zeit Campus Ratgeber „Berufseinstieg 2015“ und das war mäßig hilfreich, weil ich jetzt immer noch nicht weiß, wo und wie ich einen adäquaten Job finden soll. Seufz.

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Stöckchen: Top 10 Serienzitate

Hurra, noch ein Stöckchen! Hurra, dieses Mal geht es nur um Serien! Hurra, Wortman hat mich ganz explizit damit beworfen!

Ich hatte ja schon Angst, dass man mich von diesem Stöckchen ausschließen würde, weil ich schon beim Filmzitatestöckchen letzte Woche gemogelt und nur aus Serien zitiert habe. Zum Glück wird das hier aber alles nicht so eng gesehen und so darf ich erneut zehn Zitate aus tollen Serien präsentieren. Dieses Mal habe ich mich für 10 Catchphrases entschieden, weil mir das hier passend erscheint und ich meine Favoriten in dieser Kategorie sowieso immer schon mal loswerden wollte. Die Reihenfolge ist übrigens nicht beliebig, sondern stellt tatsächlich eine Top 10 da.

Los geht’s…

10. Sheldon Cooper, The Big Bang Theory

„That’s my spot! „

– Der perfekte Blickwinkel auf den Fernseher, die Nähe zu Heizung und Fenster sowie die Möglichkeit, sich mit Freunden zu unterhalten oder diese auch zu ignorieren, machen den Platz auf der rechten Seite der Couch zu Sheldon Coopers unverzichtbarem Aufenthaltsort. Und wehe, da setzt sich ein anderer hin!

9. Jimmy McNulty, The Wire

„What the fuck did I do?“

– Einsicht in eigene Fehler ist nicht so McNultys Stärke. Dementsprechend viel Zeit verbringt er damit, sich herauszureden. Und wirklich: Was hat denn auch jemals getan? 😉

8. Die Daleks, Doctor Who

„Exterminate! Exterminate! Exterminate!“

– Ich liebe die Daleks! Sobald ihr charakteristischer Schlachtruf aus meinem Fernseher schallt, kriege ich mich kaum mehr ein vor Freude.

7. Omar Little, The Wire

„All in the game, yo.“

– Keine Top 10 ohne Omar!

6. Louis Litt, Suits

„You just got Litt up!“

– Aus seinem eigenen Namen eine Catchphrase zu machen – ganz großes Kino!

5. Der Doctor, Doctor Who

„I’m the Doctor!“

– „Who are you?“ – „I’m the Doctor!“ – Praktisch keine Doctor Who-Folge vergeht ohne diesen Dialog.

4. Desmond Hume, Lost

„See you in another life, brother!“

– Desmond und seinen fürchterlicher schottischer Akzent sowie seinen Lieblingsspruch finde ich unglaublich prägend für die Serie Lost.

3. Clay Davis, The Wire

„Shiiiiit!“

– Leider gibt die verschriftlichte Version dieses Zitates nicht mal ansatzweise wieder, wie unterhaltsam Clay Davis‘ langgezogenes „Shiiiiiiiit“ wirklich ist. Wer The Wire gesehen hat, weiß, wovon ich rede.

2. Barney Stinson, How I Met Your Mother

„It’s gonna be legen… – wait for it! – …dary!“

– Eines der besten Überbleibsel aus HIMYM ist definitiv dieser Spruch!

1. John Locke, Lost

„Don’t tell me what I can’t do!“

– Gänsehautfaktor, wann immer John Locke anderen Menschen diesen Satz an den Kopf wirft. Sollte ich zu meinem Lebensmotto machen.

Auf den Plätzen:

  • 11. Barney Stinson (How I Met Your Mother): „Suit up!“
  • 12. Walter Bishop (Fringe): „Let’s make some LSD!“
  • 13. Der zehnte Doctor (Doctor Who): „Allons-y!“
  • 14. Hugo „Hurley“ Reyes (Lost): „Dude!“
  • 15. Don Draper (Mad Men): „I need a drink.
  • 16. Tony Soprano (The Sopranos): „I’m in the waste management business.“
  • 17. Bunk Moreland (The Wire): „You happy now, bitch?“
  • 18. Sheldon Cooper (The Big Bang Theory): „Bazinga!“

Wer auch mitmachen will, schnappt sich einfach das Stöckchen hier bei mir oder bei Wortman und macht sich ebenfalls einen schönen Abend mit lauter Serienzitaten. Viel Vergnügen! 🙂

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Wer ist eigentlich Ozan Ünal?

