Veröffentlicht in Fernsehserien, Media Monday

Media Monday #197

Ach ja, heute ist ja Montag. Fühlt sich eher nach Sonntag an. Der letzte Freitag fühlte sich auch schon nach Sonntag an und der darauf folgende Samstag dann wiederum nach Freitag. Lediglich der gestrige Ostersonntag vermittelte zurecht ein Sonntagsfeeling. Ich bin nicht gemacht für Feiertage. Es wird Wochen dauern, bis meine innere Uhr die Wochentage wieder richtig sortiert hat. Und dann direkt wieder irritiert wird durch den 1. Mai, Himmelfahrt und Pfingsten. Vielleicht stellt sich mein Montagsgefühl ja ein, wenn ich mich dem Media Monday widme. Ach nein, auch nicht – das mache ich ja eigentlich immer dienstags. Ich geb’s auf.

Media Monday #197

1. Bei Serien, die mir gefallen, sehe ich ja gerne über manches unlogische Detail hinweg, allerdings sollte man es auch nicht zu bunt treiben. Jüngstes Beispiel sind für mich die aktuelle und vorige Staffel (Staffel 5 und 6) von The Vampire Diaries. Wie viele Wege, um Vampire wieder in Menschen zu verwandeln oder Menschen (oder Vampire oder Hexen oder sonstwen) von den Toten auferstehen zu lassen, wollen die Macher sich bitte noch einfallen lassen?

2. Selbstjustiz in Filmen/Serien ist meistens entweder das Ende der Geschichte oder der Ausgangspunkt einer ganz neuen Handlung.

3. Das Durchbrechen der vierten Wand – die direkte Ansprache des Publikums/Lesers – macht mir immer viel Spaß. Ich mag House of Cards, ich mag Stromberg, ich habe gerade Modern Family (auch wenn die beiden letzeren vielleicht keine hundertprozentigen Beispiele dafür sind…) für mich entdeckt. Ja, gerne mehr davon.

4. Filme, die an bestimmten Feiertagen spielen, sollten auch nur an ebendiesen Feiertagen im TV ausgestrahlt werden. Nichts ist schlimmer als Weihnachten im August.

5. Reale Figuren in fiktive Geschichten einzubeziehen ist im ersten Moment immer ein bisschen gewöhnungsbedürftig, verleiht den Geschichten aber andererseits auch eine Authentizität, die anders schwer herzustellen ist.

6. Die freien Tage habe ich genutzt, um zu arbeiten. Karfreitag, Karsamstag und heute. Das macht mir nichts aus, meine Familie wohnt eh weiter weg und das auserwählte Exemplar Mann musste auch arbeiten. Gestern war ich dann immerhin auf dem ersten Flohmarkt in der Innenstadt im Jahr 2015 und habe dort sogar das gefunden, was ich gesucht habe (eine schlichte (!) Blumenvase).

7. Zuletzt gesehen habe ich gestern Abend vier Folgen der ersten Staffel Modern Family und das war ein vergnüglicher Zeitvertreib, weil das Hotelrestaurant gestern Abend (und gestern Mittag übrigens auch schon) mal wieder aus allen Nähten geplatzt ist und das auserwählte Exemplar Mann dementsprechend spät und geschafft von der Arbeit kam. Ich werde nie verstehen, warum Menschen an den Tagen vor bestimmten Feiertagen die Supermärkte leer kaufen, nur um dann an den besagten Feiertagen sowieso essen zu gehen. Geht’s noch unlogischer?

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Autor:

Leidenschaftliche Bloggerin. Kaffeesüchtiger Serienjunkie. Schleswig-Holsteinerin im Exil. Ständig hungrig, vor allem aufs Leben.