Früher war Bücher lesen mein Lieblingshobby. Mein Nachttisch quoll regelmäßig über, weil ich immer mehrere Bücher gleichzeitig in Arbeit hatte. Nur eins zur Zeit zu lesen, fand ich langweilig. Dann fing ich an Germanistik zu studieren und hörte mit dem Freizeitlesen auf. Zu anstrengend, das auch noch als Hobby zu betreiben, wenn man das schon für die Uni immer machen muss. Stattdessen widmete ich mich in meiner Freizeit vermehrt einer anderen Art des Erzählens: Der TV-Serie, bevorzugt der amerikanischen TV-Serie. Dabei handhabe ich es jedoch immer noch wie früher beim Bücherlesen: Nur eine Serie zurzeit zu schauen, finde ich langweilig. Ich habe immer mehrere gleichzeitig am Start. Ist manchmal eine Herausforderung (zeitlich und auch gedächtnistechnisch), aber ich will es so.

Nun gut, wann immer es geht, schaue ich diese Serien in der unsynchronisierten Originalfassung. Hat einfach mehr Charme. Dennoch habe ich auch nichts dagegen einzuwenden, mir Serien, die mich interessieren, im Fernsehen anzuschauen. Dabei fällt mir regelmäßig auf, dass das Synchronsprecherarsenal in Deutschland ziemlich dünn besetzt zu sein scheint. Gerade männliche Synchronstimmen scheinen Mangelware zu sein. Daher ist Ozan Ünal wohl so ein vielbeschäftigter Mann.

Ozan Ünal, 33, aus Berlin ist seit einiger Zeit wohl sowas wie der godfather of Seriensynchronisation. Dieser Mann leiht einfach jedem seine Stimme. Ian Somerhalder alias Damon Salvatore in The Vampire Diaries (Staffel 5 läuft immer donnerstags, 20.15 Uhr auf sixx). Johnny Galecki alias Leonard Hofstadter in The Big Bang Theory (Staffel 7 immer montags um 21.15 auf ProSieben). Patrick J. Adams alias Mike Ross in Suits (VOX hat den Sendetermin gerade auf montags um 20.15 (Doppelfolge) verlegt). Und das sind nur drei aktuelle Beispiele. Zuvor hat er schon Rollen gesprochen in Everwood, O.C., California, Brothers & Sisters, Men in Trees, Eureka, Fringe, Revenge, den Borgias und und und.

Ünal macht seine Sache gut, keine Frage. Dieser Beitrag ist keine Kritik an seiner Arbeit. Dass ich seine Synchronisation von Damon Salvatore anfangs nicht mochte, ist mein persönliches Pech. Es bleibt nur zu fragen, ob es wirklich ratsam ist, einen Synchronsprecher so viele verschiedene Schauspieler sprechen zu lassen. Was, wenn Somerhalder, Galecki und Adams in drei Jahren alle zusammen in einer supererfolgreichen Serie spielen? Wer kriegt dann einen anderen Synchronsprecher und wer nicht? Zudem lenkt es mich als Zuschauer immer ab, wenn ich eine neue Serie beginne und dann eine Figur mit der Stimme einer anderen Figur aus einer anderen Serie spricht. Von der ersten Folge Suits habe ich nur die Hälfte mitbekommen, weil ich die ganze Zeit darüber nachdenken musste, wer zur Hölle noch die gleiche Synchronstimme hat wie Patrick Adams. Ian Somerhalder, Johnny Galecki und gefühlte 512 andere.

Um fair zu sein, muss man hinzufügen, dass es mindestens noch eine weitere Person gibt, die genauso dick im Geschäft ist wie Ünal: Dennis Schmidt-Foß (der lustigerweise zwei Brüder und eine Schwägerin hat, die auch als Synchronsprecher arbeiten). Peter Bishop (Joshua Jackson) in Fringe, Alex Karev (Justin Chambers) in Grey’s Anatomy, Gregory Pratt (Mekhi Phifer) in Emergency Room, David Fischer bzw. Dexter Morgan (Michael C. Hall) in Six Feet Under bzw. Dexter…ich könnte die Liste noch endlos fortsetzen. Da kann einem doch keiner vorwerfen, wenn man verwirrt ist aufgrund der gleichen Synchronstimme so vieler Figuren. Zudem bedient Schmidt-Foß hier auch ähnliche Genres. Ich würde mal unterstellen, dass ER-Schauer (okay, seien wir ehrlich: Schauerinnen) auch Grey’s Anatomy oder Six Feet Under gucken.

Gefühlt ist in jeder, aber auch wirklich in jeder synchronisierten Serie mindestens einer von beiden an Bord, Ünal oder Schmidt-Foß. Ich warte gespannt auf den Tag, an dem beide mal zusammen die männlichen Hauptdarsteller einer Serie synchronisieren. Dann würde ich es gerne so einrichten, dass in jeder Folge einer der anderen ihnen zugeordneten Schauspieler eine Gastrolle hat. Das wäre doch mal eine Herausforderung für die mit Synchronisation beschäftigten Firmen in Deutschland. Und die Gelegenheit, ein paar weitere Sprecher einzustellen…