22 Kommentare zu „Media Monday #197

  1. Ich finde es richtig cool, wenn gerade Schauspieler sich selbst in Filmen/Serien darstellen – meist entsteht dadurch ja irgendeine witzige oder zumindest absurde Situation. Andersrum finde ich es aber auch cool, wenn die Rollen gerade bei öffentlichen Reden einfach abgewechselt werden 😉

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    1. Da hast du recht. Auf jeden Fall vermischen sich dadurch die reale und die fiktive Welt sehr geschickt. Ich muss gerade an Will Wheaton denken, der ja in The Big Bang Theory des Öfteren auftaucht, wo die Protagonisten die Serie, durch die er bekannt wurde, vergöttern. Damit vermischen sich dann beide Serien auch irgendwie…hach, kompliziert. 😀

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      1. Ja, auch. Aber ich finde eher den „Justiz“-Charakter, naja, „toll“. Im Sinne von: In der Realität kommen die schlimmsten Verbrecher davon, in (manchen) Serien bekommen die Bösen ihr Fett ab. Das klingt jetzt sicherlich schlimmer, als ich es meine, und ich bin mir durchaus bewusst, dass Selbstjustiz absolut falsch ist, aber unser Justizsystem ist in seiner aktuellen Funktionsweise auch alles andere als perfekt.

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      2. Kann ich dir nur zustimmen. Es ist in der Tat befriedigend im TV zu sehen, wenn „die Bösen“ auch bestraft werden. Dennoch präferiere ich dann doch unser Justizsystem, auch wenn es gelegentlich Verbrecher mt zu geringen Strafen davonkommen lässt.

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      3. Natürlich, und genau das meine ich auch: eine gewisse Befriedigung, wenn jemand endlich bekommt, was er verdient. 🙂
        Und ich würde definitiv nicht tauschen wollen, denn unsere Film- und Serienhelden sind zumeist rechtschaffen, aber die Realität sieht auch hier ganz anders aus.

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  2. Da sprichst du einen guten Punkt an: Es wird gekauft, als würde nie wieder ein Laden irgendwo aufmachen. Und dann rennen alle essen. Wir zugegebenermaßen auch. Und etliche Gaststätten sind da auch unglaublich schlecht drauf vorbereitet, als wäre es das erste Mal. Heute haben wir trotz sowieso schon Staffelreservierung um 11:30 Uhr über 1,5 Stunden(!) auf unser Essen gewartet. Ganz großes Kino mit vier Kindern am Tisch. Ostersonntag hatten wir dagegen unser Essen bereits nach 15 Minuten. Geht also auch anders… naja, Luxusprobleme… 😉

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    1. Oje, 1,5h Stunden sollte man auf keinen Fall auf sein Essen warten müssen. Das ist schon hart; ich glaube, ich wäre gegangen… 😦

      Zum Thema der Vorbereitung in Gaststätten kann ich – mit dem kleinen Einblick, den ich ja in die Welt der Gastronomie inzwischen habe – sagen, dass es in vielen Läden schlicht an Personal mangelt. Und es ist nicht so, dass kein Personal eingestellt wird, weil gespart werden soll – es gibt dieses Personal auf dem Arbeitsmarkt schlicht nicht. Gerade ausgebildetes Küchenpersonal ist kaum zu bekommen (eigentlich nur, wenn man es anderen Läden „abluchst“ oder selbst ausbildet – aber wer will heute schon noch Koch lernen? Fast keiner…). Und wenn dann versucht wird, an Feiertagen mit dem normalen Personal (das eh schon knapp ist!) normal a la carte zu kochen, dann muss das fast zwangsläufig in die Hose gehen.
      Bei uns im Hotel gab’s Ostern nur ne kleine Karte mit Gerichten, die gut vorbeitetet werden konnten. Anders hätten die Mengen gar nicht bewältigt werden können. Andere Möglichkeiten sind halt Buffets oder die Wahl des Essens schon bei der Tischreservierung anzugeben. Das macht das Ganze planbar. Aber natürlich wollen Gäste gerade an Feiertagen dann auch Auswahl haben und/oder etwas Besonderes essen bzw. wünschen sich, dass an solchen Tagen alles schnell geht und perfekt ist. Kaum jemand ist dann bereit, Abstriche zu machen. Nicht umsonst war das Hotelrestaurant bei uns über Weihnachten geschlossen, weil der Chef einfach keine Lust mehr auf den Stress und die ewige Nörgelei der Gäste hatte, wenn es mal drei Minuten länger dauert…
      (Ich rede hier von drei Minuten – das was ihr erlebt habt mit den 1,5h, geht gar nicht. Und ihr seid bestimmt auch keine Nörgler. 🙂 )

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      1. Danke für den Einblick. Das mit der abgespeckten Karte dachten wir übrigens auch schon: In der Gaststätte vom Ostersonntag hatten sie nur ca. 1/3 der Gerichte im Vergleich zur Gaststätte am Ostermontag – und das war auch noch völlig ausreichend!

        Am ärgerlichsten fand ich übrigens, dass sich niemand verantwortlich sah eine kurze Entschuldigung auszusprechen – und das obwohl wir öfter mal nachgefragt hatten. Da kam nur ein „Kommt gleich…“ Mit der richtigen Kommunikation hätte ich zur Not auch die 1,5 Stunden eingesehen, aber Kommunikation ist eh Glückssache. Könnte man meinen. Beim zahlen (wir hatten unsere Familie eingeladen, d.h. es ist schon eine ordentliche Summe zusammengekommen), habe ich das Thema dann auch offen angesprochen und gesagt es gibt kein Trinkgeld, weil wir lange warten musste und es nicht einmal eine Entschuldigung o.ä. gab. Die Bedienung ist überhaupt nicht darauf eingegangen und hat nur Stumm das Wechselgeld rausgegeben. Dürfte wohl das letzte Mal gewesen sein, dass wir da gegessen haben…

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      2. Finde ich auch – eine abgespeckte Karte reicht völlig. Von allem etwas, dann kann auch jeder etwas finden. Gerade Suppen, Salate u.ä. lassen sich ja total easy vorbereiten und können sowohl Vorspeise als auch Hauptgang sein. Es ist einfach illusorisch, Ostersonntagmittag ein Rumpsteak auf den Punkt braten zu wollen…Da habt ihr euch Ostersonntag wohl für die richtige Lokalität entschieden. 🙂
        Kommunikation ist ja immer wichtig, aber unfreundliches Servicepersonal geht ja generell nicht – und an solchen Feiertagen schon dreimal nicht. Klar ist da Stress den ganzen Tag, aber an solchen Tagen verdienen die Läden eben auch Geld, das sie im Normalfall bitter brauchen. Und wenn der Service dann unfreundlich oder schlecht ist, geht einfach auch viel Geld verloren. Jeder weiß schließlich, dass das Geld vor allem an den Getränken verdient wird und davon hätte man euch ja reichlich auftischen können in 1,5h Stunden. Ich würde in dem Laden auch nicht noch einmal essen…

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    1. Da gibt’s ja auch immer viel Schund, auf dem Flohmarkt. Aber spannend ist es dennoch und wenn man ein bisschen sucht, dann findet man auch. Ich bin mit meinen zwei passenden Vasen für zusammen zwei Euro jedenfalls sehr zufrieden. 🙂

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      1. Da kann man ja nicht meckern. Ich habe früher immer flohmärkte nach Lego 😉 und natürlich nach alten Filmen durchsucht. Deswegen würde ich gerne mal wieder schlendern gehen.

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    1. Oja, das habe ich gestern auch gelesen! Ich frage mich ernsthaft, warum die Serie dann nicht nach der aktuellen Staffel beendet wird. Wie soll die Geschichte danach bitte noch weitergehen?
      Es gab, glaube ich, schon länger Gerüchte, dass einer der Hauptdarsteller aussteigen will, aber ich dachte immer, dass es Ian Somerhalder wäre. Dann hätte man die Serie evtl. noch fortführen können. Ohne Nina Dobrev macht es allerdings überhaupt keinen Sinn mehr.

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      1. Ja, sehe ich genauso. Das kommt mir ganz schön unsinnig vor – so ist das doch letztendlich automatisch das Aus für die Serie. Die Nebencharaktere alleine können das nicht halten. Andererseits ist es ganz rührend die Reaktionen vom Set wahrzunehmen – da reden ja viele zur Zeit drüber.

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      2. Stimmt, die Nebencharaktere sind wirklich nicht dazu geeignet, die Show zu tragen. Dafür war der Fokus einfach viel zu sehr auf Elena. Vielleicht sollte ich die Sichtung der Serie einfach auch nach Staffel 6 einstellen. Klingt nach einem guten Zeitpunkt.

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